Palliativversorgung im Mittelpunkt

Das PflegeFORUM sorgt für Vernetzung im Landkreis

Am 17. April 2018 kamen die beruflich Pflegenden im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen auf Einladung der Geschäftsstelle  im Treuchtlinger Forsthaus zum siebten PflegeFORUM zusammen. Hauptsächlich ging es um die Zusammenarbeit mit dem Team der Spezialisierten ambulanten Palliativversorgung (SAPV) in der pflegerischen Praxis. Die pflegerische Leiterin Ulrike Haarmann stellte ihr Team und die Aufgaben vor.

Zu Beginn der Veranstaltung begrüßte Treuchtlingens Bürgermeister Werner Baum die rund 60 Teilnehmer: „Das PflegeFORUM ist ein inzwischen ein etabliertes Netzwerk für beruflich Pflegende, das regelmäßig über wichtige Themen, Neuerungen und regionale Angelegenheiten informiert. Das heutige Thema, die Versorgung von Patienten, die keine Aussicht auf Heilung mehr haben, ist sehr wichtig.“

Der  Vorsitzende des PflegeFORUMS, Oliver Riedel, stellte dem Fachpublikum den überarbeiteten Wund- sowie Pflegeüberleitungsbogen vor, der bereits im Einsatz ist: „Die neuen Bögen sind in einem neuen Layout und deutlich übersichtlicher. Bei breitflächiger Nutzung, können wir Schnittstellenprobleme bei der Patientenüberleitung erheblich minimieren.“ Oliver Riedel rief die Einrichtungsleiter und pflegerischen Leitungen zur Nutzung auf. Beide Bögen können unter www.altmuehlfranken.de/pflegeueberleitung und www.altmuehlfranken.de/wundueberleitung heruntergeladen werden.

Das Team der SAPV

Im Anschluss ging die pflegerische Leiterin der SAPV Südfranken, Ulrike Haarmann, auf die Entstehungsgeschichte, das Team und die Aufgaben der SAPV ein. „Unser Team kommt zum Einsatz, wenn ein Patient an einer nicht heilbaren, fortschreitenden Erkrankung leidet und die Lebenserwartung nur noch sehr beschränkt ist.“ Hierfür muss eine besonders aufwendige Versorgung erforderlich sein, mit Symptomen, die eine spezielle Behandlung notwendig machen. Dies ist zum Beispiel bei starken Schmerzen, Atemnot, schwer zu versorgenden Wunden, belastender Übelkeit und Erbrechen oder Angstzuständen der Fall. Das Team aus Ärzten und speziell ausgebildeten Pflegekräften übernimmt dann die aufwendige Versorgung zu Hause oder in einer stationären Pflegeeinrichtung. Somit wird ein menschenwürdiges Leben bis zum Tod des Patienten gefördert und gewährleistet: „Wir bieten eine zusätzliche Unterstützung und treten nicht in Konkurrenz zum bereits versorgenden Pflegedienst oder dem Hausarzt“, erläutert Ulrike Haarmann. „Wir bieten unter anderem eine 24-Stunden-Rufbereitschaft, die vielen Patienten und Angehörigen Sicherheit gibt. Damit wird eine Krankenhauseinweisung umgangen.“

Enge Kooperation mit den Hopizvereinen

Die Dienste der SAPV benötigen rund zehn Prozent der Sterbenden. Aus diesem Grund ist auch die Stärkung der allgemeinen ambulanten Palliativversorgung sehr wichtig. Die SAPV arbeitet eng mit dem ambulanten Hospizdienst Altmühlfranken zusammen. „Oberstes Ziel ist, allen Menschen ein würdiges Sterben zu ermöglichen“, so Sandra Meyer vom ambulanten Hospizdienst. „Hier sind Zusammenarbeit und gute Vernetzung von Hausärzten, Pflegediensten, Pflegeheimen und des Hospizvereins gefragt“, betont Sandra Meyer weiter. „Die Pflegenden haben leider meistens nicht die Zeit, sich stundenlang an das Bett eines Sterbenden zu setzen. Hier kann der Hospizverein mit seinen ehrenamtlichen Mitarbeitern unterstützen und Pflegende entlasten.“ Nachdem das große Ziel, der Aufbau einer SAPV, erreicht wurde, müsse auch die Vernetzung in der allgemeinen Versorgung weiter ausgebaut werden.

Fragen rund um die Spezialisierte Palliativversorgung beantwortet die SAPV Südfranken e. G. entweder telefonisch unter 09144 9277810 oder per E-Mail an info@sapv-suedfranken.de Das Büro ist von Montag bis Freitag von 8 bis 14 Uhr geöffnet.

Das nächste PflegeFORUM findet am 21. September 2018, um 18.30 Uhr in Kooperation mit der Alzheimer Gesellschaft Weißenburg und Umgebung statt. Die bekannte Professorin für Gerontologie und Beraterin in Gedächtnisambulanzen, Dr. Sabine Engel, wir zum Weltalzheimertag über die „Gedächtnissprechstunde – moderne Diagnostik der Demenz“ referieren.

Informationen zu allen kommenden und bisherigen Veranstaltungen des PflegeFORUMS sind im Internet unter www.altmuehlfranken.de/pflegeforum zu finden.

 

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