Jugendliteraturpreis Altmühlfranken wird vergeben

Sensationelle Beteiligung

Die Kulturinitiative Altmühlfranken hatte mit der Auslobung des „1. Jugendliteraturpreises Altmühlfranken“ zwar auf eine rege Beteiligung gesetzt, aber an einen Rücklauf von 70 Kurzgeschichten hätte wohl niemand gedacht. „Diese hohe Beteiligung ist mit Sicherheit auch ein Beleg dafür, welche enorme Breite an sprachlicher Ausdrucksvielfalt und Kreativität bei den Jugendlichen vorhanden ist. Auf dieses Ergebnis dürfen Schulen, Schüler und Lehrer in gleicher Weise stolz sein, denn es zeugt von einem überdurchschnittlichen Bildungsengagement,“ zieht Dr. Johann Schrenk als Vorsitzender der Kulturinitiative ein erstes Resumeé.

Claudia Mrosek vom BR und Dr. Johann Schrenk mit zwei Teilnehmern des Wettbewerbs.

Claudia Mrosek vom BR und Dr. Johann Schrenk mit zwei Teilnehmern des Wettbewerbs.

Er ist sich mit dem Gesprächskreis Literatur der Kulturinitiative Altmühlfranken, der nun die Zuarbeit für die Jury übernommen hat einig, dass hier bei den Jugendlichen ein beeindruckendes Potenzial an sprachlicher Gewandtheit zu Tage gekommen ist. Auch die Jury ist von dieser hohen Beteiligung überrascht. Jetzt geht es darum, die Beiträge intensiv zu lesen, um nicht nur vordergründige Qualitäten in den abgegebenen Geschichten zu erkennen. Denn der erste Eindruck beim Erfassen der Themen und der Überblick über die hinter den Inhalten stehende schriftstellerische Substanz vermittelt interessante Einblicke in die Welt, welche junge Menschen heute bewegt.
Aufschlussreich ist auch die Tatsache, dass nahezu 75 % der Einsendungen von weiblichen Jugendlichen gekommen sind.
Die Jury, die sich aus zwei Lehrkräften, zwei Bibliotheksleiter/innen, zwei Schriftsteller/innen und zwei Buchhändlern zusammensetzt, wird nun die Bewertung vornehmen. Dr. Johann Schrenk ist sich sicher, dass dieser fulminante Auftakt des „Jugendliteraturpreises Altmühlfranken“ nun auch die Diskussion auslösen wird, wie dieses Thema weiter aufgegriffen werden kann. Denn am Beginn der Ausschreibung des Literaturpreises stand eher noch die Befürchtung im Vordergrund, dass eine Weiterführung evtl. an mangelndem Interessescheitern könnte. Die kraftvolle Antwort der Jugend setzt nun Maßstäbe und das gezeigte Engagement bedeutet für die Kulturinitiative Altmühlfranken eine Herausforderung, darüber nachzudenken, wie es nach der Preisverleihung am 13. November im Weißenburger Wildbadsaal (17 Uhr) weiter gehen soll.

DIETER POPP

Die Kulturinitiative Altmühlfranken wurde 2014 in Treuchtlingen gegründet. Sie versteht sich als Plattform für alle kulturrelevanten Themen in Altmühlfranken. Sie steht damit aber weder in Konkurrenz zu bestehenden Kulturvereinen oder Kulturkreisen, noch möchte sie diese als Dachorganisation bündeln. Ihre Aktivitäten können unter dem Claim „Fördern.Stärken.Initiieren.“ relativ gut definiert werden. Kulturarbeit soll dort – wo Probleme auftreten – gefördert werden. Bestehendes kulturelles Engagement soll – wo nötig und erwünscht – gestärkt werden. Und neu entstehende Initiativen sollen Hilfestellung angeboten bzw. auch neue kulturpolitische Akzente gesetzt werden.

Schließlich will die Kulturinitiative Altmühlfranken das bereits bestehende breite und qualitativ hoch stehende Kulturangebot der Region noch stärker bewusst machen und dabei vor allem in der Europäischen Metropolregion Nürnberg den Fokus auf diesen starken Kultur-Süden lenken.

