Zukunftsgerichteter Strategieprozess

Altmühlfranken 2030 ist die Zielvorgabe

Die Ausschussmitglieder arbeiteten während des Workshops an einer Stärken-und-Schwächen-Analyse. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Zukunftsinitiative altmühlfranken begleiten den Prozess. Foto: LRA

Knapp über 100 Tage ist Landrat Manuel Westphal nun im Amt und hat sich in dieser Zeit gut in sein Amt eingearbeitet. Und nicht nur das, es gibt schon – und das spürt vor allem die Verwaltung – zahlreiche Änderungen und Verbesserungsvorschläge, um die Verwaltung bürgerfreundlicher zu gestalten.

Landrat Manuel Westphal ist es wichtig, dass sowohl Politik als auch die Bevölkerung die Ausrichtung des Landkreises in Zukunft mehr mitbestimmen. Aus diesem Grund wurde ein umfangreicher Strategieprozess „Altmühlfranken 2030“ gestartet.

Nach der erstmaligen Ankündigung dieses geplanten Strategieprozesses im Kreistag Ende Juli dieses Jahres hat nun mit einem Workshop des Ausschusses für Regionalentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur der erste Baustein für „Altmühlfranken 2030“ stattgefunden.

Auf Basis des regionalen Handlungskonzeptes von 2009 und der statistisch aufbereiteten Entwicklungen bis heute arbeiteten die Ausschussmitglieder an einer aktuellen Aufstellung einer Stärken-Schwächen-Analyse des Landkreises. Eine sogenannte SWOT-Analyse (Strengths, Weaknesses, Opportunities, Threats) dient im Prinzip bei solchen Prozessen als Grundlage, bevor Entwicklungsziele und Maßnahmen festgelegt werden können, damit diese dann dort ansetzen, wo es tatsächlich nötig ist.

Beim nächsten Baustein, einem Workshop des Kreistages im Dezember, soll dann weiter an den Grundlagen gearbeitet werden, bevor es im Januar an die Einbindung der Öffentlichkeit geht. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann dann Ideen auf einer Online-Beteiligungsplattform eingeben und auch die weiterführenden Schulen sind aufgefordert, sich mit den verschiedenen Themenfeldern zu beschäftigen.

Im Februar/März soll dann – je nach den dann geltenden Vorgaben durch Corona – eine Zukunftskonferenz als öffentliche Veranstaltung stattfinden.

Die daraus hervorgehenden Arbeitskreise werden dann einzelne, priorisierte Projekte herausgreifen und bearbeiten, bevor die Ergebnisse insgesamt in einem Zukunftskonzept verschriftlicht und im September 2021 vom Kreistag und allen Beteiligten abgesegnet werden.

„Durch diesen Prozess möchte ich allen die Teilhabe an der Zielfindung des Landkreises ermöglichen und durch die persönliche Beschäftigung mit einer Vielzahl an Themen die Identifikation mit zukünftig eingeschlagenen Wegen stärken“, so Landrat Manuel Westphal.

Fazit des Workshops im Ausschuss war, dass sich in den letzten zehn bis elf Jahren bereits viel Positives im Landkreis getan hat, es aber immer noch viel zu tun gibt. Beispiel: Mittlerweile werden in Altmühlfranken 104 Prozent des Gesamtstromverbrauches des Landkreises aus Erneuerbaren Energien generiert. Dennoch bleibt in den Bereichen Wärme und Verkehr noch viel zu tun. Ebenso haben sich das Fränkische Seeland und der Naturpark Altmühltal einen guten Namen als Tourismusdestinationen gemacht, nichtsdestotrotz muss hier noch einiges verbessert werden, z.B. die Besucherlenkung an den Seen. Diese Themen und viele mehr werden in den nächsten Monaten Mittelpunkt der Arbeit innerhalb des Strategieprozesses sein. 

„Ich hoffe auf eine rege Beteiligung möglichst vieler Bürgerinnen und Bürger unseres Landkreises, damit wir gemeinsam Altmühlfranken Stück für Stück verbessern. Dabei ist es aber auch wichtig, sachlich zu bleiben und konstruktiv an Problemen zu arbeiten, um gemeinsam zu mehrheitlich getragenen Lösungen zu finden“, betont Landrat Manuel Westphal in diesem Zusammenhang.

Im Rahmen einer Öffentlichkeitskampagne wird jeder über den Start der individuellen Beteiligungsmöglichkeiten informiert werden.

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