Tag Archives: Gunzenhausen

FDP-Team auf Platz 2

Feierlicher Abschluss des Stadtradelns in Gunzenhausen

Die Einradfahrerinnern (plus einem männlichen Vertreter) bezauberten mit ihren Vorführungen. Foto: Grosser StGun

Als fahrradaktive Kommune hat Gunzenhausen eine große STADTRADELN-Tradition. 2022 nahm die Altmühlstadt bereits zum elften Mal an der Klimaschutzaktion teil. 42 Teams mit 821 Radlerinnen und Radler legten die eindrucksvolle Strecke von 215.773 Kilometer zurück. Dazu belegte das Kommunalparlament deutschlandweit den 1. Platz unter den Kommunen mit 10.000 bis 49.999 Einwohnerinnen und Einwohnern. Vor kurzem fand in der Stadthalle die diesjährige STADTRADELN-Abschlussveranstaltung statt.

Fast fünfeinhalb Mal um den Äquator oder rund 215.000 Kilometer, so lang ist die Strecke, die allein in diesem Jahr von Gunzenhäuser STADTRADELN-Teilnehmerinnen und –teilnehmern zurückgelegt wurde. Wie auch 2021 hatten Die WormerRadler mit 41.055 geradelten Kilometern die Nase im stadtinternen Ranking vorn. Gefolgt vom Team FDP mit 20.883 Kilometern und den Rathausmitarbeiterinnen und –mitarbeitern mit 19.426 Kilometern. Fachlich und organisatorisch begleitet wurde das STADTRADELN 2022 in gewohnter Weise von der Agenda 21-Gruppe, die u.a. Feierabendradeltouren und einen Fahrradaktionstag durchführten.

Vor kurzem fand nun die Abschlussveranstaltung statt, wie immer ein buntes Potpourri und gewürzt mit den Highlights aus dem diesjährigen Gunzenhäuser Fahrradjahr. Musikalisch begleitet wurde das Event von Heinz Horst am Flügel, die Einradfahrerinnen und Einradfahrer des TV 1860 Gunzenhausen begeisterten mit einer tollen Showeinlage. Zahlreiche Preise gab es auch zu gewinnen, darunter Taschen, Helme und Gutscheine. Gewinnchancen hatten alle, die am Abend der Abschlussveranstaltung anwesend waren. Bei einem großen „regionalen“ Buffet klang das kurzweilige Event aus.

Wer mehr über die Radlstadt Gunzenhausen erfahren möchte, der kann sich unter www.gunzenhausen.de/radlstadt-gunzenhausen.html ausführlich informieren. 

Neues Christkind

lAnnika Heindel tritt mit dem Nikolaus auf

Das Christkind gehört zu den schönsten weihnachtlichen Symbolen. Es steht für Brauchtum, Glaube und unvergessliche Erinnerungen. Wenn Kinder vom Christkind erzählt bekommen, strahlen die Augen und es wird konzentriert den Worten gelauscht. Dem Christkind wohnt ein Zauber inne, und mancher Fan möchte einmal im Leben in die Rolle des Himmelswesens schlüpfen. Für Annika Heindel geht dieser Wunsch nun in Erfüllung, ist sie doch das neue Gunzenhäuser Christkind.

Annika Heindel ist 20 Jahre jung und freut sich auf die Adventszeit, in der sie gemeinsam mit dem Nikolaus in Gunzenhausen für besinnliche Vorfreude bei Kindern und Erwachsenen sorgen wird. Wenn sie nicht gerade als Himmelswesen unterwegs ist, arbeitet sie als Sachbearbeiterin im Personalamt der Stadt Gunzenhausen. Bereits ihre Schwester durfte das Christkind verkörpern, sie weiß also, worauf es bei der geheimnisvollen Arbeit ankommt. „Als ich Kind war, waren Weihnachtsmarktbesuche und das Christkind dort das Allergrößte“, betont Annika Heindel. „Ich freue mich riesig auf meine Aufgabe und möchte den Menschen in schwierigen Zeiten ein wenig Freude schenken.“

Das Gunzenhäuser Christkind wird vom 8. bis 11. Dezember 2022 täglich auf dem Weihnachtsmarkt im Falkengarten anzutreffen sein. Es wird den Eröffnungsprolog am Donnerstag, 8. Dezember, um ca. 16 Uhr sprechen und im Anschluss kleine Geschenke an Kinder verteilen.