Landrat lädt zum Ehrenamtsempfang

Ehrenamtliche im Bereich Asylbewerber und Flüchtlinge sind eingeladen

EinladungskarteDie Asylproblematik stellt den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen vor großen Herausforderungen. Aktuell sind ca. 550 Asylbewerber im Landkreis untergebracht, dazu kommen ca. 50 unbegleitete Flüchtlinge, sowie die Übergangsunterkünfte Mackenmühle-Pleinfeld und Treuchtlingen, mit ca. 253 Flüchtlingen.
Für den Landkreis ist es ein Glücksfall, dass sich an vielen Standorten sehr schnell Helferkreise der Ehrenamtliche gebildet haben, diese kümmern sich selbstlos und uneigennützig um die Neuankömmlinge. Die Betätigungsfelder reichen von der Arbeit in Kleiderkammern, der Vermittlung von Sprachkenntnissen, der Hausaufgabenbetreuung sowie die Organisation von Freizeitaktivitäten. Auch das Thema „Vormundschaften für unbegleitete minderjährige Flüchtlinge“ wird bald schon mit Ehrenamtlichen besetzt werden. „Ohne die Arbeit dieser Ehrenamtlichen“, so Landrat Gerhardt Wägemann, „wäre eine Integration der Asylbewerber nicht möglich. Ich bin stolz auf die Arbeit, die hier geleistet wird und auf das Engagement unserer Bürger aus dem Landkreis!“
Obwohl in der Politik der Begriff Integration im Zusammenhang mit Asylbewerbern lange Zeit tabu war, ist inzwischen klar geworden, dass es ohne Spracherwerb, Beschäftigung und Kontakt zur heimischen Bevölkerung einfach nicht funktioniert. Um sich bei den vielen Ehrenamtlichen im Landkreis zu bedanken, lädt Landrat Gerhardt Wägemann alle Bürgerinngen und Bürger, die sich bisher bereits um Asylbewerber kümmern, zu einem Empfang ein.
Dieser findet statt am Mittwoch, den 07.10.2015 ab 19 Uhr, in der Stadthalle in Treuchtlingen.
Anmeldungen sind möglich mittels der Anmeldekarten, die derzeit in den Unterstützerkreisen verteilt werden. Sollte jemand noch keine Karte erhalten haben, so ist eine telefonische Anmeldung unter der Nummer 09141/902-259 möglich, ebenso liegen Anmeldekarten im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen, Bahnhofstraße 2, aus.
Egal ob man in einem der Unterstützerkreise organisiert ist, als Ehrenamtlicher Dolmetscher tätig ist oder in einer Schule hilft, jeder der im Kontakt mit einem Asylbewerber ist, darf sich angesprochen fühlen. Neben Landrat Gerhardt Wägemann wird auch Regierungspräsident Dr. Thomas Bauer einige Dankesworte an die Helfer richten. Neben einem Buffet und musikalischer Untermalung wird es auch eine Tombola für die anwesenden geben. „Wir können leider nicht jedem einzelnen unseren Dank und unsere Wertschätzung in Form eines Geschenkes ausdrücken“, so der Landrat, „wir lassen die Glücksfee entscheiden.“
Neben den freiwilligen werden auch einige Hauptamtliche anwesend sein. Zudem wird es auch einen Büchertisch mit Ansichtsexemplaren von hilfreichen Material für die Sprachförderung geben. Hierzu hat die Freiwilligenagentur Altmühlfranken, mit Hilfe von Christine Schmidt von „buchunterwegs“ eine Bücherliste erstellt, die sich jeder Interessent mitnehmen kann. Zudem werden die aktualisierte Ärzte-Sprachliste und weiter Informationsmaterialien ausliegen. Die Freiwilligenagentur Altmühlfranken, die eine große Zahl der Ehrenamtlichen koordiniert, freut sich auf eine rege Teilnahme. Frau Dorothee Bucka, Leiterin der Freiwilligenagentur altmühlfranken, würde sich freuen, wenn die Ehrenamtlichen den Internetauftritt unter www.altmuehlfranken.de/willkommenskultur.de rege nutzen. Hier sind alle möglichen Informationen und Ansprechpartner im Bereich Asyl genannt.

