Bleiben Sie gesund!

Gelassenheit ist ein guter Ratgeber

Ein Gruß von Haus zu Haus in nicht ganz normalen Zeiten. Vor zwei Tagen habe ich die letzten Trauben der Lage “Sonnenhügel Weinberg” geerntet.

In diesen Wochen der hohen Corona-Werte in der Gesellschaft erlahmt das öffentliche Leben und auch die privaten Kontakte werden auf ein Minimum reduziert. Ich denke, es gibt keine Alternative zu den Schutzmaßnahmen, die wir erleben. Jeder vernünftige Mensch wird das einsehen, wenngleich natürlich darüber geredet werden kann, wie hilfreich die eine oder andere Maßnahme tatsächlich ist, um die Corona-Pandemie einzudämmen.  Wichtig ist bei allem, dass wir unsere Krankenhäuser so ausgestalten, dass sie möglichen erhöhten Patientenaufnahmen gewachsen sind. In Altmühlfranken ist das gottlob der Fall.

Mit Sorge sehe ich die „Aufmärsche“ der Gegner und Verschwörungstheoretiker. Es ist ein seltsames Gemisch, das sich da zusammengebraut hat. Darunter sind extrem Rechte und extrem Linke, die die Situation jeweils für sich nutzen wollen. Wer Bedenken gegen die von den Regierungen in Berlin und den Bundesländern hat, dem steht freilich das Recht zu, dies auch öffentlich zu vertreten, aber es ist eine ganz andere Sache, wenn Menschen hinter den Parolen der Extremisten herlaufen und sich von ihnen instrumentalisieren lassen. Es gibt wohl kein Land der Welt, das die demokratischen Prinzipien so hoch hält wie Deutschland. Darauf bin ich stolz. Ich möchte keinesfalls, dass sich  bei Demonstrationen diejenigen durchsetzen, die am lautesten schreien und randalieren. Wir leben in einem Rechtstaat, zu dem jeder Vertrauen haben kann. Wenn sich allerdings bei Demonstrationen mit Tausenden von Menschen die Dinge so zuspitzen, dass die Polizei kapituliert, dann ist der Rechtstaat in Gefahr. Niemand sieht es gern, wenn die Ordnungskräfte nach dem Grundsatz der Verhältnismäßigkeit der Mittel einschreiten und auch Gewalt anwenden müssen, um unser Recht und unsere staatliche Ordnung zu sichern, aber wegschauen darf die Polizei nicht, um unliebsamen  Eskalationen aus dem Weg zu gehen.

Ich wünsche Ihnen, dass Sie gut durch über den Winter kommen. Die Reglementierungen des öffentlichen und privaten Lebens werden anhalten und vermutlich wird das Weihnachtsfest 2020 anders sein als die Festtagen in den zurückliegenden Jahren. So sehr wir  in diesen Tagen die menschlichen Begegnungen vermissen, an die wir uns gewöhnt haben, so sehr freuen wir uns auf die Zeit danach, wenn hoffentlich die gravierendsten Einschränkungen vorüber sind und sich wieder wieder alles normalisiert – wobei wir aber gar nicht genau wissen, was künftig normal sein wird.

Gelassenheit ist ein guter Ratgeber, aber längst nicht für alle. Der Rentner kann die Lage entspannter hinnehmen als beispielsweise der Gastwirt, dem sich Existenzfragen stellen. Ich rufe dazu auf, den Wirten zu helfen – jeder so gut wie er kann. Arg betroffen aber nicht nur sie, sondern auch andere Geschäftszweige. Wir sollten sie nicht allein lassen und unser Konsumverhalten prüfen.

Wenn wir auch auf viele Dinge verzichten müssen, so dürfen wir uns doch an den Kleinigkeiten des Alltags erfreuen. Ich tue dies, indem ich Sie mit diesem Foto grüße. Aufgenommen wurde es vor zwei Tagen in meinem Garten, wo ich die letzten schönen Trauben der Lage „Sonnenhügel Weinberg“ geerntet habe.

WERNER FALK

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