Archiv: Allgemein

Impftermine im Kreis

Impfungen gegen das Coronavirus in Weißenburg-Gunzenhausen

Im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen gibt es für Impfwillige weiterhin verschiedene Möglichkeiten, eine Impfung gegen das Coronavirus zu erhalten. Neben den Angeboten der niedergelassenen Ärzte bietet das Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen verschiedene Sonderimpfaktionen für impfwillige Personen ab 12 Jahren an. Vulnerable Personengruppen können zudem bereits Auffrischimpfungen erhalten.

Auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen steigen die Corona-Infektionen wieder deutlich an, dabei sind insbesondere ungeimpfte Personen betroffen. Um besonders die vulnerablen Personengruppen auch bei steigenden Inzidenzen weiterhin ausreichend zu schützen, sind für diese Personen nun Auffrischimpfungen vorgesehen.

Das Angebot der dritten Impfung richtet sich dabei an Bewohnerinnen und Bewohner von Pflegeeinrichtungen, Einrichtungen für Menschen mit Behinderungen und weiteren Einrichtungen mit vulnerablen Gruppen, Personen mit einer Immunschwäche oder Immunsuppression sowie pflegebedürftige Menschen in ihrer eigenen Häuslichkeit und Menschen ab 80 Jahren.

Auch Personen, die zwei Impfungen mit dem Impfstoff von Astra Zeneca oder eine Impfung mit dem Impfstoff von Johnson&Johnson erhalten haben, wird eine weitere Impfung mit einem mRNA-Impfstoff von Moderna oder Biontech angeboten. Die Auffrischimpfungen können allerdings frühestens sechs Monaten nach Abschluss der ersten Impfserie durchgeführt werden.

Das bedeutet, dass nun gerade Personen in Alten- und Pflegeheimen eine dritte Impfung angeboten werden kann. Wie bereits zu Beginn der Impfaktionen im Landkreis werden die Auffrischimpfungen in den Heimen begonnen, voraussichtlich Mitte September. Personen, die ebenfalls zur oben erklärten vulnerablen Personengruppe gehören, können sich auch am Impfzentrum in Gunzenhausen ein drittes Mal impfen lassen. Das Impfzentrum benötigt dazu auf jeden Fall den Impfnachweis sowie einen Nachweis, dass die impfwillige Person der aufgeführten vulnerablen Personengruppen angehört (bei immungeschwächten oder immunsupressiven Personen eine ärztliche Bescheinigung).

Da wissenschaftliche Studien Hinweise dafür liefern, dass bei über 80-Jährigen oder Immungeschwächten mit einer nachlassenden Immunität zu rechnen ist, sind Auffrischimpfungen für die genannten Personengruppen wichtig. Ausbrüche mit schweren Verläufen können so insbesondere in Alten- und Pflegeheimen vermieden beziehungsweise eingeschränkt werden.

Für andere Personengruppen als die oben genannten sind Auffrischimpfungen derzeit nicht vorgesehen.

Impfungen für Kinder ab 12 Jahren

Kinder ab 12 Jahren können am Impfzentrum Altmühlfranken in Gunzenhausen ebenfalls gegen das Coronavirus mit dem Impfstoff von Biontech oder Moderna geimpft werden. Das Impfzentrum bietet dazu zum Beginn des neuen Schuljahres eine spezielle Sonderimpfaktion an.

Impfwillige Personen zwischen 12 und 18 Jahren können dazu ohne Termin und Voranmeldung am Samstag, 18. September 2021 zwischen 10.00 und 14.00 Uhr in das Impfzentrum nach Gunzenhausen kommen. Geimpft wird an diesem Tag ausschließlich mit dem Impfstoff von Biontech. Selbstverständlich können Kinder und Jugendliche aber auch im Rahmen der sonstigen Impfaktionen im Impfzentrum geimpft werden. Bei Kindern und Jugendlichen unter 16 Jahren muss zwingend ein Elternteil bei der Impfung anwesend sein und in die Impfung einwilligen.

