Schaeffler steht zu Standort Gunzenhausen

Große Investitionen in den nächsten drei Jahren

Es dürfen auch einmal positive Nachrichten sein, die den Wirtschaftsstandort Gunzenhausen treffen.  Wie Horst Adel, der Leiter des INA-Werks in Gunzenhausen am Mittwoch gegenüber den Stadträten von Gunzenhausen ankündigte, hat das Werk nach vielen Jahren der Unsicherheit jetzt seinen festen Platz im Standing des Unternehmens, das immer noch in Familienbesitz (Elisabeth Schaeffler-Thumann und Sohn Georg F. W.) ist und jetzt in einer AG geführt wird.

Das 550 Mitarbeiter zählende Unternehmen in der Industriestraße, das seit 1962 besteht (damals GMN, sprich:  Kugelmüller), hat einen gewaltigen Umstrukturierungsprozess hinter sich. Ergebnis: modernste Technik bestimmt die Produktion. 60 Prozent der Produkte gehen zu den Autohersteller, 40 Prozent in die restliche Industrie. Zu den Kunden zählen praktisch alle namhaften Firmen.

Wie Abel beim Werksbesuch der Stadträte ankündigte, wird das Unternehmen in den nächsten drei Jahren (2014-2017) fast acht Millionen Euro in die Ertüchtigung der Fabrik investieren. Das gesamte Firmenareal wird neu geordnet, die alten “Hüttenwerk” an der Nordseite sollen verschwinden. Geplant sind ein großer und schöner Parkplatz, eine moderne Kantine und auch die Außenanlagen werden komplett neu gestaltet.

Allerdings wird sich das Unternehmen nicht am Standort Gunzenhausen erweitern. Ein diesbezügliches Angebot von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hat die Konzernleitung abgelehnt. In Europa gibt es schließlich Standorte mit niedrigeren Grundstückspreisen. Der Rathauschef hatte dem Schaeffler-Vorstand den Erwerb der benachbarten DAM-Immobilie schmackhaft gemacht.

Einstieg in neues Marktplatz-Konzept

Der “KulturHerbst” war ein Erfolg auf der ganzen Linie

Die Stimmung ist gut unter den Gunzenhäusern. Der “KulturHerbst” am 4. Oktober war nach Meinung aller eine gelungene Veranstaltung. Ganz sicher ist, dass sie im nächsten Jahr wiederholt wird, dann allerdings am zweiten Samstag im Oktober. Das erste Wochenende steht nämlich ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der Deutschen Einheit. Und außerdem ist es ein verlängertes Wochenende, an dem die Mitarbeiter in den Einzelhandelsgeschäften die Gelegenheit haben, ihre Freizeit nach ihrem Gutdünken  zu genießen. 2016 soll dann wieder der erste Oktober-Samstag als Eventtermin gelten.

In der Stadthalle haben sich kürzlich auf Einladung der Stadt die Geschäftsleute und Akteure des “KulturHerbsts” getroffen, um eine Bilanz zu ziehen. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz leitete die Aussprache, in der keine ausgesprochen negativen Aspekte genannt wurden. Im Gegenteil: alle äußerten sich positiv. Natürlich gab es auch etliche Anregungen, wie man den “KulturHerbst” im nächsten Jahr noch verbessern kann.

Aus meiner Sicht ist es schon bemerkenswert, dass die Geschäftsleute auf dem Marktplatz kein Lamento erheben nach dem Motto “Außer Spesen nichts gewesen!” Auch sie haben erkannt, dass es sich auszahlt, wenn Events auf dem Marktplatz angeboten werden.

Ich sehe mich in meiner Einschätzung bestätigt, dass wir auf gutem Wege sind, eine bessere Nutzung für den Marktplatz zu finden. Die Samstagskonzerte, der “KulturHerbst” und die kommende Eisbahn sind Elemente der Bereicherung und sie signalisieren, dass es richtig ist, den Marktplatz als Eventbühne stärker zu nutzen, was natürlich auch bedeutet, den Durchgangsverkehr periodisch herauszunehmen.  Wir brauchen die Vitalisierung des Marktplatzes als 1a-Geschäftszone in unserer Stadt.

