Ministerin Aigner in Gunzenhausen

Initiative „Berufliche Bildung – Deine Chance“ gestartet

 

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Die Schüler interviewten die Wirtschaftsministerin zu ihrem beruflichen Werdegang und den den Aussichten einer betrieblichen Ausbildung in Bayern.

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Das Klinikum Altmühlfranken präsentierte sich mit einer Informationsbörse.

Wirtschaftsministerin Ilse Aigner hat  heute (10. Oktober) in Gunzenhausen die Initiative „Berufliche Bildung – Deine Chance“ gestartet. Mit über 500 Schülern von Gymnasien und Realschulen aus dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen war sie Ehrengast der Eröffnungsveranstaltung in der Stadthalle. Die Aktion läuft in Kooperation des Wirtschaftsministerium mit den Arbeitskreisen Schule-Wirtschaft, die in allen Landkreises aktiv sind.

31 Unternehmen aus der Region präsentierten sich mit Informationsständen, um das ganze Portfolio der dualen Ausbildung abzudecken.  Wie die stellvertretende Geschäftsführerin  von Schule-Wirtschaft in Bayern, Pia Schwarz,  erklärte,  ist die Initiative „Sprungbrett Bayern“ eine gute Hilfe für die Schüler, einen Praktikumsplatz zu finden.

In Anwesenheit von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Landrat Gerhard Wägemann und des Landtagsabgeordneten Manuel Westphal interviewten Sarah Helmsteiner (Stephani-Mittelschule Gunzenhausen), Madlen Hirschmann (Realschule Weißenburg), Jean-Paul Baltzer (Stephani-Mittelschule Gunzenhausen), Luise Fauth (Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen) , Samuel Schmidt (Realschule Weißenburg) und Alicia Stieglitz (Simon-Marius-Gymnasium Gunzenhausen) die Wirtschaftsministerin.

Die vier „Superprakticas“ präsentierten  Marco Stenglein  (Betriebsleiter von Verpa) und Andrea Kramp (kaufmännische Leiterin des Klinikums Altmühlfranken). Benedikt, Linda, Bianca und Jan können sich demnächst einen Eindruck von den Ausbildungsmöglichkeiten verschaffen.

So ganz ohne Präsent verabschiedete sich die Wirtschaftsministerin nicht von Gunzenhausen (sie weilte bereits 2014 in der Stadt um die Firman AS und RF-Plast zu besuchen, heuer war sie Ehrengast beim Jubiläum von Ulrich-Fahrzeugbau). An den Bürgermeister übergab sie eine junge Winterlinde, die jetzt einen ehrenvollen Platz bekommen wird.

Rieser Kulturpreis 2016 für Sigi Atzmon

Auszeichnung gilt dem Freundeskreis Synagoge Hainsfarth

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Von links: Fürst Albrecht, Prof. Heinz, Preisträgerin Sigried Atzmon, Preisstifter Obel, H. Michler vom Verein Rieser Kulturtage, Ursula Seefried (2. Vorsitzende des Freundeskreises) und Vorsitzender Dr. Kavasch. Fotos: Hermann Waltz

Den „Rieser Kulturpreis“ des Jahres 2016 hat  Sigried Atzmon, die Vorsitzende des Freundeskreises Synagoge Hainsfarth, erhalten. Mit ihr wurde zugleich der Verein ausgezeichnet, der sich seit 22 Jahren um die Bewahrung  des jüdischen Kulturdenkmals sorgt. In einer Feierstunde im Residenzschloss Oettingen nannte Prof. Hanspeter Heinz die vor zwanzig Jahren eingeleitete Sanierung des jüdischen Gotteshauses  ein „architektonisches Juwel“ und die Arbeit des Freundeskreises einen “ Resonanzboden für die Stimme der jüdischen Vergangenheit“.

