MdEP Mortler bei Verpa

CSU-Europaabgeordnete informierte sich vor Ort

MdEP Marlene Mortler und Firmenchef Andre Baumann (im Vordergrund) mit den Besuchern der CSU vor dem Werksgelände in der Industriestraße. Vierter von rechts CSU-Stadtverbandsvorsitzender Manuel Blenk. Foto: Heger

Europaabgeordnete Marlene Mortler besuchte zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Artur Auernhammer, Bezirksrat Hans Popp und einer Delegation des CSU-Ortsverbandes auf Einladung des Ortsverbandsvorsitzenden, Manuel Blenk, und des Gunzenhäuser Werksleiters der Firma, Marco Stenglein, das Gunzenhäuser Werk des Kunststoffbetriebs Verpa Folie Gunzenhausen GmbH. Marlene Mortler war an der Information sehr gelegen, da sie sich über die Kunststoffindustrie noch vor der geplanten Überarbeitung der EU-Verpackungsrichtlinien im kommenden Jahr direkt vor Ort sachkundig machen wollte.
Firmeninhaber André Baumann stellte den Besuchern das mittelständische
Familienunternehmen mit insgesamt 565 Mitarbeitern gerne vor und wurde dabei vom Geschäftsführer Thomas Grebner, dem Werksleiter Marco Stenglein und dem Hauptgeschäftsführer der Industrievereinigung Kunststoff e.V., Dr. Engelmann, unterstützt. Dabei legte er den Schwerpunkt auf die äußerst nachhaltigen, umweltfreundlichen und rohstoffsparenden Projekte seines Unternehmens. Als Markt- und Innovationsführer für dickenreduzierte Polyethylen (PE)-Folien entwickelt Verpa stetig neue innovative Lösungen für die spezifischen Anforderungen
ihrer Kunden. Mit dem Selbstverständnis zur Verantwortung für unsere Umwelt generieren die Produktentwickler überzeugende Ressourcen- und Ökologieschonende Lösungen. Die Verpalin-Produkte sparen jedes Jahr mehr als 40.000 Tonnen Grundstoffmaterial und bieten so einen messbaren Beitrag zur aktiven Nachhaltigkeit sowohl in der wirtschaftlichen als auch ökologischen Gesamtkette.
Verpa baut mit seinen Kunden eigene Recyclingkreisläufe auf, bei denen alte und gebrauchte Folien eingesammelt und in der Firma zu neuem Granulat verarbeitet werden, aus dem dann wieder neue Kunststofffolien entstehen können und unnötiger Abfall vermieden wird. Das Ziel der Firma ist es CO²-neutral zu produzieren. In ihrem Stammwerk in Weidhausen wurde dieses Ziel bereits erreicht und in Gunzenhausen wird der Einsatz dieser CO² neutralen Produktionswege ebenfalls geplant.
Mit der neuen „Verpalin green life“ Produktserie bietet Verpa noch mehr
Nachhaltigkeit durch ihre recycelten und biobasierten Folienlösungen an. Verpa vereinigt dabei die Dickenoptimierung aus der Verpalin-Reihe mit der Verwendung post-consumer Regeneraten, eigenen Wertstoffkreisläufen, die Verwendung nachwachsender Rohstoffe, den Einsatz chemischer Pyrolyse-Aufbereitung, vollständig biologisch abbaubare Folien und abfallvermeidendes Up-Cycling.
Bei der Präsentation und dem nachfolgenden Firmenrundgang zeigten sich die Besucher von der praktischen Umsetzung der Firmenkonzepte beeindruckt. Die Europaabgeordnete sieht das Hauptproblem der europaweiten Verordnungen darin, dass sie in jedem Mitgliedsstaat unterschiedlich ausgelegt werden. Artur Auernhammer sieht in der Kunststoffgewinnung bereits eine Reststoffverwertung und
möchte bis 2030 alle Kunststoffverpackungen mit in den Recyclingkreislauf einleiten.
Für Manuel Blenk ist die Vermeidung von Kunststoff ein Hauptthema in der Politik. Dabei sieht er die Reduzierung des Materialverbrauchs bei Verpa als einen richtigen und wichtigen Weg an. Für André Baumann ist es wichtig das Verhalten der Konsumenten zu verändern. „Wenn man das ganze Jahr über Gurken essen möchte muss man auch akzeptieren, dass diese in Kunststofffolien für den Versand verpackt werden müssen“ stellte er fest. Bei der Bewertung der Kunststoffherstellung darf man nicht allein auf die Produktion sehen, sondern muss den gesamten Umweltkreislauf
betrachten, forderte er. Wer lieber Papiertüten als Kunststoffbeutel benutzt muss sich auch über den erhöhten Wasserverbrauch in der Produktion klar sein. André Baumann wünscht sich dabei von der Europaabgeordneten auch ein europaweites Deponieverbot, um die Abfallmengen in Zukunft weiter zu verringern.
Marlene Mortler bedankte sich bei den Firmenvertretern und dem CSU-Ortsverband für die Besuchsmöglichkeit und sicherte zu, dass sie dabei sehr viele Anregungen und Ansichten kennen lernen durfte die sie gerne in ihrer Arbeit in den europäischen Gremien mit einfließen lassen wird.
KLAUS HEGER


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