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Mehrwert für Streuobst

Brombachseer Äpfel als exklusiven Sherry veredelt

Im Kalbensteinberger Mosthaus ist eine neue Regionalspezialität herangereift. Ab sofort steht der bereits kurzfristig getestete „BergApfel“ abgefüllt zur Verfügung. „Dahinter verbirgt sich eine exklusive Brombachseer Spezialität der neuen Berg-Linie. Denn unter diesem Namen vermarkten sich die hochwertigen Dessertweine aus dem Brombachseer Obstland. Wie bereits der BergKirsch, ist jetzt auch der BergApfel ein Aperitif mit einer angenehm zu genießenden Fruchtsüße. Mit über 12 %  Alkohol gehört er aber nicht nur als Apertif auf den Tisch, sondern bietet sich auch ideal als Party- und Cocktail-Getränk an,“ stellte Evi Zottmann-Reichard als Vorsitzende des Obst- und Gartenbauverein Kalbensteinberg und Umgebung e.V. dieses neue Brombachseer Produkt in der Verkostungsstube des Kalbensteinberger Mosthauses vor. Wie auch der „BergKirsch“ wurde diese Regionalspezialität ebenfalls in der edlen anthrazitfarbenen Schlegelflasche mit dem modernen Drehverschluss abgefüllt. Damit deutet sich aber auch an, dass hier eine Produktreihe unter dem „Berg-Begriff“ entsteht, die mit der hochwertigen Ausstattung, dem kreativen Etikettendesgin und den dazu passenden fränkischen Sherry-Gläsern den Weg nicht nur in die heimische Gastronomie, sondern auch in Vinotheken, Feinkostläden und Geschenk-Boutiquen finden wird.
Der „BergApfel“ ist gemäß Verkehrsbezeichnung ein Apfeldessertwein. Er wird nach dem Sherry-Verfahren exklusiv am Brombachsee hergestellt. Da der Name „Sherry“ aber für den spanischen Trauben-Dessertwein aus einigen wenigen andalusischen Weinorten geschützt ist, wurde das Produkt „BergApfel“ genannt und als „Echt Brombachseer“ geschützt. Er kann dann nach Jahrgang und Apfelsorte – oder auch als Cuvee – abgefüllt und etikettiert werden. Bislang wurde in einer kleinen Testmenge ein 2013er BergApfel abgefüllt, nunmehr erfolgte mit dem 2014er als Cuvee eine ausreichende Vermarktungsmenge.. Weitere Produktdifferenzierungen werden in dieser Berg-Linie in den nächsten Jahren folgen. So befinden bereits eine „BergZwetschge“ und eine „BergQuitte“ testweise im Ausbau und werden in absehbarer Zeit einer Prüfung unterzogen. Damit zeichnet sich ab, dass mit dem Beginn des BergKirsch ein einzigartiges Verwertungspotenzial für die wichtigsten Brombachseer Obstprodukte, den Süßkirschen, den Äpfeln und den Pflaumen erschlossen worden ist.
Mit dem BergApfel steht ein einzigartiges Produkt der Brombachseer Streuobstwiesen zur Verfügung. Es ist dem Obst- und Gartenbauverein ein besonderes Anliegen, die Vielfalt der Veredelungsmöglichkeiten der Streuobstprodukte aufzuzeigen, um damit zu einer neuen Wertschöpfung für diese Hochstamm-Kultur beizutragen. Außerdem möchten wir damit aktiv an der Erhaltung und Weiterentwicklung unseres von diesen eindrucksvollen Baumgestalten charakterisierten Landschaftsbilds mitwirken.
Während das Kalchreuther Kirschenprojekt des Bund Naturschutz wirtschaftlich keine Rolle spielt, soll die Sicherung der alten Sorten am Brombachsee auch zu einer deutlichen regionalen Wertschöpfung führen. Und natürlich ist dies auch nur in der Kombination mit dem Streuobst-Apfelsaft , dem noch viel zu wenig gewürdigten Apfelmost und natürlich auch den Apfel-Bränden zu verstehen. Nur wenn es uns wieder gelingt, aus unseren Streuobstwiesen die gesamte Palette der handwerklichen Veredelungsprodukte hier in der Region zu etablieren, können wir mit ihnen und ihrer Qualität auch einen wirksamen Beitrag zum Regionalmarketing leisten, das durch die Manufaktur „Echt Brombachseer“ koordiniert wird. Dazu gehören dann aber auch so kreative Produkte wie die „Brombachseer Kirschtorte“, der Brombachseer Kirsch-Sirup oder der für den Winter geplante Brombachseer „Kirsch-Glühmost“.
Die große Beachtung, welche der „Brombachseer BergApfel“ bereits im März diesen Jahres auf der internationalen Messe „Apfelwein weltweit“ in Frankfurt (Main) erfahren hat, wo er erstmals – allerdings nur einer Fach-Öffentlichkeit – vorgestellt wurde, ermuntert den Obst- und Gartenbauverein Kalbensteinberg als Produzent und die Manufaktur „Echt Brombachseer“ als Marketing- und Vertriebsorganisation zu einer optimistischen Zukunftsperspektive.
Mit der „Brombachseer Kirsch-Schokolade“ wurde jetzt testweise ein weiteres Produkt am Markt positioniert. Diese mit „Echt Brombachseer-Kirschqualität“ hergestellte weitere neue Spezialität zeigt, welche interessanten Wege demnächst noch beschritten werden, um noch mehr Aufmerksamkeit interessierter Verbraucher und Besucher auf das Brombachseer Obstland zu lenken.

