Regionalpartnerschaft im Fokus

Bezirkstagspräsident besucht Gemeinden in Nouvelle-Aquitaine

Im Rahmen der Fahrt nach Frankreich anlässlich der Aufführung des Musicals „Mademoiselle Marie“, nutzt Bezirkstagspräsident Richard Bartsch den Aufenthalt, um verschiedenen Partnergemeinden einen Besuch abzustatten.
Los geht es am Donnerstag, 31. August, mit einem Treffen in Auzances, Partnerort des Marktes Roßtal. Erst vor sechs Wochen konnte hier das 20-jährige Jubiläum gefeiert werden. Bezirkstagspräsident Bartsch unterstützt die Verbindung der beiden Gemeinden bereits seit 1994. Auzances liegt im Département Creuse, welches ebenfalls mit dem Bezirk Mittelfranken seit 1989 partnerschaftlich verbunden ist. Die dortige Präsidentin Valérie Simonetwird im Herbst in Roßtal zu Gast sein.
Am Freitag steht ein Treffen mit den Vertretern von Aurence-Glane-Développement/Couzeix, Département Haute-Vienne, auf dem Programm. Dieser Gemeindeverband unterzeichnete bereits im Jahr 2002 eine Partnerschaft mit Oberasbach. Am Wochenende vom 1. bis 3. September wird hier vor Ort 15 Jahre Partnerschaft gefeiert. Ein viersprachiges Buch, das die Geschichte der Verbindungen der Stadt Oberasbach mit vier europäischen Gemeinden erzählt, wird offiziell überreicht.
Letzter Anlaufpunkt von Bezirkstagspräsident Bartsch ist das Schloss von Vicq-sur-Breuilh anlässlich der Vernissage von „Monde et Réalité – Welt und Wirklichkeit“. Die mittelfränkische Künstlerin und Kunstpreisträgerin der Stadt Ansbach, Kerstin Himmler, präsentiert dort ihre Werke im Rahmen einer Ausstellung.
Begleitet wird er dabei von einer Delegation aus Lichtenau mit Bürgermeister Uwe Reißmann an der Spitze. Die malerische Gemeinde Vicq-sur-Breuilh wünscht sich Kontakte zu einer Gemeinde in Mittelfranken.

Erstmals live in französischer Partnerregion

Über 14.000 begeisterte Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten im Rahmen der Cadolzburger Burgfestspiele 2015 die bewegende, lustige und nachdenkliche Geschichte der jungen Bäuerin Marie, die sich zehn Jahre nach Kriegsende in den ehemaligen französischen Kriegsgefangenen François verliebt. Nach dem grandiosen Erfolg des Musicals folgte die Verfilmung der Geschichte. Schwerpunkt der Handlung ist das Massaker von Oradur-sûr-Glane, bei welchem 642 Menschen durch die Waffen-SS ermordet wurden. Die Erinnerungen an diese Tat stellt die Liebe von Marie und François auf eine harte Probe. Dokumentarische Elemente mit Robert Hébras, Opfer und Überlebender des Überfalls 1944, runden den Film ab.
Am 1. und 2. September wird das Stück „Mademoiselle Marie“ nun zum ersten Mal direkt in der französischen Stadt Oradour live aufgeführt. Eine mittelfränkische Delegation mit Bezirkstagspräsident Richard Bartsch an der Spitze, wird die Vorstellung besuchen. Das fränkische Musical erzählt nicht nur eine Liebesgeschichte, sondern ist ein Beitrag zur Völkerverständigung und zur deutsch-französischen Freundschaft. Ebenfalls aus Mittelfranken reisen Christian Schmidt, MdB, Bundesminister für Ernährung und Landwirtschaft, Matthias Dießl, Landrat des Landkreises Fürth, Bernd Obst, Erster Bürgermeister von Cadolzburg sowie weitere Kommunalpolitikerinnen und Kommunalpolitiker an.
Der Bezirk Mittelfranken unterstützte das Kinoprojekt sowie das Musical. Etliche Szenen wurden zudem im Fränkischen Freilandmuseum in Bad Windsheim gedreht. Oradour liegt im Département Haute-Vienne, der Partnerregion des Bezirks Mittelfranken seit 1981.

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