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Bezzelhaus wird saniert

3,1 Millionen Euro werden bis 2024 verbaut

Der Anbau des Hauptgebäudes ist bereits abgerissen worden, um einem Neubau Platz zu machen. Rechts ist das imposante Gebäude der Polizeiinspektion Gunzenhausen zu erkennen, das eines der schönsten Polizeidienststellen in Bayern gilt. Foto: Fal

Das „Bezzelhaus“ ist in Gunzenhausen ein fester Begriff. 1855 hat es kein Geringerer als Johann Hinrich Wichern, der große evangelische Sozialreformer, bauen lassen und seit 1930 trägt es den Namen des einstigen Landesbischofs Hermann von Bezzel, dessen Spuren nach Wald führen, wo sein Vater als Pfarrer tätig war. Das Hauptgebäude wird vollständig saniert, der Anbau ist in den letzten Tagen abgerissen worden und wird neu gebaut, weshalb 16 junge Menschen, die dort bisher ihren Wohnraum hatten, in andere Quartiere in der Stadt ausweichen müssen.

Im Kinder- und Jugendheim sind derzeit 50 junge Menschen, die von 90 Mitarbeitern (in Teil- und Vollzeit) betreut werden. Die Jugendlichen mit psychotraumatischen Belastungen und vielen anderen Problemen kommen aus allen Gegenden des Landes auf Veranlassung der jeweiligen Jugendämter nach Gunzenhausen. Ziel ist die Rückführung in die Familien, was aber in den seltensten Fällen gelingt.

Gebaut wird an allen Ecken

Gunzenhausen ist für Investoren ein gutes Pflaster

Zehn Wohneinheiten entstehen hier. Gebaut werden sie von der CL Bauprojekt Wolframs-Eschenbach. Im Hintergrund rechts die alte Mälzerei Probach, die im nächsten Jahr restlos beseitigt wird, um Platz zu machen für einen weiteren Neubau. Foto: Falk

Das „Betongeld“ gilt als stabil und so darf es nicht wundern, dass noch dazu bei günstigen Zinskonditionen der Wohnungsmarkt boomt – jedenfalls in Gunzenhausen.  Bei der Standortabwägung  ziehen die Investoren das Zentrum des Fränkischen Seenlands vor. Die Wohnungen in der Stadt sind attraktiv und mit jedem Projekt, das entsteht, werden sie es noch mehr.

Über das Projekt von Patrick Bosch (Bauträger und Immobilien in Gunzenhausen), das in der Zufuhrstraße realisiert wird, hat der Falk-Report schon berichtet. Dort entstehen zwei Gebäudekomplexe mit 45 Wohneinheitenin einer zentralen Lage, denn der Weg  in die Innenstadt ist nah, der Busparkplatz ist gleich um die Ecke und der Bahnhof ebenfalls.

Der letzte Rest der Mälzerei wird im nächsten Jahr beseitigt. Es ist geplant, dass dort die Firma Holzbau-Stark aus Auhausen einen großen Komplex mit Einfamilien- und Mehrfamilienhäusern in Holzrahmenbauweise erstellt.

Es gibt aktuell  noch zwei große Baustellen. In der Ansbacher Straße (hinter dem „Leuchtturm“, jetzt Cillys Restaurant) baut die CL-Bauprojekt GmbH von Radek Cevek aus Wolframs-Eschenbach auf einem 2700-Quadratmeter-Grundstück ein Gebäude mit 10 Wohnungen von 95 bis 140 Quadratmetern. Die Planung obliegt Christine Obenhofer, der Ehefrau des Bauherrn, die in der Wolframstadt ein Planungsbüro unterhält.  Die Fundamentplatte ist bereits fertig, nach der Sommerpause, die auch den Bauhandwerkern zusteht, geht es los mit dem Rohbau. Die Fertigstellung ist Ende 2022 geplant. Der Verkauf hat begonnen (Telefon 0170/3429771).