Ich sage: Wir nähern uns dem Etappenziel. Ich kann mir gut vorstellen, den Marktplatz von Juni bis zur Nachkirchweih im September als Eventbühne stärker zu nutzen. Wir kommen in der Fortentwicklung unserer Stadt gut voran, wenn wir auch noch zwei Dinge realisieren, die ich vorgeschlagen haben: die “Seemeile” und den Zusatz “am See” für den Stadtnamen Gunzenhausen.

Werner Falk, Stadtrat der FDP

Super-Präsentation “Brot & Wein”

Veranstaltung in der Bäckerei Herzog in Muhr am See

Bäckermeister Alexander Herzog und Winzer Markus Meier sowie Stadtrat Werner Falk ("Falk-Report") mit der neuen Seenlandkönigin Miriam Seelig.

Bäckermeister Alexander Herzog und Winzer Markus Meier sowie Stadtrat Werner Falk (“Falk-Report”) mit der neuen Seenlandkönigin Miriam Seelig. Foto: B. Dorr

Die Seenlandregion bedarf der innovativen Unternehmer. Einer von ihnen ist ganz gewiss Bäcker- und Konditormeister Alexander Herzog aus Absberg/Muhr am See. Er präsentierte sich erstmals mit dem Ulsenheimer Winzer Markus Meier. “Winzer trifft Bäcker” war das Motto der Veranstaltung, zu der viele Geschäftspartner und Freunde beider Unternehmer gekommen waren. Sie durften ein siebengängiges Menü genießen.

Das Wasser lief den Gästen schon im Munde zusammen, als die Gastgeber die Menüfolge, gepaart mit der Vorstellung der dazu passenden Frankenweine, vorstellten: Secco Aperitif, dann Brotkarussell, Weinschausuppe im Brottopf, Brotsalat mit Schafskäse, Sorbet, Rinderrouladen nach Winzerart mit Herzoginkartoffeln (!) und Bohnen im Speckmantel, zuletzt Brombachseer Kirschrote mit Lebkuchen. Der “Frühfalter” zum Auftakt der Weinprobe sowie der Riesling “Pur Steinbach” gefiel den Freunden des trocken ausgebauten Weins, der “Reifenstein”-Traminer beglückte die Liebhaber eines fruchtigen und voluminösen Tropfens. Dass Winzer Meier (in seinen Diensten steht übrigens Kellermeister Karl-Heinz Brand, der in verdienstvoller Weise den “Muhrer Busenschlecker” ausbaut) und seine fränkischen Kollegen auch einen tollen Rotwein machen können, das stellte Meier mit seinem “Steinbach”-Spätburgunder unter Beweis. Mit einem Genuss für den Gaumen (edelsüße Rieslander-Auslese) fand die Weinprobe ihren Abschluss.

Es gereicht den Gastgebern zur Ehre, dass sie am Ende der dreistündigen Veranstaltung ihre “dienstbaren Geister” den Gästen vorstellten. Nicht nur Muhrs Altbürgermeister Roland Fitzner und sein Absberger Kollege Fritz Walter, sondern auch der verdienstvolle frühere Regionalmanager des Landkreises, Dieter Popp (“Fotour” in Haundorf) äußerten sich anerkennend zu den Leistungen der beiden Unternehmen. Wieder einmal war erlebbar, wie gut es ist, “Leuchttürme” in der Region zu haben. Und die Bäckerei Herzog in Muhr am See gehört ganz gewiss dazu.

Wer sich für den Meier-Wein aus dem mittelfränkischen Ulsenheim interessiert, dem sei ein “Besuch” empfohlen: entweder auf der Hompage (www.weingutmeier.de) oder eben in Ulsenheim, wo der Unternehmer eine stylische Vinothek gebaut hat.

