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Center Parcs nennt Details

Konkretisierte Planung des Freizeitparks am Brombachsee

Hier sind die Nutzungsbereiche gut zu sehen. In der Mitte die zentralen Gebäude mit dem Landschaftssee. Rechts oben der große Naturraum. Die 800 Häuser verteilen sich auf das ganze Gelände.

Center Parcs setzt seine Informationsoffensive fort. Dem Zweckverband Brombachsee, dem Kreistag Weißenburg-Gunzenhausen und dem Gemeinderat Pfofeld präsentierte das holländische Unternehmen mit französischer Konzernmutter seine konkretisierten Vorstellungen (Masterplan) für den Freizeitpark auf dem Gelände des ehemaligen Munitionslagers (Muna) am Brombachsee. Die handelnden Personen: Deutschland-Chef Frank Daemen, Projektleiter Jan Janssen und Entwicklungsdirektor Robin Wildhagen.

Weil in den letzten Wochen wiederholt in den Medien die finanzielle Lage des Mutterkonzerns ein Thema war, ging Daemen auch darauf ein: „Wir haben keine finanziellen Probleme, wie dies in einigen Berichten angeklungen ist“. Er ist sich sogar sicher, dass Center Parcs gestärkt aus der jetzigen Situation hervorgehen wird.

Hatte sich das Freizeitunternehmen bisher in verschiedenen Punkten nicht klar geäußert, so liegen jetzt die notwendigen Gutachten und Planungsvarianten vor. Die Experten erläuterten die Ergebnisse ihrer bisherigen Arbeiten in der Stadthalle Gunzenhausen. Entgegen den Erwartungen hatten sich dazu aber nicht sehr viele Interessierte eingefunden.

Zusammen mit seinem Partner Dr. Johannes von Korff (Dresden) hatte sich Dieter Popp (Haundorf) von der Gruppe „Futour“ mit den tourismusökonomischen Auswirkungen des Projekts mit 800 Häusern befasst. Er sieht einen Vorteil für die Region darin, dass CP ein Ganzjahresangebot schafft, das es bisher nicht gibt.  Das Profil von Center Parcs passt zu dem des Tourismuskonzepts Fränkisches Seenland. Der touristische Umsatz von bisher 190 Millionen Euro im Jahr wird sich nach der Realisierung von CP auf 340 Millionen Euro erhöhen, es wird 5670 touristische Arbeitsplätze geben, also 1310 mehr als bisher. Die Aufenthaltsdauer wächst um 13 Prozent, das Einkommen aus dem Tourismus um 30 Prozent. Die Übernachtungszahl in gewerblichen Betrieben erhöht sich um 49 Prozent. Weil CP landesweit für seinen Park (und somit auch für das Fränkische Seenland) wirbt,  erhöht sich auch der Bekanntheitsgrad der Region. Was Popp als sehr positiv empfindet: „Center Parcs ist kein isolierter Körper, sondern ein integrierter Teil und aktiver Partner des Fränkischen Seenlands.“

Die Wasserversorgung des Freizeitparks vollzieht sich über WFW (Wasserversorgung Fränkischer Wirtschaftsraum) mit Anschlussmöglichkeit in Pleinfeld sowie über die Reckenberggruppe, die favorisiert wird. Ein 6,8 Kilometer lange Leitung vom Hochbehälter in Geiselsberg aus führt zum Park. Wie es auf Nachfrage hieß, soll das Frischwasser nicht aus dem Erschließungsgebiet der Reckenberggruppe in Wassermungenau kommen. Ing. Schaardt vom Büro Dr. Resch & Partner in Weißenburg plant auch die Abwasserentsorgung, die über den Ringsammler des Zweckverbands Brombachsee erfolgt. Bei etlichen baulichen Anlagen gibt es keine Probleme, einige andere aber müssen ertüchtigt und erweitert werden (Belebungs- und Nachklärungsbecken).

Die Energieversorgung wird klimaneutral erfolgen. Diesen hohen Anspruch bekräftigt Ing. Jörg Baumgärtner von EGS Stuttgart mit einem Mix an Techniken. Demnach soll es Photovoltaikanlagen auf allen Gebäuden geben, die dafür geeignet sind. Auch Biogas und Holz aus der Region wird einbezogen.  Wärmepumpen werden aus dem Abwasser Energie entnehmen und die Entwärmung des Seewassers wird als großes Potenzial angesehen. Die Geothermie wird eine große Rolle spielen. Das Versprechen des Fachmanns: „Gegenüber den anderen Parks soll hier die Energie  zwischen 15 und 50 Prozent reduziert werden“.  Die regionalen Potenziale der erneuerbaren Energien (Strom und Wärme) sollen genutzt werden.