In der gleichen Straße will im nächsten Jahr die Firma Holzbau-Stark aus Auhausen eine Reihe von Einfamilien- und Mehrfamilienhäuser auf dem Grundstück der einstigen Mälzerei Probach in Holzrahmenbauweise (Beispiel: Gebäudekomplex in der Albert-Schweitzer-Straße) erstellen. Zuvor müssen allerdings noch die restlichen Teile der Mälzerei abgerissen werden (links).

Der wird das alte Verwaltungsgebäude der Mälzerei von der Firma Ecoline so umgebaut, dass es für sechs Familien Wohnraum bietet.

Ebenfalls in der Ansbacher Straße (ganz oben an der Bahnlinie) baut die Firma Ecoline- Holzsystembau aus München-Haar das ehemalige Verwaltungsgebäude der Mälzerei um. Derzeit laufen die Arbeiten. Das Dachgeschoss ist abgetragen worden wird nach den neuesten Erkenntnissen des energiesparenden Bauens saniert. Die Firma von Geschäftsführer Jürgen Schröder ist für ökologisches und nachhaltiges Bauen bekannt und hat 2020 den „Best of Houzz“ für Kundenzufriedenheit bekommen. Schröder errichtet an diesem Standort sechs Wohneinheiten, die schon 2023 vermietet werden können. Interessenten können sich an den Bauherrn wenden (089/62271800 oder info@ecoline-holzsytembau.de).  

Der Bauherr hat ein Faible für Gunzenhausen, denn er baut in der Weißenburger Straße 56 für sich und sein Unternehmen ein Geschäftshaus mit 270 Quadratmetern (gegenüber Radsport-Gruber).  Die Bodenplatte steht bereits, in den nächsten Wochen geht es weiter.

Noch nicht geöffnet

Neuen Recyclinghof in Gunzenhausen noch nicht bezogen

Die offizielle Einweihung des neuen Recyclinghofs war bereits. Jetzt waren alle auf die Betriebsaufnahme. Foto: Falk

Die Abfallwirtschaft des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen weist darauf hin, dass der neue Recyclinghof in Gunzenhausen in der Alemannenstraße 26 noch nicht geöffnet hat und der alte Recyclinghof „Am Sportplatz 11“ nach wie vor geöffnet ist.

Der neue Recyclinghof wurde am 27. Juni 2022 zwar von Landrat Manuel Westphal im Beisein zahlreicher Gäste, darunter Thomas und Hans Riedel als die früheren Besitzer (Baustoffmarkt Huber & Riedel) offiziell eingeweiht, ist jedoch noch nicht geöffnet. Der Umzug des Hofes und des Sachgebietes Kommunale Abfallwirtschaft hat noch nicht stattgefunden.

Die Eröffnung des neuen Hofes wird rechtzeitig bekannt gegeben. Bis dahin steht weiterhin wie gewohnt der Recyclinghof am bisherigen Standort in Gunzenhausen zur Verfügung. Das Landratsamt bittet, dies zu beachten.

Für „Speis“ gespendet

Kerwabuam & -madli spenden 1.000 Euro an die Speis Gunzenhausen 

Die Kerwabuam und -Madli überreichten den Scheck im Beisein des Bürgermeisters an Lydia Mägerlein und ihr Team. Foto: Julius Braun

Alles wird teurer, dazu gibt es immer mehr Bedürftige, der Organisationsaufwand steigt und wichtige Lebensmittel werden knapper – die Gunzenhäuser Speis hat in diesen Tagen mit zahlreichen Problemen zu kämpfen. Noch hält Lydia Mägerlein mit ihrem ehrenamtlichen Netzwerk den kleinen Laden in der Hensoltstraße am laufen, jedoch ist die Speis dringend auf finanzielle Unterstützung angewiesen. Die rund 25 aktiven Kerwabuam & -madli Gunzenhausen wollten erneut helfen und haben der Einrichtung nun 1.000 Euro gespendet. 