 

Aktivsenioren beraten

Hilfe für Existenzgründer, Betriebe und Dienstleitungsunternehmen

Ob Schieflagen im eigenen Unternehmen, Fragen zu Finanzplanung und Finanzierung oder Hilfestellung bei der Existenzgründung – guter Rat ist oftmals teuer. Nicht so beim Beratungsangebot am Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen in Zusammenarbeit mit den Aktivsenioren Bayern. In stündlichen Terminen können sich Personen dabei kostenlos und unverbindlich von ausgewiesenen Experten beraten lassen.
Das Angebot richtet sich an klein- und mittelständische Unternehmen sowie Handwerks- und Dienstleistungsbetriebe, wobei die unterschiedlichsten Problemstellungen behandelt werden. Die Beratungsthemen gehen „querbeet“ durch das unternehmerische Leben: Unternehmensplanung und Gründungskonzept, Übergabe- und Beteiligungsfragen aber auch Vertriebs-, Kalkulations-, Produktions- und Organisationsfragen, Angelegenheiten des Personalwesens, des Rechnungswesens und natürlich auch des Controlling.
Bei den Aktivsenioren handelt es sich um versierte Fachleute, die nach dem Ausscheiden aus dem Berufsleben ihre Berufs- und Lebenserfahrungen durch umfassende Beratungen an Existenzgründer und heimische Unternehmen weitergeben. Dabei arbeiten die Aktivsenioren freiwillig, ehrenamtlich und honorarfrei. Der Beraterverbund der Aktivsenioren umfasst mittlerweile über 350 Fachleute in Bayern, deren Mitglieder alle ehemals selbständige Unternehmer oder leitende Angestellte waren. Dadurch verfügen sie über fundiertes Knowhow, vielfältige Verbindungen und umfassende Erfahrungen. Das Netzwerk besteht seit 1984 als eingetragener und als gemeinnützig anerkannter Verein.

Weinlese bei den Muhrer Winzerbrüdern

Den “Muhrer Busenschlecker” gibt es in bester Qualität auch weiterhin

Trauben reiften bei dem milden Herbstwetter vorzüglich. Bei guter Menge und hervorragender Traubenqualität erwarten die Muhrer wieder einen guten Jahrgang. Die Muhrer Winzerbrüder die mit dem Bau ihres Weingartens auf der Leite vor Jahren eine alte vergangene Tradition wieder aufleben ließen, konnten sich in diesem Jahr wieder einmal über eine gute Ernte freuen. Noch im Jahr 1832, wie es eine alte Flurkarte beweist, wurde zwischen Neuenmuhr und Büchelberg Wein und Hopfen angebaut. So erklären sich dem Betrachter heute auch die in diesem Bereich noch vorhandenen Geländeterrassen. Der kleine Muhrer Weiler

Kellermeister Karl-Heinz Brand (Mitte) mit den Weinbrüdern Heinrich Herzog, Roland Fitzner, Hans Buck und Willi Frank.

Kellermeister Karl-Heinz Brand (Mitte) mit den Weinbrüdern Erich Ulrich, Heinrich Herzog, Roland Fitzner, Hans Buck und Willi Frank.

Wehlenberg hatte zu dieser Zeit gar sein eigenes Hopfensiegel. So haben die “Muhrer Winzerbrüder” nicht nur eine alte, schon lange vergangene Tradition wieder aufleben lassen, sie liefern dem Beschauer heute in der vom Maisanbau dominierten Landschaft auch eine besondere optische Abwechslung. Mit Winzermeister Karl Heinz Brand aus Randesacker hatten die „Muhrer Weinbaupioniere“ seit vielen Jahren einen Mann der ihnen in Sachen Weinbau mit Rat und Tat zur Seite steht. Erfreuten sich die Spaziergänger auf der Leite in Osten von Muhr vor Tagen noch an den schönen blauen Trauben, so war das für die Muhrer Winzer das sichere Zeichen zur anstehenden Weinlese. Die Schutznetze wurden im Vorfeld abgebaut und dann ging es vereint zur Sache. Am Ende sollte das Jahr 2014 mit knapp 900 Liter Traubengut zu einer der besseren Ernten werden.