ASP AUTOMATION GmbH öffnete ihre Türen

Landrat besuchte Treuchtlinger Unternehmen

Nachdem die Firma vor Kurzem den Umzug in das Treuchtlinger Gewerbegebiet vollzog und diesen gebührend feierte, konnte sich Landrat Gerhard Wägemann bei einem Unternehmensbesuch von den Qualitäten des Betriebs überzeugen. Die beiden Inhaber Werner und Christina Schramm empfingen die Abordnung des Landratsamtes und führten diese sogleich in die neu erbaute Fertigungshalle. Der Neubau war dringend nötig geworden, denn die alten Betriebsräume in Langenaltheim boten nur ein Viertel des Platzes für Fertigung und Logistik. Dieser wegweisende Schritt in der Geschichte des Unternehmens wurde mit einer großen Einweihungsveranstaltung vor wenigen Wochen bereits ausgiebig gefeiert, weshalb zahlreiche Besucher und Freunde aus Nah und Fern nach Treuchtlingen kamen. Der Name „ASP AUTOMATION GmbH“ steht für Sondermaschinen, die speziell nach den Wünschen der Kunden projektiert und konstruiert werden. In diesem Bereich bietet das Unternehmen Lösungen für individuelle Fördersysteme, Schutzzäune sowie Anlagen zur Automatisierung der Fertigungsabläufe der Kunden. Zum Leistungsspektrum gehören jedoch ebenso CNC-Fräsarbeiten oder das Schneiden per Wasserstrahl.

Christina Schramm, Geschäftsführer Werner Schramm, Landrat Gerhard Wägemann

Christina Schramm, Geschäftsführer Werner Schramm, Landrat Gerhard Wägemann

Während seiner Zeit in Festanstellung bei namhaften Betrieben im Automobilbereich erkannte Werner Schramm, dass der Bedarf nach individuellen und perfekt angepassten Sondermaschinen immer größer wurde. Diese Erkenntnis sowie seine eigenen Fähigkeiten machte er sich im Jahr 2004 zu Nutze und gründete sein eigenes Unternehmen. Zu dieser Zeit entstanden die oftmals aufwendigen Konstruktionen noch auf dem Papier, bevor im weiteren  Verlauf die erste CAD-Lizenz angeschafft wurde. „Ein Profil, auf dem bis heute die Spezialmaschinen aufgebaut sind, habe ich damals noch auf dem Wohnzimmertisch entworfen!“, erklärte Schramm lächelnd. Heute werden die bis ins Detail digital konstruierten Bauteile maschinell über ein hochmodernes Fräsprogramm hergestellt.
Zum Kundenstamm gehören zahlreiche Betriebe innerhalb der Region Altmühlfranken, die z.B. aus dem Kunststoff- oder Maschinenbaubereich kommen. Hierbei versucht ASP immer die passende Lösung zu finden, so haben neben kleineren Apparaten auch schon mehrstöckige Maschinenkomplexe die Werkshallen verlassen. Einen hohen Stellenwert hat für das Unternehmen auch die Zusammenarbeit mit regionalen Partnern, so werden die Profile für den Maschinenbau von einem großen Aluminiumunternehmen aus Weißenburg geliefert.
Für den Erfolg sind laut Geschäftsführer Schramm vor allem die qualifizierten Mitarbeiter verantwortlich. Neben zwei Azubis, die die Berufe Industriemechaniker und Technischer Produktdesigner erlernen, sorgen acht Angestellte für einen reibungslosen Geschäftsbetrieb. Die familiäre Atmosphäre wird unter anderem durch das gewollt offene Raumkonzept der Büros deutlich, sodass die eine oder andere Idee bereits bei einem Kaffee in der Sitzecke entstanden ist. „Gerade bei kleineren Betrieben bewundere ich solch große Schritte wie einen kompletten Neubau sehr!“, betonte Landrat Wägemann zum Abschluss seines Unternehmensbesuchs. Nach dem Beginn der Selbstständigkeit in einem Nebengebäude der Garage, der stetigen Erweiterung bis hin zum heutigen Werksgelände an der Heusteige, einen ebenso erfolgreichen Weg wünschte Wägemann für die Zukunft