Prof. Christoph Eipper von „envi experts“ in Nürnberg hat die Schadstoffbelastung auf dem Munagelände untersucht. 12000 Tonnen Munition sind dort bereits bei Kriegsende von der Wehrmacht vernichtet worden, zudem hat es weitere Sprengungen 1945 und 1953 durch die US-Armee gegeben. In 60 Gefährdungsbereichen hat „envi“ 400 Bohrstellen eingerichtet und an die 20000 chemische Analysen vorgenommen. Das Grundwasser ist an 500 Meßstellen untersucht worden. Die Feststellung der Experten: Es gibt keine flächige Grundwasserverseuchung.  Auch das Oberflächenwasser, das an sieben Stellen getestet wurde, hat keine Belastung ergeben („Alle Prüfwerte wurden unterschritten“). Der Wissenschaftler bekräftigte die Ernsthaftigkeit der Untersuchungen: „Geprüft wurde nach den Kriterien, die auch für Kinderspielplätze gelten. Jede 20. Probe war schadstoffbelastet.“  7200 Quadratmeter sind jetzt nach Kampfmitteln erkundet worden. Die Fachleute gehen davon aus, dass  pro Hektar 280 Kilogramm Kampfmittelschrott  und 15-18  scharfe Granaten liegen. Es wird damit gerechnet, dass die umfängliche Kampfmittel- und Schadstoffentsorgung des ganzen Areals mehr als ein Jahr in Anspruch nimmt.

Eine umfangreiche Auflistung der auf dem Munagelände vorzufindenden Arten hat Burchard Stocks aus Tübingen in einem Umweltgutachten vorgenommen, der schon wiederholt für CP tätig war.  Demnach gibt es dort an die 80 Arten von Vögeln, an die 200  Fledermäuse sind in zehn Quartieren  zu finden und am Rande der Anlage ist die Zauneidechse heimisch. Die geschützte Haselmaus konnte jedoch nirgends gefunden werden. Notiert wurden ferner 22 Arten von Heuschrecken und 74 Laufkäfer-Arten. 40 Prozent des ganzen Areals gehören zum Sicherungsbereich (65 ha). Rücksicht nehmen müssen die Planer vor allem auf den drei Hektar großen Flugkorridor der Fledermäuse (Nord-Süd-Verbindung).  36 Hektar müssen von  der intensiven Nutzung ausgenommen werden, weil hier das „höchste Naturschutzpotenzial“ vorliegt. Die reine Bebauungsfläche wird sich demnach auf 65 Hektar beziehen, 92 Hektar verbleiben im ursprünglichen Zustand.

Nach dem Masterplan ist das Munagelände 169,7 Hektar groß, für den Centerpark verbleiben  163,5 Hektar, denn 1,7 Hektar sind für das THW-Übungsgelände und 4,1 Hektar für den Uferbereich (vom Freistaat erworben) auszunehmen.  Es gibt 16,7 Hektar versiegelte Bestandsflächen, ferner 5,5 Hektar Gebäudeflächen (aufgeteilt in 240 Gebäude). Künftig wird es auf dem Gelände 25 Hektar versiegelte Flächen geben (drei  Hektar mehr als bisher).

 Im Zuge des Baus werden 58 Hektar Wald gerodet und 31 Hektar aufgeforstet. Der Waldverlust : 27 Hektar. Nach Fertigstellung des Projekts werden 92 Hektar Wald verbleiben, 15 Hektar werden renaturiert und 13 Hektar neu angelegt.

 Es soll 1800 Parkplätze (verteilt auf neun Quartiere) geben, von denen 300 für das Personal und 250 für Tagesbesucher vorgesehen sind. Der Landschaftssee neben dem Zentralgebäude wird 2,7 Hektar groß sein.  

Die einstigen Mühlen im Brombachtal, die im Wasser des Brombachsees versunken sind, sollen das Marketing des Freizeitparks wesentlich bestimmen, d. h. sie sollen die „Story“ hinter dem Projekt sein.

WERNER FALK

25 im Onlineshop

Onlineportal Altmühlfranken macht Fortschritte

Felix Oeder von der ZIA ist für das Onlineportal Altmühlfranken zuständig. Er berichtete dem Ausschuss für Regionales und Touritik des Kreistags kürzlich im Heidenheimör Kloster über die bisherige Entwicklung. Demnach sind 210 Händler registriert, aber 25 beteiligen sich nur aktiv am Onlineshop, der monatlich 29.99 Euro kostet.

An der Gutscheinaktion von Dezember 2020 bis Februar 2021 haben sich 23 Verkaufsstellen beteiligt, ferner gab es 55 Firmen, die das System akzeptierten (davon: 20 Gunzenhausen, 11 Treuchtlingen, 13 Weißenburg). 3077 Gutscheine wurden verkauft, aber nur 253 bisher eingelöst, darunter sind rund 2000 Arbeitgeber-Gutscheine für die Mitarbeiter der Unternehmen. Die Gutscheine haben eine Gültigkeitsdauer von drei Jahren.