Preisträgerin Sigi Atzmon

Preisträgerin Sigi Atzmon

Mit Sigried Atzmon hat das erste Mal seit 33 Jahren eine Frau den renommierten und mit 5000 Euro dotierten Preis bekommen. Zu den bisherigen Preisträgern zählen u.a. der evangelische Landesbischof Johannes Hanselmann und der katholische Bischof Josef Stimpfle (1991) sowie der Wemdinger und Spielberger Bildhauer Ernst Steinacker (1999). Geehrt wird mit der Auszeichnung nicht nur die Vorsitzende, sondern auch der ganze Verein, für den die 2. Vorsitzende Ursula Seefried (frühere Bürgermeisterin von Hainsfarth) die Urkunde entgegennahm. Hinter der Preisvergabe steckt das finanzielle Engagement des Donauwörther Architekten Wolfgang Obel, einem ehrenwerten Sponsor des kulturellen Lebens. Für ihn ist die Synagoge „ein bedeutender Erinnerungsort im bayerischen Schwaben“. Er charakterisierte die Preisträgerin als „gebildet und kraftvoll agierend“ und sagte: „Wir brauchen würdige Vorbilder, Menschen wie Sigried Atzmon.“

Eng verbunden ist die Sanierung der Hainsfarther Synagoge mit dem Namen Max Engelhardt, dem einstigen Bürgermeister, der trotz  der Widerstände in der Gemeinde das  vom Bezirk Schwaben geförderte Projekt engagiert vertrat.  In der fränkisch-schwäbischen Grenzgemeinde gibt es außer der einstigen Synagoge noch den jüdischen Friedhof, das Schulhaus und auch eine Mikwe (Frauenbad), das derzeit restauriert wird. Diese Häufung einstiger jüdischer Einrichtungen nannte der Laudator Prof. Hanspeter Heinz  (Augsburg) eine Seltenheit in Deutschland. Sie kommt natürlich nicht von ungefähr, denn die  Hainsfarther Bevölkerung bestand früher  aus 40 Prozent Juden. Die Vitalisierungsbemühungen jüdischen Lebens in Deutschland sind für den katholischen Pastoraltheologen „leise Töne einer unbesiegbaren Hoffnung“.  Unter den Nationalsozialisten sei eine deutsch-jüdische Kultur zerstört worden, die es so in Europa nicht gegeben habe.

Sigried Atzmon („Wer die Zukunft gestalten will, muss sich an die Vergangenheit erinnern“ ) will den Dialog von Juden und Christen in Hainsfarth fortführen. Sie hat in ihrem Engagement neben bösartigen Anrufen und Beleidigungen auch schöne Gesten erfahren, vermisst aber immer noch ein „ehrliches, offenes Miteinander“ ohne das es ihrer Ansicht nach keine Normalität geben kann. Angemahnt wird  von ihr die Toleranz im Alltag zwischen Juden und nichtjüdischen Deutschen. Sie glaubt, dass es individuelle Freundschaft ohne Heuchelei geben kann, wenn Verantwortung für die Vergangenheit übernommen wird.

Für Dr. Wulf-Dietrich Kavasch, dem Vorsitzenden des Vereins „Rieser Kulturtage“,  ist die Geschichte der Juden im Ries „auch unsere Geschichte“.  In Anwesenheit von Landrat Stefan Rössle ermunterte er die Mitglieder des Hainsfarther Freundeskreises: „Lasst Euch nicht beirren und macht weiter so. Der Verein Rieser Kulturtage steht an Eurer Seite!“

Der Chor der ehemaligen Synagoge Kriegshaber unter der Leitung von Kantor Nikola David, einem begnadeten Tenor, mit Klavierbegleitung durch Stephanie Knauer ließ die Preisübergabe im Barocksaal des Oettinger Schlosses zu einem musikalischen Erlebnis werden.

 

Auftauteam nimmt Arbeit auf

 Arbeiten für Bayerisches Landesamt für Schule in Gunzenhausen auf dem Weg

„Die Arbeiten für die Errichtung des Bayerischen Landesamts für Schule in Gunzenhausen kommen gut voran. Im Januar 2017 wollen wir das Landesamt formell errichten. Ein Aufbauteam nimmt noch Anfang November seine Tätigkeit auf“, so Bayerns Bildungs- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle heute bei einem Pressegespräch in Gunzenhausen. Dazu eingeladen hatte der Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, Gerhard Wägemann.

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Kultusminister Dr. Spaenle (Zweiter von links) mit MdL Manuel Westphal, Landrat Gerhard Wägemann und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Der Ministerrat hatte am Dienstag dem Gesetzentwurf zur Änderung des Bayerischen Gesetzes über das Erziehungs- und Unterrichtswesen, zugestimmt. Der Gesetzentwurf befindet sich nun in der Parlamentarischen Beratung. Zum 1. Januar 2017 soll das Bayerische Landesamt für Schule als selbständige Behörde errichtet werden.