„Die Kerwabuam & -madli feiern für einen guten Zweck“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Völlig selbstverständlich und ohne Hintergedanken greift die Truppe regelmäßig gemeinnützigen Vereinen, Kindergärten oder soziale Projekte unter die Arme. Dabei muss nicht immer Geld fließen. Wenn es nötig ist, packen die Jungs und Mädels auch mit an und melden sich zu einem ehrenamtlichen Arbeitseinsatz. Für dieses selbstlose Wirken möchte ich mich persönlich, aber auch im Namen der Stadt, ausdrücklich bedanken.“ 

Seit vielen Jahren setzen sich die Kerwabuam & -madli Gunzenhausen für die Stärkung der traditionellen Kirchweihbräuche ein. Einnahmen aus Baumversteigerungen am Abend der Betriebe oder Erlöse beim Kerwa-Schafkopfturnier werden gespendet und für einen guten Zweck eingesetzt. „Wir wollen Brauchtum nicht nur leben, sondern auch Gutes für die Stadt und deren Bewohnerinnen und Bewohner damit bewirken“, so Kerwabuam Sprecher Simon Zatschker. „Wir unterstützen die Gunzenhäuser Speis, da sich das Team um die Schwächsten in unserer Gesellschaft kümmert, die wenig haben und wöchentlich auf den Laden angewiesen sind“, betont Julius Braun, ebenfalls Sprecher der Kerwabuam & -madli. 

In der Gunzenhäuser Speis finden Bedürftige nicht nur das Allernotwendigste an Lebensmitteln und Hygieneartikeln, sondern auch immer jemanden zum reden. „Unser Laden ist zwar klein, allerdings haben wir ein offenes Ohr für die Probleme der Menschen“, so Speismitarbeiterin Lydia Mägerlein. „Wir helfen gerne und aus Überzeugung. Insbesondere der Ukrainekrieg und die Inflation stellen uns vor Herausforderungen. Im Moment brauchen wir 800 Euro wöchentlich für Einkäufe und versorgen bis zu 120 Familien. Ohne Geldspenden schaffen wir es nicht und ich möchte mich für die Unterstützung der Kerwabuam & -madli von Herzen bedanken. Jeder einzelne Euro wird sinnvoll eingesetzt und kommt direkt den Kunden zugute.“ 

Wer Fragen zur Speis hat oder mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ins Gespräch kommen möchte, der kann montags von 13 bis 16 Uhr und freitags von 9 bis 11 Uhr im kleinen Laden in der Hensoltstraße 37 vorbeischauen. Telefonisch steht Ihnen Lydia Mägerlein unter Tel. 09831/50260 gerne zur Verfügung. Wer ehrenamtlich mitarbeiten möchte, ist herzlich willkommen. Insbesondere bei der Lebensmittelausgabe fehlt es an helfenden Händen. Für Spenden wurde bei der Sparkasse Gunzenhausen ein Konto eingerichtet (DE19 7655 1540 0000 1007 43), Titel „Die Speis“. 

Wer mehr über die Gunzenhäuser Kerwabuam & -madli erfahren oder sogar mitmachen möchte, kann sich gerne über Facebook oder Instagram (@kerwabuamgun) mit der Truppe kurzschließen. Ansprechpartner Julius Braun ist zudem unter E-Mail an kerwabuamundmadligun@gmail.com zu erreichen.“

Sinnvoller Einsatz

Gunzenhausen gießt mit Schwimmbadwasser

Hitzeperioden, Dürre und Wasserknappheit – der Klimawandel ist im vollem Gange und auch die Region um Gunzenhausen ächzt unter der anhaltenden Trockenheit. Nicht nur wir Menschen brauchen das lebensnotwendige H²0, auch Tiere und Pflanzen müssen versorgt sein. Gunzenhausen geht nun einen kreativen Weg und verwendet zur Bewässerung des städtischen Grüns Wasser aus dem geschlossenem Hallenbad.