Weitere Sonderimpfaktionen

Impfwillige können weiterhin die folgenden Sonderimpfaktionen des Impfzentrums ohne Termin und Voranmeldung nutzen:

Feierabendimpfung mit Moderna (ab 12 Jahren)

JEDEN Montag, 16.00-19.00 Uhr

Feierabendimpfung mit Johnson&Johnson (ab 18 Jahren)

JEDEN Dienstag, 16.00-19.00 Uhr

Feierabendimpfung mit Biontech (ab 12 Jahren)

JEDEN Donnerstag, 16.00-19.00 Uhr (ab dem 02.09.2021)

JEDEN Freitag, 15.00-19.00 Uhr

Bei allen Sonderimpfaktionen des Impfzentrums ist es nicht notwendig, gleich zu Beginn vor Ort zu sein, da genügend Impfstoff vorhanden ist. Das Impfzentrum bittet dies zu beachten, da es andernfalls zu längeren Wartezeiten kommen könnte.

Auch niedergelassene Arztpraxen bieten weiterhin Impfungen gegen das Coronavirus an. 

In voller Pracht

1.500 Quadratmeter Blühwiesen in Oettingen

Horst Hien, Betreuer für kommunale Kunden bei der N-ERGIE, machte sich zusammen mit Bürgermeister Thomas Heydecker ein Bild von der Blühwiese in Oettingen. Foto: N-ERGIE

Aus Fördercent werden bunte Blumenmeere: Als Folgeprojekt ihres Ökostromprodukts STROM PURNATUR legt die N-ERGIE in der Region mehrere Blühwiesen an. Auf insgesamt 60.000 Quadratmetern entstehen Blühflächen in ganz Franken – rund 1500 Quadratmeter davon in Oettingen, verteilt auf zwei Flächen im Stadtgebiet. Die Samen wurden im Frühjahr durch den Bauhof ausgebracht, nun machte sich Horst Hien, Betreuer für kommunale Kunden bei der N-ERGIE, zusammen mit dem Ersten Bürgermeister Thomas Heydecker ein Bild von der Blühwiese.

Für jede Kilowattstunde, die die Kund*innen des regionalen Ökostromprodukts STROM PURNATUR verbrauchen, fließt ein Cent (netto) in Umweltprojekte in der Region. Unter anderem wurde auf diese Weise zuletzt die erste SunOyster Süddeutschlands finanziert. Diese Kombination aus Photovoltaik und Solarthermie erzeugt im Nürnberger Tiergarten Strom und Wärme. Die in der Region verteilten Blühwiesen werden ein weiteres gut sichtbares Zeichen für das Engagement der STROM PURNATUR Kund*innen.

„Beitrag für Biodiversität in der Region“

„Insekten und Bienen sind für uns Menschen überlebenswichtig und deshalb unersetzlich. Ohne ihre täglichen Besuche bei den Blüten würden an Obstbäumen, Beerensträuchern und Gemüsepflanzen keine Früchte wachsen. Ich freue mich sehr, dass die N-ERGIE mit diesem Projekt zur Erhaltung dieses Lebensraumes beiträgt. Noch dazu sind die Blühwiesen eine wahre Augenweide“, sagt Erster Bürgermeister Thomas Heydecker.

„Da für uns Umwelt- und Klimaschutz beiderseits sehr wichtig sind, ist es uns ein großes Anliegen, auch einen Beitrag für Biodiversität in der Region zu leisten. Mit einem Teil der Einnahmen aus dem PURNATUR-Cent fördern wir deshalb zahlreiche Blühwiesen, die besonders den Insekten zugutekommen und ein optisches Highlight bilden“, sagt Horst Hien, Betreuer für kommunale Kunden bei der N-ERGIE.

Verschiedene Mischungen aus heimischen Pflanzen

In Oettingen wurde eine Mischung angesät, die aus heimischen Pflanzen besteht und für den Einsatzort bestens geeignet ist: eine Mischung für Feldrain und Saum.

Im Frühjahr wurden in der Region weitere, an die jeweiligen Ursprungsgebiete angepasste Blühpflanzenmischungen angesät – unter anderem in Iphofen, Seinsheim und Rödelsee. Zudem erhalten alle Gemeinden, die am Projekt teilnehmen, ein Insektenhotel, das im Bereich der Blühwiesen aufgestellt wird. Die Insektenhotels werden gefertigt von der Behindertenhilfe „Barmherzige Brüder“ in Gremsdorf.