Ellingerbrau

Gründerpreis der IHK

Auszeichnung wird seit 20 Jahren vergeben

Eine elektronische Patientenakte, ein Online-Shop für individuell
hergestellten Schmuck und kreative Konzepte für Messestände: Für diese Geschäftsideen
werden Bastian Bleisinger und Dr. Frank Hemer (Geschäftsführer
der Advanova GmbH, Erlangen), Olga Dick und Sabine Linz (Geschäftsführerinnen
der Amoonìc GmbH, Nürnberg) und Lars Borngräber (Geschäftsführer
der bbco MesseManufaktur GmbH, Veitsbronn) mit dem IHK-Gründerpreis 2015
ausgezeichnet.
Präsident Dirk von Vopelius und Nürnbergs Oberbürgermeister Dr. Ulrich Maly
gratulieren den Preisträgern bei einer Feierstunde in der IHK Akademie Mittelfranken.
Die Laudatoren und Paten der Preisträger Ingrid Hofmann (Geschäftsführerin
der I.K. Hofmann GmbH, Nürnberg), Peter Kurz (Vorstand der Leonhard
Kurz Stiftung & Co. KG, Fürth) und Norbert Metz (Geschäftsführer der
allfra Regionalmarkt Franken GmbH, Wittelshofen) stellen die Gewinner vor.
Dr. Kathrin Degmair (Leiterin Studio Franken des Bayerischen Rundfunks) moderiert
die Veranstaltung und begründet die Entscheidung der Jury. Die Preisträger
erhalten ein Preisgeld von jeweils 10 000 Euro, das von der IHK zur Verfügung
gestellt wird.

20 Jahre IHK-Gründerpreis

Die IHK Nürnberg für Mittelfranken hatte den IHK-Gründerpreis 1996 im Rahmen
ihrer „Existenzgründungsoffensive“ ins Leben gerufen, um das Gründer2
klima in der Region weiter zu verbessern. Mittlerweile hat sich mit der „Gründerinitiative
Mittelfranken“ ein Netzwerk aus Verbänden, Kommunen, Gründerzentren,
Kreditinstituten, Förderbanken, Hochschulen und Initiativen gebildet, das
Gründer und junge Unternehmen fördert. In den letzten 20 Jahren haben sich
rund 700 junge Unternehmen für den IHK-Gründerpreis beworben, sie hatten
innerhalb der ersten fünf Jahre nach ihrer Gründung rund 11 000 Arbeitsplätze
und rund 500 Ausbildungsplätze geschaffen. „Das belegt eindrucksvoll, dass
junge Unternehmen wichtige Motoren für Beschäftigung und Wohlstand sind“,
so IHK-Präsident Dirk von Vopelius. Beeindruckend seien die Vielzahl von
Gründungen in Hochtechnologien sowie das frühe internationale Engagement
vieler Gründer.
In diesem Jahr hatten 44 junge Unternehmen, deren Gründung höchstens fünf
Jahre zurückliegt, ihre Geschäftskonzepte eingereicht. Sie haben bislang 441
Arbeitsplätze und 18 Ausbildungsplätze geschaffen und beschäftigen zudem
rund 50 freie Mitarbeiter.

Den Flüchtlingen helfen, aber auch die Ängste ernst nehmen!

Erklärung zur aktuellen Situation im Falk-Report

In dieser Ausgabe des „Falk-Reports“ („Wieviele Flüchtlinge sind zu verkraften?“) greife ich die Flüchtlingsproblematik auf, also ein Thema, das in aller Munde ist. Viele Menschen sind besorgt, wie es nach der Aufnahme des ersten Ansturms weiter gehen soll. Die Ängste, dass es zu einer Überfremdung kommen kann, sind ernst zu nehmen. Es kommt jetzt auf die Kooperation unter den europäischen Ländern an. Sie müssen solidarisch zusammenstehen, auch wenn das in dem einen oder anderen Fall nicht so zu erwarten ist.Werner-013

