Mit Davidstern und Lederhose

Ausstellung zum Judentum in Bayern am 3. April in der Berufsschule

Die Europäische Janusz Korczak Akademie (EJKA e.V.) in München veranstaltet am 3. April 2022, ab 11 Uhr in Gunzenhausen in der Aula der Berufsschule Gunzenhausen in der Bismarckstraße 24 eine bemerkenswerte Ausstellung zum Judentum in Bayern.
Das ist interessant insofern, als das Thema Juden in Deutschland leider auch heutzutage wieder stark
mit antisemitischen Tendenzen verbunden ist. Ob am 1. Oktober 2021 Fans der israelischen Mannschaft Maccabi Haifa beim Fußballspiel gegen Union Berlin im Berliner Olympiastadion von Anhängern des deutschen Vereins mit Bier beworfen und als „Scheißjuden“ beschimpft wurden. Ob in Köln am 20. August 2021 ein wegen seiner Kippa als Jude kenntlicher 18-Jähriger von zehn jungen Männern zunächst antisemitisch beleidigt und dann zusammengeschlagen wird. Ob am 5. Juni 2021 ein Unbekannter auf die neue Synagoge der Jüdischen Gemeinde Ulm am
Schabbatmorgen einen Brandanschlag verübte. Ob im Mai 2021 in Heusenstamm zwölf Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof mit Hakenkreuzen, Judenstern, Schmähungen und Genitalsymbolen beschmiert wurden– die Feindseligkeiten gegen Juden sind auch in Deutschland leider wieder gegenwärtig.
Der Bundesverband der Recherche- und Informationsstellen Antisemitismus (Rias) hatte für das Jahr 2020 bundesweit insgesamt 1909 antisemitische Vorfälle erfasst – mehr als fünf Vorfälle pro Tag. Im Jahr 2019 waren es rund 450 weniger gewesen – zu ihnen zählte der Anschlag auf die Synagoge in Halle. So weit, so traurig.
„Wir können auch lustig und Bier“ – oder: Einstein und das Oktoberfest. Dem will die EJKA-Wanderausstellung durch Bayern „Mit Davidstern und Lederhose – Jüdische G ́schichtn on Tour“ ein Zeichen entgegensetzen. Sie steht unter der Schirmherrschaft des 1. Bürgermeisters von Gunzenhausen, Karl-Heinz Fitz. Sie wird vom Bayerischen Sozialministerium für Familie, Arbeit und Soziales im Rahmen der Radikalisierungsprävention gefördert. Hier werden unbekannte, überraschende, lustige und traurige Geschichten zu jüdischem Leben in Bayern sichtbar gemacht. Den Gunzenhäuser Bürgern dürfte die Familie des Hopfenhändlers Salomon Bernhard Bing und dessen Sohn Ignaz ein Begriff sein. Sie unterhielt nämlich lange einen Kurz- und Manufakturwarengroßhandel am Ort (danach: Hering AG in der Nürnberger Straße). Später wechselte sie nach Nürnberg, um dort einen Konzern mit 1000 Mitarbeitern aufzuziehen.
Dass Albert Einsteins Familie etwas mit dem Oktoberfest zu tun hatte, das können sie in der Ausstellung „Mit Davidstern und Lederhose – Jüdische G ́ schichtn on Tour“ lernen. Und dass zwei jüdische Brüder mit der Wallach-Trachtenmode quasi per Du waren, ebenfalls. Und natürlich ist Bier in Bayern ein Thema. Bayerische Bierkultur, auf die Juden ebenfalls erheblichen Einfluss hatten.
All das gibt es am Sonntag, 3. April 2022, zu sehen in Führungen um 11, 14, 15 und 16 Uhr in der Aula der Berufsschule Gunzenhausen in der Bismarckstraße 24.
Von wegen dröger Ausstellungsbesuch: Es sind im Übrigen nicht einfach Führungen. Geleitet werden die Besucher nämlich von zwei Schauspielern, die mit viel Witz und Spaß das Thema vermitteln.
Also von wegen dröger Ausstellungsbesuch am Sonntag!! Wegen der noch geltenden Corona-Regeln müssen Ausstellungsinteressierte sich bitte voranmelden (anmeldung@ejka.org).