Trikommunal unterwegs

Jubiläumsradfahrt von Saint-Junien und Żukowo nach Wendelstein


Die Unterzeichnung der trikommunalen Partnerschaft des Marktes
Wendelstein mit der polnischen Stadt Żukowo in Pommern und der französischen Stadt Saint-Junien im Département Haute-Vienne jährt sich in diesem Jahr zum 20. Mal. Aus diesem Anlass machen sich 27 Franzosen und zehn Polen auf dem Fahrrad auf in die mittelfränkische Partnerkommune.

Auf elf Etappen erstreckt sich die rund 1300 Kilometer lange Fahrt. Die Gäste aus Saint-Junien starteten ihre Tour am Dienstag, 17. August, einen Tag vorher machten sich bereits die polnischen Freunde auf den Weg. Die Begleitpersonen mitgezählt, werden rund 50 Personen erwartet.
Bevor die Radfahrerinnen und Radfahrer gemeinsam im Markt Wendelstein eintreffen, geplant ist dies am Donnerstag, 26. August, gegen 16 Uhr, wird die französische Gruppe einen Zwischenstopp im Bezirksrathaus in Ansbach einlegen. Gegen 12 Uhr wird die Ankunft erwartet. Bezirksrat Hans Henninger wird die Sportlerinnen und Sportler im Freien, auf dem Gelände des Bezirksrathauses an der Danziger Straße 5, begrüßen und zu einem Imbiss einladen.
Am nächsten Tag, Freitag, 27. August, steht unter anderem die Enthüllung
einer Skulptur zur Erinnerung an frühere Radferntouren in den Jahren
2018 und 2016 auf dem Programm. Nach Bad Windsheim, in das Fränkische
Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken, fährt die trikommunale Gruppe am Samstag, 28. August. Die Stellvertreterin des Bezirkstagspräsidenten und Beauftragte für die Regionalpartnerschaft des Bezirks mit Pommern, Christa Naaß, und Bezirksrätin Maria Scherrers, Beauftragte des Bezirkstages
für die Regionalpartnerschaften mit der Region Nouvelle-Aquitaine und
den drei Départements Haute-Vienne, Creuse und Corrèze, werden die Gäste um 10 Uhr im Eingangsbereich begrüßen. Auch der stellvertretende Museumsleiter Dr. Markus Rodenberg wird die Besucher willkommen heißen.

Mit dem Ranger unterwegs

Faszination Steinbruch – Leben am Extremstandort

Steinbrüche wirken auf den ersten Blick oft kalt und lebensfeindlich, doch hier lohnt es sich genauer hinzuschauen, denn sie stecken voller Überraschungen.

Am Sonntag, 29. August, zeigen die Naturpark-Rangerinnen Birgitta Hohnheiser und Ann-Katrin Frisch was sich alles in den Steinbrüchen versteckt und wie sich die Pflanzen und Tieren an diesen Extremstandort angepasst haben. Treffpunkt ist um 13.15 Uhr am Bahnhof in Solnhofen. Dauer 3-4 Stunden.

Eine Anmeldung für die kostenlose Führung ist notwendig und kann telefonisch beim Informationszentrum Naturpark Altmühltal unter 08421/9876-0 oder online www.naturpark-altmuehltal.de/fuehrungen/ erfolgen.

Neuer Vorstand

LAG Altmühlfranken wählte für drei Jahre neu

Die neue Vorstandschaft der Aktionsgruppe Altmühlfranken.

Turnusmäßig standen bei der Lokalen Aktionsgruppe Altmühlfranken im Rahmen der diesjährigen Mitgliederversammlung Neuwahlen an. Neben dem Vorstand wurden auch die Mitglieder des Steuerkreises für die Dauer von drei Jahren neu bestellt.

2014 wurde die LAG Altmühlfranken gegründet. Eine Lokale Aktionsgruppe ist Grundvoraussetzung dafür, dass sich eine Region um die Teilnahme am LEADER-Programm der Europäischen Union bewerben kann. Zum ersten Vorsitzenden wurde der damalige Landrat Gerhard Wägemann gewählt, der das Amt auch nach seinem Ausscheiden als Landrat bis jetzt weitergeführt hatte.

