Tag Archives: Gunzenhausen

Kunstsommer in Absberg eröffnet

Großformatige Kunst auf dem Müßighof

RW Absberg Vernissage

Überdimensional und deshalb eindrucksvoll.

Die Eröffnung des Kunstsommers von Regens Wagner Absberg fand in diesem Jahr in ungewöhnlicher Umgebung statt. Unter dem Titel „Topographie des Möglichen – Was ist ein Körper/eine Person?“ stellt die Künstlergruppe SHARED INC. aus Wien ein wahrhaft großes Kunstwerk in einer Halle auf dem Müßighof aus. Auf einer vier Meter hohen „Pinnwand“, die in einer Endlosschleife von fünfzig Metern angeordnet ist, sind Skizzen, Zeichnungen, Fotografien und Texte präsentiert, die sich mit Thema Pflege in beeindruckender Weise auseinandersetzen und die keinen Betrachter unberührt lassen. Ein Besucherin drückte es so aus: „Es ist alles perfekt arrangiert, nur eines fehlt, die Taschentücher“.
Der Gesamtleiter von Regens Wagner Absberg, Dr. Huber Soyer, beschrieb in seinem Grußwort die Herausforderung Kunst, Wissenschaft und Pflege in Verbindung zu bringen, dabei neue Erkenntnisse zu gewinnen und dabei den Menschen in den Mittelpunkt zu stellen.
Die anwesenden Künstler von SHARED INC., Bernd Kräftner und Isabel Warner, erläuterten in ihrer Begrüßung ihre Bewegründe für die Entstehung des Kunstwerkes. Der studierte Mediziner, Künstler und Forscher Bernd Kräftner berichtete, dass es sich bei diesem Projekt um eine eineinhalbjährige ethnographische Arbeit in einer Pflegestation handelt, die sich mit der Langzeitrehabilitation von schwerstbehinderten Menschen nach einem Schädel-Hirn-Trauma beschäftigt. Die betroffenen Menschen seien „legally incompetent“, das heißt, die dargestellten Personen sind nicht geschäftsfähig und von Entscheidungen anderer abhängig. Entscheidungsfindungsprozesse jenseits des „informierten Einverständnisses“ darzustellen und eine so genannte „Topographie des Möglichen“ aufzuzeigen, war das Ziel von SHARED INC. (Forschungszentrum für geteilte Inkompetenz).
Isabel Warner machte anschließend auf die ergänzende Ausstellung im Kunstbesetzten Haus in Gunzenhausen in der Gartenstraße aufmerksam. Zugleich stellte Warner klar: „Das Kunstprojekt ist noch keineswegs abgeschlossen und wird von SHARED INC. weitergeführt.“
Bevor sich das Tor zu Ausstellunghalle öffnete, präsentierten Bewohner von Regens Wagner Absberg zusammen mit Berliner Künstlern (Anklam & Gatscha) sowie Ergotherapie-Schülern und Schülern der FOS Weißenburg eine Musikperformance mit dem Titel „ÜberBrücken“.

Günter Ströbel neuer Chef des Gemeindetags

Ströbel Gemeindetag

Von links: Manfred Schneider, Markus Dirsch, Günter Ströbel, Helmut Schmaußer, Karl Hertlein und Josef Dengler.

Der Dittenheimer Bürgermeister Günter Ströbel (CSU) ist von den Bürgermeistern des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen zum neuen Vorsitzenden des Bayerischen Gemeindetags gewählt worden. Sein Vorgänger war Werner Mößner aus Langenaltheim, der zwölf Jahre amtiert hatte.
Der Wechsel an der Spitze wird komplettiert durch die Wahl von Manfred Schneider aus Solnhofen (SPD), der nach zwölf Jahren den Platz von Fritz Walter aus Absberg einnimmt. Neu gewählt wurden als weitere Vorstandsmitglieder zwei Amtsträger, die seit Frühjahr 2014 tätig sind:  der Pleinfelder Bürgermeister Markus Dirsch und der Absberger Helmut Schmaußer. Bestätigt wurden in ihren Funktionen Schriftführer Karl Hertlein aus Haundorf und Kassier Josef Dengler aus Raitenbuch.
Wie Werner Mößner ankündigte, wird er weiterhin als Berater für Strom- und Gaslieferverträge den Landesverband unterstützen.