„Gemeinsam haben wir uns darum bemüht, so schnell wie möglich passende Räumlichkeiten zur Unterbringung des Bayerischen Landesamts für Schule zu finden, damit der Aufbau planmäßig beginnen kann. Wir freuen uns, dass damit die Region Altmühlfranken erheblich gestärkt wird und wir in naher Zukunft die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in Gunzenhausen begrüßen können.“, stellt Landrat Gerhard Wägemann übereinstimmend mit Landtagsabgeordneten Manuel Westphal und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz fest.

Das vierköpfige Aufbauteam, das seine Arbeit im November vor Ort aufnimmt, werde im Jahr 2017 mit der Verlagerung von Aufgaben erweitert.

Der Freistaat Bayern steht für eine Zwischenlösung für die Unterbringung des Landesamts in Verhandlungen um eine Immobilie in Gunzenhausen. Die Verhandlungen befinden sich in einem weit fortgeschrittenen Stadium.

„Die Errichtung des neuen Landesamts ist Teil der vom Ministerrat beschlossenen Heimatstrategie „Regionalisierung von Verwaltung – Behördenverlagerungen 2015“, stellte Minister Spaenle das Vorgehen in den landesweiten Kontext. „Zusammen mit der Verlagerung des Prüfungsamts des Staatsministeriums und der Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen als Außenstelle des Landesamts für Denkmalpflege werden wir im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen mit dem Bayerischen Landesamt für Schule rund 150 krisensichere Arbeitsplätze ansiedeln“, führte Minister Spaenle aus. „Wir können mit der Errichtung des Landesamts diesen Teil Frankens weiter stärken.“

Als Aufgaben für das künftige Bayerische Landesamt umschrieb der Minister z. B.:

• die Bayerische Landesstelle für den Schulsport,
• die Zeugnisanerkennungsstelle für den Freistaat Bayern,
• die Qualitätsagentur des Staatsinstituts für Schulqualität und Bildungsforschung sowie
• Aufgaben der Personalverwaltung und Schulfinanzierung, die gegenwärtig bei den Regierungen angesiedelt sind.

In räumlichem Zusammenhang mit dem Landesamt soll auch das Prüfungsamt des Staatsministeriums angesiedelt werden.

In Weißenburg wird die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen als Außenstelle des Bayerischen Landesamts für Denkmalpflege ihren Sitz finden.
Die Verlagerung der Dienstleistungen und Arbeitsplätze erfolge sukzessive. „Bei der Verlagerung der Arbeitsplätze und der Dienstleistungen ist es mir sehr wichtig, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aktiv einzubinden. Das dient der Qualität der Erledigung der Aufgaben und fördert die Zufriedenheit bei den Beteiligten“, so der Minister.

Einen besonderen Dank sprach der Minister dem Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und den Kommunen des Landkreises für die intensive Unterstützung beim Aufbau des Landesamts für Schule aus.

GVB-Positionspapier für mehr Verhältnismäßigkeit

Gros: Die Zeit ist überreif für eine Kurskorrektur in der Bankenregulierung

Der Genossenschaftsverband Bayern (GVB) fordert in einem heute vorgelegten Positionspapier mehr Verhältnismäßigkeit in der Finanzmarktregulierung. „Die Zeit ist überreif für eine Kurskorrektur“, sagte GVB-Präsident Jürgen Gros anlässlich der Veröffentlichung. Der Verband macht in dem Papier deutlich, dass die Flut an neuen, seit der Finanzkrise erlassenen Vorschriften die Banken vielfach über einen Kamm schert. Größe, Geschäfts- und Risikomodell blieben häufig unberücksichtigt. In der Praxis führt das dazu, dass Regulierungsmaßnahmen Regionalbanken im Vergleich zu großen Instituten unverhältnismäßig stark belasten. So haben sich allein die von den bayerischen Volksbanken und Raiffeisenbanken zu tragenden Regulierungskosten auf mittlerweile 138 Millionen Euro pro Jahr hochgeschraubt.

„Politisches Ziel muss es sein, Regionalbanken von Vorschriften zu befreien, die einen hohen Aufwand verursachen, aber keinen wesentlichen Beitrag zur Finanzstabilität leisten“, so Gros. In dem Positionspapier schlägt der GVB deshalb unter anderem vor, Offenlegungs- und Meldepflichten für regional tätige Institute rigoros zu vereinfachen. Davon würde auch die Realwirtschaft profitieren. Denn sinkende Bürokratiekosten erleichtern den Aufbau von Eigenkapital. Das wiederum verschafft den Regionalbanken Raum, eine ausreichende Kreditversorgung von Mittelstand und Verbrauchern zu gewährleisten. Gros: „Auf diese Weise trägt eine angemessene Regulierung zu Wachstum und Beschäftigung bei.“

Eine Möglichkeit, die vom GVB vorgeschlagenen Maßnahmen gesetzgeberisch umzusetzen, bietet die anstehende Überarbeitung der Eigenkapital- und Liquiditätsvorschriften (Basel III). Die EU-Kommission will im Herbst entsprechende Vorschläge veröffentlichen.

