Tag Archives: Gunzenhausen

Der erste „FalkTalk“ ist am 17. Juni

FalkTalk 2592x3872-004Bürgerbegegnung im Gasthaus „Altes Rathaus“

„Der direkte Kontakt mit dem Bürger ist mir wichtig, denn ich verstehe mich als kommunalpolitischer Anwalt der Menschen, die mir ihr Vertrauen geschenkt haben.“ Werner Falk, der FDP-Stadtrat, bietet deshalb eine neue Kommunikationebe ne an, die sich „Falk Talk“ nennt.
Er sagt, die herkömmlichen Bürgerinformationen der Parteien, die sich vielfach auf die Zeit vor den Wahlen konzentrierten und die oftmals nur der Befriedigung der eigenen Klientel dienten, seien überholt. „Ich möchte die FDP im übertragenen Sinne herausholen aus dem Hinterzimmer “, erklärt Falk zu seinem Vorhaben, in einer offenen Begegnung mit den Gunzenhäusern die Kommunalpolitik transparent zu machen.
Der „FalkTalk“ richtet sich an alle, die sich Gedanken machen, wie Gunzenhausen noch attraktiver werden kann. Die neue Form der Bürgerbegegnung äußert sich im Zeitpunkt: das „Wirtshausgespräch“ beginnt um 18 Uhr und endet gegen 20.30 Uhr. Und immer ist dem politischen Vortrag ein gemeinsames Vesper vorgeschaltet. Der erste „FalkTalk“ ist am Dienstag, 17. Juni, im Gasthaus „Altes Rathaus“.

Mit dem Segway um den Altmühlsee

Touristisches Angebot von „More-4-fun“

Die einen joggen schon morgens um Sechs um den Altmühlsee, andere steigen aufs Rad oder in die Rikscha, um die zwölf Kilometer auf den geteerten Wegen unterwegs zu sein. Jetzt ist ein neues Angebot dazu gekommen: Segway. Das elektrisch angetriebene Fahrzeug erreicht immerhin 20 km/h und ist besonders wendig.  „More-4-Fun“ hat seinen Stützpunkt am Altmühlsee-Westufer bei Wald, aber das Unternehmen aus Weihenzell bei Ansbach ist auch in Rothenburg, am Hesselberg und am Limes (Pfofeld) mit einem Tourenangebot präsent. Am schönsten ist es, in der Gruppe mit dem Segway zu fahren. Am Altmühlsee besteht von April bis Oktober an sieben Tagen in der Woche die Gelegenheit. Allerdings ist eine Reservierung (Telefon 0160/964-179-40) notwendig. Jeden Montag geht es mit der Tourist-Information Gunzenhausen auf zu einer Altmühlseetour.
Wer nur einmal schnuppern möchte, der kann es in einer halben Stunde machen (20 Euro). Vermietet werden die Segways stundenweise bis zu einem ganzen Tag. Foto: Falk

Der Einzelhandel darf nicht abtauchen

Wie kann der Handel den Online-Konkurrenten Paroli bieten?

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Bezirksgeschäftsführer Uwe Werner (links) mit Erika Gruber, der IHK-Vizepräsidentin, und ihrem Mann Herbert. Beide betreiben das führende Zweiradgeschäft in Gunzenhausen.

