Haus der IHK kommt gut voran

Fertigstellung des Nürnberger Projekts ist Ende 2018

Das neue Haus der Wirtschaft, Hauptsitz der IHK Nürnberg für Mittelfranken, nimmt Gestalt an. Bis zum dritten Obergeschoss sind die Konturen bereits deutlich zu erkennen. Die Arbeiten liegen im Zeit- und Budgetplan.

Nach Abschluss der archäologischen Grabungen und der Grundsteinlegung im Oktober 2016 sind derzeit die Rohbauarbeiten in vollem Gange. Auf einer Fläche von insgesamt 12 000 Quadratmetern entstehen 260 moderne Arbeitsplätze, teils als Büros für vier bis sechs Personen, teils als Open Space. Hinzu kommen Konferenz- und Besprechungsräume. Der Kern des Hauses, das lichtdurchflutete Atrium, bietet mit einer Größe von 330 Quadratmetern je nach Bestuhlung 250 bis 400 Sitzplätze. Renoviert werden der Marktvorstehersaal und der Feuerbachsaal, in dem 100 bzw. 200 Personen Platz finden.

Haustechnik
Die Haustechnik genügt modernsten Standards der Energieeffizienz. Installiert werden u.a. Lüftungstechnik mit Wärmerückgewinnung, sparsame Kühlsysteme sowie eine LED-Beleuchtung, die bei leeren Arbeitsplätzen automatisch abschaltet und in Abhängigkeit vom Tageslicht gedimmt wird.

Mietflächen
Die Räume im Erdgeschoss mit Schaufenstern zum Rathaus und zum Schönen Brunnen will die IHK als Ladenflächen vermieten. Zudem wird in der Waaggasse eine Gastronomie mit 60 Außenplätzen entstehen.

Kosten
Bis zum Frühjahr 2016 war die Baustelle fest in der Hand der Archäologen. Dabei wurden als Sensationsfund Nürnbergs älteste Siedlungsspuren entdeckt, die aus der Zeit um 850 datieren – 200 Jahre vor der ersten urkundlichen Erwähnung der Stadt. Die Grabungen hatten die Bauzeit um anderthalb Jahre verzögert und 5,7 Millionen Euro zusätzliche Kosten verursacht. Darin eingerechnet ist die Mietzeitverlängerung für das Ausweichquartier und der Baupreisindex. Die Gesamtkosten des Projekts inklusive Baunebenkosten (Planung, Miete Ausweichquartier etc.) und Archäologie sind nach heutigem Stand mit 43,9 Millionen Euro geplant. Sie liegen damit gute fünf Millionen Euro unter dem genehmigten Budget von 49,3 Millionen Euro. Nachdem bereits zwei Drittel der Gewerke aus den Kostengruppen Rohbau, Konstruktion und technische Anlagen vergeben sind, zeigte sich IHK-Präsident Dirk von Vopelius optimistisch, dass der vorgegebene Etatansatz eingehalten werden kann.
Fertigstellung
Das neue Haus der Wirtschaft entsteht am Hauptmarkt, wo schon seit 1563 der Handelsvorstand, die Vorläuferorganisation der 1843 gegründeten Industrie- und Handelskammer, ihren Sitz hatte. Der Gebäudekomplex wird einer Generalsanierung mit Teilneubau unterzogen, um mit modernen Arbeitswelten die Leistungsfähigkeit der IHK zu sichern und den Wert der Immobilie langfristig zu erhalten. Das Dachtragwerk und die Gebäudehülle sollen noch in diesem Jahr fertig werden. Die Gesamt-Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant.

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