Die Mitgliederversammlung nahm er zum Anlass, eine kurze Bilanz zu ziehen. Seit Beginn der Förderperiode ist es gelungen, 34 Projekte mit Fördermitteln zu unterstützen. Über 1,9 Millionen Euro wurden dafür bereits bewilligt. Jüngstes Projekt, das erst kürzlich seiner Bestimmung übergeben wurde, ist die Pumptrack-Anlage in Weißenburg. Aber auch die Erlebnismosterei in Nennslingen, die Erfinder-Werkstatt im Museum Treuchtlingen, Infotafeln im Fränkischen Seenland, Radwegebeschilderung an den touristischen Hauptradrouten und vieles mehr konnte dank LEADER in Altmühlfranken realisiert werden.

Zum neuen Vorsitzenden wählten die Mitglieder nun einstimmig Landrat Manuel Westphal. „Ich freue mich auf meine neue Aufgabe und auf spannende Ideen zur Stärkung unserer Region. Mit LEADER haben wir ein Instrument zur Verfügung, mit dem wir bei der Umsetzung von Projekten gezielt unterstützen können,“ so Westphal. Gleichzeitig bedankte er sich bei seinem Amtsvorgänger und den ausscheidenden Vorstands- und Steuerkreis-Mitgliedern für die geleistete Arbeit.

Ebenfalls neu in den Vorstand gewählt wurden Angela Novotny von der Hermann Gutmann Stiftung sowie die Treuchtlinger Bürgermeisterin Dr. Dr. Kristina Becker. Weiterhin im Vorstand vertreten sind Andreas Gebhardt als stellvertretender Vorsitzender und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz als Schatzmeister. Auch im Steuerkreis gab es einige personelle Veränderungen. Neu dabei sind Bürgermeister Bernd Drescher, Markt Nennslingen, Bürgermeisterin Susanne Feller, Markt Heidenheim, Jürgen Pfeffer, Sparkasse Gunzenhausen, Matthias Richter, Kreisjugendring und Hans-Heinrich Häffner, Kulturinitiative Altmühlfranken.

Die derzeitige LEADER-Förderperiode läuft noch bis 31. Dezember 2022. Gute Ideen für die Region sind also weiterhin gefragt! Die Geschäftsstelle der LAG Altmühlfranken berät bei allen Fragen rund um eine mögliche LEADER-Förderung, Kontakt: Carolin Tischner, Tel. 09141 902-193.

MdEP Mortler bei Verpa

CSU-Europaabgeordnete informierte sich vor Ort

MdEP Marlene Mortler und Firmenchef Andre Baumann (im Vordergrund) mit den Besuchern der CSU vor dem Werksgelände in der Industriestraße. Vierter von rechts CSU-Stadtverbandsvorsitzender Manuel Blenk. Foto: Heger