Der mittelfränkischen Einzelhandel hat im letzten Jahr um 1,4 Prozent mehr umgesetzt. Das schreibt Uwe Werner, der Geschäftsführer des mittelfränkischen Bezirks des Handelsverbands Bayern (HBE), in der neuesten Ausgabe von „WiM“, dem Magazin der Industrie- und Handelskammer Nürnberg. Er stellt eine leichte Entspannung bei der Ertragslage der 7900 Verkaufsstellen des mittelfränkischen Einzelhandels fest, der immerhin 47800 Beschäftigte zählt, darunter 2600 Auszubildende.
Er sagt, es gebe einen Trend, immer mehr in den größeren Städten einzukaufen, während es den Geschäften in Kleinzentren (bis zu 30000 Einwohner) tendenziell schlechter gehe. Zwar berichteten 40 Prozent der Geschäfte von einem Umsatzwachstum, aber mehr als ein Drittel habe ein Minus verbucht.
Ein Drittel der Kunden kaufe per Mausklick ein. Wie Uwe Werner erklärt, habe der Umsatz im Online-Handel um neun Prozent zugelegt und seinen Marktanteil auf knapp acht Prozent erreicht. Der Experte rechnet damit, dass in zehn Jahren ein Viertel der Einkäufe vom heimischen Sofa aus gemacht werden. Für die stationären Geschäfte ergebe das einen Umsatzeinbruch um 30 Prozent.
„Der Handel muss seine individuellen Stärken noch mehr herausstellen“, sagt Werner und meint damit den persönlichen Kontakt zu den Käufern. Er empfiehlt den Geschäftsleuten, flankierend ebenfalls in den Online-Handel einzusteigen, sofern das branchenspezifisch geht. „Wir müssen die Online-Anbieter mit ihren eigenen Waffen schlagen“, erklärt der Bezirksgeschäftsführer des Verbands.
Für Erika Gruber, die IHK-Vizepräsidentin aus Gunzenhausen, sind die großen Online-Handelsunternehmen die größten Konkurrenten für den ortsansässigen Handel. Unternehmen wie Amazon zahlten in Deutschland kaum Steuern, sie beteiligten sich auch nicht an Straßenausbauprojekten, an Kindergärten oder Schulen und sie unterstützten nicht die gesellschaftlichen und karitativen Einrichtungen in den Gemeinden. Deshalb ihre Forderung: „Es müssen für den Internethandel die gleichen Rahmenbedingungen gelten wie für den klassischen Handel.“
In das gleiche Horn stößt Jürgen Oriold, der Bezirksvorsitzende des HBE in Mittelfranken: „Der Kunde, de nicht mehr in die Innenstadt kommt, geht auch nicht ins Cafe oder ins Kino. Die gesellschaftliche Kommunikation verarmt.“
Bezirksgeschäftsführer Uwe Werner (links) im Gespräch mit IHK-Vizepräsidentin Erika Gruber und deren Mann Herbert, die in Gunzenhausen das führende Radsportgeschäft betreiben. Foto: Falk

Kunstsommer in Absberg eröffnet

Großformatige Kunst auf dem Müßighof

RW Absberg Vernissage

Überdimensional und deshalb eindrucksvoll.

Die Eröffnung des Kunstsommers von Regens Wagner Absberg fand in diesem Jahr in ungewöhnlicher Umgebung statt. Unter dem Titel „Topographie des Möglichen – Was ist ein Körper/eine Person?“ stellt die Künstlergruppe SHARED INC. aus Wien ein wahrhaft großes Kunstwerk in einer Halle auf dem Müßighof aus. Auf einer vier Meter hohen „Pinnwand“, die in einer Endlosschleife von fünfzig Metern angeordnet ist, sind Skizzen, Zeichnungen, Fotografien und Texte präsentiert, die sich mit Thema Pflege in beeindruckender Weise auseinandersetzen und die keinen Betrachter unberührt lassen. Ein Besucherin drückte es so aus: „Es ist alles perfekt arrangiert, nur eines fehlt, die Taschentücher“.
Der Gesamtleiter von Regens Wagner Absberg, Dr. Huber Soyer, beschrieb in seinem Grußwort die Herausforderung Kunst, Wissenschaft und Pflege in Verbindung zu bringen, dabei neue Erkenntnisse zu gewinnen und dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
Die anwesenden Künstler von SHARED INC., Bernd Kräftner und Isabel Warner, erläuterten in ihrer Begrüßung ihre Bewegründe für die Entstehung des Kunstwerkes. Der studierte Mediziner, Künstler und Forscher Bernd Kräftner berichtete, dass es sich bei diesem Projekt um eine eineinhalbjährige ethnographische Arbeit in einer Pflegestation handelt, die sich mit der Langzeitrehabilitation von schwerstbehinderten Menschen nach einem Schädel-Hirn-Trauma beschäftigt. Die betroffenen Menschen seien „legally incompetent“, das heißt, die dargestellten Personen sind nicht geschäftsfähig und von Entscheidungen anderer abhängig. Entscheidungsfindungsprozesse jenseits des „informierten Einverständnisses“ darzustellen und eine so genannte „Topographie des Möglichen“ aufzuzeigen, war das Ziel von SHARED INC. (Forschungszentrum für geteilte Inkompetenz).
Isabel Warner machte anschließend auf die ergänzende Ausstellung im Kunstbesetzten Haus in Gunzenhausen in der Gartenstraße aufmerksam. Zugleich stellte Warner klar: „Das Kunstprojekt ist noch keineswegs abgeschlossen und wird von SHARED INC. weitergeführt.“
Bevor sich das Tor zu Ausstellunghalle öffnete, präsentierten Bewohner von Regens Wagner Absberg zusammen mit Berliner Künstlern (Anklam & Gatscha) sowie Ergotherapie-Schülern und Schülern der FOS Weißenburg eine Musikperformance mit dem Titel „ÜberBrücken“.

