Früher ein Adelssitz

Aus der Geschichte des Schlosses Cronheim

Von 1670 stammt diese Zeichnung des Schlosses. Das Original befindet sich im Eichstätter Bistumsarchiv. Links die Kirche St. Maria Magdalena.

Das Schloss in Cronheim hat eine wechselvolle Geschichte, die bis in das Jahr 1564 reicht. Damals wurde es erbaut, aber schon kurz vorher war die Hans Georg von Cronheim gestorben, ist also die männliche Linie erloschen. Seine Tochter Barbara und deren Mann Matthias von Leonrod, ein bischöflich-eichstättischer Pfleger von Herrieden,  verkauften es aber schon 1580 an Sebastian Neustetter (gen. Stürmer).

Weitere Besitzer waren danach Friedrich  von Eyb zu Eybburg und Johann Philiipp Fuchs von Bimbach zu Möhren (1626). Nach einem zwischenzeitlichen Verkauf an den Grafen Nikolaus Fugger und dem Eichstätter Bischof Johann Christoph von Westerstetten kam es an den Reichshofrat Graf Johann Heinrich Nothaft, der den Besitz 1661 wiederum an das Hochstift Eichstätt verkaufte. Dann kam das Schloss im Zuge der Säkularisatin an den Kurfürsten Max Josef von Bayern, der im seinem treuen und tüchtigen Minister Montgelas zum Geschenk machte.  Später ging das Areal in den Privatbesitz von Pfarrer Schad über, der es ersteigerte, um es „ungeeigneter Verwendung“ zu entziehen. Weitere private Eigentümer waren danach der Handschuhfabrikant Eugen Wild aus Erlangen und der Schmiedemeister Rachinger. Einen Teil erwarb später Johann Goppelt, dem Max Müller nachfolgte. Dieser konnte den Besitz aber nicht halten, so dass er erneut zwangsversteigert wurde, und zwar an Karl Böhringer (1906).

Im 19. Jahrhundert wurden Teile des Schlosses und des Mauerrings beseitigt. Erhalten geblieben sind die Ringmauer im Osten und Süden sowie einige der einstigen Gebäude und Türme. Sie werden seit Jahrzehnten von der AWO als Therapiezentrum für alkoholkranke Menschen genutzt.

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