Die Kirschen halten hof

Brombachseer KirschHoffest erlebt Neuauflage

Nach dem sehr erfolgreichen Auftakt mit dem KirschHofFest in Großweingarten und Kalbensteinberg im Jahre 2014, laden die beiden Bürgermeister Udo Weingart und Helmut Schmaußer nun zum 2.KirschHofFest am Sonntag 5. Juli 2015 in die beiden bekannten Kirschendörfer ein. Mit nahezu 80 geöffneten Höfen hat sich deren Zahl um stolze 35 % gegenüber dem letzten Jahr erhöht, ein Beweis dafür, dass dieses charmante Kirschernte-Fest nicht nur bei den Gästen und Besuchern, sondern auch bei den Kirschenbauern angekommen ist. „Wir sind stolz darauf, dass wir mit dem KirschHofFest ein weit über die Grenzen der Brombachseer Obstregion hinaus reichendes attraktives Erlebnisangebot geschaffen haben. Damit erfahren auch unsere Bemühungen eine bemerkenswerte Bestätigung, die Region am Brombachsee unverwechselbar auch mit unseren Kirschen in Verbindung zu setzen.

Das Kirchhoffest in Kalbensteinberg und Großweingarten  finden die Bürgermeister Schmaußer, Weingart (rechts) und Mdl Westphal sowie die Kirschenkönigin gut.

Das Kirchhoffest in Kalbensteinberg und Großweingarten finden die Bürgermeister Schmaußer, Weingart (rechts) und Mdl Westphal sowie die Kirschenkönigin gut.

Pünktlich um 10 Uhr werden parallel in Großweingarten und Kalbensteinberg öffnen die Höfe ihre Tore und laden zum Besuch, zum Staunen und Bewundern, zum Verkosten und Genießen sowie zur Mitnahme der unzähligen Brombachseer Kirschspezialitäten ein. Ein wiederum kostenloser Bus-Shuttle zwischen Großweingarten und Kalbensteinberg befördert die Gäste im Stundentakt zwischen den beiden Standorten, so dass alle ohne großen Aufwand das Angebot aller Höfe in vollem Umfang genießen können. Auch ein Halt am Kirschgarten Volkerts kurz vor Kalbensteinberg ist eingeplant, nachdem dieser Kirschgarten mit seinen Hochstämmen und alten Sorten erstmals dabei ist und Führungen sowie Kirschspezialitäten anbietet. Ein ausreichendes und gut ausgeschildertes Parkplatzangebot rund um beide Orte sichert zudem einen reibungslosen Ablauf und vermeidet Ärger mit Anwohnern zugeparkter Einfahrten. Für Kinder stehen abwechslungsreiche Angebote in mehreren Höfen beider Orte zum kurzweiligen Verbleib zur Verfügung. Und Musikgruppen ziehen durch die Höfe in beiden Kirschdörfern, um für Unterhaltung und gute Stimmung beizutragen. Mit der Nutzung der Höfe verbindet sich natürlich auch die Perspektive, dass selbst bei einem – nicht erwarteten – Regenschauer die Besucher des KirschHofFestes weiterhin mit guter Laune die Brombachseer Kirschspezialitäten genießen können.

Natürlich fehlen auch nicht die Kirschspezialitäten anderer deutscher oder europäischer Kirschregionen, denn das KirschHofFest hat sich längst zu einer Spezialitätenmeile der Kirschenkultur gemausert. Es geht natürlich auch darum, dass aus den im Brombachseer Kirschenland noch vielfältig vorhandenen Hochstämmen und Streuobstwiesen mit ihren zahlreichen alten Kirschsorten eine möglichst hohe Wertschöpfung erzielt werden kann. Denn nur wenn auch diese alten Sorten wieder eine sich wirtschaftlich tragende Verwertung finden, können die das Landschaftsbild so einmalig charakterisierenden Kirschen-Hochstämme dauerhaft erhalten bleiben. Und damit sichert diese jetzt zunehmend wieder einsetzende Veredelung gerade der alten Sorten auch eine hochattraktive Freizeit- und Urlaubslandschaft.