“Schön war die Zeit…”

Walter Langohrs Erinnerungen an die fünfziger und sechziger Jahre

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Walter Langohr auf seinem Porsche

Walter Langohr stammt aus Segringen bei Dinkelsbühl. Er ist dort im Dorf aufgewachsen, hat alles erlebt, was Buben so alles interessiert. Und als junger Mann hat er mit seinen Kumpanen den Segringern und den Menschen im Umland manchen Streich gespielt. Wer so verschmitzt ist, der taugt auch zum Geschichtenschreiber! Walter Langohr jedenfalls hat zur Feder gegriffen – und wie! Gleich drei Bücher hat er verfasst: „Hurra, wir haben einen Porsche!“, „Schlitzohren, Langohren, trakto(h)ren“ und „So schön, schön war die Zeit“. Auch eine CD mit seinen schönsten Geschichten hat er herausgebracht. Alle Titel können beim Autoren erworben werden (An der Mainleite 12, 97828 Marktheidenfeld, Telefon 09391/4740) oder sind im Buchhandel erhältlich.
In diesen Tagen ist der dritte Band („So schön, schön war die Zeit“) in aktualisierter und erweiterter Form erschienen.
Viele seiner Dorfgeschichten rund um den Hesselberg könnten sich auch in anderen Orten Frankens zugetragen haben. Das macht die Bücher für alle so lesenswert und so verständlich. Walter Langohr hat nicht den Ehrgeiz, den Pulitzer-Preis für seine literarischen Produkte zu ergattern. Er will die Menschen auf dem Land einfach nur unterhalten, von ihnen die Reaktion herauslocken, dass sie alles genauso oder ähnlich erlebt haben. Für die jüngeren Jahrgänge sind seine Schilderungen informativ, denn viele junge Menschen haben heute nur mehr wenig Ahnung vom Leben auf dem Lande vor fünfzig und sechzig Jahren.

Der Autor ist Liebhaber von Porsche-Schleppern. Was er alles an Informationen über seine Lieblingstraktoren zusammengetragen hat, das ist schon sehr beachtlich. Er steht mit vielen Oldtimer-Sammlern im Kontakt und steht ihnen auch als Erzähler zur Verfügung. Der Verein für Heimatkunde Gunzenhausen wird im Herbst 2014 mit ihm eine Veranstaltung (Lesung mit Gesprächsrunde) durchführen.

Gesucht wird die neue Apfelkönigin

Junge Damen können sich jetzt bewerben

Die Interessengemeinschaft “Fränkische Moststraße” hat eine herausragende Stelle zu besetzen: die Apfelkönigin. Junge Frauen können sich ab sofort melden, denn die Amtszeit von Carolin I. läuft im Herbst aus.

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Carolin I. amtiert noch bis Herbst, dann übernimmt ihre Nachfolgerin die Regentschaft an der Fränkischen Moststraße.

Gesucht wird eine Dame von mindestens 18 Jahren, die ein adrettes und sicheres Auftreten sowie eine positive Ausstrahlung hat, die sich mit Ihrer Heimatregion identifizieren kann und der der Erhalt der fränkischen Streuobstwiesen ein Anliegen ist. Bewerben können sich alle jungen Damen, die einen Wohnsitz in einer der Moststraßen-Gemeinden aus den Landkreisen Ansbach, Donau-Ries, Neustadt/Aisch, Schwäbisch-Hall und Weißenburg-Gunzenhausen haben. Dies sind derzeit Absberg, Arberg, Aurach, Bechhofen, Burgoberbach, Burgbernheim, Burk, Dentlein, Dinkelsbühl, Dürrwangen, Ehingen, Feuchtwangen, Flachslanden, Gerolfingen, Gunzenhausen, Herrieden, Kreßberg, Langfurth, Leutershausen, Mönchsroth, Oettingen, Röckingen, Schnelldorf, Schopfloch, Unterschwaningen, Wassertrüdingen, Weidenbach, Weiltingen, Wilburgstetten und Wittelshofen. Die Fränkische Moststraße stattet ihre Apfelkönigin mit einer Tracht im Wert von ca. 500 € aus, für ihre Einsätze erhält sie eine Aufwandsentschädigung und Fahrkostenersatz. Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert, schickt eine Kurzbewerbung an das Sekretariat der Fränkischen Moststraße in 91567 Herrieden, Herrnhof 10. Eine Entscheidung fällt nach persönlicher Vorstellung in einem Gremium, sodann wird es im Herbst zur feierlichen Krönung im Rahmen eines Festes kommen. Der Krönungstermin steht noch nicht fest, evtl. findet diese am Tag der Regionen, dem Streuobsttag in Burgbernheim oder auf der Messe Kontakta in Ansbach.Wer sich für dieses Ehrenamt interessiert, schickt eine Kurzbewerbung an das Sekretariat der Fränkischen Moststraße in 91567 Herrieden, Herrnhof 10. Eine Entscheidung fällt nach persönlicher Vorstellung in einem Gremium, sodann wird es im Herbst zur feierlichen Krönung im Rahmen eines Festes kommen. Der Krönungstermin steht noch nicht fest, evtl. findet diese am Tag der Regionen, dem Streuobsttag in Burgbernheim oder auf der Messe Kontakta in Ansbach.