Günter Ströbel neuer Chef des Gemeindetags

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Von links: Manfred Schneider, Markus Dirsch, Günter Ströbel, Helmut Schmaußer, Karl Hertlein und Josef Dengler.

Der Dittenheimer Bürgermeister Günter Ströbel (CSU) ist von den Bürgermeistern des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen zum neuen Vorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags gewählt worden. Sein Vorgänger war Werner Mößner aus Langenaltheim, der zwölf Jahre amtiert hatte.
Der Wechsel an der Spitze wird komplettiert durch die Wahl von Manfred Schneider aus Solnhofen (SPD), der nach zwölf Jahren den Platz von Fritz Walter aus Absberg einnimmt. Neu gewählt wurden als weitere Vorstandsmitglieder zwei Amtsträger, die seit Frühjahr 2014 tätig sind:  der Pleinfelder Bürgermeister Markus Dirsch und der Absberger Helmut Schmaußer. Bestätigt wurden in ihren Funktionen Schriftführer Karl Hertlein aus Haundorf und Kassier Josef Dengler aus Raitenbuch.
Wie Werner Mößner ankündigte, wird er weiterhin als Berater für Strom- und Gaslieferverträge den Landesverband unterstützen.

„Schön war die Zeit…“

Walter Langohrs Erinnerungen an die fünfziger und sechziger Jahre

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Walter Langohr auf seinem Porsche

Walter Langohr stammt aus Segringen bei Dinkelsbühl. Er ist dort im Dorf aufgewachsen, hat alles erlebt, was Buben so alles interessiert. Und als junger Mann hat er mit seinen Kumpanen den Segringern und den Menschen im Umland manchen Streich gespielt. Wer so verschmitzt ist, der taugt auch zum Geschichtenschreiber! Walter Langohr jedenfalls hat zur Feder gegriffen – und wie! Gleich drei Bücher hat er verfasst: „Hurra, wir haben einen Porsche!“, „Schlitzohren, Langohren, trakto(h)ren“ und „So schön, schön war die Zeit“. Auch eine CD mit seinen schönsten Geschichten hat er herausgebracht. Alle Titel können beim Autoren erworben werden (An der Mainleite 12, 97828 Marktheidenfeld, Telefon 09391/4740) oder sind im Buchhandel erhältlich.
In diesen Tagen ist der dritte Band („So schön, schön war die Zeit“) in aktualisierter und erweiterter Form erschienen.
Viele seiner Dorfgeschichten rund um den Hesselberg könnten sich auch in anderen Orten Frankens zugetragen haben. Das macht die Bücher für alle so lesenswert und so verständlich. Walter Langohr hat nicht den Ehrgeiz, den Pulitzer-Preis für seine literarischen Produkte zu ergattern. Er will die Menschen auf dem Land einfach nur unterhalten, von ihnen die Reaktion herauslocken, dass sie alles genauso oder ähnlich erlebt haben. Für die jüngeren Jahrgänge sind seine Schilderungen informativ, denn viele junge Menschen haben heute nur mehr wenig Ahnung vom Leben auf dem Lande vor fünfzig und sechzig Jahren.

Der Autor ist Liebhaber von Porsche-Schleppern. Was er alles an Informationen über seine Lieblingstraktoren zusammengetragen hat, das ist schon sehr beachtlich. Er steht mit vielen Oldtimer-Sammlern im Kontakt und steht ihnen auch als Erzähler zur Verfügung. Der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen wird im Herbst 2014 mit ihm eine Veranstaltung (Lesung mit Gesprächsrunde) durchführen.

Gesucht wird die neue Apfelkönigin

Junge Damen können sich jetzt bewerben

Die Interessengemeinschaft „Fränkische Moststraße“ hat eine herausragende Stelle zu besetzen: die Apfelkönigin. Junge Frauen können sich ab sofort melden, denn die Amtszeit von Carolin I. läuft im Herbst aus.

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Carolin I. amtiert noch bis Herbst, dann übernimmt ihre Nachfolgerin die Regentschaft an der Fränkischen Moststraße.

