Wachttürme am Raetischen Limes

Dr. Elisabeth Krieger hat Limesforschung aktualisiert

Buchvorstellung im Haus des Gastes mit Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Präsident Prof. Claus Wolf, Landeskonservator Prof. C. Sebastian Sommer, Autorin Dr. Elisabeth Krieger und Dr. Alexander Gramsch von der Römisch-Germanischen Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts. Foto: FR Presse

Alte wie neue Beobachtungen zu den Wachttürmen und Kleinkastellen am Raetischen Limes hat Elisabeth Krieger in ihrer Dissertation vor drei Jahren der Universität Köln vorgelegt. Nun hat die Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts im Rahmen ihrer Monographienreihe den Band 30 vorgelegt, der sich auf die Arbeit der jungen Archäologin bezieht. Ihr Untersuchungsgebiet war der 167 Kilometer lange Limes-Abschnitt von Eining bei Regensburg im Osten bis zum württembergischen Welzheim im Westen.

„Gunzenhausen ist die einzige Stadt am Limes, die vom römischen Grenzwell durchschnitten wird“, sagte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz zur Auswahl der Stadt als Ort der Buchvorstellung im Beisein des bayerischen Landeskonservators Prof. Dr. C. Sebastian Sommer und seines baden-württembergischen Kollegen Prof. Dr. Claus Wolf, des früheren bayerischen Limes-Koordinators Dr. Jürgen Obmann sowie von Matthias Pausch (Limesmuseum Ruffenhofen) und Andrea May (Limes-Koordinatorin Mittelfranken). Die Wertschätzung, die die Stadt Gunzenhausen bei den Limesforschern genießt, tröstet Bürgermeister Fitz darüber hinweg, dass seine Stadt nun schon zum zweiten Mal für das bundesweite Projekt „Limes Welt medial“ nicht berücksichtigt wurde.

Prof. Sommer, heute Präsident der Deutschen Limes-Kommission,  lobte das wissenschaftliche Werk von Dr. Elisabeth Krieger: „Sie stehen in der Nachfolge der Männer, die vor 125 die Deutsche Reichslimeskommission gegründet haben.“  Prof. Claus Wolf, der Präsident des Landesdenkmalamts Baden-Württemberg, äußerte sich beglückt, dass der Limes seit 2005  als Weltkulturerbe stärker in den Blickpunkt der Öffentlichkeit gerückt ist. In das Loblied stimmte auch Dr. Alexander Gramsch (Leiter des Museums Herxheim) ein, der die Römisch-Germanische Kommission des Deutschen Archäologischen Instituts vertrat.

WERNER FALK

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