Neue Impulse für die Wanderqualität vor Ort

Naturpark Altmühltal setzt Qualitätsoffensive  fort

Der Altmühltal-Panoramaweg, vor elf Jahren als Leuchtturmprojekt ins Leben gerufen, steht heute mit seinen Schlaufenwegen stellvertretend für die hohe Wanderqualität im Naturpark Altmühltal. Aber geht die Wanderqualität der Region auch wirklich in die Fläche, halten örtliche Wegenetze, was der Vorzeigeweg verspricht? Diesen Fragen gingen Tourismusverantwortliche und Wanderwegewarte auf einem Workshop des Tourismusverbandes nach.neue-impulse-fuer-wanderqualitaet-2

„Nach über zehn Jahren ist es an der Zeit, einmal zu schauen, wo wir stehen – was hat die Qualitätsoffensive Wandern im Naturpark Altmühltal gebracht, was liegt noch im Argen, wie geht es weiter“, erklärt Naturparkgeschäftsführer Christoph Würflein. Seit dem Start der Qualitätsoffensive Wandern im Jahr 2004 hat sich viel getan: die Zertifizierung des Altmühltal-Panoramaweges zum Qualitätsweg Wanderbares Deutschland, die Umsetzung eines einheitlichen Beschilderungskonzepts und die Aktion „Wandern mit Profil“, die prüfbare Qualitätsstandards für Schlaufenwege am Altmühltal-Panoramaweg entwickelte.

16 dieser Schlaufenwege – allesamt örtliche Rundwege, die zu (Halb-)Tagestouren abseits der Hauptroute des Altmühltal-Panoramawegs einladen – haben erfolgreich an „Wandern mit Profil“ teilgenommen. Manch andere Ortswanderwege jedoch hinken bei der Qualität noch hinterher, so das Fazit der Naturparktouristiker: Sei es bei der Darstellung der Wege und ihrer touristischen Infrastruktur im Internet, bei der Beschilderung oder durch mangelnde Wegepflege und fehlende Rastmöglichkeiten. „Hier ist es ganz wichtig, eine Systematik reinzubringen“, betont Christoph Würflein: „Wie oft werden die örtlichen Wege überprüft? Wer ist für die Pflege zuständig? Und vor allem: Wie viele lokalen Wege braucht ein Ort?“

Hier setze nun die Fortführung der Qualitätsoffensive Wandern an, so der Naturparkgeschäftsführer. Ein erster Schritt sollte in den Orten und Gemeinden ein kritisches Hinterfragen des eigenen Wegenetzes sein – das Motto: Reduzieren, was der Wanderer nicht braucht und optimieren, was der Wanderer schätzt. „Hier wird oft noch zu gemeindezentriert gedacht“, sagt Christoph Würflein. Eine zwingende Voraussetzung für die Optimierung der Wegenetze sei die Wegekenntnis der Verantwortlichen: „Eine Qualitätsverbesserung – wo bieten sich Ruhezonen an, muss der Verlauf optimiert werden, welcher Weg ist wirklich wichtig – kann nur funktionieren, wenn man seine Wege auch einmal selber abgelaufen ist.“ Der Naturpark könne hier lediglich beratend tätig werden – „die Zusammenarbeit zwischen dem Tourismusverband und den Orten ist aber sehr positiv“, so Würlein. Er betont, dass das Engagement in den Gemeinden und auch der vielen Ehrenamtlichen vor Ort von großer Bedeutung für die ganze Tourismusregion ist.