Die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien sollen auch meiner Meinung nach bevorzugt behandelt werden, d.h. nicht monatelang warten müssen, bis über ihren Asylantrag entschieden ist.
Die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge machen es unseren Behörden schwer, als Asylbewerber anerkannt zu werden. Es ist sicher keine angenehme Sache, Menschen wieder zurückzuschicken, aber angesichts der vielen Menschen, die wirklich Not leiden, müssen sie einfach zurückstehen.
In Gunzenhausen wird in den nächsten sechs bis acht Wochen eine Erstaufnahmestation aufgebaut. Der Stadtrat hat dem Landkreis gegenüber seinen Willen bekundet, zur Entschärfung der Lage beizutragen. Das ist eine verantwortungsvolle Haltung. Als zweitgrößte Stadt im Kreis können wir den Landkreis in dieser schwierigen Situation nicht hängen lassen. Wir, also die Stadt Gunzenhausen, ist in anderen Fällen auf den Landkreis angewiesen und rechnet mit seiner Hilfe, wenn es gilt, im Zuge der Ämterdislozierung zum Zuge zu kommen. Das Grundstück in der Industriestraße erscheint mir gut geeignet zu sein, hier die Aufnahmestation einzurichten. An die Bevölkerung und vor allem an die Nachbarn appelliere ich, die Menschen freundlich aufzunehmen und mögliche Vorbehalte zurückzustellen. Viele Gunzenhäuser waren nach 1945 selbst als Vertriebene auf der Suche nach einer neuen Heimat. Sie sollten jetzt nachfühlen, wie es denen geht, die zu uns kommen.
Der Falk-Report berichtet darüber hinaus auch noch über andere Themen, die für die Menschen in der Seenlandregion wichtig sind.
WERNER FALK, Stadtrat und Herausgeber des „Falk-Reports“

Den Flüchtlingen helfen, aber auch die Ängste ernst nehmen!

Erklärung zur aktuellen Situation

In dieser Ausgabe des „Falk-Reports“ greife ich die Flüchtlingsproblematik auf, also ein Thema, das in aller Munde ist. Viele Menschen sind besorgt, wie es nach der Aufnahme des ersten Ansturms weiter gehen soll. Die Ängste, dass es zu einer Überfremdung kommen kann, sind ernst zu nehmen. Es kommt jetzt auf die Kooperation unter den europäischen Ländern an. Sie müssen solidarisch zusammenstehen, auch wenn das in dem einen oder anderen Fall nicht so zu erwarten ist. Die Bürgerkriegsflüchtlinge aus Syrien sollen auch meiner Meinung nach bevorzugt behandelt werden, d.h. nicht monatelang warten müssen, bis über ihren Asylantrag entschieden ist.

Für den Weinfreund ist klar: Wein, Schnaps und Bier dürfen auf dem Markt präsentiert und verkostet werden.Die sogenannten Wirtschaftsflüchtlinge machen es unseren Behörden schwer, als Asylbewerber anerkannt zu werden. Es ist sicher keine angenehme Sache, Menschen wieder zurückzuschicken, aber angesichts der vielen Menschen, die wirklich Not leiden, müssen sie einfach zurückstehen.
In Gunzenhausen wird in den nächsten sechs bis acht Wochen eine Erstaufnahmestation aufgebaut. Der Stadtrat hat dem Landkreis gegenüber seinen Willen bekundet, zur Entschärfung der Lage beizutragen. Das ist eine verantwortungsvolle Haltung. Als zweitgrößte Stadt im Kreis können wir den Landkreis in dieser schwierigen Situation nicht hängen lassen. Wir, also die Stadt Gunzenhausen, ist in anderen Fällen auf den Landkreis angewiesen und rechnet mit seiner Hilfe, wenn es gilt, im Zuge der Ämterdislozierung zum Zuge zu kommen. Das Grundstück in der Industriestraße erscheint mir gut geeignet zu sein, hier die Aufnahmestation einzurichten. An die Bevölkerung und vor allem an die Nachbarn appelliere ich, die Menschen freundlich aufzunehmen und mögliche Vorbehalte zurückzustellen. Viele Gunzenhäuser waren nach 1945 selbst als Vertriebene auf der Suche nach einer neuen Heimat. Sie sollten jetzt nachfühlen, wie es denen geht, die zu uns kommen.
Der Falk-Report berichtet darüber hinaus auch noch über andere Themen, die für die Menschen in der Seenlandregion wichtig sind.
WERNER FALK, Stadtrat und Herausgeber des „Falk-Reports“

„Zeig mal!“ hilft den Asylsuchenden

Langenscheidt-Verlag legt Bildwörterbuch auf

Mit rund 600 Zeigebildern soll das kompakte Bildwörterbuch „Zeig mal!“ ab sofort die Kommunikation zwischen Asylsuchenden, Betreuern und medizinischem Fachpersonal erleichtern. Die farbigen Zeichnungen von Alltagsgegenständen sind nach Themen wie Essen, Kleidung und Notfälle geordnet. Auf diese Weise wird schon bei der ersten Kontaktaufnahme die Sprachbarriere durchbrochen und eine gemeinsame Verständigung erreicht.

