Bildung in Fakten und Daten

Aus dem Bildungsbericht des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen

Seit fünf Jahren hat der Landkreis das Prädikat „Bildungsregion in Bayern“. Der Austausch von regional vorhandenem Wissen steht im Fokus der Bildungsregion. Deshalb gibt es auch die landkreisweite digitale Vernetzung. Der Falk-Report zeigt in Stichpunkten die wesentlichen Fakten der Bildungsregion auf. Alle Daten beziehen sich auf die Jahre 2018-2020..

Frühkindliche Förderung:

Seit 2013 werden die Kinder von einem bis zum dritten Lebensjahr frühkindlich gefördert, wenngleich die bayernweite Betreuungsquote der unter Dreijährigen (31,5 Prozent) im Kreis nicht ganz erreicht wird (29 Prozent im Jahr 2019).

Im Kreis gibt es (Stand Februar 2020) 11765 Kinder, davon 2665 unter drei Jahren, 2373 von drei bis sechs Jahren sowie 6727 von sechs bis 14 Jahren. In sieben Kinderkrippen gibt es 150 Plätze,  in 59 Kindergärten 2666 Kinder, in zwei Kinderhorten 43 Kinder und in 12 Häusern für Kinder 1036 Kinder.

Eine Kindertagesbetreuung gibt es für 3791 Kinder. Von ihnen sind 683 unter drei Jahre alt, 2226 von drei bis sechs Jahre alt und 882 von sechs bis 14 Jahre alt.

Die Betreuungsquote liegt bei 32,2 Prozent (bei den unter Dreijährigen 25,6 Prozent, den 3-6-Jährigen  93,8 Prozent  und den 6-14-Jährigen 13,1 Prozent.

Schulische Bildung:

In den Grundschulen werden (2018/19) 3198 Kinder von 201 Lehrern unterrichtet, in den Mittelschulen 1831/151, Förderzentren 370/47, Realschulen 1471/110, Gymnasien 1950/147, Wirtschaftsschulen 213/19, Berufsschulen 1455/59, Berufsschulen zur sonderpädagogischen Förderung 53/5, Berufsfachschulen 279/26, Fachoberschulen 555/39, Berufsoberschulen 87/4, Fachakademien 129/19 und Fachschulen 62/0.

Das Einschulungsalter der Schulanfänger liegt in 79,7 Prozent bei sechs Jahren, nur 1,6 Prozent sind fünf Jahre und jünger, 18,8 Prozent sieben Jahre und älter.

Von den 797 Schulanfängern im Schuljahr 2018/19 hatten 194 einen Migrationshintergrund. Seit sieben Jahren ist die Schülerentwicklung an Grundschulen wieder ansteigend Die Schülerzahl an Grundschulen wird sich von derzeit 3174 bis zum Jahr 2022/23 auf 3544 erhöhen. An Mittelschulen sind derzeit 1912 Kinder. Von den 3174 Grund-und Mittelschülern haben 779 (24,5 Prozent) einen Migrationshintergrund. Die höchste Quote meldet mit 50,9 Prozent die Stephani-Grundschule Gunzenhausen vor Treuchtlingen (40,5), Weißenburg (39), Alesheim-Emetzheim (22,9), Gunzenhausen-Südstadt (20,3),Langenaltheim (19,4). Den geringsten Ausländeranteil hat die Grudnschule Absberg-Haundorf (2,6 Prozent).

An den Mittelschulen, die von 1912 Kindern besucht werden sind 721 oder 37,7 Prozent mit einem Migrationshintergrund.

Der Landkreis hat unter den benachbarten Landkreisen den höchsten Wert an Schülern, die von der Grundschule an eine weiterführende Schule gehen, und zwar sind es 36,8 Prozent, die an die Mittelschule gehen, 27,8 Prozent besuchen die Realschule und 34,1 Prozent das Gymnasium. Im Vergleich: im Kreis Eichstätt gehen 34,6 Prozent an das Gymnasium, in Ansbach 34,2 Prozent, in Roth 35,4 Prozent und im Kreis Donau-Reis 30,4 Prozent.

Die Realschulen melden aktuell folgenden Bestand: Weißenburg 604 Schüler, Treuchtlingen 440 und Gunzenhausen (Hensoltshöhe) 304.

Am Gymnasium Weißenburg sind 987 Schüler, am gymnasialen Zweig  der Senefelder Schule Treuchtlingen 265 und am Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen 700.

Die Wirtschaftsschule Gunzenhausen wird von 226 Schüler besucht, die Berufsschule Weißenburg von 513 Schülern und die Berufsschule Gunzenhausen von 881 Schülern.

44 Realschüler wandern aus Orten außerhalb des Landkreises ein, 272 pendeln aus. Bei den Gymnasiasten sind es 122 Einpendler und 163 Auspendler.

19,9 Prozent der 2698 Studierenden aus dem Kreis studieren in einem anderen Bundesland, immerhin 80,1 Prozent bleiben in Bayern.

Am Kunststoffcampus Bayern in Weißenburg sind derzeit 70 Studierende in den beiden Bachelorstudiengängen „Angewandte Kunststofftechnik“ und „Strategisches Management“. An der Hochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen halten sich 300 Studenten auf.

Berufliche Bildung:

Von den 1681 Auszubildenden (Stand 2018) sind 945 in Handel und Industrie, 475 im Handwerk, 41 in der Landwirtschaft, 43 im Öffentlichen Dienst, 157 in den Freien Berufen und 20 in der Hauswirtschaft tätig. Während der Ausbildung kommt es in 19,9 Prozent zu Vertragsauflösungen (besonders hoch ist die Quote mit 37 Prozent im Handwerk).

WERNER FALK

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