Projekt der UN-Dekade Biologische Vielfalt

Auszeichnung für Manufaktur „Echt Brombachseer“

Das Bild zeigt anlässlich der Urkundenüberreichung von links nach rechts: Alexander Zwicker (Amt für Ländliche Entwicklung), Robert Westphal (Stellv.Landrat Weißenburg-Gunzenhausen), Fritz Walter (Vorsitzender „Echt Brombachseer“), Otto Ringer (Vorstand „Echt Brombachseer“), Richard Bartsch (Bezirkstagspräsident), Julia Müller (Kalbensteinberger Kirschenprinzessin), Helmut Schmaußer (Bürgermeister Markt Absberg),Manuel Westphal (MdL).

Dr. Barbara Hendricks als Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und Prof. Dr. Beate Jessel als Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz haben den Projektansatz „Biodiversität durch Nutzung“ der Manufaktur „Echt Brombachseer“ als offizielles Projekt der „UN-Dekade Biologische Vielfalt“ ausgezeichnet. Die Preisverleihung nahm Richard Bartsch, Bezirkstagspräsident von Mittelfranken im Rahmen
einer Feierstunde in der Brombachseer Prunothek vor. Die Vereinten Nationen haben die Jahre 2011 bis 2020 zur UN-Dekade für die biologische Vielfalt  erklärt. Damit soll der Wert der Biodiversität für die Zukunft des Lebens auf diesem Planten in das Bewusstsein der Weltöffentlichkeit gehoben werden.

Deutschland hat im Rahmen dieser weltweiten Aktion einen Wettbewerb ausgerufen, bei dem jede Woche ein Projekt offiziell ausgezeichnet und öffentlichkeitswirksam vorgestellt wird. Die Auswahl dieser Projekte trifft eine Fachjury. Mit dieser Kampagne soll vermittelt werden, dass es sehr viele individuelle Möglichkeiten gibt, um dieses globale Zukunftsziel zu erreichen. Entscheidend ist es den Trägern des UN-Dekade-Wettbewerbs, dass damit auch Anregungen vermittelt werden, eigene Projektideen dazu zu entwickeln. Denn es gibt viele gute Gründe, die biologische Vielfalt zu erhalten und nachhaltig zu nutzen (www.undekade-biologischevielfalt.de).

Zahlreiche Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens unterstützen die Ziele der UN-Dekade Biologische Vielfalt als Botschafterinnen und Botschafter (www.undekade-biologischevielfalt.de/un-dekade/botschafterinnen/)

Aus allen ausgezeichneten Projekten eines jeden Monats wählen die Besucher der UN-Dekade-Website das „Projekt des Monats“. An dieser Auswahl können sich alle Website-Besucher  online beteiligen (www.undekade-biologischevielfalt.de/projekte/monatsprojekt-waehlen/ ). Am Jahresende wählt die Fachjury der UN-Dekade einmal jährlich das „Projekt des Jahres“, das mit einer Geldsumme dotiert ist.

Nach Altmühlfranken ging bereits einmal eine solche Auszeichnung. Das Streuobstprojekt auf der Buchleiten in Markt Berolzheim wurde ebenfalls als offizielles Projekt der UN-Dekade ausgezeichnet. Für das Projekt der „Echt Brombachseer“ war der Ansatz „Biodiversität durch Nutzung“ entscheidend. Damit wurde den Bemühungen Rechnung getragen, die alten Kirschensorten durch neue innovative Produkte dauerhaft zu sichern. Denn seit der Handel die alten Sorten – die zwar geschmacklich unübertroffen sind – wegen der Probleme  mit Lagerung und Versand (sie sind zu weich und damit nur eingeschränkt transportfähig) nicht mehr abnimmt, waren neue Ideen gefragt. Denn der Wegfall dieser Absatzschiene hätte unweigerlich dazu geführt, dass ein großer Teil dieser Hochstämme mit den alten Sorten der Motorsäge  zum Opfer gefallen wären. Für einige der alten Kirschbäume kam diese neue Entwicklung dennoch zu spät. Und nach wie vor ist die Gefahr auch nicht gebannt.
Mit der Kreation neuer Produkte und einem umfassenden Marketing wurde den Brombachseer frischen Früchtchen ein neues Profil ermöglicht. Die Konsumenten haben darauf reagiert und es existieren nunmehr neue Optionen für die alten Sorten. Trotz dieser Anfangserfolge muss an diesem Ansatz aber weiter gearbeitet werden, um einen dauerhaften Erfolg zu erzielen. Aber das Projekt hat auch gezeigt – und dies hat auch zu der UN-Auszeichnung geführt – dass biologische Vielfalt gerade über eine nachhaltige Nutzung durch Obstbauern, Landwirte und engagierte Bürger und Bürgerinnen zu sichern ist. Es muss  nicht alles geschützt werden, um es zu erhalten. Oftmals reicht eine sinnvolle Nutzung im Einklang mit der Natur aus. Und genau dies sind die Ansätze, die mit den ausgezeichneten Projekten der UN-Dekade in das breite Bewusstsein gehoben werden sollen.

DIETER POPP, Regionalberater

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