Im Eiltempo geht es voran!

Gedanken zur Gunzenhäuser Stadtpolitik

falk-001„Alle ziehen an einem Strang“. Wir kennen das Sprichwort. Und doch muss es nicht Einigkeit bedeuten, wenn zwei in verschiedene Richtungen ziehen. Erfolg gibt es nur dann, wenn alle auf der gleichen Seite stehen.

In seiner rund zweieinhalbjährigen Amtszeit ist der Gunzenhäuser Stadtrat schon schon das zweite Mal in Klausur gegangen, und zwar für zwei Tage in das Kloster Seon am Chiemsee. Wer dahinter ein touristisches Event vermutet, der liegt ganz falsch, denn die „geistige Einkehr“ hinter den ehemaligen Klostermauern war ein Gewinn für die Stadt, denn die Mitglieder des Stadtrats und der Bürgermeister (plus den Amtsleitern) haben über die Zukunft geredet. Geschaffen wurde eine gute Basis für ehrlichen und kollegialen, wenn nicht gar kameradschaftlichen Umgang miteinander.  So habe ich es empfunden.

Die führenden Vertreter von CSU, SPD, Grüne, FW und FDP werden sich künftig in regelmäßigen Abständen treffen, um gemeinsam über anstehende Fragen zu reden.  Darunter verstehe ich einen nicht zu unterschätzenden Akt von Vertrauensbildung.

Fast in der Mitte der Legislaturperiode (sie dauert bis Mai 2020) angekommen kann ich heute feststellen, dass die drängendsten und größten Vorhaben entweder begonnen oder auf den Weg gebracht wurden. Die Investitionen belaufen sich in den nächsten drei Jahren auf knapp 30 Millionen Euro. Das ist viel Geld. Und das geht nur mit einer zunehmenden Verschuldung. Wir wissen aber, dass es Maßnahmen sind, die die Stadt voranbringen. Stillstand war gestern, Aufbruch ist heute!

Ich möchte einige Positionen nennen, die in den nächsten Jahren bevorstehen. Können sie zeitlich nach Plan realisiert werden, dann wird die „Ära Fitz“ als eine Ära des Erfolgs in die Annalen der Stadt eingehen.

–          Die Sanierung und teilweise Neukonzeption der Stadthalle kostet nach dem gegenwärtigen Stand rund 15,3 Millionen Euro. Realisiert wird sie in den nächsten beiden Jahren. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz schwärmt schon heute: „Es wird etwas ganz Großes“.

–          Sanierung der Stephani-Turnhalle. Sie wurde heuer begonnen und wird im nächsten Jahr abgeschlossen. Kostenpunkt: 3,3 Millionen Euro. Sie sind aber gut angelegt, denn es profitieren die Schüler ebenso wie die Akteure des Vereinssports.

–          Sanierung der Abwasseranlage in der Altstadt, sogenannte „Binnenentwässerung“. Damit es bei Starkregen künftig nicht wieder zu katastrophenähnlichen Hochwasser-Erscheinungen auf dem Marktplatz und in anderen Straßen kommt, weil die Kanäle zu klein sind, werden in den Jahren 2017 und 2018 rund 7,3 Millionen Euro in einen neuen Stauraumkanal entlang der Altmühlpromenade investiert. Zugleich wird das Hochwassergebiet der Altmühlaue völlig neu gestaltet. Der Fluss kommt wieder näher an die Stadt heran,  das ganze Areal bringt eine Neugestaltung des westlichen Stadtrands. Geschaffen wird ein hochwertiger Aufenthaltsbereich für die Gunzenhäuser und ihre Gäste.

–          Das Löhe-Familienzentrum  im Osten der Stadt wird mit Kosten von 5,6 Millionen Euro saniert und erweitert. Die Stadt zahlt dafür 3,3 Millionen Euro (von denen sie 50 Prozent an Zuschüssen erhält).

–          Die Erschließung des neuen Baugebiets in Frickenfelden kostet im nächsten Jahr  1,2 Millionen Euro. 58 Grundstücke können dann bebaut werden.

Wir dürfen uns freuen, dass das Landesamt für Schule nach Gunzenhausen kommt. Das Aufbauteam ist schon tätig. Noch ist nicht sicher, ob dafür das „Haus Silo“ in der Nürnbergerstraße ersetzt werden muss. Viele spricht dafür, dass die alte Substanz abgerissen wird und dort eine „städtebauliche Dominante“ entsteht. Die Regierung hat jedenfalls zu erkennen gegeben, dass sie architektonisch Klotzen und nicht Kleckern will.

Bauland schaffen, das ist ein Versprechen des Stadtrats, das eingelöst wird. Schon jetzt ist ein Projekt in der Weißenburgerstraße fertig, ein weiteres mit 30 Wohneinheiten wird auf dem ehemaligen BGU-Gelände gleich in der Nachbarschaft entstehen.  Der Stadtrat hat die Voraussetzungen geschaffen, dass ein neuer Bebauungsplan „Östliche Nürnbergerstraße“ ausgewiesen werden kann. Auf dem Gelände sollen rund 100 Wohneinheiten entstehen. Neun Wohnungen will ein privater Bauträger in der Osianderstraße erreichten und ferner werden die planerischen Voraussetzungen für eine attraktive Bebauung auf einem privaten Kernstadt-Grundstücke geschaffen. Noch dazu will sich die Wohnungsbaugenossenschaft in der Frankenmutherstraße bei der Bebauung des jetzigen Kinderspielplatzgeländes engagieren.

Nun werden Sie sagen: „Das kostet ja alles viel Geld!“  Das stimmt. Die Stadt muss sich verschulden. Aber sie tut es in einer Zeit des billigen Geldes und deshalb ist es in dem geplanten Ausmaß auch vertretbar. Dennoch müssen wir natürlich die Verbindlichkeiten im Auge behalten. Es ist die Verantwortung des ganzen Stadtrats, die Verschuldung nach und nach wieder auf ein normales Maß zu reduzieren.  Was gut ist: Die Experten prognostizieren für die nächsten Jahre eine Fortsetzung der Hochkonjunktur in Deutschland. Das heißt, dass die Stadt mit ordentlichen Einnahmen rechnen kann.

Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

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