Auf dem Weg ins 22. Jahrhundert

Agrarkommissar zu Gast bei der CSU-Fraktion

Die CSU-Fraktion im Bayerischen Landtag hat eine Diskussion mit dem Titel „Landwirtschaft auf dem Weg ins 22. Jahrhundert“ im Plenarsaal des Maximilianeums veranstaltet, an der neben Staatsminister Helmut Brunner auch EU-Agrarkommissar Phil Hogan teilgenommen haben. Auch aus der Region waren Kreisbäuerin Helga Horrer und der Kreisvorsitzende des Verbands für landwirtschaftliche Fachbildung Hans-Jürgen Auinger aus Stetten im Landtag.

Von links: Helga Horrer, Hans-Jürgen Auinger, Staatsminister Helmut Brunner, MdL Manuel Westphal

Die Vorsitzende des Arbeitskreises Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Angelika Schorer eröffnete die Veranstaltung im gut gefüllten Plenarsaal. Nach einem Grußwort des Fraktionsvorsitzenden Thomas Kreuzer gab EU-Agrarkommissar Phil Hogan einen kurzen Impulsvortrag zur zukünftigen Gestaltung von Ernährung und Landwirtschaft in der EU.
Bei einer anschließenden Diskussion zusammen mit Agrarkommissar Phil Hogan, Staatsminister Helmut Brunner, dem Landesrat aus Südtirol Arnold Schuler sowie dem Generalsekretär im österreichischen Bundesministerium für Nachhaltigkeit und Tourismus Josef Plank wurde die Thematik noch weiter vertieft und besprochen.
Einen besonderen Schwerpunkt stellte dabei das Verhältnis der Gesellschaft zur Landwirtschaft dar. Vor allem der ländliche Raum und die bäuerliche Landwirtschaft müssten zukünftig mehr und einfacher unterstützt werden, um neuen Anforderungen besonders im Klima-, Umwelt- und Gewässerschutz gerecht zu werden, so die Forderung auf dem Podium.
Einen wichtigen Schritt dazu möchte die Kommission mit einer zunehmenden Vereinfachung der gesetzlichen Regelungen sowie einem andauernden Bürokratieabbau machen. Um auf regionale Gegebenheiten besonders im Klimaschutz bei der zukünftigen Gestaltung der EU-Agrarpolitik reagieren zu können, plant die EU zudem, den Mitgliedsstaaten wieder mehr Freiheiten bei der Ausgestaltung der Agrarpolitik zu geben.
Während der Diskussion kamen auch die zahlreichen Gäste der Veranstaltung zu Wort und konnten Fragen stellen. Eine Entwicklung, die die Landwirte dabei bewegte, war zum einen das Thema Digitalisierung, aber auch die Frage, wie man mit der neuen Düngeverordnung zurechtkommt. Die Vorgaben dazu kommen aus Brüssel bzw. Berlin und müssen nunmehr in Bayern umgesetzt werden. Dabei wurde gefordert, den deutlichen Mehraufwand durch die Düngeverordnung zu reduzieren und dafür zu sorgen, dass es zu keinen Einschränkungen bei der Produktion kommt.
„Es war ein sehr interessanter Abend, den wir als CSU-Fraktion geboten haben! Das Thema der Entwicklung der zukünftigen Agrarpolitik auf EU-Ebene sowie die unterschiedlichen Vorgaben der EU beschäftigen unsere Landwirtschaft enorm. Nicht nur deshalb war die Veranstaltung auch sehr gut besucht. Es hat mich besonders gefreut, dass mit Frau Horrer und Herrn Auinger auch Teilnehmer aus unserer Region vor Ort waren und die Gelegenheit genutzt haben, sich über die zukünftige Agrarpolitik zu informieren“, erklärte Westphal nach der Veranstaltung.

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