Was ist im Juni los in Gunzenhausen?

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Kathrin Meidl, die stellvertretende Leiterin der Tourist-Information Gunzenhausen, ist eine Sympathieträgerin der Stadt.

1. Juni, 10.30 bis 18 Uhr: Trödelmarkt auf dem Festplatz

7. Juni bis  27. September   jeden Samstagvormittag von 10 bis 14 Uhr  Konzerte am Marktplatz in Gunzenhausen.

4. Juni, 14 Uhr: Tanznachmittag in der Stadthalle

6. Juni, 19.30 Uhr: Abendfahrt mit der MS Altmühlsee mit Livemusik ab Schlungenhof

6. Juni, 19.30 Uhr: Orgelkonzert zum Partnerschaftsjubiläum mit Isle in der Stadtkirche

6. Juni, 20 Uhr: Kabarett mit Michl Müller in der Stadthalle

7. Juni bis 9. Juni: Seefest und Kanutestival am Altmühlsee (Schlungenhof)

11. Juni, 19 Uhr: Sommerkonzert im ehemaligen markgraflächen Hofgarten mit der Jugendkapelle Gunzenhausen

13. Juni, 19.30 Uhr: Abendfahrt auf der MS Altmühlsee mit Livemusik ab Schlungenhof

15. Juni, 20 Uhr:  Besinnlicher Tagesausklang auf der MS Altmühlsee mit Pfarrer Burkhard Stark (Schlungenhof)

18. Juni, 19 Uhr: Sommerkonzert mit der Pleinfelder Blasmusik im ehemaligen markgräflichen Hofgarten

19. Juni, 20 Uhr: Kabarett mit Couplet AG im Hermann-Stadel in Wald-Steinabühl

20. Juni, 19.30 Uhr: Abendfahrt auf der MS Altmühlsee mit Livemusik (Walder Dorfmusik) ab Schlungenhof

22. Juni, 9.45 Uhr: Frühstücksbüfett mit regionalen Produkten auf der MS Altmühlsee (ab Schlungenhoöf)

22. Juni, 11 bis 18 Uhr: Johannimarkt auf dem Marktplatz Gunzenhausen

25. Juni, 19 Uhr: Sommerkonzert mit der Brass Band Gunzenahsuen im ehemaligen markgräflichen Hofgarten

27. Juni, 19.0 Uhr: Abendfahrt auf der MS Altmühlsee mit Livemusik (ab Schlungenhof)

28. Juni, 10.30 Uhr: Sommerfest des Burkhard-von-Seckendorff-Heims

29. Juni, ab 11 Uhr: Tag der offenen Tür im Tierheim an der Ansbacher Straße

Europawahlkampf: Zu wenig plakativ

Erklärung von Werner Falk, Stadtrat der FDP in Gunzenhausen

Zunächst das absolut positive Ergebnis für alle: die Wahlbeteiligung mit 48 Prozent in Deutschland war viel höher als befürchtet. Ich hatte im Vorfeld eine viel schlechtere Beteiligung erwartet.
Die erhoffte Erholung der FDP ist nicht eingetreten. Das vormalige Super-Ergebnis von 11 Prozent war nicht zu erwarten, aber um die fünf Prozent hatte ich schon prognostiziert.
Was sind die Gründe für dieses schlechte Abschneiden? Das Ausscheiden aus dem Bundestag und dem Landtag in Bayern hat die Wahrnehmung der Partei in der Öffentlichkeit natürlich verschlechtert. Zündende Argumente für die FDP hat es nicht gegeben, die europapolitischen Ziele der Parteien waren (und sind) in vielen Punkten die gleichen. Schon gar nicht zu erkennen war ein “Alleinstellungsmerkmal” der FDP, also ein zwingender Grund, weshalb sich der Wähler für sie entscheiden sollte. Es wäre wohl besser gewesen, die Partei hätte eine markante und plakativ wirkende Wahlaussage getroffen.  Damit hätte sie sich von den anderen abheben können und wäre besser wahrgenommen worden. Die beiden großen Parteien, also die Konservativen und die Sozialdemokraten, sind jeweils mit Kandidaten für die EU-Kommission plakativ in Erscheinung getreten und somit viel stärker wahrgenommen worden. Sie haben ihren Programmen sozusagen ein Gesicht gegeben, was in unserer Gesellschaft, die vielfach von Fernsehbildern lebt, ganz wichtig ist. Somit ist die nicht immer verständliche EU-Politik als personalisierte Nachricht “rübergekommen”.
Der Spitzenkandidat der europäischen Sozialisten (Schulz) hat als Deutscher natürlich der SPD ein Plus an Stimmen gebracht. Zudem ist er auch nach meiner Meinung ein guter Mann für Europa, der in der Vergangenheit auch konfrontativen Auseinandersetzungen nicht aus dem Weg gegangen ist (Streit mit Berlusconi, Rede in Jerusalem) und die Wahrheit nicht auf dem Altar der Diplomatie geopfert hat.
Für das Erstarken der FDP ist ganz allein die Arbeit an der kommunalen Basis entscheidend.

Kameradschaft dankte Ewald Ziegler

Susanne Feller-Köhnlein und Karl-Heinz Fitz sind neue kooptierte Mitglieder im Vorstand