Europaabgeordnete Marlene Mortler besuchte zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Artur Auernhammer, Bezirksrat Hans Popp und einer Delegation des CSU-Ortsverbandes auf Einladung des Ortsverbandsvorsitzenden, Manuel Blenk, und des Gunzenhäuser Werksleiters der Firma, Marco Stenglein, das Gunzenhäuser Werk des Kunststoffbetriebs Verpa Folie Gunzenhausen GmbH. Marlene Mortler war an der Information sehr gelegen, da sie sich über die Kunststoffindustrie noch vor der geplanten Überarbeitung der EU-Verpackungsrichtlinien im kommenden Jahr direkt vor Ort sachkundig machen wollte.
Firmeninhaber André Baumann stellte den Besuchern das mittelständische
Familienunternehmen mit insgesamt 565 Mitarbeitern gerne vor und wurde dabei vom Geschäftsführer Thomas Grebner, dem Werksleiter Marco Stenglein und dem Hauptgeschäftsführer der Industrievereinigung Kunststoff e.V., Dr. Engelmann, unterstützt. Dabei legte er den Schwerpunkt auf die äußerst nachhaltigen, umweltfreundlichen und rohstoffsparenden Projekte seines Unternehmens. Als Markt- und Innovationsführer für dickenreduzierte Polyethylen (PE)-Folien entwickelt Verpa stetig neue innovative Lösungen für die spezifischen Anforderungen
ihrer Kunden. Mit dem Selbstverständnis zur Verantwortung für unsere Umwelt generieren die Produktentwickler überzeugende Ressourcen- und Ökologieschonende Lösungen. Die Verpalin-Produkte sparen jedes Jahr mehr als 40.000 Tonnen Grundstoffmaterial und bieten so einen messbaren Beitrag zur aktiven Nachhaltigkeit sowohl in der wirtschaftlichen als auch ökologischen Gesamtkette.
Verpa baut mit seinen Kunden eigene Recyclingkreisläufe auf, bei denen alte und gebrauchte Folien eingesammelt und in der Firma zu neuem Granulat verarbeitet werden, aus dem dann wieder neue Kunststofffolien entstehen können und unnötiger Abfall vermieden wird. Das Ziel der Firma ist es CO²-neutral zu produzieren. In ihrem Stammwerk in Weidhausen wurde dieses Ziel bereits erreicht und in Gunzenhausen wird der Einsatz dieser CO² neutralen Produktionswege ebenfalls geplant.
Mit der neuen „Verpalin green life“ Produktserie bietet Verpa noch mehr
Nachhaltigkeit durch ihre recycelten und biobasierten Folienlösungen an. Verpa vereinigt dabei die Dickenoptimierung aus der Verpalin-Reihe mit der Verwendung post-consumer Regeneraten, eigenen Wertstoffkreisläufen, die Verwendung nachwachsender Rohstoffe, den Einsatz chemischer Pyrolyse-Aufbereitung, vollständig biologisch abbaubare Folien und abfallvermeidendes Up-Cycling.
Bei der Präsentation und dem nachfolgenden Firmenrundgang zeigten sich die Besucher von der praktischen Umsetzung der Firmenkonzepte beeindruckt. Die Europaabgeordnete sieht das Hauptproblem der europaweiten Verordnungen darin, dass sie in jedem Mitgliedsstaat unterschiedlich ausgelegt werden. Artur Auernhammer sieht in der Kunststoffgewinnung bereits eine Reststoffverwertung und
möchte bis 2030 alle Kunststoffverpackungen mit in den Recyclingkreislauf einleiten.
Für Manuel Blenk ist die Vermeidung von Kunststoff ein Hauptthema in der Politik. Dabei sieht er die Reduzierung des Materialverbrauchs bei Verpa als einen richtigen und wichtigen Weg an. Für André Baumann ist es wichtig das Verhalten der Konsumenten zu verändern. „Wenn man das ganze Jahr über Gurken essen möchte muss man auch akzeptieren, dass diese in Kunststofffolien für den Versand verpackt werden müssen“ stellte er fest. Bei der Bewertung der Kunststoffherstellung darf man nicht allein auf die Produktion sehen, sondern muss den gesamten Umweltkreislauf
betrachten, forderte er. Wer lieber Papiertüten als Kunststoffbeutel benutzt muss sich auch über den erhöhten Wasserverbrauch in der Produktion klar sein. André Baumann wünscht sich dabei von der Europaabgeordneten auch ein europaweites Deponieverbot, um die Abfallmengen in Zukunft weiter zu verringern.
Marlene Mortler bedankte sich bei den Firmenvertretern und dem CSU-Ortsverband für die Besuchsmöglichkeit und sicherte zu, dass sie dabei sehr viele Anregungen und Ansichten kennen lernen durfte die sie gerne in ihrer Arbeit in den europäischen Gremien mit einfließen lassen wird.
KLAUS HEGER


