Gibt es wieder Theater und Konzerte?

Der Stadtratsausschuss hat für Gunzenhausen die Weichen gestellt

Gibt es im nächsten Jahr wieder ein seit vielen Jahren gewohntes Theater- und Konzertprogramm in Gunzenhausen? Die Frage traut sich in Corona-Zeiten momentan niemand mit Sicherheit bejahen, aber immerhin hat der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur des Stadtrats nunmehr die Voraussetzungen für ein Theater- und Konzertprogramm für die Spielzeit 2021/2022 geschaffen. Die Veranstaltungen beginnen im Oktober 2021. Es wird erwartet, dass es bis zu diesem Zeitpunkt keine Einschränkungen des Kulturbetriebs mehr gibt, aber die letztendliche Gewissheit gibt es nicht.

Wie Wolfgang Eckerlein, der zuständige Amtsleiter, mitteilte, sind in der 45. Spielzeit 2021/2022 keine sechs, sondern nur noch fünf Theaterveranstaltungen im Rahmen des Theaterabonnements geplant, dazu ein Kinderprogramm.  Die Kostenaufteilung: 44570 Euro für das Erwachsenenprogramm, 6200 für die beiden Kindervorstellungen. Unter dem Strich reduzieren sich die Ausgaben auf 50770 Euro, mithin eine Einsparung gegenüber der Spielzeit 2019/2020 um  15000 Euro.

Der Spielplan des Theaterabonnements sieht vor:

Das Schauspiel „Das perfekte Geheimnis“ (9. Oktober 2021) war heuer der besucherstärkste Theatertitel. Dieser lustige Einstieg in das Programm erfolgt u.a. mit den Schauspielern Saskia Valencio, Lara Joy Körner und Ralf Komorr.

Wer kann sich nicht mehr an die Hitlertagebücher erinnern, die das Magazin „Stern“ veröffentlichen wollte, dabei aber den größten Flop erlebte. Inszeniert wurde von Helmut Dietl der Film „Schtonk“. Es ist eine Realsatire und Komödie zugleich (13. November).

Die Moliere-Komödie „Don Juan“  wird ganz sicher die Theaterfreunde in großer Zahl ansprechen. Der Termin: 26. Februar 2022.

Ein Theaterthriller ist „Misery“ mit Manon Strache und Fabian Goedecke (von der Komödie am Altstadtmarkt in Braunschweig). Theatralisch inzeniert wird der Roman von Stephan King am 19. März 2022.

Der Schauspieler Gerd Silberbauer und andere präsentieren am 30. April 2022 die Dramödie „Extrawurst“ (von Dietmar Jacobs und Moritz Netenjakob).  Im Stück geht es um den erzieherischen Faktor der Toleranz anderer Religionen.

Das „Theater auf Tour“  kommt zu zwei  Kinderveranstaltungen. Am 14. Dezember 2021 steht  „Benjamin Blümchen Live!“ (Weihnachten mit Törööö“) auf dem Programm und am 15. März ist die Uraufführung von „Die Olchis Live!“ („Ein König zum Gefurztag“) zu erleben.

Kammermusik zu günstigen Preisen

Bei der Planung der  „1. Gunzenhäuser Klassikreihe“ stützt sich das Kulturamt der Stadt auf die Erfahrung der Kulturagentur „musiCiamo“ (Fürstenfeldbruck), deren künstlerische Leiter  Susanne und Dinis Schemann sind.Die Konzertreihe wird so den Gegebenheiten angepasst, dass es sich trägt und die Stadt nicht ins finanzielle Risiko gehen muss. Es ist- so Wolfgang Eckerlein – ein Versuch, der jederzeit abgebrochen werden kann, wenn sich herausstellt, dass es zu wenig Resonanz gibt.  Für die fünf Konzerte hat der Ausschuss einen Kostenrahmen von 30000 Euro fixiert. Die Agentur verspricht, dass international renommierte Künstler und Ensembles verpflichtet werden, die Kenner und Klassik-Neulinge gleichermaßen begeistern können.

Wenigstens etwas Weihnachtliches

So ganz ohne weihnachtlichen Glemmer soll die Adventszeit in Gunzenhausen nicht ablaufen. Deshalb hat der Ausschuss für Wirtschaft, Tourismus und Kultur beschlossen, einen Mini-Weihnachtsmarkt am unteren Marktplatz zuzulassen. Bis Weihnachten werden von lokalen Anbietern an drei Ständen Süßigkeiten und weihnachtliches Gebäck präsentiert. Bürgermeister KH Fitz hat diesbezüglich eine Anregung von FW-Stadrätin Julia Braun aufgenommen. Er dämpft aber die Erwartungen: „Es gibt keinen Veranstaltungscharakter, also auch keine Bläser und kein Christkind“.

Stadt hilft der Volkshochschule weiterhin

Mit dem Ziel, alle 28 Gemeinden des Landkreises unter einen Hut zu bringen, hat Bürgermeister KH Fitz mit Landrat Manuel Westphal  heuer den Versuch unternommen, eine „Landkreis-Volkshochschule“ zu etablieren.  Es hakt noch, denn die Marktgemeinde Pleinfeld hat sich bisher als einzige nicht bereit erklärt, bei dieser Projekt mitzumachen.  So wird die leistungsstarke VHS Gunzenhausen, die einigen Gemeinden des Altlandkreises unterstützt wird, im nächsten Jahr auf dem heutigen Niveau weitermachen. Neuer Leiter für die ausgeschiedene Dagmar Wombacher-Hohlheimer  ist nunmehr Wolfgang Näßer.

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