Erlebnismosterei für Nennslingen

Erstes LEADER-Projekt in Altmühlfranken bewilligt

Landrat Gerhard Wägemann (hinten rechts), Vorsitzender, und Carolin Tischner (hinten 2. von rechts), Geschäftsführerin der LAG Altmühlfranken, freuen sich mit den Vertreterinnen und Vertretern des Obst- und Gartenbauvereins Nennslingen über die Fördermittelzusage: Norbert Buckel, Vorsitzender, Thomas Weislein, Edeltraud Lebrecht und Claudia Winter (von links nach rechts).

Landrat Gerhard Wägemann (hinten rechts), Vorsitzender, und Carolin Tischner (hinten 2. von rechts), Geschäftsführerin der LAG Altmühlfranken, freuen sich mit den Vertreterinnen und Vertretern des Obst- und Gartenbauvereins Nennslingen über die Fördermittelzusage: Norbert Buckel, Vorsitzender, Thomas Weislein, Edeltraud Lebrecht und Claudia Winter (von links nach rechts).

Seit eineinhalb Jahren schon ist Altmühlfranken LEADER-Region. Damit stehen insgesamt 1,5 Millionen Euro Fördermittel zur Umsetzung von Projekten zur Verfügung. Bislang ist allerdings noch kein einziger Cent geflossen. Einige Ideen wurden in der Region bereits entwickelt und für mehrere Projekte schon Anträge gestellt. Das Landwirtschaftsministerium, das die LEADER-Mittel in Bayern verwaltet, hat aber erst vor kurzem die technischen Voraussetzungen geschaffen, so dass die Anträge auch bearbeitet und bewilligt werden können.
Als erster Antragsteller in Altmühlfranken hat jetzt der Obst- und Gartenbauverein Nennslingen den offiziellen Zuwendungsbescheid durch das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten in Nördlingen erhalten. EU und Land unterstützen das Projekt mit 75.000 Euro, weitere maximal 25.000 Euro schießt der Markt Nennslingen zu. Damit kann der Startschuss fallen für den Umbau eines ehemaligen Lagerhauses im Zentrum von Nennslingen zu einer Erlebnismosterei. Aus dem bisher genutzten Gebäude muss der Verein ausziehen und möchte den Umzug gleich dazu nutzen, einige moderne Maschinen anzuschaffen. In den neuen Räumen soll dann künftig der Weg vom Apfel zum Saft vor allem für Kindergärten, Schulklassen, aber auch Erwachsenengruppen erlebbar gemacht werden. Abgerundet werden soll das Angebot mit Schautafeln und einer kleinen interaktiven Zone.
Etwa 150 Mitglieder unterstützen die Arbeit des Vereins, vor allem aus Nennslingen und den Nachbarorten. Durch die Investition in die neuen Räumlichkeiten und Maschinen soll sichergestellt werden, dass der Mostereibetrieb auf dem Jura langfristig aufrechterhalten werden kann. Damit fördert das Projekt auch den Erhalt der typischen Kulturlandschaft mit seinen landschaftsbildprägenden Streuobstbeständen. „Wir wollen mit den LEADER-Mitteln gute Projektideen zur Stärkung unserer Region unterstützen und vor allem auch das Engagement der Bürgerinnen und Bürger in Altmühlfranken fördern. Ziel von LEADER ist es ja, ländliche Regionen gemeinsam mit den Menschen vor Ort zu gestalten. Daher passt das Projekt des Obst- und Gartenbauvereins Nennslingen genau ins Konzept“, sagt Landrat Gerhard Wägemann, Vorsitzender der Lokalen Aktionsgruppe Altmühlfranken.
Ob ein geplantes Projekt eine Förderung aus dem LEADER-Topf erhalten kann, entscheiden in den Regionen sogenannte Lokale Aktionsgruppen (LAG), die die eingereichten Vorschläge nach festgelegten Kriterien bewerten. 24 Gemeinden im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gehören seit 2014 zur LAG Altmühlfranken, deren Geschäftsstelle sich am Landratsamt in Weißenburg befindet. LAG-Managerin Carolin Tischner berät bei allen Fragen rund um die LEADER-Förderung und die Antragstellung und ist unter Tel. 09141 902-193 erreichbar. Weitere Informationen gibt es auch im Internet unter www.lag-altmuehlfranken.de.

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