Im Vereinslokal “Hahnenkamm-Cafe” fand die diesjährige Jahreshauptversammlung der Kameradschaft der Hahnenkamm-Kaserne e.V. statt. Hierzu waren einige Persönlichkeiten erschienen, die mit ihren eigenen Lebensläufen das zivile und militärische Leben im Hahnenkamm der letzten Jahrzehnte bestimmten. Neben Bürgermeister Ewald Ziegler kam Gunzenhausens Altbürgermeister Gerhard Trautner und sein ehemaliger Amtskollege Günter Oberhauser aus Westheim. Das Mitglied des Bayerischen Landtags Manuel Westphal, bis zu seinem Wechsel ins Maximilianeum, Schriftführer der Kameradschaft fand sich gerne als Gast ein.
Zudem bereicherte der 1. StandörtältesteBundeswehr Heidenheim 14 008 der Hahnenkamm-Kaserne Oberstleutnant i.R. Ernst-Christian Kluge die Versammlung durch seine Anwesenheit. Mit Günter Ströbel, 1. Bürgermeister aus Dittenheim und ehemaligen militärischen Führungskräften der Hahnenkamm-Kaserne versammelte sich vielfältiges Publikum, welches 1. Vorsitzender Oberstleutnant i.R. Klaus Winter begrüßte.
Klaus Winter gratulierte dem 1. Bürgermeister Dittenheims Oberstleutnant a. D. Günter Ströbel zu dessen Wiederwahl mit gutem Ergebnis. Winter stellte die Hausherrin des “Hahnenkamm-Cafe”, Susanne Feller- Kühnlein vor, welche im Mai 2014 die Nachfolge von Ewald Ziegler als neue Bürgermeisterin Heidenheims antreten wird.
Im Anschluss an ein Totengedenken schilderte Klaus Winter die Ereignisse des Jahres 2013 beginnend mit dem Neujahrsempfang, den ständigen “Dämmerschoppen” jeweils an den letzten Donnerstagen der Monate bis hin zu den Jahresausflügen des Frühherbstes.Die Kameradschaft versuche darüber hinaus den Heidenheimer Sportschützen unter die Arme zu greifen. Die Teilnahme einer Mannschaft zu den Einladungsschießen werde gerne angenommen.
Mit Willi Fettinger als Internet-Beauftragtem und Rudolf Laux als Pressesprecher habe man die Vorstandschaft nun wieder komplett aufgestellt. Klaus Winter freute sich über die Spontanzusage des neu gewählten Ersten Bürgermeisters der Stadt Gunzenhausen Karl-Heinz Fitz, der Kameradschaft beitreten zu wollen. Sowohl der/die Heidenheimer Bürgermeister (in) als auch der jeweilige Erste Bürgermeister der Patenstadt Gunzenhausen gehören Kraft Amtes und Satzung der Kameradschaft zum erweiterten Vorstand. Die Tatsache, so Winter, dass die künftige Bürgermeisterin Heidenheims auch das Vereinsheim führt, mag einige Aspekte in der Arbeit der Kameradschaft erleichtern.
“Ursula von der Leyen ist in der Armee und ich bin selber auch gerne dabei!”, versicherte Susanne Feller- Kühnlein dann schon einmal.
Schriftführer Manfred Kirchdörfer verlas das ausführliche Protokoll der Jahreshauptversammlung aus dem Jahr 2013. Dann erstattete Schatzmeister Karl Amslinger aus Sammenheim seinen Kassenbericht. Die Umstellung auf SEPA bei den Banken zur Verwaltung und Abbuchung der Mitgliedsbeiträge sei im Allgemeinen gut gelaufen, vermeldete er. Kurt Kortla bescheinigte als Revisor Karl Amslinger eine sehr ordentliche Kassenführung. Sein Entlastungsantrag für Schatzmeister und Vorstandschaft wurde einstimmig bei fünf Enthaltungen angenommen.
3. Vorsitzender Gerhard Pfliegel hielt kurze Rückschau auf die Ausflüge der Kameradschaft nach Marktbergel und Mödlareuth. Er gab bekannt, dass man heuer (2014) einen Gegenbesuch beim Sanitätsregiment 42 “Allgäu” nach Kempten unternehmen wolle. Er finde am 17. September statt. Weiteres werde noch bekannt gegeben.
Nach Abwicklung der satzungsgemäßen Regularien nutzte 1. Vorsitzender Klaus Winter die Gelegenheit, um dem scheidenden 1. Bürgermeister Heidenheims Ewald Ziegler aufrichtige Dankesworte zu widmen.
Sein Amt als Beisitzer in der Vorstandschaft habe er 11 Jahre beispielgebend wahrgenommen. Er habe die Kameradschaft mit Leben erfüllt. Im Zuge der Anmietung von Traditionsräumen inmitten der Marktgemeinde habe Ewald Ziegler wichtige Beiträge geleistet und allgemein der Garnison in der jüngeren Geschichte Heidenheims eine Heimat gegeben. Er sei noch nicht ganz abgetreten, erwiderte Ewald Ziegler in der ihm eigenen jovialen Art. Er hoffe, so Ziegler, dass seine Nachfolgerin guten Kontakt zu der Kameradschaft halten werde. schließlich wünschte er der Kameradschaft viel Erfolg. Er werde weiter im Hintergrund für deren Belange arbeiten, versprach er.
Mit einem gemeinsamen Abendessen endete die Jahreshauptversammlung, wobei Gelegenheit bestand, die Bilder des Verfassers vom Mödlareuth-Ausflug 2013 zu betrachten. RUDOLF LAUX

Unser Foto: Vorsitzender Klaus Winter dankte dem ausgeschiedenen Bürgermeister Ewald Zi