„Im Schwimmbadbecken haben wir noch rund 300.000 Liter zur Verfügung, die wir zur Bewässerung unserer Bäume, Blumen oder Hecken einsetzen können“, so Stadtbaumeisterin Simone Teufel. „Das für den Badbetrieb aktuell nicht benötigte Wasser wird damit sinnvoll genutzt und landet am Ende nicht in der Kanalisation. Für Pflanzen schädlich ist es übrigens nicht, denn der Chlorgehalt ist mittlerweile minimal und damit unbedenklich.“

Aufgrund der hohen Temperaturen sind in Gunzenhausen zwei Tankfahrzeuge des städtischen Bauhofs im Einsatz und bewässern. „Wir müssen momentan täglich bis zu acht Stunden gießen“, betont Simone Teufel. „Logistisch ist das schon eine Herausforderung, besondere Zeiten erfordern jedoch besondere Maßnahmen.“

Landkreistour mit dem Landrat

Anmeldungen sind bis 13. September notwendig

Die Landkreistour führt u.a. an den Hahnenkammsee. Foto: LRA

Sie wollen die Vielfalt unseres Landkreises hautnah erleben? Im Jubiläumsjahr 2022 haben Sie dazu die Chance. Bewerben Sie sich jetzt für eine Landkreistour mit Landrat Manuel Westphal und mit etwas Glück sind Sie im Oktober bei einer der drei Touren dabei.

Von Raitenbuch bis Muhr am See und von Pleinfeld bis Langenaltheim: Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen hat viel zu bieten. Vielfältige Landschaften, kulinarische Besonderheiten und abwechslungsreiche Aktivitäten warten darauf, entdeckt zu werden. „Im Jahr des Landkreisjubiläums haben wir uns gedacht, es wäre eine schöne Aktion, unsere Heimat während eines Tagesausflugs zu erleben. Frei nach dem Motto – warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute doch so nah ist“, so Landrat Manuel Westphal. Aus diesem Grund lädt Landrat Manuel Westphal 150 Personen dazu ein, an drei Landkreistouren, die für den Herbst geplant sind, teilzunehmen.

Zur Auswahl stehen drei verschiedene Touren: Die erste Tour führt die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf den Hahnenkamm und ins Altmühltal rund um die Gemeinden entlang der Altmühl angefangen in Dittenheim bis hin nach Treuchtlingen, aber auch die Hahnenkamm-Gemeinden von Gnotzheim bis Polsingen sind mit dabei. Die zweite Tour wird ins Fränkische Seenland gehen von Muhr am See bis nach Ellingen. 

In der dritten Tour soll dann noch der Jura und der Naturpark Altmühltal erkundet werden, also von Raitenbuch nach Solnhofen.

Während der Bustouren warten kulinarische Köstlichkeiten auf die Teilnehmenden, aber auch verschiedene Aktivitäten oder Führungen sind geplant. 

Sie können sich noch bis zum 13. September 2022 für eine Teilnahme an einer der drei Touren bewerben. Dies kann online unter www.landkreis-wug.de/jubilaeumsjahr/landkreistour/ erfolgen oder telefonisch unter 09141 902-201 im Vorzimmer des Landrats. Nach dem Einsendeschluss wird Landrat Manuel Westphal 150 Gewinner ziehen, die dann an der jeweiligen Tour teilnehmen können (50 Personen pro Tour). Erste Anmeldungen waren bereits während des Hoffestes möglich. Die Gewinner werden dann über die Termine und den Ablauf der jeweiligen Tour benachrichtigt.

„Bewerben Sie sich jetzt für unsere Landkreistour! Ich freue mich, gemeinsam mit Ihnen auf Entdeckungsreise durch den Landkreis zu gehen“, freut sich Landrat Manuel Westphal. 