Gesucht wird eine Dame von mindestens 18 Jahren, die ein adrettes und sicheres Auftreten sowie eine positive Ausstrahlung hat, die sich mit Ihrer Heimatregion identifizieren kann und der der Erhalt der fränkischen Streuobstwiesen ein Anliegen ist. Bewerben können sich alle jungen Damen, die einen Wohnsitz in einer der Moststraßen-Gemeinden aus den Landkreisen Ansbach, Donau-Ries, Neustadt/Aisch, Schwäbisch-Hall und Weißenburg-Gunzenhausen haben. Dies sind derzeit Absberg, Arberg, Aurach, Bechhofen, Burgoberbach, Burgbernheim, Burk, Dentlein, Dinkelsbühl, Dürrwangen, Ehingen, Feuchtwangen, Flachslanden, Gerolfingen, Gunzenhausen, Herrieden, Kreßberg, Langfurth, Leutershausen, Mönchsroth, Oettingen, Röckingen, Schnelldorf, Schopfloch, Unterschwaningen, Wassertrüdingen, Weidenbach, Weiltingen, Wilburgstetten und Wittelshofen. Die Fränkische Moststraße stattet ihre Apfelkönigin mit einer Tracht im Wert von ca. 500 € aus, für ihre Einsätze erhält sie eine Aufwandsentschädigung und Fahrkostenersatz. Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert, schickt eine Kurzbewerbung an das Sekretariat der Fränkischen Moststraße in 91567 Herrieden, Herrnhof 10. Eine Entscheidung fällt nach persönlicher Vorstellung in einem Gremium, sodann wird es im Herbst zur feierlichen Krönung im Rahmen eines Festes kommen. Der Krönungstermin steht noch nicht fest, evtl. findet diese am Tag der Regionen, dem Streuobsttag in Burgbernheim oder auf der Messe Kontakta in Ansbach.Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert, schickt eine Kurzbewerbung an das Sekretariat der Fränkischen Moststraße in 91567 Herrieden, Herrnhof 10. Eine Entscheidung fällt nach persönlicher Vorstellung in einem Gremium, sodann wird es im Herbst zur feierlichen Krönung im Rahmen eines Festes kommen. Der Krönungstermin steht noch nicht fest, evtl. findet diese am Tag der Regionen, dem Streuobsttag in Burgbernheim oder auf der Messe Kontakta in Ansbach.

Was ist im Juni los in Gunzenhausen?

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Kathrin Meidl, die stellvertretende Leiterin der Tourist-Information Gunzenhausen, ist eine Sympathieträgerin der Stadt.