Seit der ersten Weinlese vor genau 10 Jahren baut der Winzermeister Karl Heinz Brand, heute beim renommierten Mittelfränkischen Weingut Meier in Ulsenheim, in der Nähe von Uffenheim, den „Muhrer Busenschlecker“ aus. Also ging der Transport des Lesegutes im Anschluss wie gewohnt nach Ulsenheim. Beim Weingut Meier fachmännisch in Augenschein genommen wurden die Trauben unter den Augen der Muhrer Winzer zur Gärung vorbereitet. Nach einer Verkostung des frisch gewonnenen Taubensaftes wurde Spannung auch das Feststellen der Öchslegrade erwartet. Winzermeister Karl-Heinz Brand löste das Geheimnis schnell. Mit 86 Grad Öchsle wiesen die Trauben der Sorte Schwarzriesling einen guten Zuckergehalt aus. Darauf wurde bei einem Glas Federweisen kräftig angestoßen. Die Weinlese wurde im Anschluss in der Vinothek des Weinguts Meier im Beisein aller Helferinnen und Helfer, bei einer deftigen Brotzeit, zu der traditionell Winzerbruder Heinrich Herzog eingeladen hatte, gebührend gefeiert. In diesem Zusammenhang wurde auch auf den neuen Jahrgang des „Muhrer Busenschleckers“, mehrmals und auch kräftig angestoßen.
ROLAND FITZNER

Gedenken in der einstigen Synagoge

Veranstaltung des Freundeskreises der Synagoge Hainsfarth mit Dr. Johannes Friedrich

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Fünf Mädchen vom Jugendtreff Hainsfarth verlasen die 20 Namen der ehemaligen jüdischen Mitbürger, die im KZ Theresienstadt umkamen.

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Vorsitzende Sigried Atzmon mit dem früheren Landesbischof Dr. Johannes Friedrich und Zweitem Bürgermeister Klaus Engelhardt. Foto: FR Presse

„Die Unterschiede im Glauben müssen uns zusammenbringen und dürfen uns nicht auseinanderführen.“ Der frühere evangelische Landesbischof Dr. Johannes Friedrich erklärte auf einer Gedenkveranstaltung in der ehemaligen Synagoge: „Dem Antisemitismus können wir nur begegnen, wenn wir mehr über das Judentum wissen.“
Organisiert hatte die Feier zum 76. Jahrestags des Judenpogroms der Freundeskreis der Synagoge Hainsfarth mit ihrer Vorsitzenden Sigried Atzmon. Sie durfte eingangs von Hermann Waltz, dem Vorsitzenden des Ornbauer Kulturvereins, eine Solidaritätserklärung entgegennehmen, die von 70 Ornbauern unterzeichnet ist und in der sie postulieren: „Nie wieder Judenhass!“ Gäste der Gedenkfeier waren Nördlingens Oberbürgermeister Hermann Faul und Bezirksrat Peter Schiele.
Die würdige Feier eröffneten Lena Engelhardt, Eva Kraus, Mariam Mebert, Jessica Schröppel und Elena Kieweg vom Hainsfarther Jugendtreffs, die die Namen der jüdischen Mitbürger verlasen, die von 1942 bis 1945 im Konzentrationslager Theresienstadt umkamen. Ludwig und Michael Burger begleiteten die Feier musikalisch.
Das Ereignis in der Novembernacht 1938 nannte Sigried Atzmon „Enthemmung pur“. Die Synagoge in Hainsfarth sei nur aus Rücksicht gegenüber den Nachbargebäuden nicht abgebrannt, sondern nur beschädigt worden. Sie dankte dem früheren Bürgermeister Max Engelhardt, der trotz anfänglichem Widerstand und Anfeindungen das Projekt der Synagogensanierung anging. „Heute haben wir ein Haus der Begegnung, auf das wir alle stolz sein können“, befand Sigried Atzmon. Die Vorsitzende setzte sich mit der aktuellen gesellschaftlichen Situation auseinander und bezweifelte, dass die Menschen aus dem Holocaust gelernt haben: „Ich sage Nein!“ Immer wieder gebe „Schockwellen des Judenhasses“. Meist dauere es peinlich lange, bis sich Widerstand rege und oftmals bleibe der Protest bei Lippenbekenntnissen. Die Vorsitzende freimütig: „Das kann ich nicht mehr ertragen.“
Dr. Johannes Friedrich, der vor seiner Zeit

