An der Langeweile selbst schuld

Die Landratswahl im Rückblick

Der konkurrenzlose Sieger: Gerhard Wägemann.

Vollständig im Schatten der Bundestagswahl hat die Wahl des Landrats im Kreis Weißenburg-Gunzenhausen gestanden. Das ist nicht verwunderlich, hatte es doch nur einen Kandidaten gegeben.  Das war eine langweilige Angelegenheit. Darüber sollte sich jetzt aber niemand aus dem Umfeld der anderen Parteien echauffieren. Sie hatten es ja in der Hand gehabt, die Wahl interessanter zu machen, indem sie Gegenkandidaten aufgestellt hätten. Das aber wollte sich wegen der Aussichtslosigkeit niemand antun. Allein Andreas Schreiner aus Höttingen von den „Piraten“ hatte sich um bemüht, ein alternativer Vorschlag zu sein, aber er konnte die erforderliche Unterstützer-Unterschriften für seinen Wahlvorschlag nicht beibringen.

Dabei wäre es für den einen oder anderen Nachwuchspolitiker  (oder Seiteneinsteiger) durchaus eine Chance gewesen, sich bekannt zu machen, um es später noch einmal zu probieren. So ist es nicht verwunderlich, dass sich „Spaßnummern“ ergeben, wie Michael Luff aus Theilenhofen demonstriert hat.  Durch seine Aktion im Internet hat er immerhin Aufmerksamkeit gefunden in Teilen der Gesellschaft, für die der Spaßfaktor mehr zählt als seriöse Politik. Amüsant ist die Geschichte auf jeden Fall. Wer weiß, ob und wann Michael  Luff als „Geläuterter“ auf die politische Bühne zurück kommt?

Die Ergebnisse der Landratswahl in den einzelnen Gemeinden stoßen nicht einmal bei den Parteistrategen auf große Beachtung. Sie sind ohne jegliche Aussage. Für den Amtsinhaber Gerhard Wägemann, der in den letzten Jahren vieles richtig gemacht hat, ist das Ergebnis von 89,2 Prozent eigentlich nur eine Marginalie, quasi nicht mehr als ein Tagebucheintrag. Für die Statistiker noch interessant:  4946 Stimmen haben andere Landkreisbürger bekommen, die meisten Michael Luff, Hans Ortner und Andras Schreiner.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

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