Tanz-klar-EIS

Gunzenhäuser Stadtjugendpflege präsentiert „Tanz-klar – EIS“


Die von der Stadtjugendpflege Gunzenhausen organisierte Eventreihe „Tanz-klar“ feiert am Freitag, 25. November, nach zwei Jahren Corona-Pause ein fulminantes Comeback auf der Eisfläche. Von 18 bis 21 Uhr wird die Eisbahn am Marktplatz ausschließlich für Jugendliche zwischen 12 und 17 Jahren reserviert sein. Alkohol und Rauch sind tabu, Schlittschuh, Spaß und Entspannung dagegen angesagt!
Angeheizt von der Musik von DJ Mellixx wird nicht nur Schlittschuh gefahren, sondern die Eisbahn verwandelt sich kurzzeitig in ein Outdoor-Tanz- und Sportcenter. Wer keine Schlittschuhe hat, muss nicht traurig sein, sondern kann sich welche direkt vor Ort leihen und ein paar Stunden ausgiebig feiern, Freunde treffen und die schönen Seiten des Lebens genießen. Besonders toll: Die Eisfläche wird in Licht und Nebel getaucht, dazu gibt’s kostenlosen Punch und alkoholfreien Glühwein. Unterstützt wird „Tanz-klar – EIS“ in diesem Jahr von den Sparkassen Gunzenhausen.
Bitte beachten Sie, dass die Veranstaltung unter Einhaltung der dann aktuell gültigen Corona- Regelungen stattfindet. Für Fragen zum Tanz-klar-Event steht der Stadtjugendpfleger unter Tel. 09831/508122 oder E-Mail an stadtjugendpflege@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung.

Ökologische Umgestaltung

Maßnahme in der Gunzenhäuser Altmühlpromenade läuft

Die Baumaßnahme kommt gut voran. Ende 2023 soll die Altmühlpromenade in neuer Gestalt fertig sein. Foto: WWA Ansbach


Seit Mitte September dieses Jahres laufen die Arbeiten an der Altmühlpromenade in Gun- zenhausen zur Herstellung eines neuen naturnahen Gewässerverlaufs. Jetzt nach rund zwei Monaten Bauzeit, zieht das Wasserwirtschaftsamt Ansbach zum Baufortschritt eine positive Zwischenbilanz.
Das beständige Wetter spielte der beauftragten Baufirma RK Landschaftsbau Neuen- markt in die Karten. Der Erdaushub des etwa 730 Meter langen neuen Gewässerverlaufs konnte damit zügig abgefahren werden. Sollte das Wetter mitspielen, ist der Aushub des neuen Gewässerverlaufs von der Altmühlaue in drei Wochen größtenteils abgefahren.

Nach diesem Plan erfolgt die Neugestaltung.

Der Aushub wird dabei von RK Landschaftsbau Neuenmarkt auf Zwischenlagerflächen an den Sedimentbecken in Gunzenhausen gefahren. Unterschiedliche Schichten des anstehenden Bodens werden dort voneinander getrennt aufgetürmt. Dadurch erleichtert sich die Entsorgung des Materials. Für eine Einschätzung der Bodenwerte beprobt und bewertet das örtliche Ingenieurbüro KP Ingenieurgesellschaft die einzelnen Bodenmieten. Damit der Aushub schnellstmöglich auch wieder abgefahren werden kann muss die Anlieferung, die Beprobung und Abfuhr des Materials gut koordiniert werden. Die Zwischenlagerflächen würden bei weitem nicht für den gesamten Aushub ausreichen. Folglich herrscht an den Sedimentbecken wegen der Anlieferung und Abfuhr des Bodenmaterials ein reger Baustellenverkehr. Die Zu- und Abfahrtswege an den Sedimentbecken können dabei von unvermeidbaren Verunreinigungen schlecht freigehalten werden. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach bittet daher um Verständnis für die derzeitigen Einschränkungen für Fußgänger und Radfahrer. Nach der Abfuhr des kompletten Aushubmaterials, in voraussichtlich zwei Monaten, werden die Wege an den Zwischenlagerflächen selbstverständlich wieder
gereinigt und instandgesetzt.
Abgeschlossen ist die Baustelle mit der Abfuhr des Bodenmaterials jedoch noch nicht. Im neu geschaffenen Gewässerlauf wird noch eine Fischaufstiegsanlage sowie ein Kneippbecken errichtet. Zudem baut die Baufirma als Ersatz für das bestehende Reitstegwehr in der jetzigen Altmühl eine Überlaufschwelle ein. Abschließend werden eine Brücke, ein Rundweg und eine Aussichtsplattform gebaut. Die gesamte Baustelle wird voraussichtlich im Zeitraum Mai/Juni 2023 abgeschlossen.