Vorsitzende Sigried Atzmon vor der Tafel mit den Namen der Opfer.

Vorsitzende Sigried Atzmon vor der Tafel mit den Namen der Opfer.

als evangelischer Landesbischof in Bayern (1999 bis 2011) evangelischer Pfarrer in Jerusalem war (1985 bis 1991) und heute noch Nahostbeauftragter der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) ist, äußerte sich zum Verhältnis von Christen und Juden. Er bekräftigte die Entscheidung des Deutschen Bundestags gegen ein gesetzliches Verbot der Beschneidungen und meinte, auch die Erklärungen der drei Religionen sei eindeutig ausgefallen. Friedrich verteidigte die 1998-er Erklärung der bayerischen Landeskirche zum Verhältnis von Juden und Christen. Jesus sei Jude gewesen, nicht Christ. „Unsere besondere Beziehung“, so der frühere Landesbischof, „liegt nicht in der Differenz, sondern in der Gemeinsamkeit.“ Aus den Unterschieden dürften nicht Gegensätze stilisiert werden. Das Verhältnis von Christen zu Juden müsse immer anders sein als das zu anderen Religionen. Friedrich stellt auch aktuelle Bezüge her, indem er die jüdische Sabbatheiligung als Vorbild für die christliche Sonntagsruhe rühmte.
„Luther und die Juden, das ist immer noch ein umstrittenes Thema“, erklärte Dr. Johannes Friedrich. Er sprach von „verletzenden Schmähungen“ des Reformators. Nicht zuletzt hätten ihn die Nazis gern als Kronzeugen zitiert. Dennoch werden Kritik an Luther von vielen als Heiligenbeleidigung empfunden. „Es ist gut, dass sich die Amtskirche gegen pauschalierende Gegenüberstellungen wehrt“, befand der Redner und verwahrte sich gegen „religiöse Intoleranz“. Er hat die Erwartung, dass im Lutherjahr 2017 noch Klarstellungen erfolgen.

 

FDP-Mandatsträger informieren

Mandatsträger FDP 5036x3353Die vier FDP-Mandatsträger im Landkreis informieren künftig online über ihre Arbeit. Im “Falk-Report” erscheinen die kommunalpolitischen Beiträge von Dr. Axel Peiffer aus Muhr am See (Kreisrat), Sigrid Niesta-Weiser aus Gunzenhausen (Kreistag), Alexander Kohler aus Weißenburg (Stadtrat) und Werner Falk aus Gunzenhausen (Stadtrat).  Auf unserem Foto sind sie von links nach rechts abgebildet. Sie haben sich kürzlich im Parkhotel “Altmühltal” getroffen, um den gemeinsamen Service vorzubereiten.

Der Informationsdienst “Das liberale Quartett” geht zugleich an per Mail an die Mitglieder, Freunde und Sympathisanten der FDP im Landkreis. Alle vier wollen aber nicht nur informieren, sondern auch Themen zur Diskussion stellen, die von allgemeinem Interesse sind und sich hauptsächlich auf den Landkreis beziehen. Sie hoffen auf einen intensiven Dialog.

Noch vor Weihnachten wird der erste Informationsdienst “Das liberale Quartett” erscheinen.

