Stadt gemeinsam gestalten!

Workshop in der Stadthalle

Die Anregungen der Bürger werden registriert und in die Planung aufgenommen.

Der Begriff ISEK steht für Integriertes Stadtentwicklungskonzept. Zugegeben, das klingt ein wenig sperrig und nur wenige Bürgerinnen und Bürger wissen wohl, was sich darunter verbirgt. Dabei darf die Idee hinter ISEK gerne weitererzählt werden, denn es ist ein tolles Instrument, um eigene Lebensräume sinnvoll und perspektivisch weiterzuentwickeln.

Das Besondere: Nicht allein Politik und Verwaltung diskutieren und bestimmen bei ISEK, jede und jeder kann sich an der Fortschreibung des Konzepts beteiligen und seinen Wohnort auf die Herausforderungen der Zukunft vorbereiten. In der Stadt Gunzenhausen hat das Integrierte Stadtentwicklungskonzept Geschichte, denn es wurde bereits vor zehn Jahren auf den Weg gebracht.

Mittlerweile ist es an der Zeit, einen kritischen Blick auf das bisher Erreichte zu werfen. Typische Fragen müssen gestellt werden, so etwa: Wurden alle Ideen umgesetzt? Wo besteht noch Nachholbedarf und welche Überlegungen führten letztlich in eine Sackgasse? Zusätzlich soll das ISEK über das Jahr 2022 hinaus perspektivisch fortgeschrieben werden und neue Maßnahmen sowie Projekte für Gunzenhausen finden Niederschlag. Vor kurzem fand in der Stadthalle ein Workshop für interessierte Bürgerinnen und Bürger statt. Die Stadtverwaltung hat sich hierzu fachliche Unterstützung von den Nürnberger Experten des Stadtplanungsbüros PLANWERK geholt.

PLANWERK-Stadtplaner Dr. Tobias Preising hatte sich ein straffes Programm für den zweistündigen Workshop überlegt. Nach einem kurzen Rückblick begannen daher mehrere Arbeitsphasen, im Laufe derer bestehende Projekte bewertet und neue Themen angeregt werden konnten. Zum Abschluss pinnten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ihr persönliches Lieblingsprojekt an eine vergrößerte Stadtkarte und hielten individuelle Überlegungen dazu auf einer Karteikarte schriftlich fest. Besonderes im Fokus standen die ortsentwicklungsrelevanten Handlungsfelder Verkehr, Soziales, Nachhaltigkeit und Tourismus.

Spätestens am Ende des Workshops war allen Beteiligten klar: In Gunzenhausen ist viel passiert, weiterhin bleibt aber viel zu tun. So wünschen sich die Bürgerinnen und Bürger ein zukunftsfähiges Verkehrskonzept, etwa Alternativen zum Auto und den Ausbau der Radfahrinfrastruktur. Im Bereich Soziales wurde angeregt, das Spielplatzangebot zu verbessern und zusätzliche, auch inklusive Angebote für Jugendliche zu schaffen. Das Klima entlasten sollen mehr Bäume, und für noch mehr Sauberkeit in der Stadt könnten ehrenamtliche Patenschaften sorgen. Last but not least lebt Gunzenhausen auch vom Tourismus und hier wünschen sich viele Bürgerinnen und Bürger zusätzliche Familienangebote und moderne Markt- sowie Museumskonzepte.

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