KERSTIN SEITZ

Geschichte vor Ort

Prof. Dr. Georg Seiderer ist am 27. November zu Gast

Was macht eigentlich ein Landeshistoriker? Wie hat sich diese Fachrichtung innerhalb der Geschichtswissenschaft entwickelt – gerade auch an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg? Und wie genau kann ein Landeshistoriker dazu beitragen, dass Menschen in einer Region ihre Geschichte besser verstehen – und vor allem selbst an der Erforschung ihrer eigenen Regionalgeschichte mitwirken können?

All das erläutert Landeshistoriker Prof. Dr. Georg Seiderer, selbst in Gunzenhausen aufgewachsen und Mitglied im örtlichen Verein für Heimatkunde e. V, in einem kurzweiligen Vortrag am ersten Adventssonntag, 27. November, direkt nach dem Wintertrödelmarkt um 18 Uhr im Gasthof Adlerbräu, Seeadlerstube, Marktplatz 10 in Gunzenhausen. Im Anschluss an den Vortrag steht Prof. Seiderer bei einem Glühwein und Plätzchen gerne für Fragen und den Austausch zur Verfügung – der Glühwein geht auf’s Haus.
 
Die Veranstaltung ist Teil einer neuen Reihe mit dem Thema „Heimspiel Wissenschaft“, bei der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Heimatgemeinde über ihre Forschung sprechen. Initiiert wird das Format von der Hochschulrektorenkonferenz, der Agentur für Wissenschaftskommunikation con gressa und dem Käte Hamburger Kolleg für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien der Uni Heidelberg. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Erzgebirgsschau geöffnet

Präsentation der Endler-Krippe im historischen Fachwerkstadel


Am ersten Adventssonntag, dem 27. November, öffnet der historische Fachwerkstadel am Gunzenhäuser Schießwasen Nr. 16 mit seiner „Erzgebirgsschau” und den „Weiperter Heimatstuben” seine Pforte zu einem kostenlosen Rundgang.
Seit dem ersten „Tag der offenen Tür“ des Fachwerkstadels im Jahr 2017 zeigt der rege Besuch das große Interesse der Menschen an der kleinen, aber feinen Ausstellung. Von 10 bis 17 Uhr können die Besucher in dem heute umfassend renovierten historischen Gebäude (einem ehemaligen Loh- und Rotgerberhaus von anno 1753) eine wirklich eindrucksvolle Schau bewundern, die seit dem Jahre 1989 dort untergebracht ist. Sie erinnert an das frühere Leben
im Erzgebirge genauso wie an die einst so blühende – heute tschechische – Grenzstadt Weipert/Vejprty, nur wenige Kilometer vom bekannten Wintersportzentrum Oberwiesenthal in Sachsen entfernt. Für die nach Kriegsende aus dieser einst größten Industriestadt des oberen Erzgebirges vertriebenen mehr als 10.000 deutschsprachigen Bewohner, hat die Stadt Gunzenhausen im Jahre 1954 eine Patenschaft übernommen, die auch heute noch mit stets neuem Leben ausgefüllt wird.