Mit der Manufaktur „Echt Brombachseer“ haben die beiden Kommunen und die Obst- und Gartenbauvereine bzw. die Heimat- und Verkehrsvereine auch eine Struktur geschaffen, mit der das Brombachseer Kirschenland – auch außerhalb der Kirschernte – beständig in das Bewusstsein der Verbraucher gerückt wird. Mit einer breiten Palette von verfügbaren Marketingartikel können die Kirschbauern oder die Gastronomie bzw. der Kirschprodukte führende Handel auf diese verkaufsfördernden Artikel zurückgreifen, um den Wiedererkennungswertes von „Echt Brombachseer – Frankens frische Früchtchen“ zu befördern und hoch zu halten (www.echtbrombchseer.de ). Das alljährlich am ersten Juli-Sonntag von der Marktgemeinde Absberg und der Stadt Spalt vorgesehene KirschHofFest ist dafür eine hervorragende Plattform.
Weitere Auskünfte: Manufaktur Echt Brombachseer eG, Dieter Popp, Kalbensteinberg 122, 91270 Absberg, info@echtbrombachseer.de, www.echtbrombachseer.de

100 Jahre Dienst am Kind

Jubiläum ist am 18. Juni im Familienzentrum Sonnenhof

Hoehe 001Was fällt den Menschen beim Namen Gunzenhausen ein? Gewiss der Altmühlsee und das Fränkische Seenland. Die evangelischen Christen verbinden damit aber vor allem das Diakonissenmutterhaus Hensoltshöhe mit all seinen diakonischen Einrichtungen in der Stadt. Seit 100 Jahren gibt es den Kindergarten, der vom Mutterhaus auch als Hort betrieben wird. Generationen von Gunzenhäuser Kindern haben ihn besucht.

Am 18. Juni wird der Anlass offiziell mit einer Reihe von geladenen Gästen gefeiert, und zwar im  Familienzentrum Sonnenhof, dem neuen Begegnungs- und Erfahrungsort für Familien aus der ganzen Region. „Geschichte schreiben, Zukunft gestalten!“ Das ist das Motto des Jubiläums. Die Gäste werden durch die Geschichte der Pädagogik geführt. Das Programm beginnt um 18.30 Uhr mit einem Empfang, an dem Landrat Gerhard Wägemann, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, DGD-Direktor Dr. Joachim Drechsel,  und Rektor Dr. Eberhard Hahn sprechen werden. Das Impulsreferat hält Prof. Dr. Roswitha Sommer-Himmel von der Evangelischen Hochschule Nürnberg zum Thema „Das Kind im Fokus – Bildung und Betreuuung im Wandel“.

Die interessierte Öffentlichkeit ist am Sonntag, 21. Juni, zu einem Tag der offenen Tür geladen. Ab 10.30 Uhr ist im Bethelsaal der Hensoltshöhe ein buntes Programm geboten: Theater, Kinderschminken, die Buttonmaschine arbeitet, die Fotostation ebenfalls, Sonnenblumenverkauf, Ponyreiten auf Alpakas.

Stein-Netzwerk in Altmühlfranken

Kompetenzen werden gebündelt

Mit dem Stein-Netzwerk Altmühlfranken wollen die Natursteinbetriebe der Region, die Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen und Eichstätt sowie die Kommunen der SteinReichen5 (Langenaltheim, Mörnsheim, Pappenheim, Solnhofen, Treuchtlingen) die vorhandenen Kompetenzen in der Natursteinindustrie bündeln und durch die Vernetzung eine verbesserte Zusammenarbeit erreichen.

Reihe 1 v.l.n.r.: Landrat Anton Knapp / Landkreis Eichstätt, Landrat Gerhard Wägemann / Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Stellv. Landrat Robert Westphal / Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, 1. Bürgermeister Werner Baum / Stadt Treuchtlingen, Sabine Unterlandstaettner / Zukunftsinitiative altmühlfranken Wirtschaftsförderung

Reihe 1 v.l.n.r.:
Landrat Anton Knapp / Landkreis Eichstätt, Landrat Gerhard Wägemann / Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, Stellv. Landrat Robert Westphal / Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, 1. Bürgermeister Werner Baum / Stadt Treuchtlingen, Sabine Unterlandstaettner / Zukunftsinitiative altmühlfranken Wirtschaftsförderung