Oft stehen Flüchtlinge ebenso wie Behörden und engagierte Freiwillige vor einem Verständigungsproblem. Sprache ist das wichtigste Kommunikationsmittel, über das wir verfügen – jedoch nicht das einzige. Besonders in Erstaufnahmeeinrichtungen und in Gemeinschaftsunterkünften sowie bei (medizinischen) Notfällen hilft das Deuten auf das, was man braucht, um sich verständlich zu machen. Mit den rund 600 alltagsrelevanten und eindeutig erkennbaren Zeichnungen aus dem Bildwörterbuch „Zeig mal!“ soll die Kommunikation für alle schnell und pragmatisch vereinfacht werden.

Das Bildwörterbuch „Zeig mal!“ ist nach verschiedenen Themenbereichen strukturiert und passt in die Hosentasche. Zusätzlich zu Abbildungen aus den Bereichen Unterkunft, Kleidung, medizinische Versorgung, Körperpflege, Essen und öffentlicher Nahverkehr enthält dieses kleine Bildwörterbuch auch eine Deutschlandkarte sowie Flaggen vieler Herkunftsländer.

„Um den zahlreichen Flüchtlingen schnell Hilfe zu leisten, sind wir alle gefordert: Politik und Behörden, Organisationen, Unternehmen und Privatleute. Durch den kostenfreien Zugang zum Online-Wörterbuch Arabisch haben wir bereits einen ersten Schritt in diese Richtung unternommen. Mit dem Bildwörterbuch ‚Zeig mal!‘ wollen wir von Langenscheidt im Rahmen unserer Kernkompetenzen einen weiteren Beitrag dazu leisten. Derzeit entwickeln wir zudem neue Lösungen, um den veränderten Bedürfnissen und Ansprüchen optimal gerecht zu werden“, so Ivo Kai Kuhnt, Initiator des Projekts und Geschäftsführer des Langenscheidt Verlags.

„Zeig mal!“ (Schnell kommunizieren mit Bildern), 36 Seiten mit ca. 600 Bildern, vierfarbig, Rückenheftung, 9,5 x 15 cm, Schutzgebühr: 1,50 Euro, ISBN 978-3-468-73331-4, erhältlich als Verpackungseinheit mit 10 Exemplaren.

Partnerschaft mit Erzgebirgskreis

25 Jahre Deutsche Einheit und Partnerschaft

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Die Partnerlandkreise aus Mittelfranken und Baden-Württemberg schenkten dem Erzgebirskreis als Zeichen der Verbundenheit eine Bank aus Holz. (v.l.n.r): Landrat des Landkreises Nürnberger Land, Armin Kroder, Landrat des Landkreises Neustadt a.d. Aisch/Bad Windsheim, Helmut Weiß, Landrat des Erzgebirgskreises, Fank Vogel, Landrat des Landkreises Emmendingen, Hanno Hurth, und der Landrat des Landkreises Ansbach, Landrat Dr. Jürgen Ludwig.

„Der Erzgebirgskreis hat in den vergangenen 25 Jahren gezeigt, wie mit viel Mut und Kraft zur Veränderung alte Strukturen durch gemeinsame Anstrengungen umfassend neu gestaltet werden können. Dies dient als Vorbild und Ansporn die gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit gemeinsam anzugehen“, betonte Landrat Dr. Jürgen Ludwig im Rahmen eines Partnerschaftstreffens in Aue. Der Landrat folgte am vergangenen Wochenende gemeinsam mit einer Delegation von Kreisräten und Altlandräten einer Einladung des Partnerlandkreises Erzgebirgskreis anlässlich des 25. Jubiläums der deutschen Einheit. „Viele von ihnen wollten helfen, viele von uns nahmen die Hilfe dankend an“, erinnerte der Landrat des Erzgebirgskreises, Frank Vogel, im Rahmen eines Festabends an die gute Zusammenarbeit der Partnerlandkreise seit dem Mauerfall im Jahr 1989.

Landrat Dr. Ludwig zeigte sich gemeinsam mit den anderen Delegationsteilnehmern von den in Filmsequenzen dargestellten enormen Entwicklungen des Erzgebirgskreises tief beeindruckt. An dem Festabend in Aue nahmen neben dem Landkreis Ansbach auch die weiteren Partnerlandkreise Emmendingen, Neustadt a. d. Aisch/Bad Windsheim und Nürnberger Land teil. Der Festakt wurde von Schülern aus den jeweiligen Landkreisen mitgestaltet. Den Landkreis Ansbach vertrat die Schulband „Tintenkiller“ vom Landkreis-Gymnasium Feuchtwangen.

