Das WJD-Netzwerk ist intakt

„Unternehmertag“ im Strandhotel Seehof

Von links: Christoph Span, Alexander Herzog, Davide Dibella, Rüdiger Sonntag, Marco Schomber, Christian Mayr, Markus Rockmann und Stefan Schröter.

Nach dem sehr guten Auftakterfolg im letzten Jahr hatten die Wirtschaftsjunioren Altmühlfranken  zu ihrem zweiten Unternehmertag unter dem Motto „Von Unternehmern für Unternehmer“ eingeladen. Themen waren Fachkräftemangel, Umgang mit Arbeitnehmern und Insolvenzrecht.
DerVorsitzende der Wirtschaftsjunioren Gunzenhause,n Alexander Herzog, freute sich über die starke Teilnahme am Unternehmertag, der Ausstrahlung weit über den eigentlichen Verein der Wirtschaftsjunioren hinaus hatte. Doch genau das macht das Netzwerk aus, in dem ein informativer Austausch unter Gleichgesinnten im Vordergrund steht. „Wir
können voneinander lernen“, stellte Herzog in gewohnt herzlicher Weise fest, „und wir müssen damit nicht die Fehler anderer wiederholen.“
Im Namen der gesamten Vorstandschaft der Wirtschaftsjunioren Altmühlfranken, die aus den Ortsverbänden Gunzenhausen und Weißenburg bestehen, begrüßte Herzog die eingeladenen Referenten zu drei äußerst relevanten Themen: Fachkräftemangel, Umgang mit leistungsschwachen Arbeitnehmern und Insolvenzrecht. RS Consulting machte den Anfang zum Thema Fachkräftemangel. Rüdiger Sonntag stellte dar, vor welchen Herausforderungen Unternehmer in wenigen Jahren in Bezug auf beruflich qualifizierte Kräfte stehen werden. Einerseits sinkt die Zahl der Personen im erwerbsfähigen Alter aufgrund des demographischen Wandels, andererseits gibt es mehr Erkrankungen unter den Arbeitnehmern. Dabei sind sowohl die Quantität wie die Qualität von Arbeitnehmern ein großes Thema. Manch eine menschliche
Ressource kann wohl in Zukunft von Robotern ausgeglichen werden, trotzdem müssen Politik und Unternehmen daran arbeiten, dass es weiterhin und wieder mehr qualifizierte Fachkräfte gibt. Sonntag ist sich sicher: „Das Gold von morgen, das sind die Mitarbeiter!“
Um einen generationenübergreifenden Blick auf das Thema zu werfen, referierten Marco Schomber und Davide Dibella, beide vom Startup Dezony. Schomber stelle dabei die sogenannte Generation Y vor, die heute im Mittelpunkt der Arbeitgeberinteressen stehen. Er zeigte auf, wieso bei dieser in den 1980er und 90er Jahren geborenen Generation gilt, einen Sog statt Druck aufzubauen: Sie schätzen eine flache Hierarchie und eine Identifikation mit dem Arbeitgeber, sind dafür engagiert und entscheidungsfreudig. Dibella beleuchtete ein Thema nahe dem Kerngeschäft der Firma Dezony aus; Wieso nicht Anreize schaffen wie z.B. eine Ladesäule für ein E-Fahrzeug am Arbeitsplatz? Er stelle die große Frage nach der
Motivation von Mitarbeitern und betonte dabei auch die Wichtigkeit von Betriebssport.
Nach einer kurzen Pause zum Austausch folgte der Vortrag von Rechtsanwalt Stefan Schröter (Kanzlei Dr. Schacht) über Strategien zum Umgang mit leistungsschwachen Arbeitnehmern. Dabei war ihm wichtig, dass eine Kündigung immer die letztmögliche Lösung sein sollte.
Generell gäbe es drei Gruppen von leistungsschwachen Mitarbeitern: diejenigen, die können, aber nicht wollen (Dienst nach Vorschrift), die, die wollen, aber nicht können (z.B. aufgrund dem raschen Fortschritt der Digitalisierung), sowie solche, die aufgrund ihres Alters oder ihres Gesundheitszustandes Einschränkungen haben. Schröter ging auf die Wichtigkeit einer konkreten Stellenbeschreibung ein, um hier eine konkrete Basis zu schaffen, und erklärte verschiedene mögliche
Vorgehensweisen.
Nach einer weiteren Austauschrunde machte den Abschluss Rechtsanwalt Christoph Span. Er behandelte das vielleicht trocken erscheinende, aber umso wichtigere Thema Insolvenzrecht und legte dabei großen Wert auf die Anschaulichkeit seines Impulsvortrags. Er konnte die Teilnehmer zum Schluss nochmal richtig mitnehmen und somit war der WJ Unternehmertag wiedermal eine gelungene Veranstaltung.
Der Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren Alexander Herzog sprach schließlich nochmals allen Referenten, Gästen und Partnern seinen Dank aus und wies auf die weiteren Veranstaltungen der Wirtschaftsjunioren hin, so zum Beispiel ihren
Gesundheitstag im Herbst.

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