CSU auf den biblischen Spuren

Biodiversitätswanderung des EAK mit Dr. Friedrich und Bürgermeister Edelhäußer

Die Biodivesitätswanderung führte an den Brombachsee. Foto: Daniel Nagl

Die eigenen Talente zur Nutzung bringen und nicht von der Gesellschaft oder Gott erwarten, dass sie für einen sorgen. So fasst der Ehrenvorsitzende des Evangelischen Arbeitskreises der CSU, Dr. Ingo Friedrich, zusammen, was protestantische Arbeitsethik ausmacht. Auf Einladung der beiden jungen Listenkandidaten zur Bundestagswahl, Manuel Blenk (Bundeswahlkreis 241 Ansbach & Weißenburg-Gunzenhausen), und Sabrina Stemplowski (Kandidatin des EAK) begab sich Dr. Friedrich mit rund einem Dutzend Interessierter bei Heiligenblut auf eine Wanderung, bei der anhand von Bibelstellen deutlich wurde, das aktuelle Herausforderungen im Bereich Nachhaltigkeit bereits zu Zeiten Jesu diskutiert wurden.
CSU-Direktkandidat und Bürgermeister Ralph Edelhäußer (Roth) zeigte anhand des Jesus-Gleichnisses von den zwei Söhnen, die im Weinberg arbeiten sollten, aber nur einer es – nach Murren – tut, dass es nicht darauf ankommt, ein Handeln zu versprechen oder es von anderen einzufordern, sondern Nachhaltigkeit zu leben. Dies, so Hopfenbauer Friedrich Kolb, täten insbesondere die seit Generationen wirtschaftenden Hopfenbauern im Spalter Hügelland. „Wir könnten es uns in unserer klein strukturierten Landschaft gar nicht leisten, mit den Ressourcen verschwenderisch umzugehen, auch wenn wir uns natürlich noch mehr Unterstützung bei der Erforschung und Zulassung modernen, biologischen Pflanzenschutzes von der Politik wünschen“, so der Petersgmünder neben dem Hopfengarten am ehemaligen Kloster.
Ein großer von CSU-Landtagsabgeordneten Volker Bauer und dem Wasserwirtschaftsamt Nürnberg maßgeblich unterstützter Erfolg sei aber die Umsetzung des Bewässerungsverbands Spalter Hügelland. Bei bis zu 10 Millionen Euro Förderung werden 20 Millionen Euro in den Erhalt des Spalter Hopfens durch gemeinsame Wassernutzung investiert. „Eine Lösung ganz im Sinne des Alten Testaments, in dem sich bereits die Beilegung eines Streits um Brunnenrechte durch Vertrag und gemeinsame Nutzung findet“, merkte der ehemalige JU-Kreisvorsitzende Daniel Nagl in seinem Impuls an.
Abschließend erinnerte Benedikt Kerstenhahn, Kreisvorsitzender der JU Weißenburg-Gunzenhausen, mit seinem Impuls zur biblischen Sintflut daran, dass Wasser zwar Leben aber, wie diesen Sommer erlebt, auch Zerstörung und Tod bedeuten könne. Beides, so der Pleinfelder, verbinde sich im von Franz Josef Strauß gegen die Proteste der Grünen maßgeblich mit durchgesetzten Brombachsee, der zusammen mit dem Altmühlsee vor Zerstörung durch Überschwemmung schützt und durch die Wasserabgabe Nordbayern lebendig halten hilft.
DANIEL NAGL

Eröffnung fällt ins Wasser

Hochwasserschäden verschieben den Startschuss in 2022

Trocknungs- und Wasserabsauggeräte im Badhaus aus Wendelstein. Foto: Herbert May

Eigentlich hätte es Ende September nach vier Jahren intensiver Forschung und Wiederaufbau endlich soweit sein sollen: Im Fränkischen Freilandmuseum des Bezirks Mittelfranken in Bad Windsheim sollte das spätmittelalterliche Badhaus aus Wendelstein eröffnet werden – doch das Hochwasser Anfang Juli spülte die Vorfreude buchstäblich davon.

Trotz intensiver Bemühungen, die entstandenen Schäden schnell zu beheben, kann der anvisierte Eröffnungstermin am 25. September leider nicht gehalten werden. Die Überflutung hat das Erdgeschoss samt großer Schwitzstube und technischen Einbauten im Untergrund so umfangreich beeinträchtigt, dass diese weiterer Instandsetzungsmaßnahmen bedürfen.


Somit wird es voraussichtlich bis mindestens Frühjahr 2022 dauern, bis mit einem Badehut-Ausleger zum Badetag gerufen werden kann und Besucher*innen die Dauerausstellung in Erd- und Obergeschoss besichtigen werden. Dennoch bleibt das Thema Baderwesen in der Museumssaison präsent: Die Sonderausstellung „Schwitzbaden, Schröpfen und Kurieren“ ist weiterhin in der Ausstellungsscheune aus Betzmannsdorf zu sehen.

Zukunftsreise geht weiter

Altmühlfranken 2030 – Halbzeit bei der Zukunftsreise

Der Prozess Altmühlfranken 2030 wird die Landkreisbevölkerung auch in den nächsten Wochen noch begleiten. Bereits bisher konnten sich Bürgerinnen und Bürger aber auch Interessensvertreter aus der Region bei verschiedenen Veranstaltungen online oder auch in Präsenz beteiligen und die individuellen Ideen auch mittels der Altmühlfranken 2030-Postkarten oder der Homepage in den Prozess mit einbringen.

