Internationales Piano-Festival in Feuchtwangen

Pianisten geben wieder Konzerte in der Stadthalle Kasten

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Der Pianist Jos Schlösser

Auch 2016 steht die Woche nach Ostern wieder ganz im Zeichen des Klaviers: Vom 29. März bis zum 2. April findet in Feuchtwangen wieder ein Internationales Piano-Festival statt. Da Prof. Peter Feuchtwanger zum ersten Mal in fast 30 Jahren Meisterkurs aus gesundheitlichen Gründen leider nicht nach Feuchtwangen reisen kann, wird es neben den Klavierkonzerten 2016 keinen Meisterkurs geben. Die Konzerte, die jeweils im 20 Uhr beginnen, können in diesem Jahr wieder in der Stadthalle Kasten stattfinden.

Die Konzertreihe wird am Dienstag, 29. März von Birgit Nerdinger eröffnet. Die Pianistin begann ihr Studium als Jungstudentin an der Fachakademie für Musik Augsburg. Nach dem pädagogischen Diplom in Kooperation mit der Musikhochschule München studierte sie an der Musikhochschule Stuttgart bei Prof. Andrzej Ratusinski. Neben Meisterkursen u. a. bei dem Duo Yaara Tal / Andreas Groethuysen wurde sie wesentlich gefördert von den Professoren Peter Feuchtwanger und Günter Reinhold.

Am Mittwoch, 30. März, ist Susanne von Laun am Flügel zu erleben. Susanne von Laun studierte Klavier bei Conrad Hansen, widmete sich anschließend der Liedbegleitung und entdeckte schließlich die historischen Instrumente für sich. In ihrem Solorepertoire nehmen die Klavierwerke der Wiener Klassik und der frühen Romantik einen zentralen Platz ein. Auf dem Programm in Feuchtwangen stehen Werke von Michael und Joseph Haydn, Leopold, Wolfgang und Franz Xaver Mozart, Felix Mendelssohn-Bartholdy und Frederik Chopin.

Am Donnerstag, 31. März, gastiert der Pianist Kai Müller in der Stadthalle. Kai Müller wurde in Darmstadt geboren. Sein Klavierstudium absolvierte er bei Eva-Maria May (Würzburg) und Prof. Christian Elsas (Frankfurt). Privatstudien bei Prof. Norman Shetler (Wien); Meisterkurse bei Hans Pålsson und – seit 1996 – bei Prof. Peter Feuchtwanger, der seitdem einen entscheidenden Einfluss auf Spiel und Repertoire hat. Neben dem klassischen Repertoire überschreitet der Pianist immer wieder gerne Grenzen, z.B. zum Jazz. In Feuchtwangen thematisiert er die Wechselwirkung von Klavier und Oper in Werken u.a. von Fauré, Donizetti, Liszt und Chopin.

Am Freitag, 1. April, wird Jos Schlösser zu hören sein. Der Pianist Jos Schlösser, Jahrgang 1953, lernte frühzeitig autodidaktisch Klavierspielen. Nach dem Abitur studierte er Psychologie (Diplom). Erst danach entschied er sich ganz für die Musik und studierte in Paris am Conservatoire S. Rachmaninoff bei Atty Lengyel. Später ging er in die USA und absolvierte ein Masterstudium bei Falko Steinbach an der University of New Mexico. In Feuchtwangen spielt er Werke der Wiener Klassik von Mozart und Haydn.

Den Abschluss der Klavierabende gestaltet am Samstag, 2. April, der in Brasilien geborene Pianist Achim Friedrich. Nach dem Medizinstudium in Göttingen 1981 war er zwölf Jahre im medizinischen Forschungsbereich (Immunologie, Proteinstrukturanalyse) tätig. In dieser Zeit lernte er Peter Feuchtwanger auf einer Forschungsreise kennen. In Feuchtwangen wird Achim Friedrich mit Werken von Scarlatti, Bach, Beethoven, Mendelssohn-Bartholdy, Chopin und Schumann zu hören sein.

Am Sonntag fand in den vergangenen Jahren stets das Abschlusskonzert der MeisterschülerInnen statt. Dieses muss in diesem Jahr leider entfallen.

Programme, Eintrittskarten und Abo-Karten zum Piano-Festival gibt es im Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen, Marktplatz 2, Tel. 09852-904 44, kulturamt@feuchtwangen.de.

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