In den 25 Jahren partnerschaftlicher Verbundenheit mit dem heutigen Erzgebirgskreis hat sich eine vertiefte freundschaftliche Beziehung entwickelt“, freute sich Landrat Dr. Ludwig

So trafen sich am Wochenende auch Schülergruppen aller fünf Partnerlandkreise zu einem „Freundschaftscamp ERZ“ und tauschten ihre Erfahrungen und Ansichten zur deutschen Einheit aus. Sie diskutierten beispielsweise mit dem Altlandrat von Aue, Heinz-Günter Kraus, und den amtierenden Landräten über das Thema „25 Jahre Deutsche Einheit – 25 Jahre gelebte Demokratie“. Landrat Dr. Ludwig lobte die Jugendbegegnung als wichtiges Element gelebter Geschichte.

Begleitet wurde der Landrat und Ehefrau Karin Ludwig von seinem Stellvertreter Kurt Unger sowie weiteren Vertretern der Fraktionen des Kreistages. Dazu zählten Johannes Schneider, Hans Henninger, Wolfgang Seidel, Gabi Müllender, Dr. Hermann Schweiger und Rainer Erdel. Auch die Landräte a.D. Dr. Hermann Schreiber, Altlandrat Rudolf Schwemmbauer mit Ehefrau Erika und die beiden früheren Stellvertretenden Landräte Werner Herzog mit seiner Frau Hanna und Heinz Henninger mit seiner Frau Maria waren der Einladung gerne gefolgt.

Das Findelkind Kaspar Hauser ist bis heute Werbefaktor für Ansbach

Zweite Samstagsexkursion des Verein für Heimatkunde

Es mag nur eine Petitesse der Weltliteratur gewesen sein, aber es ist dennoch nicht uninteressant, sie heute zu erwähnen: Benitto Mussolini, Diktator an der Spitze des italienischen Regimes, war ein glühender Verehrer der Gedichte von August Graf von Platen, einem der berühmtesten Söhne Ansbachs, der als „Tulpe des deutschen Dichtergartens“ in die Literaturgeschichte Eingang gefunden hat. In den zwanziger Jahren war der Despot sogar in Ansbach, um seinen Aufsatz über Platen in deutscher Sprache zu verlesen.

Historiker Alexander Biernoth vor dem Uz-Denkmal

Historiker Alexander Biernoth vor dem Uz-Denkmal

Die Mitglieder des Vereins für Heimatkunde Gunzenhausen waren zum zweiten Mal im Rahmen ihrer „Samstagsexkursion“ in der Residenzstadt, wo sie der Historiker Alexander Biernoth zwei Stunden lang mit der Geschichte Ansbachs und dem Werk ihrer prägenden Persönlichkeiten bekannt machte. Die Begeisterung der 31 Teilnehmer fasste Vorsitzender Werner Falk zusammen: „Wir durften ein facettenreiches Ansbach kennenlernen.“
Der Hofgarten und die Orangerie waren zur Markgrafenzeit, also vor rund 250 Jahren, prägende Elemente der Residenz Ansbach, aber war heutzutage in seiner ganzen Pracht zu sehen ist, das ist das Werk der fünfziger Jahre. Bei zwei Bombenangriffen der Amerikaner in den letzten Kriegstagen – am 23. Juni, dem Geburtstag des ersten Präsidenten George Washington – verloren nicht nur 453 Menschen ihr Leben, auch der 17 Hektar große Hofgarten (1750 nach französischen und englischen Vorbildern angelegt) sowie die Orangerie (dem Schloss von Versailles nachempfunden) kamen damals zu Schaden.
Am Rande der doppelten Lindenallee, heute ein begehrtes Terrain der Jogger, stößt der Besucher auf eine unscheinbare Tafel, die an den Botaniker Leonhart Fuchs erinnert, dem gebürtigen Wemdinger, der 1528 bis 1535 als Leibarzt des Markgrafen Georg dem Frommen fungierte. Nach ihm ist übrigens die Fuchsie benannt.
Das Findelkind Kaspar Hauser, hat Ansbach noch bekannter gemacht. Bis heute sind sich die Wissenschaftler noch nicht ganz einig, wer er wirklich war: ein Betrüger oder der badische Erbprinz. Sogar der „Spiegel“ und das ZDF haben sich des aus Nürnberg stammenden Jünglings angenommen. Es gibt zweierlei Gen-Spuren, sein „Unterbeinkleid“ ist übrigens im Ansbacher Stadtmuseum zu sehen. 1833 ist der Gerichtsschreiber im Ansbacher Hofgarten mit einem Messerstich ermordet worden. Der Streit wird weiter gehen, den Ansbacher soll es recht sein, denn so treiben die Spekulationen immer neue Blüten und die Stadt hat willkommene Publicity.
Dem markgräflichen Juristen und Verwaltungsbeamten Johann Peter Uz (1720 geboren) hat die Stadt ein Denkmal gewidmet. Er war auch Dichter, und nicht einmal der Unbekannteste, denn sogar der Papst kannte die Verse des Geheimrats. Dass er aber einige Kirchenlieder des Ansbacher Gebetbuchs umdichtete, das haben ihm die Ansbacher schwer verübelt.
Aus einer ehemaligen Pferdescheune ist 1840 die katholische St. Ludwigskirche geworden. Sie steht am Karlsplatz (gestaltet von den markgräflichen Baumeistern Leopoldo Retty und Johann David Steingruber) neben der Karlshalle, in der zuvor die Andersgläubigen in der angestammten Protestantenstadt ihre Gottesdienste abhalten durften. Der klassizistische Saalbau ist dem bayerischen König Ludwig I. geweiht. Die Glocken sind übrigens Beutestücke aus der Seeschlacht von Navarino (1827).