Wie schön es doch in unserer Heimat ist! Gemeinsam den Landkreis entdecken, wie hier den Hahnenkammsee, das ist das Ziel der Landkreistouren im Jubiläumsjahr. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Kleinprojekte werden gefördert

Geld für ILE-Regionen Altmühltal sowie Fränkisches Seenland/Hahnenkamm

IDie beiden Kommunalen Arbeitsgemeinschaften Integrierte Ländliche Entwicklung (ILE) Altmühltal und Fränkisches Seenland-Hahnenkamm beteiligen sich erneut an dem vom Bayerischen Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten aufgelegten und vom Amt für Ländliche Entwicklung Mittelfranken angebotenen Programm „Regionalbudget für Kleinprojekte“ Den beiden Regionen steht vorbehaltlich der Genehmigung für das Jahr 2023 je ein Programm mit dem Umfang von 100.000 EUR zur Verfügung.

Die beiden Vorsitzenden der Kommunalen Arbeitsgemeinschaften 1.Bgm´in Dr. Dr. Kristina Becker (Altmühltal) und 1.Bgm. Karl-Heinz Fitz (Fränkisches Seenland-Hahnenkamm) sehen in diesem Förderangebot eine gute Chance, um eine Vielzahl kleinerer Projekte aufgreifen und umsetzen zu können, die über andere Förderprogramme meist keine oder kaum Unterstützung erfahren konnten. Die Fördermittel in Höhe von 100.000 € je ILE-Region setzen sich zu 90 % aus dem Haushalt des Freistaats Bayern und jeweils zu 10 % aus den Haushalten der beteiligten Kommunen der ILE-Regionen zusammen.
Gefördert werden jeweils Kleinprojekte, deren Gesamtinvestitionskosten netto 20.000 EUR nicht überschreiten. Und für diese Kosten kann eine Zuwendung pro Einzelprojekt bis zu max. 80 %, jedoch höchstens 10.000 EUR netto beantragt werden.
Für die Entscheidung über die Auswahl der Projekte wurde in jeder ILE-Region eine Projekt-Arbeitsgruppe eingerichtet, in der sich Vertreter oder Vertreterinnen öffentlicher Einrichtungen, von Vereinen oder Zweckverbänden, Unternehmen oder auch fachlich ausgewiesene Einzelpersonen befinden.

Bis zum 31 Oktober 2022 können entsprechende Anträge bei der Verwaltungsgemeinschaft Altmühltal (91802 Meinheim, Hauptstr. 37) für die Kommunen Langenaltheim, Solnhofen, Pappenheim, Treuchtlingen, Markt Berolzheim, Meinheim, Dittenheim, Alesheim oder bei der Verwaltungsgemeinschaft Gunzenhausen (91710 Gunzenhausen, Frankenmutherstr. 2) für die Kommunen Markt Absberg, Muhr am See, Gunzenhausen, Pfofeld, Theilenhofen, Haundorf, Markt Gnotzheim, Markt Heidenheim, Polsingen, Westheim und Auhausen eingereicht werden. Gefördert werden können nur Kleinprojekte, die der Umsetzung des Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzeptes dienen. Dies sind u.a.:

  • Unterstützung bürgerschaftlichen Engagements
  • Begleitung von Veränderungsprozessen auf örtlicher Ebene
  • Verbesserung der Lebensverhältnisse der ländlichen Bevölkerung
  • Umsetzung ländlich angepasster Infrastrukturmaßnahmen
  • Sicherung und Verbesserung der Grundversorgung ländlicher Bevölkerung


Alle tatsächlich bewilligten Projekte müssen dann bis zum 30. September 2023 komplett umgesetzt sein und zu diesem Zeitpunkt muss die Abrechnung zu Fördermittelauszahlung vorliegen. Bis dahin sind diese Projekte von den Maßnahmenträgern vorzufinanzieren.
Antragsberechtigt sind Kommunen, Zweckverbände, Vereine oder auch Unternehmen.
Die Antragsformulare sind über die Kommunen zu beziehen oder unter www.stmelf.bayern.de/foerderwegweiser (Link: Ländliche Entwicklung à Regionalbudget) direkt herunterzuladen. Sie können aber auch über die ILE-Umsetzungsbegleitung digital bezogen werden (dieter.popp@futour.com).
Den jeweiligen Antragstellern wird bis zum Ende des Jahres 2022 das Ergebnis aus diesem Wettbewerbsverfahren mitgeteilt. Mit den bewilligten Projekten kann dann mit Vertragsabschluss im Januar begonnen werden.