1. Juni, 10.30 bis 18 Uhr: Trödelmarkt auf dem Festplatz

7. Juni bis  27. September   jeden Samstagvormittag von 10 bis 14 Uhr  Konzerte am Marktplatz in Gunzenhausen.

4. Juni, 14 Uhr: Tanznachmittag in der Stadthalle

6. Juni, 19.30 Uhr: Abendfahrt mit der MS Altmühlsee mit Livemusik ab Schlungenhof

6. Juni, 19.30 Uhr: Orgelkonzert zum Partnerschaftsjubiläum mit Isle in der Stadtkirche

6. Juni, 20 Uhr: Kabarett mit Michl Müller in der Stadthalle

7. Juni bis 9. Juni: Seefest und Kanutestival am Altmühlsee (Schlungenhof)

11. Juni, 19 Uhr: Sommerkonzert im ehemaligen markgraflächen Hofgarten mit der Jugendkapelle Gunzenhausen

13. Juni, 19.30 Uhr: Abendfahrt auf der MS Altmühlsee mit Livemusik ab Schlungenhof

15. Juni, 20 Uhr:  Besinnlicher Tagesausklang auf der MS Altmühlsee mit Pfarrer Burkhard Stark (Schlungenhof)

18. Juni, 19 Uhr: Sommerkonzert mit der Pleinfelder Blasmusik im ehemaligen markgräflichen Hofgarten

19. Juni, 20 Uhr: Kabarett mit Couplet AG im Hermann-Stadel in Wald-Steinabühl

20. Juni, 19.30 Uhr: Abendfahrt auf der MS Altmühlsee mit Livemusik (Walder Dorfmusik) ab Schlungenhof

22. Juni, 9.45 Uhr: Frühstücksbüfett mit regionalen Produkten auf der MS Altmühlsee (ab Schlungenhoöf)

22. Juni, 11 bis 18 Uhr: Johannimarkt auf dem Marktplatz Gunzenhausen

25. Juni, 19 Uhr: Sommerkonzert mit der Brass Band Gunzenahsuen im ehemaligen markgräflichen Hofgarten

27. Juni, 19.0 Uhr: Abendfahrt auf der MS Altmühlsee mit Livemusik (ab Schlungenhof)

28. Juni, 10.30 Uhr: Sommerfest des Burkhard-von-Seckendorff-Heims

29. Juni, ab 11 Uhr: Tag der offenen Tür im Tierheim an der Ansbacher Straße

Europawahlkampf: Zu wenig plakativ

Erklärung von Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Zunächst das absolut positive Ergebnis für alle: die Wahlbeteiligung mit 48 Prozent in Deutschland war viel höher als befürchtet. Ich hatte im Vorfeld eine viel schlechtere Beteiligung erwartet.
Die erhoffte Erholung der FDP ist nicht eingetreten. Das vormalige Super-Ergebnis von 11 Prozent war nicht zu erwarten, aber um die fünf Prozent hatte ich schon prognostiziert.
Was sind die Gründe für dieses schlechte Abschneiden? Das Ausscheiden aus dem Bundestag und dem Landtag in Bayern hat die Wahrnehmung der Partei in der Öffentlichkeit natürlich verschlechtert. Zündende Argumente für die FDP hat es nicht gegeben, die europapolitischen Ziele der Parteien waren (und sind) in vielen Punkten die gleichen. Schon gar nicht zu erkennen war ein „Alleinstellungsmerkmal“ der FDP, also ein zwingender Grund, weshalb sich der Wähler für sie entscheiden sollte. Es wäre wohl besser gewesen, die Partei hätte eine markante und plakativ wirkende Wahlaussage getroffen.  Damit hätte sie sich von den anderen abheben können und wäre besser wahrgenommen worden. Die beiden großen Parteien, also die Konservativen und die Sozialdemokraten, sind jeweils mit Kandidaten für die EU-Kommission plakativ in Erscheinung getreten und somit viel stärker wahrgenommen worden. Sie haben ihren Programmen sozusagen ein Gesicht gegeben, was in unserer Gesellschaft, die vielfach von Fernsehbildern lebt, ganz wichtig ist. Somit ist die nicht immer verständliche EU-Politik als personalisierte Nachricht „rübergekommen“.
Der Spitzenkandidat der europäischen Sozialisten (Schulz) hat als Deutscher natürlich der SPD ein Plus an Stimmen gebracht. Zudem ist er auch nach meiner Meinung ein guter Mann für Europa, der in der Vergangenheit auch konfrontativen Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg gegangen ist (Streit mit Berlusconi, Rede in Jerusalem) und die Wahrheit nicht auf dem Altar der Diplomatie geopfert hat.
Für das Erstarken der FDP ist ganz allein die Arbeit an der kommunalen Basis entscheidend.

Kameradschaft dankte Ewald Ziegler

Susanne Feller-Köhnlein und Karl-Heinz Fitz sind neue kooptierte Mitglieder im Vorstand