Europa ist unser Leben

Gedanken zur Europawahl am 25. März

Richten wir unseren Blick zunächst zurück: die 50er Jahren waren die Zeit der ersten europäischen Verträge, Robert Schuman und Konrad Adenauer die Pioniere. Der erste deutsche EG-Kommissar war Walter Hallstein. Die Idealisten träumten von einem europäischen Bundesstaat. Die Idee war umwerfend, 12 Jahre nach dem Kriegsende an ein einiges Europa zu denken. Die Dimension des Gedankens muss man sich heute, fast 60 Jahre danach, einmal bewusst machen!
Es war richtig, Deutschland in die westliche Völkerfamilie zu integrieren, den Platz an der Seite der Franzosen, der Italiener oder der Briten zu finden. 12 Jahre zuvor hatten die Soldaten noch gegeneinander gekämpft.
Wir müssen dankend bekennen: Deutschland ist zu einem Teil des freien Europas geworden. Es ist eingerahmt in den Verbund der europäischen Staaten und es kann somit keine „Extratouren“ mehr unternehmen, wie wir sie im letzten Jahrhundert zweimal und mit jeweils fürchterlichenWerner Falk-019 Auswirkungen erfahren mussten. Die Zugehörigkeit zu dieser großen Familie hat uns ein halbes Jahrhundert Frieden gebracht. Ich wünsche mir, dass es so bleibt und wir als Deutsche nie mehr in Versuchung kommen, in Europa eine Rolle zu spielen, die uns von den Nachbarn entfernt.
Wir müssen heute aber auch feststellen: Die große Idee des Einigungswerks ist in den politischen Hintergrund gedrängt worden durch kleinlichen Streit um Details. Wir erkennen: die Bürokratie ist das, was in Europa am besten funktioniert. Sie hat sich wie eine Hydra hineingefressen in das Bewusstsein der Menschen, wobei diese Wahrnehmung nicht überall in Europa gleich empfunden wird. Wir als Deutsche müssen uns aber selbst den Spiegel vorhalten bevor wir andere schuldig sprechen: Wir sind oft päpstlicher als der Papst, wir begnügen uns nicht mit allgemeinen Vorgaben, wir möchten alles bis aufs Komma geregelt haben. Die Gründlichkeit ist nun einmal eine deutsche Tugend. Nebenbei bemerkt: Es waren nicht einmal die viel gescholtenen europäischen Bürokraten, die die legendären Standards der Gurken für notwendig hielten, sondern international agierende Handelskonzerne.
Wir werden immer wieder mit neuen, sonderbaren Kommissionsvorschlägen konfrontiert, obgleich uns seit Jahren die Parteien versprechen, dass es weniger Bürokratie geben soll. Die europäische Bürokratie ist zu einem Selbstzweck geworden, d.h. sie liebt es, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Man denke nur an die vielen Gremien, die absolut uneffektiv, ja oftmals unnütz arbeiten, aber die Gewissheit haben, dass von ihnen niemals konkrete Ergebnisse erwartet werden.