 

Weihnachten kommt mit Riesenschritten

Originelle Dekorationsideen

STV_Weihnachtskugeln_Cover_20x20cm.inddAuch wenn wir es nicht wahrhaben wollen, Weihnachten mit allem Drum und Dran kommt mit großen Schritten auf uns zu. Man sollte also schon langsam an die diesjährige Weihnachtsdekoration denken …

Wer handwerklich ein wenig geschickt ist und Freude damit hat, besondere Einzelstücke an seinen Weihnachtsbaum zu hängen oder diese zu verschenken, der findet in den beiden im Stocker Verlag erschienenen Büchern zahlreiche Ideen und Anleitungen.

Helga König zeigt in ihrem Buch „Weihnachtskugeln – Einfach überzogen und aufwändig bestickt“, wie einfach und persönlich Weihnachtskugeln gestaltet werden können. Mit Stoff überzogene Acryl- oder Styroporkugeln werden auf unterschiedlichste Weise dekoriert (Kreuzstich, Druck, Bemalung). Bunte Bänder kommen ebenfalls zum Einsatz. Es werden neben Kugeln aber auch andere Formen, wie Glocken, Sterne, Bäume etc. verziert. Mehr als 100 Schritt-für-Schritt-Abbildungen erklären die Vorgangsweise.

Etwas aufwändiger gestaltet sich da schon die Herstellung des selbstgesägten Weihnachtsschmucks. In „Weihnachtsschmuck selbst gesägt“ findet der Hobbybastler zahlreiche traditionelle, aber auch unkonventionell-zeitgemäße Motive und Ideen für die Herstellung von Weihnachtsschmuck aus Holz. Sogar aus gebrauchten CDs lassen sich wunderschöne glitzernde Objekte für den Weihnachtsbaum herstellen. Im Buch werden aber auch Anleitungen für Krippen, Türkränze und Lichterbögen geboten.

Für die Bearbeitung mit der Dekupier-Säge*, aber auch mit der einfachen Laubsäge finden sich die passenden Werkstücke.

Feldpostkarten als geschichtliche Zeugnisse

Der Historiker Dr. Daniel Schönwald hat sie ausgewertet

Der Historiker Dr. Daniel Schönwald (rechts) mit den Geistlichen Martin Geisler und Hermann Kaussler.

Der Historiker Dr. Daniel Schönwald hat sie ausgewertet

Im Rahmen des monatlich stattfindenden Frauenkreises der Kirchengemeinde Kalbensteinberg fand ein Vortrag zum Thema “100 Jahre Erster Weltkrieg” statt. Referenten waren der aus Kalbensteinberg stammende Historiker Dr. Daniel Schönwald, der eine Auswahl von Feldpostkarten aus dem Pfarrarchiv und teils von Leihgaben aus Privatbesitz präsentierte, sowie Pfarrer i.R. Hermann Kaussler, aufgewachsen in Neuenmuhr, zuletzt 25 Jahre Pfarrer in Eibach und heute in Wolkersdorf wohnend, der kurzweilig über Erinnerungen seiner Familie an die Erlebnisse im Ersten Weltkrieg referierte. Er berichtete Trauriges wie Erheiterndes – beides gehöre zur Aufbereitung der Kriegserlebnisse, wie der 80jährige nachdenklich bemerkte.

Im ersten Teil des Vortrags präsentierte Daniel Schönwald eine Auswahl aus über 1000 Feldpostkarten und -briefen an den damaligen Kalbensteinberger Pfarrer Gottfried Putz aus der Zeit zwischen 1914 bis 1918. Putz schickte den mehr als 100 Korrespondenzpartnern aus der Kirchengemeinde regelmäßig Pakete, geistliche Literatur und Tröstendes an die Front, die Soldaten antworteten von Zeit zu Zeit. Doch so mancher Briefverkehr endete jäh mit dem Tod des Soldaten. In der Kirchengemeinde Kalbensteinberg gab es bis Kriegsende 26 Gefallene und Vermisste.

Schönwald konnte – nicht zuletzt unter Zuhilfenahme der “Kriegsstammrollen” im Kriegsarchiv in München – die Schreiber größtenteils identifizieren und den einzelnen Haushalten im Ort zuordnen, was bei den Zuhörern auf großes Interesse stieß.