Schon von außen leuchten die in der Advents- und Weihnachtszeit für das Erzgebirge so typischen Lichterbögen in allen Fenstern und was drinnen auf drei Etagen von den Weiperternin mühevoller Handarbeit aufgebaut worden ist, das kann sich gerade in der heutigen, oft allzu hektischen Zeit wirklich sehen lassen! Die vielen Exponate zeugen nicht nur vom hohen Stand der erzgebirgischen Volkskunst, sondern auch von der immer noch großen Verbundenheit der Weiperter zu ihrer alten Heimat, in der einst der Bergbau die Lebensgrundlage war. Nachdem der Bergsegen versiegte, waren neue Erwerbsquellen zu suchen und man fand diese in der Schnitzkunst für Spielzeug, den bekannten Nussknackern und Weihnachtspyramiden, aber auch im Bau von Musikinstrumenten, dem Posamentieren, Weben und ganz besonders auch in der Klöppelkunst. All dies ist in dem kleinen Heimatmuseum der Weiperter zu sehen.
Ab dem Jahre 1926 schuf der versierte Holzschnitzer Paul Endler neben einer großartigen orientalischen Weihnachtskrippe nach und nach noch eine Vielzahl sich bewegender Schnitzwerke. So sind „lebendige” Bilder vom Wintervergnügen, im Bergwerk, in der Hutzn- (fränkisch: Rocken-) und der Weihnachtsstube und der Märchenwelt entstanden. Da sich die meisten handgeschnitzten Figuren nach Einwurf einer 20 Cent-Münze auch tüchtig bewegen, ist die „Endlerkrippe“ nicht nur für Erwachsene, sondern gerade auch für die Kinder ein recht kurzweiliges Erlebnis.
In Verbindung mit dem gleichzeitig stattfindenden Wintertrödelmarkt der Stadt Gunzenhausen,lohnt sich an diesem Tag sicherlich ein Besuch im Historischen Fachwerkstadel bei freiem Eintritt!
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an das städtische Kulturbüro unter Tel. 09831/508 109 oder per E-Mail an kulturamt@gunzenhausen.de

Was sich ändern muss!

Dr. Ingo Friedrich zur internationalen Politik des Westens


Die zwei schlimmsten Fehlhaltungen der Politik lauten: „My country first“ (was eigentlich heißt: nur mein eigenes Land zählt) und die weit verbreitete Sehnsucht nach der eigenen vergangenen Größe: „Make America…. Britan… Russia…China…Italien „Great again.“

Beide Haltungen schaden in der Realität dem eigenen Land und schaden natürlich auch der Gemeinschaft der Staaten, denn der Egoismus der ersten Einstellung führt sehr schnell zu Antimaßnahmen der anderen Staaten, die dann auch egoistisch handeln (müssen) und die Sehnsucht nach der großen Vergangenheit bewirkt sehr schnell Verwerfungen a la Brexit und Gefährdungen des Weltfriedens a la Russland/Ukraine und China/Taiwan.

Außerdem führt es zu einer zusätzlichen Spaltung der Gesellschaft in solche, die eine „bunte“ Zukunft wünschen und solche, die wieder die früheren (geordneten) Zustände herbeisehnen. Ein verheerendes Signal in so einer aufgeheizten Situation ist natürlich das Abhängen von Kreuzen und das Verhüllen von christlichen Texten in Deutschland.

Was ist zu tun:

Staaten und Nationen müssen auf allen Ebenen noch enger als früher zusammenarbeiten. Konkretes Beispiel: Scholz muss sich die Zeit nehmen, vor wichtigen Entscheidungen mit den Partnern zu reden und seine Vorhaben zu erklären.

Und: insbesondere an die Großmächte muss die fragende Forderung gestellt werden: was tut ihr zur Stabilisierung der Welt? Wo ist Euer Beitrag zum globalen Gemeinwohl? Euer Egoismus führt zu schlimmen Konsequenzen und schadet auf Dauer Euch selbst.

Und: wir müssen an einer neuen gemeinsamen Zukunftserzählung arbeiten, etwa: wir wollen eine solidarische Welt, in der die Würde eines jeden Staates geachtet wird und die zum Wohle aller zusammenarbeitet. Ein gemeinsames Ziel reduziert auch Spaltungen in der Gesellschaft.

Auf kleinerer Ebene ist Europa auf dem Weg zu einem derartigen Ziel schon einige Schritte vorangekommen und jetzt ist es an der Zeit ähnliche Schritte auf globaler Ebene zu gehen. Gleichzeitig muss Europa insbesondere in folgenden Bereichen weiter vorankommen: Europäische Verteidigungsgemeinschaft, europäischer Klimaschutz, weniger Einstimmigkeitserfordernisse.

Dr. Ingo Friedrich, langjähriges Mitglied des Europäischen Parlaments (EVP), Gunzenhausen

„Silo“-Abriss beginnt

Verkehr wird über viele Wochen umgeleitet

Dieses Areal wird in den nächsten Wochen abgerissen, um Platz zu machen für den Neubau. Foto: Falk

Nun rückt das wohl größte öffentliche Hochbauprojekt in der Stadt Gunzenhausen in eine konkrete Phase. In der Nürnberger Straße wird das Haus Silo abgerissen, um Platz zu machen für den Neubau des Landesamts für Schule. Nach dem bekannt gewordenen Bauzeitenplan beginnt der Abriss noch im November. Das bedeutet, dass der Verkehr an dieser Stelle über viele Wochen umgeleitet werden muss.