Im Jahr 2010 wurde mit dem sogenannten „k-messwerk“ im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen ein Netzwerk von verschiedenen Kunststoffunternehmen und Weiterbildungsorganisationen gegründet mit dem Ziel einer kooperativen Zusammenarbeit. Mittlerweile hat sich das Netzwerk erfolgreich etabliert, sodass derzeit 13 Unternehmen und Organisationen beteiligt sind.
Eine weitere Schwerpunktbranche der Region ist die Steinindustrie, die mit ihren einzigartigen Natursteinprodukten weltbekannt ist. Durch die einmalige Beschaffenheit von Solnhofener Naturstein und Jura-Kalkstein werden die Produkte auf der ganzen Welt in Gebäuden verwendet, sei es als Bodenbelag im Innenbereich oder auch als Fassadenverkleidung.
In den vergangenen Monaten reifte bei den verantwortlichen Akteuren die Idee heran, auch in der Steinbranche ein ähnliches Netzwerk wie im Kunststoff aufzubauen. Die Vorbereitungsphase begann im Frühjahr 2014. Es folgten Abstimmungsgespräche und Workshops zur Ausarbeitung von gemeinsamen Zielen und Interessen. An diesen nahmen neben Landrat Gerhard Wägemann und seinem Eichstätter Amtskollegen Anton Knapp Vertreter von Natursteinunternehmen aus beiden Landkreisen teil. Ebenso beteiligen sich auch die Bürgermeister der Gemeinden um die „SteinReichen5“ an diesem Projekt. Begleitet wurde dieser Prozess von der Wirtschaftsförderung der beiden Landkreise und der Bayern Innovativ GmbH, welche sich bereits um das Netzwerkmanagement des „k-messwerk“ kümmert.
Mit sechs Unternehmen aus der Natursteinbrache beider Landkreise startete das Netzwerk bei seiner Gründungsveranstaltung am 21. Mai. 2015 Zusätzlich sind die fünf Kommunen um die „SteinReichen5“ sowie die Landkreise Weißenburg-Gunzenhausen und Eichstätt als assoziierte Netzwerkpartner mit an Bord, um den Aufbau und die Entwicklung des Projektes zu unterstützen.
Landrat Gerhard Wägemann freut sich, dass mit der Gründung des Netzwerks eine Bewegung in der Natursteinbranche erfolgt. „Nach den sehr positiven Erfahrungen mit k-messwerk erhoffen wir uns natürlich einen ebenso erfolgreichen Verlauf bei den Natursteinunternehmen. Unternehmen profitieren immer von einer gemeinsamen Zusammenarbeit.“, so Landrat Gerhard Wägemann.
Landrat Anton Knapp ergänzt: „Das Miteinander und Füreinander von Unternehmen und Kommunen ist eine wichtige Grundlage des Stein-Netzwerkes Altmühlfranken.“
Die Gründungsmitglieder wollen bei ihrem nächsten Treffen gemeinsame Startprojekte planen.

Das Berliner Umland kennenlernen

Neues Reisebuch im Verlag   erschienen

Nicht nur unsere Hauptstadt bietet Besuchern einmalige Lokalitäten und besondere Orte, auch das Berliner
Umland lohnt einen Aufenthalt. Mit dem Reisebuch „Eine perfekte Woche im Berliner Umland“ sind die schönsten Ausflugsziele, die besten Übernachtungsmöglichkeiten und einmalig gute Restaurantempfehlungen auch schon gefunden – ganz nach dem Motto: Nicht lange suchen, sondern einfach einen Lieblingsplatz nach dem anderen in vollen Zügen genießen. Kleine Kanäle und romantische Seen? Dichte Wälder in der Nähe der Hauptstadt? Viele Jahre war der Großteil
der Berliner isoliert von der sie umgebenden Landschaft.

„Eine perfekte Woche im Berliner Umland“ zeigt, was es alles zu entdecken gibt. Der Reise-(Ver-) Führer bietet mehr als 30 Lieblingsadressen für ländliche Restaurants, ruhige Unterkünfte, gemütliche Cafés und Bars sowie viele Tipps zu weiteren Plätzen, die man sich nicht entgehen lassen sollte. Das Antiquitätenparadies „Kornspeicher Neumühle“, einst tatsächlich Lagerort für Getreide, lässt mit alten Bauernschränken, Seeräubertruhen, antiken Flügeln und Kristall der 20er-Jahre die Herzen höher schlagen. Zur Stärkung sollte mananschließend im Gasthaus „Zum grünen Strand der Spree“ einkehren: Hier kommt man in den Genuss sorbischer Spezialitäten und des selbstgebrauten Biers, das im schönen Biergarten direkt am Wasser noch besser schmeckt. Ein barockes Wunderwerk bietet sich auf „Gut Rensow“: Wer sich einmal wie ein Adliger vergangener Jahrhunderte fühlen möchte, ist in den Gästeunterkünften des eleganten Gutshauses bestens aufgehoben. Wohltaten für die Seele kann man sich im „Hotel zur Bleiche“ gönnen – Saunen, Dampfbäder, Dufträume und Pools lassen den Alltag einfach abfallen.