Weil das ist, muss Europa wieder zurück in die Herzen der Menschen. Es darf nicht kopfgesteuert und emotionslos wahrgenommen werden. Diese Forderung erfüllen die vielen Partnerschaften zwischen deutschen und anderen europäischen Städten. Wir sollten noch mehr Verbindungen eingehen, denn sie sind die Garantie dafür, dass sich die Menschen nie mehr feindseelig gegenüberstehen. Beispielsweise will ich mich dafür einsetzen, dass wir analog der trinationalen Partnerschaft Mittelfrankens (mit dem französischen Limousin und dem polnischen Pommern) in Gunzenhausen eine Partnerschaft mit einer polnischen Stadt eingehen. Damit können wir ein Zeichen setzen, dass die Generation von heute bereit ist, mit polnischen Menschen genauso freundschaftlich zu verkehren wie mit französischen oder italienischen. Das ist Europa ganz konkret und nicht abstrakt. Und so erscheint uns Europa ganz nah und nicht als ein abstraktes Wesen.
Wir sollten nicht zu viel verlangen von Europa, denn Rom ist auch nicht an einem Tag erbaut worden. Es ist viel geschehen in mehr als fünfzig Jahren. Vieles ist erscheint uns heute als selbstverständlich: der grenzenlose Reiseverkehr und auch die einheitliche Währung. Europa ist heraus aus dem Alter des romantischen Verliebtseins, die Alltagssorgen bestimmen das Leben. Wenn man so will, ist es wie in der Ehe zweier Menschen. Wir erleben ein Stück Normalität. Aber wir können es drehen und wenden wie wir wollen: Es gibt keine Alternative zu Europa!
Wir wollen nicht den europäischen Einheitsbrei, sondern ein friedliches Miteinander der Völker mit einem ausgeprägten Bewusstsein der Regionen nach dem Motto: Soviel Einheit wie nötig, soviel Vielfalt wie möglich!
Da Stärkste an Europa ist das Europäische Parlament. Es darf uns mit Stolz erfüllen, dass ein Gunzenhäuser, nämlich Dr. Ingo Friedrich, 30 Jahre dem Parlament angehört hat und zuletzt sein Vizepräsident war. Wir erwarten von Europa, dass mehr politisch entschieden und weniger administrativ verordnet wird. Das Parlament sehe ich als das wichtigste Organ, nicht die Kommission und auch nicht den Ministerrat. Und die Besten müssen nach Europa. Ich wage die Aussage: Wären mehr europäische Politiker so leidenschaftlich wie es Dr. Ingo Friedrich war und noch immer ist, Catherine Asthon und Herman Van Rompuy, auf die beiden europäischen Nonames, könnten glatt verzichten. Wir müssen aber auch erkennen, dass es die europäischen Staatschefs sind, die keine anderen Götter neben sich wollen. Wir können nur hoffen, das in Zukunft stärkere Persönlichkeiten mit mehr Durchsetzungskraft in die Verantwortung kommen.
Europas Bürger müssen ein starkes Signal setzen am 25. Mai, dem Tag der Wahl des neuen Europaparlaments. Es darf nicht die Bequemlichkeit siegen. Es geht schließlich um ein Europa für mich und dich! Und mancher wird sich fragen: Wozu brauchen wir Politiker in Straßburg? Die Antwort: Weil es um Freiheit und gegen Reglementierung geht, um regionale Vielfalt und gegen einen europäischen Zentralismus und um ein starkes Europa in einer globalen Welt.
WERNER FALK