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Einfaches Verfahren

Registrierung für Geflüchtete aus der Ukraine

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen macht darauf aufmerksam, dass sich aus der Ukraine geflüchtete Menschen schnellstmöglich nach Ankunft im Landkreis bei der Ausländerbehörde registrieren sollten. Das ist über ein vereinfachtes Verfahren möglich, so dass eine persönliche Vorstellung vor Ort erstmal nicht notwendig ist.

Benötigt werden lediglich ein Foto des Passes, die Anschrift der Unterkunft im Landkreis sowie Telefonnummer einer Kontaktperson im Landkreis. Diese Unterlagen sollten schnellstmöglich nach der Ankunft an ausland@landkreis-wug.de geschickt werden. Die Mitarbeitenden der Ausländerbehörde melden sich dann wegen eines Termins zur Beantragung der Aufenthaltserlaubnis. Eine persönliche Vorsprache zur Abgabe dieser Unterlagen ist nicht notwendig. Die Übermittlung per E-Mail reicht als ersten Schritt völlig aus. 

Zweck der ersten Kontaktaufnahme ist nur die Registrierung und die Klärung, wo die Unterkunft erfolgt. Außerdem kann so der Anspruch auf Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz registriert werden. In den Notunterkünften beziehungsweise den dezentralen Unterkünften im Landkreis erfolgt dies vor Ort.

Ukrainerinnen und Ukrainer können sich mit einem biometrischen Pass ohne Visum 90 Tage in Deutschland und den anderen europäischen Schengenstaaten aufhalten. Wenn keine Weiterreise in einen anderen Staat beabsichtigt ist, sollten die oben beschriebenen Unterlagen aber schon jetzt an die Ausländerbehörde gesandt werden, damit eine Registrierung erfolgen kann.

Wer schon in Zirndorf registriert wurde oder bereits bei der Ausländerbehörde im Landkreis registriert ist, muss sich nicht erneut melden.

Die Registrierung ist auch notwendig, um gegebenenfalls Leistungen nach dem Asylbewerberleistungsgesetz zu erhalten. Der Antrag hierfür kann nach Registrierung bei der Ausländerbehörde im Sozialamt gestellt werden. Nach Abschluss der Antragsbearbeitung erhalten die Leistungsberechtigten auf dem Postweg einen Bescheid bezüglich der Leistungsgewährung. Die Geldleistungen für den laufenden Kalendermonat stehen zum Zeitpunkt des Zugangs des positiven Bescheides zur Abholung bereit. Die Leistungen in Geld oder Geldeswert werden der oder dem Leistungsberechtigten bzw. dem leistungsberechtigten Haushaltsvorstand persönlich ausgehändigt. Diesbezüglich ist bei der Abholung der Leistungen die Vorlage eines Ausweisdokuments mit Lichtbild erforderlich.

Die Auszahlung der Leistungen erfolgt in der Kreiskasse des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen (Bahnhofstr. 2, 2. Stock, 91781 Weißenburg i. Bay.).

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat alle wichtigen Informationen unter www.landkreis-wug.de/ukraine-hilfe zusammengefasst. Derzeit wird an einer Übersetzung in das Ukrainische gearbeitet, so dass diese Informationen auch mehrsprachig zur Verfügung stehen werden.

Selbstbestimmung bis zuletzt

Vortragsreihe Gesundheit im Dialog digital des Klinikums
Altmühlfranken

Dr. Christian Maune informiert über Palliativmedizin.