Typisch für die Reisebuchreihe „Eine perfekte Woche“ sind die charmanten Texte, die stimmungsvollen Fotografien, typische Rezepte der Urlaubsregion, interessantes Hintergrundwissen zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, Interviews von lokalen Persönlichkeiten und Platz für eigene Notizen. „Eine perfekte Woche im Berliner Umland“ ist mehr als nur ein Guide. Das Allround-Talent ist ein zuverlässiger Tipp-Geber und Foto- und Erinnerungsalbum in einem. Für alle, die das Besondere entdecken wollen!

Weitere Titel aus der Serie

Weitere perfekte Wochen – die Reihe, um genaudie Dinge zu finden, die das Flair einer Region ausmachen: Amalfiküste, Andalusien, Apulien, Mallorca, Sizilien, Bayerisches Alpenvorland, Cornwall, Côte d’Azur, Gardasee, Ibiza, Kalifornien, Marrakesch, Provence, Salzburger Land, Südtirol, Tessin, Toskana und Umbrien.
Bei der Süddeutschen Zeitung Edition erscheinen ausgewählte Bücher aus allen Themenfeldern, die für die Allgemeinheit von Belang sind und die Menschen bewegen. Das Verlagsprogramm reicht von Belletristik und besonderen Geschenkbüchern über Reisetitel und Kinder- und Jugendliteratur bis zu Ratgebern und Büchern für Sportliebhaber. Auch DVDs, Spiele und Geschenkartikel sind fester Bestandteil des Programms. So unterschiedlich die Inhalte der zahlreichen Publikationen auch sind, sie folgen doch einem gemeinsamen Leitgedanken: Entdecke das Besondere!

„Eine perfekte Woche im Berliner Umland“ ist im Buchhandel und im  sz-shop erhältlich (www.sz-shop.de), Klappenbroschur, 240 Seiten vierfarbig, Format: 12,5 x 18,5 cm,  16,90 Euro, ISBN 978-3-86497-285-0

20 haben gewonnen

Gewinnspiel „Messe Altmühlfranken 2015“

GewinnerLRA

Landrat Gerhard Wägemann (rechts) mit den Gewinnern des ZIA-Gewinnspiels.

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hatte an seinem Stand auf der „Messe Altmühlfranken 2015“ in Gunzenhausen die Besucher über seine Aufgaben und Dienstleistungen informiert. Mit einem aufmerksamen Rundgang durch die Messehalle konnten die Besucher auch drei Fragen rund um Altmühlfranken beantworten und an einem Gewinnspiel der Zukunftsinitiative „altmühlfranken“ teilnehmen.
Über 300 Besucher nutzten diese Chance und machten mit. 20 von Ihnen wurden für dieses Wissen nun belohnt. Sie wurden als glückliche Gewinner gezogen und in das Landratsamt nach Weißenburg zur Gewinnübergabe eingeladen.

Landrat Gerhard Wägemann überreichte persönlich den Glückspilzen Ihre Gewinne. Die Freude in den Gesichtern war groß als Gutscheine für ein Kilogramm altmühlfränkische Bratwurst, regionale Getränke aus Streuobst bzw. Wasser, Malz, Hopfen und Hefe oder informative Lektüre zum Entdecken der Region überreicht wurden. Die Gewinne wurden dabei von der Zukunftsinitiative  sowie regionalen Messeausstellern zur Verfügung gestellt, darunter der  Felsenbräu aus Thalmannsfeld,  der Fürstliche Brauerei aus Ellingen und der „Hechtbräu“ aus Zimmern, die Metzgerei „Storchenfischer“ aus Gunzenhausen und die Manufakturen „Echt Brombachseer“ und „Gelbe Bürg“.