Wie ich meine politische Zukunft sehe!

Positionsbeschreibung von Werner Falk, Stadtrat der FDP

Tracht-004Ich trete die Arbeit im Stadtrat Gunzenhausen mit dem Versprechen an, auf allen Feldern aktiv zu sein, mich nicht zu schonen und mich nicht mit dem zufrieden zu geben, was mir von der Verwaltung oder anderen vorgesetzt wird.  Ich werde meine Gedanken in konkrete Vorschläge umsetzen und sie den politischen Gremien vortragen. Dabei kommt es mir darauf an, die Parteifreunde mit einzubinden, aber auch Anregungen aus der Bevölkerung aufzugreifen. Einen passiven Stadtrat der FDP werden die Bürger von Gunzenhausen jedenfalls nicht erleben. Ich weiß auch, dass ich als Einzelkämpfer nicht von Haus aus die Durchsetzungskraft habe, deshalb werde ich mit in einem kooperativen Stil bemühen, mit anderen Fraktionen meine Vorstöße zu koordinieren, um ihre Erfolgsaussichten zu erhöhen.  Ich möchte kein Stadtrat sein, der nur Papier produziert und dessen Initiativen nur Eintagsfliegen sind.

Dass der neue Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (CSU) plant, nun wieder einen Ältestenrat zu etablieren, den er Ratsausschuss nennt, stimmt mich zuversichtlich. Ich erwarte eine konstruktive Zusammenarbeit und verspreche ihm, ihn immer dann zu unterstützen, wenn er sich für eine schlanke Verwaltung einsetzt und  in seinem Handeln die überbordende Bürokratie eingrenzt, die uns auf allen Ebenen begegnet. Ich erwarte von ihm, dass er sozusagen mit offenen Armen die Menschen empfängt, die Kontakt mit der Stadt suchen und sie nicht in ihren Anliegen mit Hinweis auf ein Dickicht von Paragrafen abschreckt. Stadträte und die Verwaltung sind dazu da, den Menschen zu helfen. Sie haben eine dienende  und keine herrschende Funktion.

Der Verantwortung werde ich mich nicht entziehen. Das habe ich auch dem neuen Bürgermeister wissen lassen. Ich denke, dass ich ihm mit meiner Erfahrung und meinen Kenntnissen dienen kann. Verlässlichkeit ist für mich ganz wichtig. Sie ist die Basis für ein gutes menschliches Auskommen und auch in der kommunalpolitischen Zusammenarbeit wünschenswert.