Chefarzt Dr. Christian Maune, Palliativmediziner am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg und Ärztlicher Leiter SAPV Südfranken, informiert am Dienstag, 5.4.2022 um 19 Uhr über die Palliativmedizin.
Gut versorgt am Lebensende – das wünschen wir uns alle. Natürlich wird der Hausarzt immer der erste Ansprechpartner sein, oft auch ein mitbehandelnder Facharzt, die Apotheke, ein Pflegedienst. Doch in den letzten Lebenswochen reicht das in manchen Fällen nicht aus, um bei belastenden Symptomen, aber auch Sorgen und Fragen jederzeit Unterstützung und Sicherheit zur erhalten. Aber welche weiteren Angebote gibt es in unserer Region? Wie kann Palliativmedizin helfen? Was gibt es hier für Möglichkeiten und wo und wie kann ich sie nutzen? Was ist SAPV? Wann kann ich mich an die ambulanten Hospizdienste wenden und wie können diese helfen? Wann ist ein Hospiz die richtige Wahl? Antworten auf diese und weitere Fragen erhalten Sie beim Vortrag „Palliativmedizin – Lebensqualität und Selbstbestimmung bis zuletzt“ im Rahmen der Veranstaltungsreihe „Gesundheit im Dialog“ des Klinikums Altmühlfranken.
Der Vortrag findet am Dienstag, dem 5.4.2022, ab 19 Uhr (bis ca. 20:30 Uhr) online statt. Den Anmeldelink sowie eine Kurzanleitung für die Anmeldung finden Sie am Tag des Vortrags auf der Seite der
Vortragsankündigung im Internet unter www.klinikum- altmuehlfranken.de. Alle Interessierten

Auf dem richtigen (Rad)weg

Altmühltal-Radweg unter den beliebtesten deutschen Fernradwegen

Der Altmühltal-Radweg ist wiederholt ausgezeichnet worden. Er gehört zu den beliebtesten Fernradtouren Deutschlands.

Eine der zehn beliebtesten Fernradrouten Deutschlands führt quer durch den Naturpark Altmühltal: In der Radreiseanlayse 2021 des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), die am 16. März 2022 veröffentlicht wurde, wählten die Befragten den Altmühltal-Radweg auf Platz sechs. Damit verbesserte sich die Route im Vergleich zum Vorjahr um drei Plätze, was umso erfreulicher ist, da diesmal auch noch mehr Radreisende befragt wurden – 10.300 im Vergleich zu 8.000 im Vorjahr.

Entsprechend stolz ist Christoph Würflein, der Geschäftsführer des Tourismusverbands Naturpark Altmühltal, auf das Ergebnis: „Wir freuen uns sehr über diese positive Bewertung – und auch darüber, dass mit dem Donau-Radweg auf Platz sieben und dem Fünf-Flüsse-Radweg auf Platz zehn zwei weitere Routen aus dem Naturpark-Gebiet unter den Top 10 gelandet sind.“ Das Ergebnis sei eine wichtige Bestätigung für die gemeinsame Arbeit des Naturparks und seiner Partner, betont Würflein: „Neben den Landkreisen und Orten spielen hier auch unsere Gastgeber eine besondere Rolle, denn sie machen das positive Raderlebnis für unsere Gäste erst komplett.“

Rundtouren liegen im Trend

Rund um den Altmühltal-Radweg als touristischen Leuchtturm hat der Naturpark Altmühltal in den vergangenen Jahren im Rahmen einer Qualitätsoffensive einiges getan, um das Angebot in Sachen Radreisen weiter zu verbessern. So wurde unter anderem die durchgängige Beschilderung der Wege nach FGSV-Kriterien vorangetrieben. Bei den Trends, die die Radreiseanalyse aufzeigt, haben die Verantwortlichen deshalb ganz genau hingesehen. Zum einen steigt die Zahl der E-Bike-Fahrer weiter deutlich an: Während noch 2018 nur 23 Prozent der Radler mit Tretkraftunterstützung unterwegs waren, waren es 2021 bereits 42 Prozent. Dadurch ändern sich auch die Kriterien, nach denen die Radler ihre Touren aussuchen.