Infomobil des Naturparks wirbt

Werbetour-NPA-2015-MaiDas Infomobil des Naturpark Altmühltal unterwegs: Der Neumarkt in Chemnitz (im Bild) und das Salzgäßchen in Leipzig waren die ersten Stationen der diesjährigen Werbetour – bei schönstem Wetter stießen die Angebote der Region auf großes Interesse. Noch bis zum 22. Mai werben die Naturpark-Touristiker außerdem in Gera, Eisenach und Fulda um Urlaubsgäste. Foto: Martin Kahl

Gedanken zur „Marke Gunzenhausen“

Mein Vorschlag: Gunzenhausen. Leben am See.

Eine Marke kann sich nicht an austauschbaren Faktoren wie „herrliche Landschaft mit grünen Wäldern und saftigen Wiesen“, Schulen, Bädern, Verkehrseinrichtungen etc. orientieren. Sie werden als selbstverständlich empfunden – und sind es wohl auch, weil sie zum Pflichtprogramm einer Stadt und Region gehören.Schrenk Prospekt 3872x2592-001
Wenn wir die „Marke Gunzenhausen“ definieren wollen, dann müssen wir zunächst einmal sehen, wo die Stadt ein Alleinstellungsmerkmal vorweisen kann. Für Gunzenhausen ist dies unzweifelhaft die Nähe zum Altmühlsee und die zentrale Lage zwischen dem Altmühl- und Brombachsee. Gunzenhausen liegt an einem See von respektabler Größe. Das ist ein Novum in ganz Nordbayern, Nordwürttemberg und Nordbaden. Diesen Umstand gilt es zu nutzen und werblich auszuschlachten. Ich erwarte, dass dies auch von den Leuten so gewichtet wird, die für den Tourismus in unserer Stadt verantwortlich tätig sind. Deshalb hätte ich es für angemessen gehalten, der Stadtrat wäre meinem Vorschlag gefolgt und hätte den Namenszusatz „am See“ beantragt. Nachdem das aber nicht geschehen ist, gibt es jetzt im Zuge der Diskussion um die „Marke Gunzenhausen“ erneut Gelegenheit, sich darüber Gedanken zu machen, wie sich Gunzenhausen akzentuieren kann. Meines Erachtens bleibt nur ein Aspekt: die Lage am See als markantes Profil.
„Die Wirtschaft“ in ihrer Pauschalität kann es sicher nicht sein, denn wir haben in Gunzenhausen keine branchenspezifische Industrie und auch kein exemplarisches Handwerk, so dass wir daraus eine Marke entwickeln könnten (Beispiele: „Goldschlägerstadt“ Schwabach, adidas und puma als Synonyme für Herzogenaurach). Wenn es einen Betrieb gegeben hat, der für Gunzenhausen eine Ausstrahlung hatte, dann war dies wohl Loos, aber Bosch ist keine lokale oder regionale Marke. Die INA ist ebenfalls ein weltweit tätiges Unternehmen und bietet von daher keinen Ansatz für einen lokalen Bezug. Andere Wirtschaftsunternehmen, die imagetragend sein könnten, gibt es nicht.
Das Image Gunzenhausen ist noch eher beeinflusst von den Gesundheitseinrichtungen „Altmühlseeklinik“ der Hensoltshöhe und „Seenlandklinik Lindenhof“ der Arbeiterwohlfahrt, wobei mir die neue Titulierung „Klinik“ doch etwas hochgegriffen erscheint, zumal gemeinhin mit einer Klinik weitreichendere medizinische Dienstleistungen verbunden werden. Will man auf sie imagebildend bauen, dann muss man von einem dauerhaften Bestand dieser Einrichtungen ausgehen können.
Für die Imagebildung der Stadt schlage ich den neuen Slogan „Gunzenhausen. Leben am See.“ vor. Er ist meines Erachtens umfassend und schließt keinen Bereich aus, auch nicht die „die Wirtschaft“. Ich halte es deshalb für angebracht, ihn in die Überlegungen um eine Markenstrategie Gunzenhausens einzubeziehen. Die Einbindung der Bürger Gunzenhausens in den Markenfindungsprozess finde ich gut. Es sollten aber auch die Grafikdesigner in der Region einbezogen werden, wenn es gilt, ein neues Logo zu konzipieren.