Die neue Gebäude für das Landesamt sollen nach der Räumung des Geländes erstellt werden. Die staatliche Hochbauverwaltung hat die entsprechenden Vorarbeiten erledigt. Das Amt wird sich in zwei Gebäude aufteilen, der Umgriff soll entsprechend gestaltet werden.

Die Jury, die vor zwei Jahren den Planungsauftrag an das Stuttgarter Planungsbüro Steimle vergeben hat, begründete ihre Entscheidung wie folgt:

Mit zwei gegeneinander versetzten und ineinander verschränkten, nahezu quadratischen Baukörpern gelingt es dieser Arbeit mit einfachsten Mitteln, den komplexen städtebaulichen und funktionalen Anforderungen gerecht zu werden. Über den Versatz werden zwei gut proportionierte Freibereiche definiert: der Stadt zugewandt entsteht ein großzügiger Vorplatz mit dem an dieser Stelle auch richtigliegendem Zugang. Der rückwärtige Versatz ist begrünt, gut geeignet für einen Aufenthalt zwischendurch und angebunden an eine mögliche Durchwegung hin zum Bahnhof … Der etwas höhere Baukörper besetzt die Ecksituation markant, aber ohne jegliche auftrumpfende Geste. Mit dem rückwärtigen, kleineren Baukörper gelingt der Übergang zur kleinteiligen Bebauung entlang der Bahnhofstraße.

In diesem Umfeld an der Nürnberger Straße/Bahnhofstraße entsteht das neue Landesamt für Schule.

Eine dominante Position im Stadtbild wird das neue Landesamt einnehmen. Foto: Büro Steimle

12 „Zukunftsbäume“ für die Stadt

Stiftung Lebensräume unterstützt das Gunzenhäuser Projekt

Von links nach rechts: Klaus Fackler vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Dr. Miriam Stark und Jürgen Schröder von der Stiftung Lebensräume. Foto: Stadt Gunzenhausen

Vor fast 1200 Jahren wurde unser schönes Gunzenhausen erstmals urkundlich erwähnt. 2023 wollen wir dieses Ereignis gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürger feiern und dabei viele unvergessliche Momente schaffen. Damit sich die Stadt auch die nächsten 1200 Jahren zufrieden entwickeln kann, möchten wir als zukunftsorientierte, umweltbewusste Verwaltung ein ganz besonderes Nachhaltigkeitsprojekt durchführen. Beginnend im nächsten Jahr sollen in fachlicher Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken (LPV) mindestens 1200 Zukunftsbäume für Gunzenhausen in der Kernstadt und in den Ortsteilen neu gepflanzt werden. Die Münchner Stiftung Lebensräume ist auf diese tolle Aktion aufmerksam geworden und wird das Projekt aktiv unterstützen.

Regionale Baumpflanzungen sind Aufforstung mit großer Wirkung, denn Fichte und Co. sind natürliche Klimaschützer und wichtige Kohlenstoffspeicher. Es zählt dabei jeder einzelne Baum. Der Mensch hat das Sterben der Bäume vorangetrieben und zu spät die Notwendigkeit zielgerichteten Schutzes erkannt. Denn neben dem Bestand hat auch die Biodiversität gelitten und wichtige Lebensräume für Tiere sind im Laufe der Zeit verloren gegangen. In Gunzenhausen haben wir den Wert der Bäume schon länger erkannt und beschenken beispielsweise Eigentümer bei Erwerb eines Baugrundstücks mit einem Baum. Auch in Zusammenarbeit mit dem LPV werden regelmäßig Aktionen durchgeführt, beispielsweise zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen.