Zudem beschäftigte sich der Wanderworkshop mit einer neue Initiative des Deutschen Wanderverbandes: Beim Wanderverband können nun kurze Wanderwege als Themenwege (Traumtour, Regionaler Genuss, Familienspaß, Komfortwandern, Kulturerlebnis, Naturvergnügen, Winterglück oder Stadtwanderung) zertifiziert werden. „Auch wenn man sich nicht für eine Zertifizierung entscheidet, können solche Themen als Denkanstoß für die Zukunft und für die Optimierung der örtlichen Wegenetze dienen“, ist sich Christoph Würflein sicher. „Schließlich ist im Naturpark Altmühltal alles vorhanden, was der Wanderer sucht, vom Spazierweg bis zum Klettersteig. Eine thematische Zuordnung der schönsten Ortswanderwege erleichtert den Touristikern die Konzentration auf das Wesentliche – und dem Wanderer die Auswahl.“

 

Ministerin Aigner in der Stadthalle Gunzenhausen

Berufliche Bildung als Perspektive

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Wirtschaftsministerin Ilse Aigner kommt nach Gunzenhausen. Erst vor einigen Wochen war sie das erste mal in der Altmühlstadt, damals auf Einladung von Christina Brandstetter (links), der Chefin von Fahrzeugbau Ulrich.

„Berufliche Bildung – Deine Chance“ heißt es am 10. Oktober 2016 in der Stadthalle Gunzenhausen. Ein Motivationstag, rund um das Thema Berufliche Bildung, bei dem die Schüler und Schüler/innen Unternehmen und deren vielfältige Angebote kennenlernen und ausprobieren können und Impulse bekommen, wie sie ihr berufliches Ziel finden und erreichen. Die Veranstaltungsreihe „Berufliche Bildung – Deine Chance“ ist eine Initiative des Bayerischen Staatsministeriums für Wirtschaft und Medien, Energie und Technologie in Zusammenarbeit mit dem Arbeitskreis Schule-Wirtschaft Weißenburg-Gunzenhausen, der Praktikumsbörse www.sprungbrett-bayern.de sowie örtlichen Institutionen.
Regionale Unternehmen auf der Berufsmeile Der Startschuss fällt am Morgen auf der Berufsmeile, auf der sich die Schülerinnen und Schüler über die Angebote von regionalen Unternehmen informieren und teilweise ausprobieren können. Von den klassischen Handwerksberufen über Metallberufe, einem mobilen „Ausprobier-Labor“ bis hin zu Sozialberufen sind viele Berufsrichtungen vertreten. An den Ständen geben die Ausbildungsverantwortlichen und oft sogar die Azubis selbst einen Einblick in die Welt der beruflichen Ausbildung.
Ministerin Ilse Aigner im Gespräch mit den Jugendlichen Politische Vertreter aus Bayern werden ebenfalls zu Gast sein. Staatsministerin Ilse Aigner wird gemeinsam mit Karl-Heinz Fitz, erster Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen sowie Gerhard Wägemann, Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, auf der Bühne stehen und sich den Fragen der Schülerinnen und Schüler stellen. Dabei erfahren die Zuhörer unter anderem, welchen Werdegang Frau Aigner absolviert hat, bevor sie in die Politik ging.
Motivieren & Begeistern mit Steffen Kirchner Ein weiteres Highlight des Tages ist der Schülervortrag von Coach und Motivationstrainer Steffen Kirchner. Steffen Kirchner betreute unter anderem die deutsche Turner-Nationalmannschaft um die Stars Fabian Hambüchen und Marcel Nguyen und präsentiert auf lebendige Art und Weise seinen interaktiven Vortrag „Geh Deinen Weg! – Wie Dein Berufsweg zur Erfolgsstory wird“. Kernaussage des Vortrages: Glaube an Dich und verfolge Deine eigenen Ziele.
Abendveranstaltung Für die Erwachsenen wird Steffen Kirchner am Abend ein weiteres Mal auftreten. Sein Vortrag „Motivation steckt in Jedem“ richtet sich an Eltern, Lehrkräfte und alle Interessierten aus der Region. Der Eintritt ist frei. Gäste können sich online über die Webseite www.sprungbrett-bayern.de anmelden.

Aufbruchstimmung in der Stadt hält an

Investitionen werden vorbereitet und begonnen

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Die Sanierung der Turnhalle an der Stephani-Schule kostet rund drei Millionen Euro.

