Gedanken zum neuen Jahr

Von Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

„Zwischen den Jahren“ lassen die Menschen die verflossenen zwölf Monate noch einmal Revue passieren. Dazu gibt es reichlich Gelegenheit, denn allein die Vielzahl der Jahresrückblicke in den Medien lädt dazu ein. Wir in Altmühlfranken, speziell in Gunzenhausen, können unter politischen Gesichtspunkten mehr als zufrieden sein mit 2017.

Die Stadt hat sich – natürlich aufgrund der sprudelnden Steuerquellen von Bund, Land und Gemeinden – sehr gut entwickelt. Wir haben große Projekte zu Ende geplant und schon begonnen: die Sanierung der Stadthalle und auch die Binnenentwässerung mit Hochwasserschutz.  Das sind zugleich die größten Brocken, die uns in den nächsten Jahren noch begleiten werden. Damit die Stadt wachsen kann wurde das neue Baugebiet „Sonnenwiese“ erschlossen, andere Planungen auf den Weg gebracht und somit die Voraussetzungen für neue Wohnquartiere geschaffen (Östliche Nürnberger Straße, Albert-Schweitzer-Straße, Osianderstraße, Weißenburger Straße).  Die Ansiedlung des Landesamts für Schule bedeutet für Gunzenhausen einen „großen Wurf“. Schon jetzt sind rund 40 Mitarbeiter vor Ort (Interimsquartier: ehemalige SEL) und im nächsten Jahr will der Freistaat an die Planung des Neubaus (anstelle des Hauses „Silo“) gehen. Diese Entwicklung eröffnet für Gunzenhausen neue Perspektiven. Und das ist gut für die Stadt im Zentrum des Fränkischen Seenlands. Sie kann damit ihre Zentralität und Attraktivität weiter stärken. Gäste, die am Samstagfrüh über den Marktplatz schlendern und sich von der Musik zum Verweilen einladen lassen,  schwärmen: „Bei Euch ist es herrlich, so etwas gibt es bei uns nicht!“

Wenn ich auch mit meinen Vorschlägen zur Erweiterung des Stadtnamens („Gunzenhausen am See“) und einem Namensfindungswettbewerb für die sanierte Stadthalle  (eventuell: „AltmühlCentrum“) erwartungsgemäß nicht durchgedrungen bin, so habe ich doch damit markante Positionen eingenommen. Unser FDP-Vorschlag aus dem Wahlprogramm 2014, eine „Seepromenade“ zu gestalten, ist im Ansatz realisiert worden.

Dankbar und auch stolz bin ich, dass das von mir organisierte „Team FDP“ beim Stadtradeln mit 107 Teilnehmern den 2. Platz belegt hat. Auch für das traditionsreiche Kirchweihschießen der HSG konnte die FDP zwei Mannschaften melden. Die Umweltaktion „Saubere Stadt“ habe ich als Einzelkämpfer tatkräftig unterstützt und in idealistischer Manier war ich als „Max, der Radler“ unterwegs, um das Radwegenetz im Fränkischen Seenland neu zu beschildern.

Als kommunikativen Typen können mich die Leute bei meinem „FalkTalk“ kennenlernen, den ich alle acht Wochen als Wirtshausgespräch mit zufriedenstellender Resonanz anbiete. Auch im neuen Jahr will  ich so weiter machen: Offen und ansprechbar sein für alle Gunzenhäuser (und Altmühlfranken)! Die Begegnung mit den Menschen ist für mich ein „Brunnquell des Lebens“. Deshalb nehme ich auch gern an allen öffentlichen Veranstaltungen teil. „Flagge zeigen!“ ist für mich als FDP-Mann selbstverständlich.

Mir kommt es im Stadtrat auf ein unverkrampftes Miteinander an. In der F5-Runde der Fraktionsvorsitzenden haben wir hoffnungsvoll begonnen, uns zu verständigen. Dass es auch im Ratsausschuss ein gutes Klima gibt, macht mich zufrieden.  Es ist ein offenes Geheimnis, dass die „Chemie“ zwischen dem Bürgermeister und seinem Stellvertreter nicht stimmt. Daran wird sich so schnell auch nichts ändern. Ich jedoch komme mit allen Kollegen gut aus und pflege mit ihnen ein kollegial-kameradschaftliches Verhältnis.

Im Rückblick kann ich feststellen, dass die FDP bei den Bundestagswahlen erfreulicherweise wieder den Sprung in das Parlament geschafft hat. Ganz entschieden bin  ich dafür, dass die „neue FDP“ sich von der alten unterscheidet und nicht über jedes Stöckchen springt, das ihr hingehalten wird. Christian Lindner hat ganz richtig gehandelt und die FDP davor bewahrt, ihre programmatischen Leitlinien um der Ministerposten willen aufzugeben. Das war ehrenhaft! Nicht nur Lindner, sondern auch andere politische Akteure  sehen inzwischen die Kanzlerin als das eigentliche Problem. In der Union regt sich Unmut, die SPD ziert sich – eigentlich sind nur die Grünen Merkel-resistent. Sascha Lehnartz hat in der „ZEIT“ daher zutreffend geschrieben: „Merkel ist im Entmüdungsbecken ihrer Laufbahn“. Wir dürfen interessante Wochen und Monaten erwarten. Untergehen wird Deutschland nicht! Das zeigen uns die Beispiele anderer Staaten.

Dass wir uns im neuen Jahr in angenehmer Weise begegnen können, das wünsche ich mir von allen.

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