„Der ADFC hat festgesellt, dass Radreisende immer öfter nach Angeboten für Sterntouren suchen“, erklärt Würflein. „Das bedeutet, sie möchten an einem Urlaubsort bleiben und von dort aus verschiedene Tagestouren unternehmen.“ In diesem Bereich der (Tages-)Rundtouren, die für E-Bikes gut geeignet sind, habe der Naturpark sein Angebot in jüngster Zeit erweitert. Eine Radkarte mit 15 Tourvorschlägen ist 2021 erschienen, online gibt es noch weitere Angebote für Tourenradler, aber auch speziell für Gravel-Biker und Rennradler. Zum neuen Geo-Radweg Altmühltal, der im Sommer offiziell eröffnet wird, soll es ebenfalls mehrere Rundtourenvorschläge geben. Die Ergebnisse der Radreiseanalyse sieht der Geschäftsführer als Bestätigung: „Das zeigt uns: Wir sind eindeutig auf dem richtigen Radweg.“

Kleider für Ukraine-Flüchtlinge

Lions Club Altmühltal ruft zur Kleiderspende für Flüchtende aus der Ukraine auf

Die Kleidung kann während der Öffnungszeiten des Sozialkaufhauses abgegeben werden (Industriestraße 10, 91757 Treuchtlingen, Mittwoch, Freitag, Samstag: 9.00 bis 12.30 Uhr, Dienstag und Donnerstag 9.00 bis 18.00 Uhr)..

Momentan kommen täglich zwischen 50 und 100 Menschen aus der Ukraine in Treuchtlingen an. Sie sind vorübergehend in der Sporthalle an der Senefelder Schule untergebracht. Es sind v.a. Frauen mit Kindern, die aus den Bussen nach Treuchtlingen aussteigen. Ein Helferkreis nimmt sich der Menschen an.

Erfolgreiche Benefizaktion an Fasching

Der Lions Club Altmühltal wird deshalb den diesjährigen Erlös aus der Krapfen-Schmaus-Aktion über die Faschingstage für die Unterstützung dieser Menschen aus der Ukraine einsetzen. „Ich danke allen Firmen und Organisationen, die durch den Ankauf frischer Faschings-Krapfen dazu beigetragen haben, dass wir was 2.000€ an Spenden einbringen können. Niemand hat damit gerechnet, dass es aus aktuellem Anlass so schnell notwendig sein wird, humanitäre Hilfe zu leisten.“ So beschreibt Präsident Uwe Linss die Situation. Insgesamt wurden über 2500 Krapfen verkauft, ein Kraftakt für die Organisatoren und v.a. das Team in der die Aktion unterstützenden Bäckerei Lehner.

Den Menschen fehlt es an Kleidung

Ein Teil der Spenden wird aktuell dafür verwendet, dass sich Menschen mit neuer Kleidung versorgen können. Viele von ihnen kommen nur mit dem Nötigsten an Kleidung an, haben in der Reisetasche nur wenig zum Wechseln mitnehmen können. Der Lions Club und das Sozialkaufhaus der Diakonie rufen deshalb zur Kleiderspende für Kinder, Jugendliche und Frauen auf. Im Sozialkaufhaus können sich dann die Menschen mit neuer Kleidung versorgen. Maria Schmoll, Leiterin des Sozialkaufhauses ist auf den zusätzlichen Ansturm auf ihre zum Verkauf vorgesehen Kleidungsstücke zwar gut vorbereitet vorbereitet, sieht aber bereits die ersten Engpässe aufgrund der hohen Nachfrage. Kleidungsstücke sollten gut erhalten und tragbar sein, sie dürfen gerne auch modisch aktuell sein. 

Die Lions werden darüber hinaus in enger Abstimmung mit den in Treuchtlingen beteiligten Helfereinrichtungen vor allem weitere Einzelfallhilfen leisten. Kinder und Familien stehen dabei im Mittelpunkt.

Jeder ist wichtig!