Mehr Urlauber im „Superjahr“ 2014

Mitgliederversammlung des Naturpark Altmühltal

Der Naturpark Altmühltal konnte sich 2014 im Vergleich zum Vorjahr über einen Zuwachs von knapp 1,8 Prozent bei den Gästeankünften und ein gutes Plus von 3,7 Prozent bei den Übernachtungen freuen. Mit erstmals über 1,4 Mio. gewerblichen Übernachtungen bewegte sich der Naturpark Altmühltal bei den Zuwächsen 2014 in der Spitzengruppe der fränkischen Tourismusregionen. „Damit stehen wir im gesamtbayerischen Vergleich sehr gut da“, freute sich Geschäftsführer Christoph Würflein auf der Mitgliederversammlung des Tourismusverbandes Naturpark Altmühltal  in Riedenburg-Buch.

Ein Klassiker im Naturpark sind die Bootstouren auf der Altmühl.

Ein Klassiker im Naturpark sind die Bootstouren auf der Altmühl.

Nach der Begrüßung durch den Vorsitzendes des Tourismusverbandes, Landrat Anton Knapp, und den Riedenburger Bürgermeister Siegfried Lösch hatte zunächst Olaf Seifert, Vorsitzender des Tourismusverbandes Franken, die gebietsübergreifende Bilanz vorgestellt. „Das Topergebnis aus 2014 nochmal zu steigern ist schwierig. Bis einschließlich Juli 2015 verzeichnen wir in Franken ein Plus von 3,6 Prozent.“ Für Seifert auch ein Indikator dafür, dass die Marketingkonzepte des Tourismusverbandes Franken und auch des Naturpark Altmühltal „stimmig“ seien. Für 2016 bat der fränkische Tourismuschef die Mitgliedsorte des Naturpark Altmühltal um eine möglichst große Beteiligung am Jubiläumsjahr zum 500-jährigen Reinheitsgebot im Bierland Franken, „Franken – Heimat der Biere“.

Auch Naturparkgeschäftsführer Christoph Würflein hatte neben den sehr guten Zahlen aus dem Jahr 2014 schon erste Zahlen für die laufende Saison im Gepäck: Zwischen Januar und Juli 2015 verzeichnete der Naturpark Altmühltal fast 3 Prozent mehr Gästeankünfte als im Vorjahreszeitraum. Nach dem „Superjahr“ 2014 stagnierte jedoch die Zahl der Übernachtungen im ersten Halbjahr 2015. Mit ein Grund dafür könne der Rückgang bei kleinen gewerblichen Gastgeberbetrieben und bei privaten Bettenanbietern sein, so Würflein. Hier spiele oft eine Rolle, dass die Gründergeneration, die den Tourismus im Naturpark Altmühltal in den 1980er Jahren mit aufgebaut habe, ins Rentenalter komme und in der Familie kein Nachfolger gefunden werden könne.

