Dem „Gewürge“ ein Ende bereitet

Zum Ende der Jamaika-Sonderungsgespräche in Berlin

Jamaika bleibt dort, wo es ist – in Mittelamerika! Die Sondierungsgespräche von CDU, CSU, FDP und Grünen haben außer dem  gegenseitigen  Festhalten an Grundpositionen nichts gebracht. Zu unterschiedlich waren die Meinungen. Und die eigentlichen Koalitionsverhandlungen wären erst noch bevor gestanden. Wer weiß, ob sie nach den schlechten Vorgaben in der Sondierungsphase erfolgreich verlaufen wären. Eine Koalition auf einem extrem schwachen gemeinsamen Fundament hätte wohl keinen langen Bestand gehabt, denn vermutlich wären schon in kurzer Zeit die Widersprüche offen zutage getreten. Und ein Bündnis, das nicht zusammensteht, ist keines!

Das Zusammengehen mehrerer Partner braucht vor allem eines: Vertrauen zueinander. Und das war nicht erkennbar, auch wenn sich die Gesprächsatmosphäre zuweilen aufgelockert hatte. Wer mit gegenseitigen Vorwürfen und Misstrauen in eine auf vier Jahre geplante Ehe geht, der kalkuliert eine baldige Scheidung ein. Insofern ist es gut, dass es gar nicht dazu gekommen ist. Für die meisten Wähler war diese Konstellation ohnehin unvorstellbar. Die Umfragen der letzten Tage haben ja auch gezeigt, dass die Menschen in Deutschland einer „Jamaika“-Koalition kaum eine Chance gaben.

Dass die FDP dem „Gewürge“ nun ein Ende gemacht hat, finde ich konsequent. Und das wird vom Wähler anerkannt, auch wenn jetzt  CDU, CSU und die Grünen über Christian Lindner, Nicola Beer und Wolfgang Kubicki herfallen. Das aber ist nur eine Momentaufnahme. Schon bald wird sich erweisen, dass das ehrliche Handeln der FDP richtig war.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

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