Die Rolle der Hauswirtschafterinnen am Krankenhaus

So sieht die Osterdeko am Klinikum Altmühlfranken aus – eine wahrhaft geschmackvolle Präsentation der Hauswirtschafterinnen.


Der „Tag der Hauswirtschaft“ am 21. März stellt einen Beruf ins Rampenlicht, der normalerweise im Verborgenen liegt. Unsere Wertschätzung gilt den Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschaftern, die jeden Tag im Hintergrund alles dafür tun, den reibungslosen Ablauf für unser aller Gesundheit am Klinikum Altmühlfranken zu gewährleisten.

Hauswirtschaft, wie wir sie von zuhause kennen ,entspricht nur zu einem sehr geringen Teil dem, was die Hauswirtschaft in einem großen Unternehmen wie dem Klinikum Altmühlfranken leistet. Zu den Aufgaben der 24 Mitarbeitenden an den beiden Klinikstandorten Weißenburg und Gunzenhausen gehört die Mitarbeit in der Küche, das Reinigen und Pflegen von Wäsche und Betten, das Beliefern der Stationen mit Verbrauchsmaterialien sowie das Übermitteln von Proben und Laborberichten oder der Service in der Cafeteria und bei Veranstaltungen.
Auch für die Versorgung der Wahlleistungspatientinnen und -patienten und die jahreszeitlichen Dekorationen in den beiden Häusern trägt die Hauswirtschaft die Verantwortung. „Jeden Tag fallen an jedem unserer beiden Häuser zwischen 400 und 700 Kilogramm Wäsche an. In einem Privathaushalt wären dies etwa 57 bis 88 Waschmaschinenladungen.“ erklärt Jennifer Biermann, Hauswirtschaftsleiterin am Klinikum Altmühlfranken Gunzenhausen. Auf Grund der großen Mengen übernimmt das Waschen und Bügeln heute ein Dienstleister. Die Aufgabe derMitarbeitenden in der Hauswirtschaft ist es die Bettwäsche, Patientenhemden, Handtücher, u.v.m. sowie die individuell gekennzeichnete Dienstkleidung und OP-Wäsche einzeln zu sortieren und jeden Tag in die Schränke der etwa 1000 Mitarbeitenden und auf die Stationen und Fachbereiche zu verteilen. Darüber hinaus werden Wäschestücke mit Blick auf Nachhaltigkeit und Umwelt auf Maß geändert und repariert.
Ebenfalls zur Hauswirtschaftsabteilung gehört der Hol- und Bringdienst des Klinikums Altmühlfranken. Bei der Erledigung seiner Aufträge legt er lange Wegstrecken zurück – Betten werden von den Stationen abgeholt, frische Betten geliefert und Frühstück, Mittag- und Abendessen für diePatienten zu festgesetzten Zeiten auf die Stationen gebracht. Pünktlich und routiniert wird die Wäsche verteilt, Material aufgefüllt und Testergebnisse des Labors übergeben, um die Tagesabläufe der Fachbereiche, Stationen und Patienten ohne Verzögerungen zu gewährleisten. Fest steht, kaum einer kennt sich besser am Klinikum aus, als die Mitarbeitenden des Hol- und Bringdienstes.
Darüber hinaus ist bei der Mitarbeit der Hauswirtschaft in der Großküche viel Organisationsgeschick in Einkauf, Produktvergleich und Lagerhaltung wichtig und auch Kochen und Backen sind gefragt. Und speziell bei der Zubereitung von Speisen ist zu bedenken, dass Kochen nicht gleich Kochen ist, sondern vieles bei unterschiedlichen Kostformen beachtet werden muss.
Die jahreszeitlichen Dekorationen, bei denen Kreativität und gute Ideen gefragt sind, bereiten vor allem den 4 Auszubildenden viel Freude. Und auch dabei ist es immer wichtig die Grundlagen der Raumpflege und der Hygiene im Hinterkopf zu behalten. Für die beiden Hauswirtschaftsleiterinnen Jennifer Biermann in Gunzenhausen und Betti Eckerlein in Weißenburg ist die Betreuung und Ausbildung ein Thema von großer Bedeutung. „Wir engagieren uns mit viel Herzblut und Überzeugung bei der Ausbildung und Förderung der angehenden Hauswirtschafterinnen und Hauswirtschafter, denn sie sind unsere Zukunft und an dieser sind wir beteiligt.“ Und einen Punkt betonen beide Hauswirtschaftsleiterinnen: “Jeder ist wichtig!“.
JULIA KAMANN

