CP konstuktiv begleiten

SPD im Landkreis: Sachlich diskutieren


Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Kreistag Mathias Hertlein, die stellvertretende Bezirkstagspräsidentin Christa Naaß, die Kreisvorsitzenden Anette Pappler und Harald Dösel sowie der Pleinfelder Ortsvorsitzende Felix Michahelles haben sich als Vertreter der Kreis-SPD in jeweils zwei Telefonkonferenzen mit den Bürgerinitiativen „Seenland in Bürgerhand“ sowie „Bürger pro Center Parcs“ ausgetauscht. Nach einhelliger Meinung waren die Gespräche konstruktiv, respektvoll und auf einem hohen Niveau hinsichtlich der fachlichen Diskussion. Ebenso ist das Engagement auf beiden Seiten zu begrüßen, welches zu einer klareren Meinungsbildung hinsichtlich der Vor- und Nachteile eines Center Parcs beigetragen hat.
„In den Gesprächen hat sich gezeigt, dass sowohl Befürworter als auch Gegner Argumente gesammelt haben und ein respektvoller Austausch möglich ist, dies wäre für die gesamte, öffentliche Diskussion wünschenswert gewesen“, bemerkte Felix Michahelles. In diesem Zusammenhang wird auch betont, dass bei zukünftigen Diskussionen zu Center Parcs ein externer Moderator hilfreich wäre. „Polemische Vergleiche von Center Parcs mit dem Atomendmülllager in Wackersdorf sind ungemessen und lenken von der eigentlichen Frage ab: wie wollen wir den Tourismus und unsere Region weiterentwickeln?“, betonte Mathias Hertlein.
Auch nach den intensiven Diskussionen überwiegen für die Kreis-SPD die Vorteile einer Ansiedlung von Center Parcs, sofern Bedingungen eingehalten werden. „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, können uns jedoch vorstellen, dass Center Parcs mit seinem Konzept positive Impulse für das fränkische Seenland geben kann“, äußerte Christa Naaß.
Mit Center Parcs sieht die Kreis-SPD die Chance, dass das Muna-Gelände von Altlasten vollständig geräumt wird und eine Nutzung wieder möglich wird. Somit kann der Ganzjahrestourismus ausgebaut werden und darüber hinaus wird der Tourismus im Fränkischen Seenland als Wirtschaftsfaktor gestärkt mit zusätzlichen Angeboten insbesondere bei schlechtem Wetter. „Der Bekanntheitsgrad des Seenlandes wird zusätzlich gestärkt. Wichtig wird es sein, diesen Effekt v. a. für die bisher schwächere Nebensaison zu nutzen“, stellt Harald Dösel heraus. Auch die Einbindung regionaler Handwerker, touristischer Anbieter und Produkte soll Bestandteil einer Tourismusentwicklung mit Center Parcs werden. Die entstehenden Arbeitsplätze werden positiv gesehen. „Für uns ist wichtig, dass auch bei Center Parcs im Fränkischen Seenland ein Betriebsrat gegründet wird und die Bezahlung nach Tariflöhnen erfolgt“, stellt Anette Pappler klar.
Zudem werden Investitionen in die Verkehrsinfrastruktur erfolgen, die auch zu einer Entlastung der bisherigen Verkehrsproblematik an heißen Sommertagen führen könnte. „Dabei ist uns wichtig, dass ein gemeindeübergreifendes Verkehrskonzept umgesetzt wird, dass auch die bisherigen Schwachstellen behebt und alle beteiligten Ortschaft wie Thannhausen und Veitserlbach berücksichtigt“, betont der Pleinfelder SPD-Ortsvereinsvorsitzende Felix Michahelles. Dringend müssen auch Lösungen für eine Überfüllung von Radwegen sowie die Besucherlenkung gefunden werden. „Hier besteht schon ohne Center Parcs dringend Handlungsbedarf, weswegen wir auch einen Antrag im Kreistag eingebracht haben“, führt Mathias Hertlein aus. Ebenso wird eine verstärkte Anreise mit Öffentlichen Verkehrsmitteln gefordert, die z. B. durch einen Shuttle mit Elektro-Bussen zum ausgebauten Bahnhof Langlau sichergestellt werden soll.
Besonderen Augenmerk legen die Kreis- und BezirkstagsSPD auf das Thema Barrierefreiheit. Christa Naaß weist auf die Kompetenz des mittelfränkischen Behindertenrates hin, damit Center Parcs in Langlau ein Vorzeigeprojekt in Sachen Barrierefreiheit wird. Der Behindertenrat ist Ansprechpartner und Selbstvertretungsorgan für
alle behindertenpolitischen Anliegen von bezirksweitem Interesse. “Außerdem haben wir mit Marktgemeinderat Bernhard Endres aus Pleinfeld als Vorstandsmitglied im Bundesverband Selbsthilfe Körperbehinderter und Vorsitzenden des Fachbereiches Tourismus einen ausgewiesenen Fachmann vor Ort“, so Christa Naaß.
Ebenso soll eine Minimierung der Flächenversiegelung angestrebt werden. Auch Ausgleichsflächen sollten regional erworben werden, womöglich im Park selbst. Ein CO2-neutrale Betrieb des Center Parcs war bereits gefordert worden, ebenso eine umweltverträgliche Errichtung des Parks. „Hier vertrauen wir auf das anstehende Raumordnungsverfahren, welches wir konstruktiv begleiten wollen“, so Anette Pappler.
Weitere wichtige Themen waren die Abwasser- und Trinkwasserproblematik. „Hier war es wichtig in den Gesprächen klarzustellen, dass unter keinen Umständen Zusatzkosten für die Bürgerinnen und Bürger entstehen, was Center Parcs auch mehrmals zugesichert hat“, so Christa Naaß. Auch bei den wahrscheinlichen Abwasserlösungen über die Pleinfelder Kläranlage dürfen keine Zusatzkosten auf die Bürgerinnen und Bürger zukommen.
Abschließend bittet die Kreis-SPD alle Pfofelder Bürgerinnen und Bürger, sich an der Abstimmung zu beteiligen und eine aus ihrer Sicht sinnvolle Entscheidung zu treffen.

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