Barbara Stamm gratulierte

Landtagspräsidentin beim  Krankenverein Gunzenhaus

Landtagspräsidentin Barbara Stamm hielt im Lutherhaus die Festrede. Foto: Klaus Heger

Der Krankenverein Gunzenhausen feierte sein 130-jähriges Bestehen mit einem Festakt in der Aula des Berufsschulzentrums in Gunzenhausen. Im Beisein zahlreicher Personen aus Politik, Wirtschaft und dem öffentlichen Leben, darunter Landtagsabgeordneter Manuel Westphal, Landrat Gerhard Wägemann, die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Christa Naaß und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, gratulierte die Bayerische Landtagspräsidentin Barbara Stamm in ihrer Festrede zum Thema „Brennpunkt Pflege“ dem Verein und seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern zu diesem herausragenden und keineswegs selbstverständlichen Jubiläum.

Diakonie und diakonische Pflegearbeit sei nur im wirtschaftlichen Rahmen einer professionellen Organisation möglich, stellten Dekan Klaus Mendel in seiner Andacht zum Beginn der Feierstunde und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz in seinem Grußwort einstimmig fest. Der Pflege gehen dabei die Kräfte aus, bedauerte Dekan Mendel. Auf 100 offene Stellen melden sich aktuell nur noch rund 20 Bewerber. Rund 70 Prozent der pflegebedürftigen Menschen werden von der eigenen Familie zuhause versorgt und betreut, berichtete die Landtagspräsidentin Barbara Stamm. Dabei lässt der Freistaat die pflegenden Angehörigen nicht im Stich versicherte sie zusammen mit Manuel Westphal.

Die Digitalisierung ist kein Allheilmittel

Die fortschreitende Digitalisierung in der Pflege wird den Pflegebedürftigen und den Pflegenden viele Erleichterungen bringen. Davon ist Barbara Stamm überzeugt. Sie könne aber nie den dringend notwendigen menschlichen Kontakt ersetzen. Die pflegerische Arbeit in der Diakonie stehe immer unter der Forderung des Grundgesetzes „die Würde des Menschen ist unantastbar“, zeigte Barbara Stamm die ethischen Grenzen der Modernisierung und der Digitalisierung auf. Die Landtagspräsidentin forderte daher dringend mehr Stellen für Pflegekräfte. Die dadurch entstehende größere Zufriedenheit bei den Pflegekräften sorge für ein besseres Betriebsklima in den Pflegeeinrichtungen und damit für eine qualitativ bessere Pflege und ein menschlicheres Verhältnis zu den pflegebedürftigen Menschen.

130 Jahre Krankenverein seien keine Selbstverständlichkeit, erklärte Vorsitzender Dr. Klaus Buechler. Der Verein mit seinen zahlreichen ehrenamtlichen Helfern werde sich auch weiterhin zum Wohle der pflegebedürftigen Menschen und deren Familien einsetzen und diese unterstützen, in allen Bereichen der stationären und ambulanten Pflege segensreich wirken und mit geschultem und ausgebildeten Personal 24 Stunden täglich für die Pflegebedürftigen und ihre Familien erreichbar sein.

KLAUS HEGER

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Diese Website verwendet Akismet, um Spam zu reduzieren. Erfahre mehr darüber, wie deine Kommentardaten verarbeitet werden.

Post Navigation