Dass die Stadt Gunzenhausen finanziell auf einem soliden Fundament steht, das verdankt sie der florierenden Wirtschaft, das heißt den gestiegenen Einnahmen aus der Gewerbesteuer und der Einkommenssteuerbeteiligung. Stadtkämmerer Werner Stützer hat sich mehrfach optimistisch geäußert, dass die Kreditaufnahme nicht in dem Maß erfolgen muss, wie dies ursprünglich geplant war. 8,9 Millionen Euro werden heuer investiert. Das ist mehr als in den vergangenen Jahren. Allein 2,3 Millionen Euro gibt die Stadt für den Grunderwerb aus – nicht zuletzt, um der von der Staatsregierung beschlossenen Einrichtung des Landesamt für Schule ein geeignetes Quartier anbieten zu können. Das Geld wird aber auch verwendet, um Flächen für neue Baugebiete erwerben zu können. Die Nachfrage nach Bauland ist enorm. Es wäre nachlässig, wenn die Stadt keine Angebote machen könnte.  Gottlob ist das aber der Fall. Allein in der Nürnberger Straße sollen nach dem vom Stadtrat beschlossenen Bebauungsplan auf 23000 Quadratmetern an die 100 Wohnungen entstehen, außerdem sollen 56 Grundstücke in Frickenfelden (Eisenreich II) erschlossen werden. Zu den Investitionen zählen aber auch die Sanierung der Turnhalle an der Stephani-Schule (ingesamt 3 Millionen Euro, heuer 1,6) und die Sanierung der Stadthalle (insgesamt 15,3 Millionen, heuer 1 Million).

Zum Pflichtprogramm gehört natürlich die abschnittsweise Sanierung der 170 Kilometer Gemeindestraßen (625000 Euro) und der 200 Kilometer langen Kanalstrecke (480000 Euro).

Die Grundstückseigentümer müssen sich auf eine Neuregelung der Abwasserabgabe einstellen. Künftig wird sie als „gesplittete“ Abgabe erhoben, das heißt, dass die kleinen Häuser weniger belastet werden als die Anwesen mit großen Flächen. Die Erhebung ist bereits geschehen. In jedem Fall werden die Grundeigentümer schriftlich informiert und können ihre eventuellen Bedenken oder Wünsch äußern. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz versichert ihnen, dass nichts getan wird, was die Eigentümer über Gebühr belastet.  Dass die gegenwärtige Rechtsgrundlage geändert wird, ist kein Bestreben des Stadtkämmerers, sondern der zwingend notwendige Vollzug eines Landesgesetzes.

Seepromenade nimmt Gestalt an

Die ersten Arbeiten sind getan

seepromenade-002 Die von der FDP in ihrem kommunalen Wahlprogramm geforderte „Seepromenade“ – also die Geh- und Radwegverbindung von Gunzenhausen zum Altmühlsee – nimmt inzwischen Formen an. In den kommunalen Gremien ist die Idee auf Zustimmung gestoßen. Es freut mich, dass Bürgermeister Karl-Heinz Fitz meinen Antrag, den ich gleich zu Beginn der Wahlperiode eingereicht habe, aufgegriffen hat. Inzwischen sind auch schon die ersten Maßnahmen realisiert worden: die Beleuchtung von der Bahnunterführung in der Wassergasse bis zur Straßenunterführung B 466 und einige Pflasterarbeiten.

Auch meinen Gedanken, auf dem Damm des Altmühlsees eine  kleinen „Kreisverkehr“ für Radler zu gestalten, hat der Bürgermeister spontan aufgegriffen und vom Stadtbauamt in die Tat umsetzen lassen (Foto). Wir können sagen: Gunzenhausen hat den ersten Radler-Kreisverkehr Deutschlands!! Vielleicht reicht das ja für einen Eintrag in das Buch der Rekorde.  Spaß beiseite: Die Seepromenade wird konsequent verwirklicht. Dazu gehören noch viele „Bausteine“, beispielsweise die Aufstellung von einigen Ruhebänken, die Positionierung von „Kunst im öffentlichen Raum“ und einige Dinge mehr, über die in den Gremien schon gesprochen wurde.  Realisiert ist zum Teil bereits der Radler-Rastplatz,  auch in der Wassergasse ist schon gepflastert worden.

Das Projekt „Seepromenade“ geht weiter. Es muss nicht in einem Jahr abgeschlossen sein. Anregungen, wie sie zusätzlich ausgestaltet werden kann, werden gerne entgegen genommen. Ich erwarte, dass die „Seepromenade“ auf dem Dammweg (zuständig ist dafür der Freistaat, also das Wasserwirtschaftsamt Ansbach) bis zum Seezentrum Gunzenhausen (bis Segelhafen Schlungenhof) fortgeführt wird.