DIETER POPP, Regionalberater Futour

Umweltpreis vergeben

Schüler und Jugendliche erhalten Auszeichnung des Landkreises

Der Umweltpreis des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen wurde heuer zum 11. Mal verliehen und würdigt das vielfältige Engagement von Kindern und Jugendlichen für den Natur- und Umweltschutz. Von den insgesamt 15 Bewerbergruppen wurden fünf zur Preisverleihung der 1. bis 3. Plätze mit Landrat Manuel Westphal eingeladen.

Der mit 400 Euro dotierte 1. Preis ging an die Grundschule Weißenburg (Klassen 2c und 2d) für ihr nachhaltiges Projekt „Umwelterziehung im Waldklassenzimmer“. Im Herbst 2021 starteten die beiden Lehrerinnen Regina Wagner und Natascha Schmitt mit ihren 2. Klassen den „Draußenunterricht“ im Weißenburger Stadtwald, der seitdem einmal pro Woche stattfindet. An jedem Waldtag werden Bausteine von Natur-, Klima- und Umweltschutz vermittelt. Zum Beispiel, dass Totholz den Insekten und Vögeln als Nahrungsquelle, Lebensraum und Brutstätte dient. Außerdem lernten die Kinder „hautnah“ und nicht anhand von Arbeitsblättern, die verschiedenen Laub- und Nadelbäume kennen und durften Blätter und Zapfen den jeweiligen Bäumen zuordnen. Auch über die Bedürfnisse und Lebensgewohnheiten von Waldtieren haben die Kinder viel erfahren. Es wurden Nisthilfen für Wildbienen gebaut und Vogelnistkästen aufgehängt. Für das Händewaschen steht bei den Waldtagen nur ein 10 Liter-Wasserkanister und abbaubare Naturseife zur Verfügung, so dass ganz nebenbei ein achtsamer Umgang mit wertvollen Ressourcen eingeübt wird.

Da mehrere Teilnehmende gleich gut abgeschnitten haben, gab es heuer sogar zwei 2. und zwei 3. Gewinner. Die „Streuobst-Projektgruppe“ des Simon-Marius-Gymnasiums Gunzenhausen erhielt den mit 350 Euro dotierten 2. Preis für ihr Projekt „Streuobst macht Schule“.  Die Lehrerin Alexandra Kresse hat mit Kindern und Eltern, unter Anleitung von Klaus Fackler vom Landschaftspflegeverband, 29 Kirsch-, Apfel-, Birnen- und Zwetschgenbäume in Frickenfelden gepflanzt. Die neuangelegte Streuobstwiese bietet vielen Tier- und Pflanzenarten Lebensraum und Nahrung und fördert damit die heimische Artenvielfalt.Außerdem wurden Insektenhotels gebastelt und auf der Streuobstwiese aufgehängt.

Ein weiterer 2. Platz geht an die Evangelische Landjugend Stetten, die in den vergangenen Jahren bereits mehrmals erfolgreich am Umweltpreiswettbewerb teilgenommen und ihr Projekt „Jugendliche engagieren sich für die Umwelt“ fortgeführt hat. Neben der alljährlichen Obstbaumschnittaktion haben die Jugendlichen in ihrer Freizeit zur Förderung der Artenvielfalt eine Blühwiese angelegt, die ehemalige Sandgrube bei Filchenhard entbuscht und Gelbbauchunkenhabitate erweitert.

Die Grund- und Mittelschule Ellingen freute sich über den mit 300 Euro dotierten 3. Preis. Die Schülerinnen und Schüler der Grundschule und der 6. Klasse haben sich in einer Projektwoche intensiv und kreativ mit den Themen „Energie, Wasser, Müll“ beschäftigt und wurden für nachhaltiges und umweltschonendes Handeln sensibilisiert. Außerdem wurde eine gemeinsame Müllsammelaktion in Ellingen durchgeführt.

