Abschied von Luise Tröster

Die frühere Dittenheimer Bürgermeisterin verstarb 71-jährig

Sie war die erste Frau in einem Bürgermeisteramt im Landkreis: Luise Tröster. Jetzt ist sie ganz überraschend im Alter von 71 Jahre gestorben.

Die Tochter von Metzgermeister Fischer aus Gunzenhausen war zunächst als Verwaltungsangestellt im Justizdienst tätig. Sie war „Managerin“ in der Geschäftsstelle des Amtsgerichts Gunzenhausen. Nach dessen Auflösung trat sie in die Dienste der Verwaltungsgemeinschaft Altmühltal ein.

Zum Nachfolger von Fritz Schaupmeier wählten sie die Gemeindebürger von Dittenheim im Jahr 1984. Sie war 24 Jahre im Amt. Die Kommune nahm in dieser langen Ära eine gute Entwicklung. Fleiß und Sorgfalt bescheinigten ihr alle. Sie stellte sozusagen ihren Mann – und das als erste Frau im Bürgermeisteramt.

Die Vertreterin der Freien Wähler amtierte zudem von 1990 bis 2014 als Kreisrätin, von 1996 bis 2002 war sie zudem Landratsstellvertreterin.

Für die Freien Wähler kandidierte sie 1998 für den Bayerischen Landtag und erreichte mit 9,8 Prozent einen auffällig hohen Stimmenanteil im Stimmkreis Weißenburg-Gunzenhausen/Ansbach-Süd.

Luise Tröster war keine Alibi-Frau auf der politischen Bühne. Sie setzte sich dank ihrer Seriosität und Entschlusskraft durch, auch wenn die Entscheidungsprozesse nicht immer einfach waren. Die Rathauschefin war bestrebt, alle Gemeindebürger „mitzunehmen“, sie an Entscheidungen teilhaben zu lassen.  Wer sie im persönlichen Bereich begegnete, der schätzte ihre Aufgeschlossenheit, ihre Ehrlichkeit und Lauterkeit.

Die Anteilnahme gilt ihrem Mann Dieter und den beiden Söhnen Stefan und Joachim.

WERNER FALK

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