Ein Musterbeispiel für die Zusammenarbeit

Ehrenamtliche Vormünder für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge

Das Projekt ist gegenwärtig eine Erfolgsgeschichte hinsichtlich der gelungenen Kooperation. Etliche Jugendämter, die sich bereits mit diesem Projekt sehr interessiert befassen und ziehen ebenfalls in Erwägung, ein vergleichbares Projekt für deren jeweiligen Landkreis bzw. jeweilige zu installieren.
Im Landkreis sind aktuell bereits über 20 Vormünder ehrenamtlich für minderjährige Flüchtlinge im Einsatz. Weitere warten noch auf ihre Bestellung.

Der erste Arbeitskreis  Am 08. April 2016 war es soweit und der erste Arbeitskreis für ehrenamtliche Vormünder konnte nach intensiver Vorbereitung  im Sitzungssaal des Landratsamtes stattfinden. Das Angebot des Jugendamtes in Kooperation mit der Freiwilligenagentur, zum Zweck der Schulung und Vernetzung der Ehrenamtlichen untereinander, war mit 23 Teilnehmern sehr gut besucht.
Asylrecht. Zunächst ging es um das große Thema Asylrecht. Um die Vormünder damit gut vertraut zu machen, hatte der Leiter der Ausländerbehörde Herr Berk ausführlich über die relevanten Themen referiert und stand für die Fragen der Teilnehmer zur Verfügung.

Anhörung. Nach einer kurzen Pause stand das Thema der Anhörung des jugendlichen Flüchtlings im Fokus. Die Anhörung, auch Interview genannt, stellt für jeden Flüchtling den Dreh- und Angelpunkt des Asylantrags dar. Dort muss der Asylsuchende seine Geschichte im Hinblick auf seine Flucht persönlich darlegen und auf dieser Darlegung fußt letztlich die Entscheidung, ob jemand bleiben kann oder nicht. Die sehr interessierten und engagierten Anwesenden stellten Nachfragen und tauschten ihre Erfahrungen über die richtige Vorbereitung und den Ablauf der Anhörung aus. Sie konnten für sich sehr viel gewinnen.

Austausch. Im dritten Teil des Arbeitskreises berichtete jeder Vormund über seine persönlichen Erfahrungen. Gerade hier zeigte sich, wie bunt das Leben sein kann. Die Palette an Erfahrungen reichte von rein rechtlicher Vertretung, Motivationsschwierigkeiten bei den Jugendlichen, bis hin zu einer engen vertrauensvollen, gar familienähnlichen Beziehung, die zwischen Mündel und Vormund zwischenzeitlich gewachsen ist.

Der Nachmittag war sehr interessant und intensiv, so dass die Teilnehmer mit  tiefen Eindrücken nach Hause zurückkehrten.

Ansprechpartner: Sven Hildebrandt, Jugendamt, Tel: 09141 902 414

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