Über den 3. Platz freute sich außerdem der Kindergarten St. Marien in Obererlbach. Um den Kindern die Natur und Lebensräume der Tiere und Pflanzen näherzubringen, wurde der Garten des Kindergartens naturnah gestaltet. Kinder durften beim Pflanzen von Nasch- und Wildfruchthecken und Obstbäumen helfen und Vogelnistkästen und Wildbienenhäuser mitgestalten.

Die weiteren Preisträger sind die Kath. Kindertagesstätte St. Josef in Gunzenhausen, die Grundschule Absberg-Haundorf, die Mittelschule Absberg-Haundorf, die „Alesheimer Storchenkinder“ des Obst- und Gartenbauvereins Alesheim-Störzelbach, der Wahlkurs Bio-AG der Staatlichen Realschule Weißenburg, der Kindergarten „Altmühlwiese“ Alesheim, der Verein „Förderer und Freunde des Kindergartens Altmühlwiese“ Alesheim, die Kita Hechlingen am See, die Kita „Wurzelhaus“ Stopfenheim und der Kindergarten „Storchennest“ Trommetsheim. Sie alle erhielten Geldpreise von 50 bis 250 Euro.

„Ich freue mich auch in diesem Jahr über die vielen kreativen und nützlichen Projekte, die für den Umweltpreis eingereicht wurden. Sie alle sind Gewinner, denn jedes Projekt leistet einen wichtigen Beitrag für unsere Umwelt“, freute sich Manuel Westphal bei der Preisübergabe.

Rhodius ist Global Player

Unternehmensbesuch des Landrats bei Rhodius in Weißenburg

Freuten sich über den Besuch von Wirtschaftsförderin Sabine Unterlandstaettner (li.) und Landrat Manuel Westphal: v.li. Dr. Martin Dunkel, Dr. Knut Kille und Michael Bracker, die drei Geschäftsführer von Rhodius. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Landrat Manuel Westphal hat die Firma Rhodius an ihrem Hauptsitz in Weißenburg besucht. Dort erhielt er einen guten Einblick in die Produktionspalette des altmühlfränkischen Unternehmens. Was mit einfachen Drahtgestricken für Topfreiniger begann, hat sich in den vergangenen Jahren zu einem weltweit agierenden Unternehmen insbesondere auch in der Automobilindustrie entwickelt. Rhodius hat sich dabei auf die Produktion mechanischer Komponenten und Module für die Airbag-Industrie spezialisiert.  

Das Unternehmen kann auf eine fast 100-jährige Geschichte zurückblicken. 1925 wurde es von Max Rhodius am Standort in Weißenburg gegründet. Über die Jahre wurde das Hauptproduktionsfeld der Drahtgestricke erweitert, so dass Rhodius nun individuelle Lösungen für Airbag Filtertechniksysteme im automotiven Bereich anbietet. Auch kundenspezifische Separationslösungen, beispielsweise für Filterkassetten oder Tropfenabscheider oder Absaganlagen ist ein Hauptgeschäftsfeld des Unternehmens.

Die drei Geschäftsführer Dr. Knut Kille, Dr. Martin Dunkel und Michael Bracker stellten Landrat Manuel Westphal sowie Sabine Unterlandstaettner von der Wirtschafsförderung im Landkreis das Unternehmen vor. Neben dem Hauptstandort in Weißenburg verfügt Rhodius noch über ein Werk in Ungarn, China und in Rostock Laage. Rund 100 Leute sind am Firmensitz in Weißenburg, der auch die Verwaltung des Unternehmens beheimatet, beschäftigt.