Im Vereinslokal „Hahnenkamm-Cafe“ fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Kameradschaft der Hahnenkamm-Kaserne e.V. statt. Hierzu waren einige Persönlichkeiten erschienen, die mit ihren eigenen Lebensläufen das zivile und militärische Leben im Hahnenkamm der letzten Jahrzehnte bestimmten. Neben Bürgermeister Ewald Ziegler kam Gunzenhausens Altbürgermeister Gerhard Trautner und sein ehemaliger Amtskollege Günter Oberhauser aus Westheim. Das Mitglied des Bayerischen Landtags Manuel Westphal, bis zu seinem Wechsel ins Maximilianeum, Schriftführer der Kameradschaft fand sich gerne als Gast ein.
Zudem bereicherte der 1. StandörtältesteBundeswehr Heidenheim 14 008 der Hahnenkamm-Kaserne Oberstleutnant i.R. Ernst-Christian Kluge die Versammlung durch seine Anwesenheit. Mit Günter Ströbel, 1. Bürgermeister aus Dittenheim und ehemaligen militärischen Führungskräften der Hahnenkamm-Kaserne versammelte sich vielfältiges Publikum, welches 1. Vorsitzender Oberstleutnant i.R. Klaus Winter begrüßte.
Klaus Winter gratulierte dem 1. Bürgermeister Dittenheims Oberstleutnant a. D. Günter Ströbel zu dessen Wiederwahl mit gutem Ergebnis. Winter stellte die Hausherrin des „Hahnenkamm-Cafe“, Susanne Feller- Kühnlein vor, welche im Mai 2014 die Nachfolge von Ewald Ziegler als neue Bürgermeisterin Heidenheims antreten wird.
Im Anschluss an ein Totengedenken schilderte Klaus Winter die Ereignisse des Jahres 2013 beginnend mit dem Neujahrsempfang, den ständigen „Dämmerschoppen“ jeweils an den letzten Donnerstagen der Monate bis hin zu den Jahresausflügen des Frühherbstes.Die Kameradschaft versuche darüber hinaus den Heidenheimer Sportschützen unter die Arme zu greifen. Die Teilnahme einer Mannschaft zu den Einladungsschießen werde gerne angenommen.
Mit Willi Fettinger als Internet-Beauftragtem und Rudolf Laux als Pressesprecher habe man die Vorstandschaft nun wieder komplett aufgestellt. Klaus Winter freute sich über die Spontanzusage des neu gewählten Ersten Bürgermeisters der Stadt Gunzenhausen Karl-Heinz Fitz, der Kameradschaft beitreten zu wollen. Sowohl der/die Heidenheimer Bürgermeister (in) als auch der jeweilige Erste Bürgermeister der Patenstadt Gunzenhausen gehören Kraft Amtes und Satzung der Kameradschaft zum erweiterten Vorstand. Die Tatsache, so Winter, dass die künftige Bürgermeisterin Heidenheims auch das Vereinsheim führt, mag einige Aspekte in der Arbeit der Kameradschaft erleichtern.
„Ursula von der Leyen ist in der Armee und ich bin selber auch gerne dabei!“, versicherte Susanne Feller- Kühnlein dann schon einmal.
Schriftführer Manfred Kirchdörfer verlas das ausführliche Protokoll der Jahreshauptversammlung aus dem Jahr 2013. Dann erstattete Schatzmeister Karl Amslinger aus Sammenheim seinen Kassenbericht. Die Umstellung auf SEPA bei den Banken zur Verwaltung und Abbuchung der Mitgliedsbeiträge sei im Allgemeinen gut gelaufen, vermeldete er. Kurt Kortla bescheinigte als Revisor Karl Amslinger eine sehr ordentliche Kassenführung. Sein Entlastungsantrag für Schatzmeister und Vorstandschaft wurde einstimmig bei fünf Enthaltungen angenommen.
3. Vorsitzender Gerhard Pfliegel hielt kurze Rückschau auf die Ausflüge der Kameradschaft nach Marktbergel und Mödlareuth. Er gab bekannt, dass man heuer (2014) einen Gegenbesuch beim Sanitätsregiment 42 „Allgäu“ nach Kempten unternehmen wolle. Er finde am 17. September statt. Weiteres werde noch bekannt gegeben.
Nach Abwicklung der satzungsgemäßen Regularien nutzte 1. Vorsitzender Klaus Winter die Gelegenheit, um dem scheidenden 1. Bürgermeister Heidenheims Ewald Ziegler aufrichtige Dankesworte zu widmen.
Sein Amt als Beisitzer in der Vorstandschaft habe er 11 Jahre beispielgebend wahrgenommen. Er habe die Kameradschaft mit Leben erfüllt. Im Zuge der Anmietung von Traditionsräumen inmitten der Marktgemeinde habe Ewald Ziegler wichtige Beiträge geleistet und allgemein der Garnison in der jüngeren Geschichte Heidenheims eine Heimat gegeben. Er sei noch nicht ganz abgetreten, erwiderte Ewald Ziegler in der ihm eigenen jovialen Art. Er hoffe, so Ziegler, dass seine Nachfolgerin guten Kontakt zu der Kameradschaft halten werde. schließlich wünschte er der Kameradschaft viel Erfolg. Er werde weiter im Hintergrund für deren Belange arbeiten, versprach er.
Mit einem gemeinsamen Abendessen endete die Jahreshauptversammlung, wobei Gelegenheit bestand, die Bilder des Verfassers vom Mödlareuth-Ausflug 2013 zu betrachten. RUDOLF LAUX

Unser Foto: Vorsitzender Klaus Winter dankte dem ausgeschiedenen Bürgermeister Ewald Zi