Der Kontakt mit der Bevölkerung ist mir sehr wichtig. Ich habe in 45 Jahren meiner Tätigkeit als Redakteur der Heimatzeitung (davon 27 Jahre als Redaktionsleiter des Altmühl-Botens) hautnah teilgenommen an den gesellschaftlichen und politischen Ereignissen im Landkreis und  vor allem in der Stadt.  „Näher am Menschen“ – diesen Slogan der Partei, die bei uns im Freistaat führend ist, werde ich für mich okkupieren. Als Stadtrat bin ich stets ansprechbar. Dieses Versprechen gebe ich den Gunzenhäusern – und natürlich auch allen Leuten in Altmühlfranken.

Um die Menschen zu informieren, habe ich meinen Blog im Internet eingerichtet (falk-report.de). Dort veröffentliche ich jetzt schon laufend Beiträge, die mir wichtig erscheinen. Künftig werde ich diesen Service noch ausbauen und aktuell  über die Arbeit im Stadtrat berichten. Die Bürgerinnen und Bürger von Gunzenhausen und die Menschen im Landkreis sind eingeladen, ihre Meinungen zu schreiben oder Anregungen zu geben, wie der „Falk-Report“ (er erscheint außerdem monatlich als Newsletter) noch attraktiver werden kann.

Zudem suche ich den direkten Kontakt zu den Menschen. Freunde kennen mich als einen kommunikativen Zeitgenossen, der wöchentlich seinen Stammtisch im Gasthaus „Altes Rathaus“ in Gunzenhausen besucht und  dort alle vier Wochen im Kreis der Stammtischgesellschaft „Amicitia“ den Gedankenaustausch und die Geselligkeit pflegt.  In meiner neuen politischen Rolle biete ich den „Falk Talk“ an.  Dieses Informations- und Diskussionsangebot an alle Interessierten soll alle sechs Wochen gemacht werden, und zwar als „Wirtshausgespräch“ in einer lockeren Atmosphäre und immer in einem anderen Wirtshaus der Stadt. Ich will ein Netzwerk schaffen, das  Menschen einbindet, die mir in Sympathie begegnen und mit denen ich einen freundschaftlichen Umgang habe.

Durch meine Arbeit möchte ich dazu beitragen, dass es mit der FDP wieder bergauf geht. Dazu bedarf es neuer programmatischer Ansätze.  Die Erneuerung der Partei wird nur gelingen, wenn sie von unten nach oben erfolgt, wobei ich unserem Parteivorsitzenden Christian Lindner große Sympathien entgegenbringe. Er ist ganz sicher der richtige Mann an der Spitze. Auch im Landkreis und in der Stadt muss die FDP stärker Flagge zeigen und darf sich nicht in Hinterzimmern verstecken. Darum will ich mich kümmern. Es ist mein Ziel, in sechs Jahren personell und sachlich gut positioniert zu sein. Wer mir dabei helfen kann und will, der ist herzlich eingeladen, an meine Seite zu kommen.

“Schorschbräu” baut

Kleinbrauerei bliebt Gunzenhausen treu

Schorsch Eichenfaß 2„Schorschbräu“, die handwerkliche Kleinbrauerei, die seit 1996 in Oberasbach beheimatet ist, hat große Pläne. Wie Braumeister Georg Tscheuschner mitteilt, will er auf einem 1000-Quadratmeter-Grundstück im Gewerbegebiet an der Scheupeleinsmühle eine neue Kleinbrauerei errichten. „Ich hatte wirklich verlockende Standortangebote, will aber in meiner Heimat Gunzenhausen bleiben“, sagte er gegenüber dem Altmühl-Boten.  Nach seinen zeitlichen Vorstellungen will er im Sommer nächsten Jahres mit dem Bau beginnen, am 23. April 2016, dem 500. Jahrestags des Deutschen Reinheitsgebots, soll die Einweihung sein.  Die „Schorschbräu“ stellt ausgefallene Biere her und hat sich auf hochprozentige Produkte konzentriert. Derzeit hält Georg Tscheuschner mit seinem 57-Prozent-Eisbock den internationalen Rekord. Neben diesem „Stärksten Bier der Welt“ braut er auch noch Gourmetbiere von 13 Prozent an aufwärts.  Verkauft werden die Biere in Gunzenhausen im Höfler-Markt, größtenteils aber geht der Handel über Fachhändler und das Internet (www.schorschbraeu.de).