Erfolgreiches Jahr für das Repair Cafè

Am 23. Februar geht es in Gunzenhausen weiter

Zwei Tüftler beim Reparieren eines defekten Gerätes im Repair Cafè Gunzenhausen. Rechts Hans Schad. Fotos: Margit Kleemann

Insgesamt fanden 142 defekte Geräte den Weg in das Repair Cafè Gunzenhausen, wovon 71 repariert werden konnten. Nach der Winterpause ist das Team des Repair Cafès am Freitag, den 23.02.2018, von 14 bis 18 Uhr wieder für die Bürgerinnen und Bürger da.

Anfang 2017 traf sich im „Café mittendrin“ der Flüchtlingshilfe Wald e. V. zum ersten Mal eine Gruppe interessierter Tüftlerinnen und Tüftler. Diese hatten das gemeinsame Ziel, regelmäßig ein Repair Café in Gunzenhausen zu veranstalten. Am 31. März 2017 öffnete das Repair Café in der Osianderstraße 25 in Gunzenhausen erstmals seine Türen für die Öffentlichkeit. Seitdem findet diese Veranstaltung einmal im Monat mit großem Erfolg statt. Die Verantwortlichen ziehen nach fast einem Jahr eine positive Bilanz.

„Die Menschen im Repair Cafè interessieren und engagieren sich für Nachhaltigkeit. Sie tragen dazu bei, der oftmals absichtlich vom Herstellen reduzierten Lebensdauer eines Gerätes, entgegenzuwirken.“, so die Koordinatorin Margit Kleemann. Dies wird sowohl durch ein respektvolles Miteinander als auch durch den bewussten Umgang mit der Umwelt und den Ressourcen erreicht. Viele Besucher kommen zum Reparieren, manche genießen die gesellige Runde und wieder andere möchten sich nur einmal umschauen, mit dem Ziel, selbst ein Repair Café zu eröffnen.

Neben der Möglichkeit zur Reparatur bietet das Repair Cafè auch einen Raum für Begegnung und Austausch.

„Gemeinsam reparieren – statt alleine wegschmeißen“ lautet das Motto. Neben Experten in verschiedenen Bereichen, die mit Rat und Tat zur Seite stehen, finden die Besucherinnen und Besucher im Repair Café auch Gleichgesinnte, die sich oft selbst in Reparaturen anderer Gäste einbringen oder sich über Reparaturerfahrungen austauschen. Die Stimmung ist geprägt von geschäftiger Betriebsamkeit. Es wird viel gelacht und geredet, gemütlich Kaffee und Tee getrunken, Kuchen genascht und geschraubt, geklebt und gelötet.

Seit der ersten Veranstaltung beobachten die ehrenamtlichen Mitarbeiter immer wieder, dass es einfach riesig Spaß macht, gemeinsam etwas Kaputtes zu reparieren, zu tüfteln, neue Reparaturerfahrungen zu machen und voneinander zu lernen. Natürlich zeigt sich aber auch gelegentlich, dass sich nicht alles reparieren lässt. Trotzdem gehen viele der Gäste mit einem guten Gefühl nach Hause, weil sie eine Reparatur zumindest versucht haben, bevor der defekte Gegenstand entsorgt wird.

Zudem bietet das Repair Café im „Café mittendrin“ Raum zum interkulturellen Austausch. Die in Gunzenhausen lebenden Geflüchteten kümmern sich um das leibliche Wohl. Es ist mehr als nur eine Reparaturwerkstatt. Es bringt Menschen unterschiedlichen Alters, unterschiedlicher Fertigkeiten, verschiedener Lebensstile und unterschiedlicher Herkunft zusammen.

Das Repair Café wird gefördert über das Projekt „Miteinander leben- Ehrenamt verbindet“ vom Bayerischen Staatsministerium für Arbeit und Soziales, Familie und Integration (StMas), das die Flüchtlingshilfe Wald e.V. als Kooperationspartner gemeinsam mit der Freiwilligenagentur altmühlfranken und der lagfa Bayern e.V. durchführt.

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