Naturschutz braucht Fläche

Landesbund  ist von Söder „bitter enttäuscht“

Bayern hat zwei Nationalparks: den in Berchtesgaden und den im Bayerischen Wald. Pläne, einen dritten im Steigerwald, dem Spessart, der Rhön oder an den Auen von Donau und Isar zu etablieren, konnten nicht durchgesetzt werden und wurden von der Staatsregierung folglich fallen gelassen.

Der Vorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz, Dr. Norbert Schäffer,  äußert in der neuen Ausgabe des Mitgliedermagazins „Vogelschutz“ seine „bittere Enttäuschung“ über die Söder-Regierungserklärung mit dem anspruchsvollen Titel „Das Beste für Bayern“. Die Aufstockung des Vertragsnaturschutzes und die naturschutzfachliche Aufwertung der bestehenden Naturparks könnten ein neues und nutzungsfreies Großschutzgebiet nicht ersetzen.  Wörtlich schreibt er: „Wir brauchen  diese Flächen als wichtigen Baustein beim Schutz unserer biologischen Vielfalt. Aber auch als Referenzflächen, um herauszufinden, wie sich Lebensräume verändern, wenn der Mensch nicht eingreift, nicht nutzt, nicht steuert, sondern nur beobachtet, dokumentiert und staunt.“

Dr. Schäffer beklagt, dass es offenbar nur  darum geht, bestehende Naturschutzgebiete mit einem neuen Label u versehen. Für zwingend notwendig hält er es, die Unteren und Höheren Naturschutzbehörden personell aufzustocken, denn sie leisteten einen unschätzbar hohen Beitrag zum Schutz unserer Natur. „Darüber würde ich mich wirklich freuen“, sagt der Landesvorsitzende des LBV.

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