Neues aus dem Stadtrat

Binnenentwässerung kostet 9,5 Prozent mehr

Die Binnenentwässerung der Gunzenhäuser Altstadt  (Projekttitel: Stauraumkanal Altmühlpromenade mit Hochwasserpumpwerk) kostet 8,9 Millionen Euro, das sind 9,5 Prozent mehr als veranschlagt. Wie Stadtbaumeisterin Sabine Teufel in der letzten Stadtratssitzung erklärte, seien allein die enorm gestiegenen Baukosten dafür verantwortlich. Die Unternehmen seien mit Aufträgen eingedeckt, so dass es zunehmend Schwierigkeiten gebe, die beschlossenen Maßnahmen auch im gesetzten Zeitrahmen realisieren zu können.

Die Verlegung des Stauraumkanals ist die Voraussetzung für die neue Freiflächengestaltung an der Altmühlpromenade. Das Foto zeigt, wie das Areal künftig gestaltet wird.

Vergeben hat der Stadtrat den Bau des zentralen Sammelkanals an der Promenade (zwei Meter Durchschnitt) an die Geisinger Firma Uhrig, die eine spezielle Verbaumethode entwickelt hat, wonach es nicht mehr notwendig ist, die gesamte Länge des Kanals vor Beginn der Leitungsverlegung in einem Arbeitsschritt auszuheben, sondern die Grabarbeiten Schritt für Schritt erfolgen können. Der Rohrleitungsbau war ursprünglich mit 7,3 Millionen Euro kalkuliert worden. Jetzt kostet er 8 Millionen, hinzu kommen noch die technische Ausrüstung (Vergabe an Firma Reitinger aus Nürnberg für 683000 Euro) und die Elektroarbeiten /MSR-Technik (Vergabe an Firma Hofmockel aus Rohr für 226000 Euro). Somit liegt die Gesamtsumme bei 8,9 Millionen Euro, von denen die Stadt 7,9 zu tragen hat, 1,070 Millionen Euro übernimmt das Wasserwirtschaftsamt. 23 Firmen hatten sich für die Ausschreibung interessiert, aber nur vier haben abgegeben. Das nächstliegende Angebot rangierte bei 11 Millionen, das teuerste bei 16 Millionen. Mitte April sollen die Bauarbeiten starten, im Frühjahr 2019 soll alles fertig sein.

Auftragsbücher der Firmen sind voll

Der Stadtrat hat weitere Aufträge für die Sanierung der Stadthalle vergeben: Die Estricharbeiten erledigt die Münchner Firma Spoma für 376000 Euro. Es war europaweit ausgeschrieben worden, neun Firmen hatten angefragt, nur drei haben sich beteiligt. Berechnet worden waren die Arbeiten von der Bauverwaltung mit 214000 Euro. Das Ergebnis liegt 75 Prozent höher. Auch hier die Begründung: Die Auftragsbücher der Firmen sind voll, was bedeutet, dass sie verlangen können, was sie wollen.

Acht Schöffen gewählt

Für die Wahl der Schöffen beim Amtsgericht Weißenburg waren 28 Vorschläge eingegangen. Der Stadtrat wählte in schriftlicher Abstimmung folgende Personen (genannt werden sie in der Reihenfolge der Stimmen, die sie erhalten haben):

Karl Guthmann, Kfz-Meister und Stadtrat aus Stetten

Karin Körber, Hausfrau aus Büchelberg

Friedrich Kolb, Bankfachwirt und Stadtrat aus Frickenfelden

Inge Meier, Büroangestellte im Familienbetrieb Meier-Immobilien, Gunzenhausen

Nadine Ortner, Vorstandsassistentin der Kreisklinik Roth, Gunzenhausen

Michael Pentza, Wirtschaftsinformatiker, Gunzenhausen

Cornelia Röhl, Oberstudienrätin und Stadträtin, Gunzenhausen

Gerd Rudolph, Regierungsoberamtsrat a.D. und Stadtrat, Gunzenhausen

 

Vergaben für Altersheim-Umbau

Für die Sanierung des Bauteils II am Burkhard-von-Seckendorff-Heim (mit dem Einbau von attraktiven Seniorenwohnungen) sind inzwischen auch die ersten Aufträge erteilt worden:

Die Bauarbeiten erledigt die Firma Hüttmeyer aus Unterschwaningen (1,24 Millionen Euro), Fenster an die Firma Wünsch in Chemnitz (580000 Euro), Sanitärarbeiten an die Firma Gerber in Moönheim (318000), Elektroarbeiten an die Gunzenhäuser Firma Elektro-Braun (431000), Heizungsbau an die Firma GSH in Ansbach (298000) und die Lüftungsbauarbeiten an die Firma Riedel-Schirmer in Heidenheim.

Die Arbeiten beginnen im Mai.

 

Filchenhard: Vorerst kein Kanalanschluss

Das Vorhaben, die Abwässer des kleinen Stadtteils  Filchenhard  (42 Einwohner) mittels eines neu zu schaffenden Kanalanschlusses  (1375 m)an die Zentralkläranlage Gunzenhausen anzuschließen, muss verschoben werden, denn die Ausschreibung der Arbeiten hatte ein Ergebnis, das 30 bis 40 Prozent über den veranschlagten Kosten liegt. Jetzt soll zu einem späteren Zeitpunkt eine neue Ausschreibung erfolgen – mit der Hoffnung, dass sich die Preise wieder „normalisieren“. Von neun Firmen, die sich interessiert hatten, gaben nur zwei ein Angebot ab. Der wenigstnehmende Bieter verlangte 682400 Euro, der nächste 737000 Euro.  „Wirtschaftlich nicht darstellbar“, urteilte die Stadtbaumeisterin Simone Teufel das Ausschreibungsergebnis und empfahl dem Stadtrat, die Ausschreibung aufzuheben. Dem folgte das Plenum einstimmig.

Werner Falk, Stadtrat der FDP

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