In vier digitalen Zukunftstalks, bei denen immer zahlreiche Personen anwesend waren, konnten Bürgerinnen und Bürger gemeinsam mit Landrat Manuel Westphal über verschiedene Zukunftsthemen diskutieren. Zuletzt hat der Zukunftstalk zum Thema „Bürgerschaftliches Engagement und Ehrenamt“ stattgefunden. Im Talk war man sich einig, dass eine Austauschplattform für Vereine gut wäre, um voneinander zu lernen. Auch zentrale oder digitale Weiterbildungsveranstaltungen im Landkreis, wie bei der Einführung der Datenschutzgrundverordnung, wären hilfreich. Eine Zusammenfassung des Zukunftstalks sowie die Möglichkeit mitzudiskutieren, gibt es online unter www.altmuehlfranken2030.de/vierter-zukunftstalk.

Um die Bevölkerung auch vor Ort in den Städten und Gemeinden mit in den Prozess einzubinden, besucht Landrat Manuel Westphal alle 27 Städte und Gemeinden. Bereits 14 Stationen hat Landrat Manuel Westphal während seiner Zukunftsreise absolviert. Bei seinen Vor-Ort-Besuchen tauscht sich der Landrat mit den Bürgermeisterinnen und Bürgermeistern, den Gemeinderäten, Vereinsvertretern oder Bürgerinnen und Bürgern aus. Die Gestaltung der Termine obliegt immer der Stadt oder Gemeinde. Landrat Manuel Westphal hat bei seinen Besuchen schon Kindertagesstätten, Dorfläden, Schulen, Senioreneinrichtungen oder andere spannende Projekte besichtigt. Während zahlreicher Gespräche mit den Gemeindevertretern und Bürgerinnen und Bürgern wurden auch Zukunftsthemen besprochen. Darunter wurde immer wieder der weitere Ausbau des Öffentlichen Personennahverkehrs genannt, die wohnortnahe Versorgung mit Geschäften des täglichen Bedarfs oder Ärzten sowie das Thema Ehrenamt. Die Bürgermeisterinnen und Bürgermeister sammeln zur Einbindung der Bevölkerung im Vorfeld mit Hilfe der Altmühlfranken 2030-Postkarten Ideen aus der Bevölkerung ein und übergeben diese dann dem Landrat, der alle Postkarten im blauen Reisekoffer, das Symbol für die Zukunftsreise, sammelt. Die nächste Zukunftsreisestation wird am 11. September in Gnotzheim stattfinden. Einen Überblick über alle bisherigen Stationen gibt es online unter www.altmuehlfranken2030.de/zukunftsreise/.

Auch drei Themenveranstaltungen, bei dem sich dann auch speziell Interessensvertreter aus der Region einbringen können, gehören zu dem Entwicklungsprozess Altmühlfranken 2030. Ein Wirtschaftsdialog hat bereits stattgefunden. Dort tauschten sich Vertreter der hiesigen Wirtschaft über Zukunftsthemen aus und diskutierten beispielsweise über einen Startup-Hub für mehr Gründergeist, die Etablierung der Fachrichtung Informatik im Bildungswesen, die Fortführung des Breitbandausbaus und ein klimaneutraler Weg zum Arbeitsplatz sowie das Leben und Arbeiten in der Natur als Besonderheit.

Am 27. August 2021 findet dann eine Themenveranstaltung zur Landwirtschaft statt und am 13. September 2021 ist ein Tourismusdialog geplant. Um die Corona-Regeln einhalten zu können, wird zu den Themenveranstaltungen immer ein fester Personenkreis eingeladen. Die Ergebnisse der Veranstaltungen finden sich dann auch wieder auf der Prozesshomepage www.altmuehlfranken2030.de.

„Der Prozess ist genau am Puls der Zeit! Das wurde in den bisherigen Gesprächen sehr deutlich. Schließlich müssen wir jetzt überlegen, wie wir mit den Auswirkungen beispielsweise der Corona-Pandemie oder des Klimawandels umgehen und welche Schlüsse wir für unsere Zukunft daraus ziehen. Auch wenn die Veranstaltungen nur unter gewissen Bedingungen oder digital durchführbar sind, müssen wir die Gelegenheit jetzt ergreifen und unsere Zukunft gemeinsam gestalten. Bisher wurden die verschiedenen Veranstaltungsformate auch gut angenommen“, ist sich Landrat Manuel Westphal sicher.