FDP sagt: Gunzenhäuser Jugendzentrum gehört auf den Prüfstand

Vorstoß von FDP-Stadtrat Werner Falk

Zu einer Diskussion über die Neuausrichtung der offenen Jugendarbeit in Gunzenhausen hat die FDP aufgefordert. Vor allem stellen die Liberalen die heutige Konzeption des Kommunalen Jugendzentrums in Frage. Ihr Stadtrat Werner Falk sprach auf dem vergangenen Wirtshausdiskurs „FalkTalk“ im Gasthaus Heidi Eiden von einer längst überfälligen Korrektur angesichts der nur mehr sehr geringen Frequenz des Jugendzentrums.
„Die Gesellschaft von heute ist nicht mehr die von

Das Jugendzentrum in Gunzenhausen ist nur bedingt geeignet.

Das Jugendzentrum in Gunzenhausen ist nur bedingt geeignet.

gestern. Das gilt vor allem für die Jugend“, erklärte der Kommunalpolitiker. Die Einrichtung des Kommunalen Jugendzentrums vor rund dreißig Jahren sei richtig gewesen und habe dem Zeitgeist entsprochen. Die Bedürfnisse der Jugendlichen seien heute ganz andere. Falk berichtete, das Jugendzentrum werde heute nur mehr täglich von ganz wenig Jugendlichen besucht. Die Tatsache, dass alle einen Migrationshintergrund hätten, sei ihm vom zuständigen Sozialarbeiter bestätigt worden. Ein Arbeitsschwerpunkt sei daraus aber nicht abzuleiten. Die baulichen Gegebenheiten des Hauses neben der Spitalkirche ließen es nicht zu, die Räume neu nach den heutigen Erfordernissen zu ordnen. Die Jugendlichen hätten vor allem den Wunsch nach einem geeigneten Musik-Übungsraum. Die Auslagerung in das „Jola“-Haus in der Schützenstraße werde nicht als zukunftsträchtig empfunden.
„Wir sollten eine neue Konzeption suchen, wenn wir das Jugendzentrum erhalten wollen“, erklärte Werner Falk, der die jährlichen Kosten für die Stadt mit rund 90000 Euro bezifferte. Auch die Standortfrage stelle sich neu. Er hält es für zweckdienlich, nicht nur die offiziellen Stellen in diese Suche einzubinden, sondern über die Neuen Medien und an den Schulen eine Umfrage unter den Gunzenhäuser Jugendlichen zu machen. Falks Aufforderung: „Der Diskussion sollten wir nicht aus dem Wege gehen“.

Neues Konzept für den Fachwerkstadel wünschenswert
Der Kommunalpolitiker sprach sich beim „FalkTalk“ auch dafür aus, für den Fachwerkstadel am Schießwasen eine neue, bessere Nutzung zu finden. Die dort untergebrachte „Endlerkrippe“ finde schon seit vielen Jahren kein Interesse mehr, nicht einmal in der Weihnachtszeit. Deshalb sei das Haus auch in den letzten Jahren nicht einmal mehr periodisch geöffnet worden. Die Tatsache, dass dort die „Weiperter Heimatstube“ untergebracht sei, lege den Gedanken nahe, dort ein „Haus der Partnerschaften“ einzurichten. Somit könnten sich dort auch die Partnerstädte Frankenmuth und Isle präsentieren. „Wir brauchen aber keine statische Sammlung, sondern eine aktive Nutzung des Hauses“, sagte Werner Falk. Seiner Meinung nach könnten dort die Partnerschaftskomitees kleine Veranstaltungen (Lesungen, Ausstellungen mit ausländischen Gästen) veranstalten. In diesem Zusammenhang äußerte der Stadtrat den Wunsch, analog der Regelung auf Bezirksebene auch für Gunzenhausen eine trinationale Partnerschaft anzustreben. Dies hätte eine weitere Städtepartnerschaft (mit einer polnischen Stadt in der Partnerregion Pommern) zur Voraussetzung.