Ehrenzeichen für Verdienste im Ehrenamt

Drei Landkreisbürger ausgezeichnet

Otto Kittsteiner, Brigitte Brand und Irmgard Krauß (vorne, Mitte) erhielten das Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten. Ausgehändigt hat es Landrat Gerhard Wägemann im Rahmen einer Feierstunde mit den jeweiligen „Heimatbürgermeistern“ der Geehrten und den Anregern. Foto: LRA

Brigitte Brand (Weißenburg), Irmgard Krauß (Emetzheim) und Otto Kittsteiner (Ellingen) wurden für ihr ehrenamtliches Engagement mit dem Ehrenzeichen des Bayerischen Ministerpräsidenten ausgezeichnet. Landrat Gerhard Wägemann überreichte im Sitzungssaal des Landratsamtes die Urkunde und die Ehrennadel.

„In nahezu allen Bereichen unseres Lebens gibt es viele Menschen, die sich oft Jahre, oder sogar Jahrzehnte , in den Dienst der Gemeinschaft stellen, ohne besonders öffentlich wahrgenommen oder gar gewürdigt zu werden. Das Ehrenzeichen soll diesen Dienst hoch anerkennen und gleichzeitig Anstoß sein, sich ehrenamtlich zu engagieren.“, betonte Landrat Wägemann im Rahmen der Feierstunde.

An der Aushändigung nahmen neben den Geehrten und deren Ehepartnern Oberbürgermeister Jürgen Schröppel und Bürgermeister Walter Hasl sowie Landtagsabgeordneter Manuel Westphal teil. Mit eingeladen und anwesend waren natürlich auch die jeweiligen Anreger der Ehrung.

Brigitte Brand startete bereits 1971 ihre sportliche Laufbahn als Mitglied beim FC/ DJK Weißenburg/Bay e.V. Später begann sie dort als Übungsleiterin Gymnastikkurse zu geben, die sie bereits seit 1989 mit vollstem Engagement und zur Freude aller Kursmitglieder ausführte, ihr Schwerpunkt lag auf altersgerechten Kursen. Über 30 Jahre lang war sie Schriftführerin in der Vorstandschaft, bis sie im Jahr 2006 für das Amt der 2. Vorsitzenden des FC/DJK Weißenburg gewählt wurde. Darüber hinaus wurde sie 2007 zur BLSV-Kreisvorsitzenden gewählt, weshalb sie das Amt als 2. Vorsitzende im Jahr 2010 beim FC/DJK Weißenburg aus zeitlichen Gründen niederlegte. Bereits 12 Jahre davor war Frau Brand als Frauenbeauftragte beim BLSV Kreis Weißenburg-Gunzenhausen aktiv tätig. Als BLSV-Kreisvorsitzende ist sie für 115 Sportvereine mit rund 36.500 Mitgliedern zuständig. Damit ist der BLSV Kreis Weißenburg-Gunzenhausen in Mittelfranken an der Spitze. Sie forciert den Teamgedanken und hat bereits mehrere Aktionen wie zum Beispiel „Franken Aktiv“, „Aktiv gegen Krebs“ oder „Schaufenster des Sports“ mit initiiert und unterstützt. Auch in Zukunft wird Frau Brand ihr Amt als BLSV-Kreisvorsitzende und Übungsleiterin beim FC/DJK Weißenburg mit Leidenschaft ausführen.

Irmgard Krauß war 40 Jahre eine sehr engagierte, gewissenhafte Ortsbäuerin des Bayerischen Bauernverbandes und ist seit über 29 Jahren Mitglied im Vorbereitungsteam des Frauenkreises Emetzheim. In beiden Funktionen hat sie einen hervorragenden Einsatz für den Erhalt der Dorfgemeinschaft Emetzheim gezeigt. Das Vorbereitungsteam des Frauenkreises Emetzheim organisiert Frauenkreisabende, verschiedene Themenabende oder den Frauenadvent. Darüber hinaus hat Frau Krauß über mehrere Jahre hinweg Busfahrten organisiert und Senioren aus überörtlichen Altenheimen eingeladen einen Tag auf ihrem Bauernhof zu verbringen. Irmgard Krauß war und ist es immer noch ein Anliegen, dass die Frauen aus der örtlichen Siedlung, aber auch Frauen aus der Stadt Weißenburg mit den Bäuerinnen aus Emetzheim zusammenkommen und gegebenenfalls etwas unternehmen – sie war und ist ein Bindeglied. Sie hat das Gesicht von Emetzheim mitgestaltet und ist zu einer Botschafterin des Berufsstandes Landwirtschaft geworden. Dazu hat auch Ihre Teilnahme an der Präsentation des Bayerischen Bauernverbandes auf der Frankenschau bzw. nunmehr der Consumenta über mehrere Jahrzehnte beigetragen. Irmgard Krauß war von 1987 bis 2007 Kreisvorstandsmitglied beim Bayerischen Bauernverband und jeweils rund 30 Jahre Mitglied im Kreisberatungsausschuss und in der VLF Vorstandschaft.