„Wir möchten nicht nur über Umwelt- und Klimaschutz reden, sondern uns auch aktiv bemühen, die Welt ein klein wenig besser zu machen“, erklärt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Mit dem Projekt „1200 Zukunftsbäume für Gunzenhausen“ haben wir uns viel vorgenommen, sehen darin aber auch großes Potential, um unseren Lebensraum auf natürlichem Wege zu verbessern. Das Interesse an unserer Aktion ist riesig und wir freuen uns über die große Aufmerksamkeit.“

Die junge Stiftung Lebensräume wurde erst im letzten Jahr gegründet, hat aber mit „Seelenpelz“ und „regionale, urbane Wiederaufforstung“ zwei wichtige Projekte angeschoben. Die Wurzeln des Stiftung-Gesellschafters Jürgen Schröder liegen in der Region, daher war die Verbindung schnell hergestellt. Er und Projektleiterin Dr. Miriam Stark waren vor kurzem in Gunzenhausen und haben die Programme im Rahmen eines Pressetermins erläutert. Wichtige Info: Durch Spenden und Patenschaften werden Bäume gepflanzt, langfristig erhalten und gesichert. Auch Privatpersonen können helfen und die Stiftung bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Wer mit der Stiftung Lebensräume Kontakt aufnehmen möchte, findet auf der Website www.stiftung-lebensraeume.com die Kontaktdaten. Gut zu wissen: Die Zusammenarbeit mit regionalen Baumschulen ermöglicht die konzentrierte Verwendung heimischer, klimastabiler Arten.

Die Jubiläumsaktion „1200 Zukunftsbäume für Gunzenhausen“ wird sich noch in diesem Jahr konkretisieren. So werden in den nächsten Monaten viele Gespräche geführt, beispielsweise mit den ortsansässigen Obst- und Gartenbauvereinen. Zudem werden bereits für Pflanzungen geeignete Anbaugrundstücke im Eigentum der Stadt Gunzenhausen ermittelt. Jeder einzelne Baum zählt! 

Spatenstich für Wohnprojekt

Bosch GmbH baut in der Zufuhrstraße

Patrick Bosch und seine Frau Michaela (Mitte) nahm mit Bürgermeister KH Fitz und den Baufachleuten den Spatenstich vor. Foto: Falk

Dank einer kräftigen Wohnungsbautätigkeit in Gunzenhausen konnte die Stadt inzwischen die 17000-Einwohner-Schwelle überschreiten. Wie Bürgermeister KH Fitz beim Spatenstich der Firma Bosch-Bauträgergesellschaft in der Zufuhrstraße erklärte, wird die Stadt im Zentrum des Fränkischen Seenlands für Neubürger immer attraktiver. Das ist auch kein Wunder, denn schließlich liegt eine wunderschöne Erholungs- und Ferienlandschaft vor der Tür.

Das Unternehmen von Patrick Bosch (die Firma hat ihren Sitz in der Hensoltstraße und teilt sich auf in eine Planungsfirma und eine Bauträgergesellschaft) hat in Gunzenhausen den besten Ruf. Fitz hob das glänzende Renommee hervor und dankte für das bisherige Engagement. Nun steht für Bosch das bisher größte Wohnprojekt vor der Ausführung. 45 Wohnungen, aufgeteilt in zwei Gebäude, entstehen in der Zufuhrstraße ganz in der Nähe des Freizeitzentrums „Juramare“. Auf 3000 Quadratmetern gibt es auch 55 Pkw-Stellplätze, davon 45 unterirdisch.

Geplant hat die Anlage Architektin Katrin Ott (links im Bild), als Bauleiter wird in bewährter Weise Timo Gögelein (Zweiter von links) tätig sein. Wie Firmenchef Patrick Bosch erklärte, soll die ganze Anlage am Jahresende 2024 fertig sein. Zweifel an dieser Aussage nicht eigentlich nicht erlaubt, denn es ist bei den bisherigen Projekten des Bauherrn alles so pünktlich und zuverlässig abgelaufen wie geplant. Für die Verzögerung der baulichen Vorarbeiten hat im Fall des jüngsten Vorhabens eine Bodenuntersuchung des Landesamts für Denkmalpflege gesorgt, die sich auf das Vorhandensein eines mittelalterlichen jüdischen Friedhofs bezog. Die Untersuchung hat aber keine weiteren Erkenntnisse gebracht.

85 Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft. Jetzt liegt es an Immobilienmaklerin Dunja Loy, die restlichen an den Mann/Frau zu bringen. Finanzierungspartner der Firma ist die VR Bank Mittelfranken Mitte, für die Direktor Erwin Einzinger (Zweiter von rechts) und Günter Weeger (rechts) an der Feier teilnahmen.

Das Döckinger Cateringunternehmen Stadelmann war von Patrick Bosch engagiert worden, um die Teilnehmer des Spatenstichs zu verköstigen, was mit mit einer neuen Kreation der traditionellen „Zwickten“ (nach Regensburger Vorbild: mit Kraut) trefflich gelang.