Problematisch sei diese Entwicklung vor allem für solche Orte und Teilregionen des Naturparks, in denen der Tourismus bisher von gewerblichen Kleinbetrieben und Privatvermietern getragen wird. Der Naturparkgeschäftsführer mahnte: „Hier droht eine schleichende Abwärtsbewegung, die binnen weniger Jahre dazu führt, dass der Tourismus – trotz landschaftlich guter Voraussetzungen – in diesen Orten keine Rolle mehr spielt. Dem kann nur entgegengewirkt werden, wenn es gelingt, dort gewerbliche Leitbetriebe mittlerer Größe zu entwickeln.“

Die schrumpfenden Vermieterzahlen spiegeln sich auch in einem Rückgang der Einträge im gedruckten Gastgeberverzeichnis des Naturpark Altmühltal wider. Allerdings verzichten wohl auch manche Betriebe angesichts der Vermarktungsmöglichkeiten im Internet auf einen Katalogeintrag, so Würflein. Er betonte: „Diese Betriebe werden zu Trittbrettfahrern, die zwar von Bekanntheit und Image des Naturpark Altmühltal profitieren, sich aber nicht mehr unmittelbar an den Kosten des Destinationsmarketings beteiligen. Dem Tourismusverband Naturpark Altmühltal wird dadurch schleichend die Finanzierungsgrundlage entzogen.“

Sehr gut angenommen wurde bisher das Projekt „Zu Gast im Denkmal“. Unter diesem Motto und einem gemeinsamen markanten Logo präsentiert der Naturpark Altmühltal Häuser mit Geschichte, die als Hotels, Ferienwohnungen, Gasthöfe, Museen oder Infostellen ihre Türen für Besucher öffnen. Nur ausgewählte und überprüfte Objekte sind dabei; wer sich mit seinem Denkmal für dieses Projekt bewerben möchte, findet die nötigen Unterlagen unter www.naturpark-altmuehltal.de/gast-im-denkmal/wettbewerb. Christoph Würflein empfahl in diesem Zusammenhang auch den neu erschienenen Sanierungsratgeber für Jurahäuser, die kostenfrei über das Informationszentrum Naturpark Altmühltal bestellt werden könne.

Im Anschluss ging der Naturparkgeschäftsführer noch auf ein Thema mit Konfliktpotenzial ein: die Sperrungen für Mountainbiker auf einigen Teilabschnitten des Qualitätswanderweges Altmühltal-Panoramaweg. „Mit den Verbotsschildern soll darauf aufmerksam gemacht werden, dass es sich bei den gekennzeichneten Wegeabschnitten um besonders sensible Bereiche handelt, zumeist um Naturschutzgebiete“, erklärte Würflein. Zudem seien die Pfade in diesen Abschnitten zumeist nicht einmal einen Meter breit. Christoph Würflein betonte jedoch auch: „Der Naturpark Altmühltal strebt langfristig auf sensiblen Wegeabschnitten eine Trennung von Mountainbikerouten und Qualitätswanderwegen an. Verbote allein werden hier nicht ausreichen. Erst wenn attraktive Angebote als Alternative zur Verfügung stehen, kann es gelingen, die Nutzungskonflikte zu entschärfen.“

Der Fortschritt der Aktualisierung des Tourismuskonzepts, das voraussichtlich im Januar 2016 vorgestellt werden kann, und das neu eingeführte Buchungssystem TOMAS auf dem Internetportal des Naturparks waren weitere Themen der Mitgliederversammlung. Außerdem stellte Benjamin Hübel vom Informationszentrum Naturpark Altmühl den Marketingschwerpunkt des Jahres 2016 vor: Kultur und Städte im Naturpark Altmühl lautet der Arbeitstitel. „Die Städte im Naturpark Altmühltal sind nicht groß, aber sie überraschen ihre Besucher mit Kultur und Geschichte, mit Charme und kulinarischen Genüssen“, so Hübel. Im Jahr 2016 wolle man dieses Potential unter anderem in einer neuen Broschüre präsentieren. „Darin stellen wir zwei Tourenvorschläge vor, welche die beteiligten Städte unter zwei Schwerpunktthemen miteinander verbinden“, erklärte Hübel: „Die erste Thementour führt zu einzigartigen Schätzen – zum Beispiel im Museum. Die zweite Thementour führt zur Kunstgeschichte und zu Orten des Glaubens.“