Fitz hat sich infiziert

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz in häuslicher Quarantäne

Gunzenhausens Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hat sich mit dem Corona-Virus infiziert. Auf einen positiven Schnelltest am Mittwochmorgen folgte nachmittags ein PCR-Test. Dessen Ergebnis liegt aktuell noch nicht vor. Der Bürgermeister hat leichte Symptome und führt die Amtsgeschäfte aus der häuslichen Quarantäne heraus. An dringlichen Terminen nimmt das Stadtoberhaupt per Telefon oder Video teil, weniger dringliche Termine werden bei Bedarf verschoben. In Gremiensitzungen wird er durch seine beiden Stellvertreter Friedrich Kolb und Peter Schnell vertreten.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz ist dreifach geimpft. „Nach zwei Jahren Corona hat es mich nun auch erwischt“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Mir geht es soweit gut und ich habe nur leichte Symptome. Ich hoffe, schon bald wieder ins Rathaus zurückkehren zu können. Da die Impfung nachweislich vor einem schweren Verlauf schützt, appelliere ich nochmals an alle Ungeimpften: Seien Sie solidarisch und lassen Sie sich impfen! Zwar lässt sich auch dann eine Infektion nicht immer vermeiden, allerdings minimiert die Impfung das Risiko, schwer an Corona zu erkranken.“

Gesundheit im Dialog

Es geht um Erkrankungen des Dickdarms


In der Vortragsreihe „Gesundheit im Dialog“ digital des Klinikums
Altmühlfranken referiert zu Erkrankungen des Dickdarms
Dr. Marius Ghidau, der Chefarzt der Chirurgie am Klinikum
Altmühlfranken Weißenburg. Termin: Dienstag, 29. März.

Wer leidet nicht gelegentlich unter Bauchschmerzen, Verstopfung oder
gar Durchfall? Es gibt die verschiedensten Erkrankungen des Dickdarms,
eine davon ist der Dickdarmkrebs, welcher zu den häufigsten
Krebsformen zählt.

Dr. Marius Ghidau, Chefarzt der Viszeral-, Thoraxchirurgie, Proktologie
und Ernährungsmedizin am Klinikum Altmühlfranken Weißenburg,
informiert in einem Online-Vortrag über Darm-Erkrankungen und deren
Symptome. Er erläutert, warum die kostenlose Vorsorge-Darmspiegelung
für Männer und Frauen über 55 Jahren so wichtig ist und welche
Therapiemöglichkeiten gute Chancen bieten.

Im Anschluss an den Vortrag nimmt sich Chefarzt Dr. Ghidau Zeit für
individuelle Fragen und ein persönliches Gespräch.

Der Vortrag findet am Dienstag, 29. März 2022, um 19 Uhr online
statt. Den Anmeldelink sowie eine Kurzanleitung für die Anmeldung
finden Sie auf der Seite der Vortragsankündigung im Internet unter
www.klinikum-altmuehlfranken.de.

Der zukünftige Weg Russlands

Dr. Friedrich: Die neue Ordnung der Welt


Je nach Ausgang des Krieges in der Ukraine zeichnen sich grundsätzlich zwei sehr unterschiedliche Wege ab, denen Russland zukünftig folgen wird. Dies rechtzeitig zu erkennen ist für den Westen wichtig, um jetzt Fehler zu vermeiden und auf die neue Ordnung der Welt vorbereitet zu sein. 