Otto Kittsteiner ist im Juli 1960 dem Box Club Weißenburg als aktiver Boxer beigetreten und unterstützte bereits nach einem Jahr den damaligen Trainer Ali Wolker als Trainer. 1973 übernahm Otto Kittsteiner das Amt des Cheftrainers und führte dieses bis 2017 aus. Otto Kittsteiner ist ein Urgestein des BC Weißenburg. Dreimal in der Woche wird trainiert. Außer einer Woche Urlaub im Jahr, kann man die Trainingseinheiten in denen Otto Kittsteiner in seiner über 50jährigen Tätigkeit als Trainer gefehlt hat an einer Hand abzählen. Darüber hinaus ist er als Boxtrainer an vielen Wochenenden im Jahr in ganz Deutschland unterwegs um „seine“ Athleten bei Turnieren, Vergleichskämpfen, Meisterschaften und Ligakämpfen in der Ringecke zu betreuen. Die Erfolge des Box Clubs Weißenburg sind allesamt eng mit dem Trainer Otto Kittsteiner verbunden. Otto Kittsteiner betreute mehrere Boxer, welche Boxen als Leistungssport betrieben haben und dementsprechend gefördert werden wollten. Er stellte sich dieser Aufgabe mit einfachsten Mitteln und investierte stets ehrenamtlich viel Zeit und Arbeit. Otto Kittsteiner war und ist immer eine Bezugsperson zu den jungen Sportlern und hat damit die Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen gefördert. Disziplin, Selbstvertrauen, Respekt und Fairness sind Grundwerte sowohl fürs Boxen als auch für das soziale Leben – genau diese Werte stellt Otto Kittsteiner immer wieder heraus und fordert diese ein.

Neben Brigitte Brand, Irmgard Krauß und Otto Kittsteiner wurde Herrn Karl-Heinz Bach aus Sammenheim das Ehrenzeichen des Ministerpräsidenten verliehen. Die Aushändigung erfolgte bereits am 28. Januar 2018 im Rahmen der Gauschützenversammlung.

Karl-Heinz Bach ist dem Schützenwesen seit Jahrzehnten verbunden und bereits seit 1975 Mitglied und aktiver Schütze des Sportvereins SV Gelber Berg Sammenheim. Von 1983 bis 1986 war er als Beisitzer sowie von 1992 – 2010 als Schriftführer im SV Sammenheim ehrenamtlich tätig. In den Jahren 1986 bis 1992 war er der 2. Schützenmeister. In all den Jahren war Karl-Heinz Bach für Bauangelegenheiten zuständig. Bei der Fahnenweihe und bei verschiedenen Vereinsjubiläen war sein Einsatz beachtenswert und maßgeblich. Herr Bach ist aber nicht nur für seinen Heimatverein da, sondern steht seit vielen Jahren mit sportlichem Fachwissen dem Schützengau (SG) Hesselberg mit derzeit 56 Schützenvereinen zur Verfügung. Er startete seinen Werdegang beim SG Hesselberg 1993 als Gaubeauftragter. Dieses Amt führte er bis 2006 aus. Seit 2004 referiert er für „Sportstättenbau“ und im gleichen Jahre wurde er zum stellvertretenden Gauschützenmeister gewählt. Er hat in den fast 25 Jahren maßgeblich an der Entwicklung des SG Hesselberg beigetragen. Hier zeigte er bei der Organisation der verschiedensten Jubiläen und Vorbereitung große Verantwortung. Im Jahr 2015 hat er entscheidend die Festschrift des mittelfränkischen Schützentages, des DSB-Pokal-Finale und auch die Gestaltung des Chronikbuches 50 Jahre Schützengau ausgearbeitet und geprägt. Außerdem organisiert er seit 2005 den Masters-Cup und seit 2007u.a. die Sportlerehrung beim Gauehrenabend.

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