Spitzenwerte im April vergolden Saisonstart

Jahreshauptversammlung des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal

Blicken optimistisch auf die Tourismussaison 2016: Bürgermeister Alexander Anetsberger, Bürgermeister Werner Baum, Landrat Gerhard Wägemann, Naturparkgeschäftsführer Christoph Würflein, Bürgermeister Jörg Nowy, Bürgermeister Manfred Preischl und Frankentourismuschef Olaf Seifert.

Blicken optimistisch auf die Tourismussaison 2016: Bürgermeister Alexander Anetsberger, Bürgermeister Werner Baum, Landrat Gerhard Wägemann, Naturparkgeschäftsführer Christoph Würflein, Bürgermeister Jörg Nowy, Bürgermeister Manfred Preischl und Frankentourismuschef Olaf Seifert.

Was für ein Start in die Sommersaison: Im April 2016 wurden im Naturpark Altmühltal im Vergleich zum Vorjahresmonat ein Plus von 12, 9 Prozent bei den Gästeankünften und ein Plus von 8,3 Prozent bei den Übernachtungen gezählt. „Diese Spitzenwerte krönen den sehr guten Verlauf der Wintermonate“, freute sich Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein auf der Jahreshauptversammlung des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal am Mittwoch in Treuchtlingen.

Dort hatte nach der Begrüßung durch den stellvertretenden Vorsitzenden des Tourismusverbandes, Jörg Nowy, und den gastgebenden Treuchtlinger Bürgermeister Werner Baum zunächst Olaf Seifert, Vorsitzender des Tourismusverbandes Franken, das Wort: „Der Naturpark Altmühltal ist ein Musterbeispiel für die hervorragende Zusammenarbeit in Franken über Verwaltungsgrenzen hinweg“, lobte er. Gemeinsame Produkte und eine einheitliche Kommunikationsstrategie der 16 fränkischen Tourismusgebiete mit Schwerpunkt auf die Kernkompetenzen wie Wandern, Radeln, Natur, Kulinarik oder Städtetourismus zu entwickeln, sei die Hauptaufgabe des Tourismusverbandes Franken.

„Die Herausforderung, vor der wir nun stehen, ist der immer härtere Wettbewerb. Früher hat sich der potentielle Gast bei seiner Reisezielentscheidung im Durchschnitt mit drei Destinationen beschäftigt, heute mit sieben“, so Seifert. Dank des positiven Images der Urlaubsregion Franken mit ihren stimmigen Angeboten in hoher Qualität sei aber für 2016 dennoch Optimismus angesagt: „Das zeigen auch die überproportionalen Zuwachsraten von Januar bis April 2016, im Naturpark Altmühltal wie in ganz Franken.“

Über Schwerpunkte und Herausforderungen sprach im Anschluss auch Naturpark-Geschäftsführer Christoph Würflein, der zunächst den Geschäftsbericht für das Jahr 2015 erläuterte. Der Naturpark Altmühltal konnte sich von Januar bis Dezember 2015 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum über eine Steigerung von 3,0 % bei den Gästeankünften sowie ein Plus von 0,1 % Prozent bei den gewerblichen Übernachtungen freuen. Damit konnte das Ergebnis des Spitzenjahres 2014 nochmals leicht gesteigert werden. Schon 2014 war das beste Jahr bei den Übernachtungen im gewerblichen Bereich seit Beginn der Statistik.

Im gesamtfränkischen und -bayerischen Vergleich stehe der Naturpark damit sehr gut da, so Würflein – aber auch vor einer Herausforderung, denn zähle man die Übernachtungen bei Privatvermietern dazu, sei bei den Gesamtübernachtungszahlen für 2015 sogar ein kleiner Rückgang zu verzeichnen: „Das liegt zum einen an einer ungenügenden Rückmeldung der Buchungen durch manche Privatvermieter, zum anderen aber auch an einem kontinuierlichen Rückgang des Angebots im Privatzimmerbereich.“

33 Ferienwohnungen seien zwischen Januar 2015 und April 2016 im Naturpark Altmühltal aufgegeben worden, bedauerte Würflein; außerdem seien sieben Pensionen und sieben Hotels beziehungsweise Gasthöfe geschlossen worden: „Für die touristische Nutzung sind in diesem Zeitraum insgesamt 850 Betten weggefallen.“ Er nannte neben altersbedingten Betriebsaufgaben und der Umwandlung von Ferienwohnungen in Mietwohnungen auch die Umwandlung in Asylbewerberunterkünfte als Gründe für den Bettenschwund.

Trotzdem blickt der Naturpark-Geschäftsführer optimistisch in die Zukunft. Neben den Rekordzahlen für April 2016 seien die Zahlen aus dem Winterhalbjahr sehr positive Indikatoren für den Saisonverlauf: Von November 2015 bis April 2016 gelang dem Naturpark Altmühltal im Vergleich zum Vorjahreszeitraum ein Zuwachs von 6,4 Prozent bei den Gästeankünften und ein Zuwachs von 5,2 Prozent bei den Übernachtungen. „Ungewöhnlich viel Sonnenschein im Herbst, der wärmste November seit Beginn der Wetteraufzeichnungen und die frühen Osterferien 2016 haben sicher dazu beigetragen“, so Würflein. Dank der Aktionen zum Jubiläum „10 Jahre Altmühltal-Panoramaweg“ sei es im Jahr 2015 außerdem gelungen, mit dem Thema Wandern bundesweit große Aufmerksamkeit für den Naturpark Altmühltal zu generieren – und Wandern sei auch in der sogenannten Nebensaison ein starkes Zugpferd.

Für das Jahr 2016 hat sich der Tourismusverband mit dem Städte- und Kulturtourismus ebenfalls ein Schwerpunktthema gewählt, das zu jeder Jahreszeit Interesse weckt. Die neue Broschüre „Städtetouren. Die 15 schönsten Städte im Naturpark Altmühltal entdecken – Tourenvorschläge und Highlights“ lädt dazu ein, die Aktivregion mit ganz neuen Augen zu sehen. Thementour 1 führt zu einzigartigen Schätzen in Gunzenhausen, Weißenburg Treuchtlingen, Neuburg an der Donau, Eichstätt, Riedenburg, Kelheim und Neumarkt i.d.Opf.  Thementour 2 nimmt den Besucher mit auf eine Reise zu „Geschichte und Spiritualität“ und führt über Neuburg an der Donau, Monheim, Wemding, Pappenheim, Eichstätt, Greding, Berching und Beilngries nach Dietfurt a.d.Altmühl. „Auf den bisherigen Messen und Werbeaktionen wurde die Broschüre sehr gut angenommen. Mit Anzeigen und Newslettern, die sich an kulturaffine Leser wenden, sowie weiteren Marketingmaßnahmen werden wir das Thema das ganze Jahr über multimedial spielen“, erläuterte Christoph Würflein.

Schon jetzt wurden die Beteiligungsmöglichkeiten für Mitglieder/Mitgliedsorte an Messeauftritten des Tourismusverbandes im Winterhalbjahr 2016/17 vorgestellt. So wird sich der Tourismusverband Naturpark Altmühltal unter anderem auf den Tourismusmessen in Erfurt, Stuttgart, Dresden, Hamburg, München und Nürnberg präsentieren.

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