Werner Falk, Stadtrat der FDP, Gunzenhausen

„Max radelt“ immerzu

Diesmal: Radweg 2

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Das Fundament eines römischen Wachturms bei Rittern. Es ist Teil des Welterbes Limes. Der Fotograf wirft einen langen Schatten – wohl eher ein optischer Zufall.

Das Fränkische Seenland ist eine ideale Ferienregion für die Radler. Es gibt keine großen Steigungen, in der Regel  gut ausgebaute und markierte Radwege und  verständliche Radwanderkarten.  „Max radelt“ ist eine Serie, die auch im Altmühl-Boten veröffentlicht wird. Der Autor ist heute auf dem Radweg 2 unterwegs, den der Zweckverband Altmühlsee ausgewiesen hat.

Nicht ganz problemlos präsentiert sich mir der Radweg 2. Vom Einstieg am Heidweiher aus ist zunächst einmal alles klar. Ich bewege mich entlang von Kleingärten mit ihren „Datschen“. Den Überleiter West lasse ich links liegen, unter der Bahnlinie und der B 466 hindurch grüßt mich rechts der Firmenschriftzug „Hetzner“. Das junge Unternehmen gehört zu den 50 wachstumsstärksten in Bayern. Es betreibt moderne Hochleistungs-Rechenzentren. Kunden in 150 Ländern werden mit Produkten und Dienstleistungen bedient – fürwahr ein Grund für alle Gunzenhäuser, auf Hetzner-online stolz zu sein. Der Stadtkämmerer ist es ohnehin.  Fast hätte ich den Hinweis nach links übersehen. Das wäre echt schade gewesen, denn der Pfad durch den Laubwald ist märchenhaft. Die Räder meines E-Bikes rollen auf dem weichen Waldboden wie auf Samt. Als ich wieder Licht am Ende des dunklen Waldes sehe, vermisse ich das 2er-Schildchen, aber schon hundert Meter später bekomme ich Gewissheit, dass ich richtig liege. Den Frickenfelder Kindergarten lasse ich links liegen, das Gasthaus Krug rechts.  Weil ich auch einmal auf die Karte schaue, komme ich ins Grübeln. Das Schild führt mich nach rechts, die Straße bergan in Richtung Oberasbach, die Karte jedoch weist eine Tour über die Gundelsheimer Straße aus. Ich probiere beide Varianten aus und lande immer kurz vor Dornhausen. Eine Beschilderung über Obenbrunn, wie auf der Karte angezeigt, gibt es nicht, wohl aber über Oberasbach, die Michelskirche und den Weg hinunter bis Dornhausen. Das ist aber die einzige Passage, die mir Rätsel aufgibt, sonst werde ich von den Schildern „sicher geleitet“, wie der Psalmist schon sagt.

Weil ich schon bei Sonnenaufgang losgezogen bin, sehe ich im Altmühltal die Nebelschwaden, die nur die Kirchtürme von Aha und Windsfeld freigeben. Der steile Weg, der mich vor Dornhausen hochführt, macht mich glücklich, denn die vier Teiche links und rechts des Weges sind einmalig stimmungsvoll. Karpfen schnalzen hoch und Schafe lassen sich nicht aus der Ruhe bringen. Bald darauf höre ich Signale der modernen Zivilisation, sprich das Gerumpel der Laster auf der B 13-Hochfläche bei  Theilenhofen. Schweinegestank  steigt mir in die Nase und ich erkenne an den riesigen Maisfeldern, dass die „kleinen Fretter“  längst nicht mehr das Image der Landwirtschaft prägen, sondern die großen Betriebe mit ihren Biogasanlagen. Wenige Meter später werde ich bestätigt: Vor mir macht sich ein „Agromais“-Versuchsfeld breit.  In welche Richtung ich auch schaue, immer steht am Horizont eine Windkraftanlage. Drei sind es:  bei Degersheim, Oberhochstatt und Stetten.