Wer seine Zukunftsideen in den Prozess einbringen will, kann dies zum Beispiel mittels der Altmühlfranken 2030-Postkarte erledigen. Diese gibt es im gesamten Landkreis beispielsweise bei den Städten und Gemeinden oder auch im Landratsamt. Auch in vielen Geschäften liegt die Karte bereit. „Noch einfacher geht es digital: Auf der Homepage www.altmuehlfranken2030.de können Sie Ihre Zukunftsidee mit wenigen Klicks eintragen oder auch bei den Zukunftsthemen mitdiskutieren“, erläutert Landrat Manuel Westphal.

Alle Ideen und Themen finden dann Eingang in die Zukunftskonferenz, die am 1. Oktober 2021 stattfinden wird. Bei verschiedenen Themenworkshops sollen dann konkrete Handlungsfelder erarbeitet werden, die dann wiederum in das Handlungskonzept gegossen werden, das durch den Kreistag verabschiedet wird.

Auch junge Leute aus dem Landkreis können sich aktiv am Prozess beteiligen und haben zudem noch die Möglichkeit, attraktive Preise zu gewinnen. Denn für junge Menschen zwischen 14 und 21 Jahren hat das Landratsamt einen Jugendwettbewerb ausgelobt. Bis zum 30. September 2021 können Ideen in spannenden Formaten eingereicht werden. Alle Informationen dazu gibt es unter www.altmuehlfranken2030.de/jugendwettbewerb/.

„Nutzen Sie die Gelegenheit über die vielen verschiedenen Wege, Ihre individuellen Zukunftsideen für unseren Landkreis einzubringen. Jede Bürgerin und jeder Bürger kann sich beteiligen, egal ob digital oder analog. Auch stehe ich als Landrat während meiner Zukunftsreise für Gespräche zur Verfügung“, verdeutlicht Landrat Manuel Westphal.

Wer noch Fragen zum Prozess Altmühlfranken 2030 hat, kann sich gerne an die Zukunftsinitiative altmühlfranken unter 09141 902-192 wenden.

Auf der Consumenta

Gemeinschaftsstand Altmühlfranken in Nürnberg präsent

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen organisiert auch in diesem Jahr auf der Consumenta einen Gemeinschaftsstand unter dem Dach „Altmühlfranken – der starke Süden“. Interessierte können sich beim Regionalmanagement im Landratsamt über die Teilnahme informieren.

Mit dem gemeinsamen Auftritt bietet der Landkreis Unternehmen, Handwerkern, Direktvermarktern, Gemeinden und weiteren Interessierten die Gelegenheit, sich auf der größten Einkaufsmesse Süddeutschlands im Verbund zu präsentieren. „Die beteiligten Mitaussteller der vergangenen Jahre haben die Erfahrung gemacht, dass sie in Kooperation mit dem Landkreis und der Marke Altmühlfranken besser wahrgenommen werden“, so Natalja Roth von der Zukunftsinitiative altmühlfranken am Landratsamt. „Das spricht sich herum und deshalb kommen Jahr für Jahr neue Aussteller hinzu.“

Im Jahr 2019 waren 21 Aussteller mit an Bord, darunter zum Beispiel der Offroadpark Langenaltheim, die Q-Tec und die Echt Brombachseer. Auf einer Fläche von 250 Quadratmetern informierten sich die Besucherinnen und Besucher über den Landkreis als attraktiven Wohn- und Arbeitsort.

Die Zukunftsinitiative altmühlfranken koordiniert das „Schaufenster“ des Landkreises seit dem Jahr 2014 getreu dem Motto „Gemeinsam. Erfolgreich. Präsentieren.“. Und auch in diesem Jahr können Aussteller in der Halle 1 „Aus der Region – Für die Region“ vom 30. Oktober bis 07. November unter das Dach „Altmühlfranken – der starke Süden“ schlüpfen.

Mit der Teilnahme profitieren die Mitaussteller von einer besseren Wahrnehmung, einer präsenten Standfläche, einem umfangreichen Werbe- und PR-Konzept sowie günstigeren Konditionen.

Für Interessierte steht die Regionalmanagerin Natalja Roth ab dem 31. August 2021 telefonisch unter 09141 902-196 oder per Mail an natalja.roth@altmuehlfranken.de bei Fragen zur Verfügung.