Als weiteres wichtiges Standbein neben der Produktion von Serienteilen für die Automobilindustrie und Sicherheitstechnik entwickelt Rhodius gemeinsam mit namhaften Kunden individuelle und passgenaue Lösungen sowie maßgeschneiderte Produkte. „Wir sind quasi eine Manufaktur“, erklärte Dr. Dunkel vor dem Rundgang durch das Firmengebäude. Und tatsächlich werden die einzelnen Drahtgestricke zum Teil noch von Hand bearbeitet sowie auch innovative Produktumsetzungsideen für anspruchsvolle Kunden entwickelt. Gemeinsam mit der Geschäftsführung leitet ein junges motiviertes Team das Unternehmen, verantwortlich für die Fertigung, Entwicklung sowie den Vertrieb.

„Bei vielen Firmenbesuchen in unserem Landkreis höre ich den Satz: ‚In jedem Auto steckt ein Stück Altmühlfranken‘ – und auch hier wird das wieder bestätigt. Wir können wirklich stolz auf unsere Unternehmen im Landkreis sein! Ich freue mich, dass mein Eindruck auch bei diesem Firmenbesuch wieder bestätigt wird“, so Landrat Manuel Westphal.

Dem Standort Weißenburg wollen die drei Geschäftsführer weiterhin treu bleiben und sich auch in die Netzwerke der Region Altmühlfranken einbringen. Auch das Thema Ausbildung soll in den nächsten Jahren noch verstärkt werden. Derzeit bietet das Unternehmen Ausbildungsplätze als IT-Systemadministrator und für Industriekaufleute an. „Ausbildung ist unsere Zukunft!“, verdeutlicht Dr. Kille.

KVK probte

Übung des Kreisverbindungskommandos im Landratsamt

Das Kreisverbindungskommando der Bundeswehr führte eine dreitägige Übung im Landratsamt durch (v. li. Stabsfeldwebel Kaufmann, Oberstabsfeldwebel Hildebrandt, Oberstabsfeldwebel Koop, Oberstleutnant Stefan Schleußinger, Oberstleutnant Olaf Pattloch, Landrat Manuel Westphal). Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen

Nach zwei Jahren Corona-Pause hat kürzlich die erste Übung des gesamten Kreisverbindungskommandos (KVK) der Bundeswehr im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen stattgefunden. Auf dem Plan stand auch ein Informationsbesuch beim Logistikbataillon in Kümmersbruck im Landkreis Amberg-Sulzbach. 

Ein Thema während der Übung war ein Rückblick auf den erfolgreichen Einsatz der Bundeswehr während der Corona-Pandemie. Das Kreisverbindungskommando fungierte dabei als Bindeglied zwischen der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) im Landratsamt und der Bundeswehr. Soldatinnen und Soldaten wurden dabei u.a. im Klinikum Altmühlfranken zur Unterstützung eingesetzt. Sowohl die Verantwortlichen im Landratsamt, allen voran Landrat Manuel Westphal, als auch die Vertreter des Kreisverbindungskommandos können den Einsatz im Nachgang durchweg positiv bewerten.

Doch auch verschiedene Einsatzszenarien im Katastrophenschutz wurden während der Übung beprobt sowie mögliche Auswirkungen der aktuellen Sicherheits- und Versorgungslage analysiert. In diesem Zusammenhang hat auch ein Informationsbesuch beim Logistikbataillon 472 in Kümmersbruck stattgefunden.

Gemeinsam mit Landrat Manuel Westphal und Vertreten des Landratsamtes aus dem Bereich Katastrophenschutz wurden aktuelle Herausforderungen diskutiert sowie ein Ausblick auf eine mögliche nächste Corona-Welle im Herbst und Engpässen bei der Gas-Versorgung gegeben.

„Der Kontakt zu unserem Kreisverbindungskommando hat sich nicht zuletzt während der Corona-Pandemie sehr bewährt. Durch die regelmäßigen Übungen und den direkten Austausch mit dem KVK sind wir für mögliche Katastrophenfälle gewappnet“, ist sich Manuel Westphal sicher.

Die neue Leitung des KVK, Oberstleutnant Stefan Schleußinger sowie sein Stellvertreter Oberstleutnant Olaf Pattloch, nutzten die Gelegenheit auch, sich bei Landrat Manuel Westphal persönlich vorzustellen.