Ich tauche in die römische Vergangenheit unserer Region am rätischen Limes ein. Links sehe ich den Wachturm 14/17 auf dem Ritterner Espan. Das 1,40 Meter hohe Fundament gehört übrigens zum Limes-Welterbe – als einziges in Mittelfranken. Die Charta von Venedig hat das 1964 so festgelegt. Auf abschüssiger Strecke komme ich nach Thannhausen, dem Golddorf von 1977. Vor der Kirche bewundere ich das Tannhäuser-Kunstwerk, denn schließlich reklamieren die Thannhäuser  „am Sand“ den Minnesänger für sich. Als ich die Staatsstraße überquere liegt rechts vor mir das einstige Muna-Gelände in Langlau. Der Schlagbaum ist geöffnet, das mächtige Eisentor ist geschlossen. Deshalb kann ich auch nicht der Aufforderung „Meldung bei der Lagerverwaltung“ folgen, die mir von einem Schild abverlangt wird. Ja, ja – vorbei sind die Zeiten des Kalten Kriegs.  Geblieben ist das „Munastadion“  der Langlauer „Eintracht“. Etwas geheimnisvoll erscheint mir das Gelände der ORM Bergold, was aber wohl daran liegt, dass ich nicht so recht weiß, was die so treiben unter dem Begriff „Herstellung von chemischen Produkten“. Ich schweife kurz von der Route ab und schaue mir das neue Baugebiet an. Beeindruckt bin ich von dem Regens-Wagner-Projekt in Gestalt eines großen Dreiseithofs.  Unweit davon weist mit ein Schild auf die katholische Barackenkirche hin, die in den Nachkriegsjahren entstanden ist, als in Langlau mehr Vertriebene lebten als Einheimische.

In der Morgenruhe macht sich der Minigolfplatz breit, danach passiere ich das Strandhotel „Seehof“, das der Nürnberger Ernst Werner Schmidt (EWS) gebaut hat und das bis heute ein Edelstein im gastronomischen Steinbruch des Seenlands ist. Die Galeere „Acatus“ hat sich seitlich der Segel- und Tretboote platziert.

Ich muss aufpassen, dass ich den richtigen Anschluss finde. Die weitere Route führt mich kurz am Kleinen Brombachsee entlang nach Neuherberg und von da an über den Röthenhof nach Brombach. Hier tauche ich quasi ein in die Mittlere Heide, ein großes Waldgebiet. Als ich am Stollen einen Rechtsschwenk mache und dem Überleiter Ost folge bin ich immer noch im kühlen Wald. Der junge Tag mit seinen Sonnenstrahlen begrüßt mich nach einigen Kilometern des Schattendaseins am Heidweiher. Hier begegnen mir die ersten Jogger und Radler, die für sich die Losung verinnerlicht haben: „Morgenstund hat Gold im Mund!“

„Barmherzig mit mir und anderen“

Zentrale Veranstaltung der KEB Donau-Ries

dsc_2145„Barmherzig mit mir und mit anderen“. So lautet das Thema eines Vortrags der Referentin Dr. Ursula Schell aus Augsburg am Montag, 24.Oktober, um 19.30 Uhr  zum Jahr der Barmherzigkeit in Wemding im Haus Maria Brünnlein statt.
„Manchmal tut es gut, die Perspektive zu wechseln und uns selbst in neuem Licht zu sehen, denn im Alltag blicken wir oft kritisch auf uns selbst und manchmal auch auf andere.“ Das sagt Walburga Mehl, die Geschäftsführerin der KEB Donau-Ries. Sie ist übrigens die Tochter des in Gunzenhausen bestens bekannten ehemaligen Tierarztes  Mehl.
Die Teilnehmer sollen sich von Impulsen zum Thema Barmherzigkeit aus Bibel und Spiritualität inspirieren lassen, um so Kraft zu schöpfen für ihren Alltag und für einen barmherzigen Blick auf sich selbst und ihre Umgebung. Sie erhalten einen Impulsvortrag und können sich persönlich und im Austausch mit anderen mit dem Thema auseinandersetzen. Dr. Ursula Schell ist Diplomtheologin und Pastoralreferentin mit sozialwissenschaftlichen und pädagogischen Zusatzqualifikationen, Referentin der Frauenseelsorge und geistliche Begleiterin des KDFB Diözesanverbandes Augsburg.
Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Um Spenden für das Projekt „Alleinerziehende“ am Bischöflichen Seelsorgeamt wird gebeten.
Das komplette Programm ist auch ist auch  im Internet im Internet im Internet im Internet unter  www.keb-donau-ries.de abzurufen.

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Der "Falk Report" berichtet  monatlich aus dem Leben im Fränkischen Seenland (Altmühlfranken).

Die Beiträge kommen vom Herausgeber und von Gastautoren. Im Mittelpunkt stehen kommunalpolitische und gesellschaftspolitische Themen. In meiner Eigenschaft als Vorsitzender des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen ist es mir wichtig, historische Beiträge zu veröffentlichen.

Es würde mich freuen, wenn wir auf diese Weise im Kontakt bleiben könnten.

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