Szenario 1:
Der Krieg endet mit einem Ergebnis, das Putin zuhause irgendwie als eine Art Erfolg verkaufen kann und ihm die Beibehaltung der Position des russischen Präsidenten ermöglicht. (Neutralität der Ukraine, Krim und Donbas bei Russland, Landbrücke zur Krim und schlimmstenfalls eine Marionettenregierung in Kiew):
In diesem Fall bleibt Russland für Jahrzehnte ein Paria der Weltpolitik à la Nordkorea, muss ständig seine Bevölkerung in der Ukraine und in Russland unterdrücken und muss Schutz bei China suchen. Es wird eine Art Juniorpartner Chinas und bewirkt dadurch eine neue Zweiteilung der Welt in einen Westen unter Führung der USA (mit einem Juniorpartner Europa) und einem eurasischen Osten unter Führung Chinas. Alle Formen des altbekannten kalten Krieges und wirtschaftlicher Konkurrenz sind dann denkbar. Dass China in einer solchen Konstellation seine Hände nach Taiwan ausstrecken wird, ist absehbar. Die Welt würde bei diesem Szenario deutlich unsicherer und unkalkulierbarer werden. Ob sich Russland in einer solchen doch irgendwie ambivalenten Rolle auf Dauer wohl fühlen wird, ist außerordentlich zweifelhaft.

Szenario 2:
Der Ausgang des Krieges führt zu einem Ergebnis, dass Putin nicht mehr schönreden kann (große Verluste der Streitkräfte, Einbruch der gesamten russischen Wirtschaft, Anklagen vor internationalen Gerichtshöfen, Forderung nach Reparationszahlungen, Aufruhr bei russischen Bürgern):
In diesem Fall verliert Putin früher oder später sein Amt. Danach könnten heftige Nachfolgekämpfe auftreten, incl. Putschversuchen der Armee, neue Entwicklungen in Belarus und brutale innerrussische Auseinandersetzungen nach dem Motto „Wer ist schuld an dem Desaster?“. Zur Klärung der Verhältnisse müsste der Westen in diesem Fall über seinen Schatten springen und statt Vergeltungsgelüsten nachzuhängen den russischen Bürgern ein großzügiges wirtschaftliches Angebot machen. Ähnlich wie nach dem Zweiten Weltkrieg dem am Boden liegenden Deutschland die freundliche Versöhnungshand gereicht wurde, müsste dann mit Russland verfahren werden. Dann entstünde die Chance, dass westliche Werte wie Freiheit, Demokratie und Wohlstand nach Osten „diffundieren” und langfristig Russland Teil des Westens würde.

Voraussetzung einer solchen Entwicklung wäre natürlich ein gigantischer Lernprozess in Russland selber: Dieses größte Land der Welt müsste lernen zu akzeptieren, dass es auch nur eine von mehreren großen Nationen auf dieser klein gewordenen Welt ist. Ja dass es kein Imperium mehr ist, das über andere herrschen darf.

Diesen schwierigen Lernprozess haben immerhin England, Frankreich und Deutschland und ganz früher auch Spanien, Portugal und die Niederlande mit ihren Kolonien durchmachen müssen.

Die Ukraine würde sich voll nach Westen orientieren, incl. EU-Beitritt. Die neue Weltenteilung würde dann lauten: Der Westen inklusive des eurasischen Russlands steht im Wettbewerb mit dem asiatischen China.

Auch diese neue Ordnung der Welt wäre nicht spannungsfrei, aber die Erreichung der wichtigen globalen Ziele Klima, Hungerbekämpfung, Versorgung mit Wasser, Abschaffung von Folter und Unterdrückung wäre weniger gefährdet als beim ersten Szenario.

Insgesamt sieht es so aus, dass die Welt vor epochalen Veränderungen steht: Die nächsten Wochen entscheiden, ob es weltweit zu einer „2-zu-2-Situation“ (USA/Europa zu China/Russland) kommen wird oder zu einer „3-zu1-Situation“.

DR. INGO FRIEDRICH, langjähriges Mitglied des Europäischen Parlaments, Gunzenhausen