Werner Falk, Stadtrat der FDP

Erfolgreiche Bilanz der Zukunftscoaches der Metropolregion Nürnberg

Konferenz zum Ende der ersten Förderperiode in Weißenburg

Bei strahlendem Kaiserwetter fand die Bilanz-Konferenz der Zukunftscoaches der Metropolregion Nürnberg im Sitzungssaal des Landratsamtes in Weißenburg statt. Neben Landrat Armin Kroder (Ratsvorsitzender der Metropolregion Nürnberg), Landrat Gerhard Wägemann (Sprecher der Zukunftscoaches), Dr. Christa Standecker (Geschäftsführerin der Metropolregion Nürnberg) und Georg Moser (Referatsleiter für den ESF-Bayern) waren fast alle Zukunftscoaches sowie weitere Ratsmitglieder der Metropolregion der Einladung nach Weißenburg gefolgt.

Konferenz zum Ende der ersten Förderperiode in Weißenburg

Konferenz zum Ende der ersten Förderperiode in Weißenburg

Die 16 Vor-Ort-Zukunftscoaches in den vor allem ländlichen Bereichen der Metropolregion Nürnberg können nach ca. zweieinhalb Jahren ihres Wirkens eine stolze Bilanz vorweisen: Über 250 Projekte und Maßnahmen wurden initiiert und umgesetzt, um dem demographischen Wandel entgegenzuwirken. Viele davon wurden über das Netzwerk der Zukunftscoaches in die Breite gebracht, z.B. die Berufe-Tour sowie der Talentpool, die im Rahmen der Konferenz vorgestellt wurden.

So zielt die Berufe-Tour darauf ab, den Schülerinnen und Schülern einer Region die örtlichen Betriebe näher zu bringen, und zwar nicht nur die „bekannten Großen“, sondern auch die „kleinen Feinen“. Die Schüler werden mit Bussen zu den Unternehmen gebracht und erfahren dort Einblicke in die Arbeitswelt vor Ort. Mehrere Betriebe aneinandergereiht ergeben eine Tour, wobei die Teilnehmer vorab nicht wissen, in welche Betriebe sie fahren.

Der Talentpool „cleverheads“ Oberfranken plus ist eine Datenbank, in welcher sich die beteiligten Unternehmen Bewerberinnen und Bewerber, die sich zwar gut präsentierten oder hervorragend qualifiziert sind, aber bei der Einstellung nicht zum Zuge kamen, gegenseitig empfehlen. Somit soll kein Talent der Region verloren gehen.

Dies ist insbesondere bei dem stetig steigenden Mangel an Arbeits- und Fachkräften notwendig. Eine Auswertung des Instituts für Arbeitsmarkt- und Berufsforschung (IAB) hat ergeben, dass bereits im Jahre 2013 aus Mangel an Bewerbern 19.000 Arbeitsplätze in der Metropolregion Nürnberg nicht besetzt werden konnten. Nach Prognosen des IHK-Fachkräftemonitors werden im Jahr 2020 rund 90.000 Fachkräfte fehlen.

Die veränderten Rahmenbedingungen in der ESF-Förderung der kommenden Förderperiode ziehen es nun leider nach sich, dass lediglich 5 der bisher 16 Zukunftscoaches auch Zukunftscoaches bleiben. Die meisten anderen werden in veränderten Positionen oder mit neuen Fördertöpfen an ihren bisherigen Maßnahmepaketen weiterarbeiten.

So auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, wo eine Stelle „Bildung & Familie“ mit Mitteln des Regionalmanagements gefördert wird und auch Mittel aus dem Förderprogramm „Bildung integriert“ zum Zuge kommen. So können die bisherigen Schwerpunktthemen Bildung, Familienfreundlichkeit sowie Willkommenskultur unverändert fortgeführt werden.

Kathrin Kimmich, Leiterin der Zukunftsinitiative altmühlfranken, die bis Ende 2014 die Funktion „Zukunftscoach“ im Landkreis innehatte, hierzu: „Unsere Projekte sind auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Viele unserer Projekte hätten wir mit den neuen formalen Anforderungen der ESF-Förderung so nicht weiterführen können. Daher wird sich der Landkreis nicht weiter am Förderprogramm beteiligen“.

Landrat Gerhard Wägemann zeigte sich zunächst sehr angetan von der Tatsache, dass die Konferenz der Europäischen Metropolregion Nürnberg (EMN) im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen abgehalten wurde. „Das ist ein sehr schönes Zeichen für die Stadt-Umland-Partnerschaft der Metropolregion Nürnberg.“ Insgesamt bedauert Wägemann allerdings, dass durch die Änderungen bzw. Anforderungen im ESF-Bayern nicht alle Zukunftscoaches so weitermachen können wie bisher. „Dennoch“, meinte er, „sind sich alle einig, dass das Netzwerk als solches bestehen bleiben wird, egal ob mit ESF-Förderung oder ohne.“