Wohnortnahe Krankenhäuser erhalten!

 MdL Manuel Westphal: Mehr Qualität nicht zulasten der Bürgernähe

Eine Studie der Bertelsmann-Stiftung hat ergeben, dass jedes zweite Krankenhaus in Deutschland geschlossen werden sollte, um die Krankenhausstruktur effizient und zukunftsfest fortzuentwickeln. Manuel Westphal, Stimmkreisabgeordneter für den Bayerischen Landtag, weist diese Forderung vehement zurück: „Seit Jahren kämpfen wir für eine wohnortnahe medizinische Versorgung, wozu auch Krankenhäuser gehören. Für die Bevölkerung ist ein wichtiges Qualitätskriterium, wohnortnah ein Krankenhaus erreichen zu können. Mehr Qualität wird daher keinesfalls durch eine Verringerung der Standorte erreicht!!“

 Die Studie fordert eine Senkung der Klinikanzahl von knapp 1.400 auf unter 600 Krankenhäuser. Dadurch soll die Qualität gesteigert und bestehende Engpässe bei Ärzten und Pflegepersonal gemildert werden. „Die Wohnortnahe als wichtiges Qualitätskriterium für die Bevölkerung wird dabei völlig außer Acht gelassen“, betont Westphal.

In Bayern liegt der Sicherstellungsauftrag in den Händen der Landkreise und kreisfreien Städte. Über 400 Krankenhausstandorte werden so betrieben. Im aktuellen Doppelhaushalt investiert Bayern 643 Millionen Euro jährlich in seine Krankenhäuser. Der Strukturfonds des Bundes und das bayerische Programm für kleine Krankenhäuser unterstützen dabei ebenfalls.

„In unserem Landkreis haben wir mit dem Klinikum Altmühlfranken an zwei Standorten in Weißenburg und Gunzenhausen eine hervorragende Versorgung für unsere Bevölkerung. Erst kürzlich konnte ich mich während eines Informationstages von der hohen Qualität der beiden Häuser überzeugen. Auch kleine Häuser wie bei uns in Altmühlfranken können – anders als es die aktuelle Studie vorstellt – wirtschaftlich betrieben werden und dabei ein hohes Qualitätsniveau halten. Die Versorgungsstruktur wie in unserer Region ist für die Bevölkerung sehr wichtig und muss auch in Zukunft gesichert werden. Eine Radikalreform, wie sie die Bertelsmann-Stiftung fordert, ist nicht praxistauglich“, ist sich Westphal sicher.

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