Jetzt soll eine Lenkungsgruppe im Landkreis gegründet werden, die ein Konzept für eine Betreibergesellschaft ausarbeitet.

E-Bike-Tour im Jura

Regionalausschuss des Kreistag sprach sich dafür aus

Das ist der Verlauf der E-Bike-Tour im Jura. Die Strecke wird in beide Richtungen beschildert.

Rund 20000 Euro lässt sich der Landkreis die neue E-Bike-Tour im Jura kosten. Der Ausschuss für Regionales und Touristik des Kreistags stimmte auf seiner letzten Sitzung am 15. März im Kloster Heidenheim einem Entwurf der Zukunftsinitiative Altmühlfranken (ZIA) zu. Die Jura-E-Bike-Tour soll heuer und im nächsten Jahr realisiert werden, um die Qualität der touristischen Radwege im Kreis weiter zu verbessern.  Überregional vermarktet wird die Route über die Stromtreter-Initiative. Informationstafeln an zwölf markanten Stellen sollen die Region den Radlern vorstellen und den Streckenverlauf erläutern. Die Bike-Tour kostet insgesamt 35000 Euro. An der Finanzierung ist das Leader-Programm beteiligt.

Die “Jura-E-Bike-Tour” wurde speziell für Pedelecs und E-Bikes konzipiert und hat einige schöne Steigungen zu bieten. Start- und Zielpunkt der “Jura-E-Bike-Tour” ist Pleinfeld. Wer Zeit mitbringt, besucht hier vor der Stromtretertour das Heimat- und Brauereimuseum im ehemaligen Vogteischloss oder den Schlossgarten am Bürgerhaus.

Dann geht es gleich anspruchsvoll los: Die ersten Kilometer haben es in sich, einige Höhenmeter gilt es zu bewältigen, ehe man in die Stadt Ellingen kommt. Das Deutschordensschloss und die Fürst Carl Brauerei mit Braustüberl sind eine Pause wert. Über Fiegenstall, geht es weiter bergauf – doch es lohnt sich! Denn von der Hochfläche aus genießt man bei guten Wetter einen überraschenden Fernblick.

Von Kaltenbuch führt der Weg über das Hochplateau nach Indernbuch. Weiter geht es nach Burgsalach. Hier kann man in der Ortsmitte im Cafe einen Zwischenstopp einlegen. Dann radeln wir zwischen Feldern und Wald am Wasserspielplatz vorbei nach Nennslingen. Der Markt Nennslingen wartet im Ortskern mit schönen restaurierten Baudenkmälern auf und bietet sich für eine erfrischende Einkehr an.

Weiter geht es entlang der Anlauter. Im Nennslinger Ortsteil Gersdorf mit der barocken Filialkirche St. Nikolaus machen wir einen kurzen Abstecher: Bergab radeln wir nach Bechthal, wo eine zauberhafte Burgruine und der Bechthaler Weiher warten. Achtung! Wenige Kilometer lang führt der Weg hier auf der Straße.

Zurück in Gersdorf biegen wir ab – erst rechts, bald darauf links, und erreichen über das Dorf Wengen den Ort Thalmannsfeld. Neben der Alten Hammerschmiede, in der noch heute historisches Handwerk gepflegt wird, ist die Brauerei Felsenbräu interessant: Deutschlands 1. Solarbierbrauerei kann in den Sommermonaten zu festen Terminen besichtigt werden (Tel. 9147/94266).

Wir folgen der Route über Bergen und durchqueren noch einmal Geyern. Zwischen Geyern und Ettenstatt kann man im Wald von März bis April ein besonderes Naturschauspiel beobachten: Dann bilden die zarten Märzenbecher hier große weiße Teppiche. Hinter Ettenstatt liegt Walting, ein stattliches Dorf inmitten von Feldern, Wiesen und Wäldern. In der barocken Kirche befinden sich eine spätgotische Marienfigur mit segnendem Jesuskind und ein schönes barockes Orgelgehäuse.

Über Mischelbach kommt man wieder zurück zum Ausgangspunkt in Pleinfeld.

Ein Mobilitätszentrum

JU gibt Anregungen für Bahnhofsgebäude

Mit einem Offenen Brief an die Stadträte und Bürgermeister Fitz hat sich die Junge Union Gunzenhausen in die Diskussion um den Bahnhof Gunzenhausen eingeschaltet. Hier der Wortlaut des Schreibens:

In den kommenden Jahren möchte die Stadt unser Bahnhofsgebäude renovieren. Vor einiger Zeit wurde das Gebäude bereits von der Stadt erworben; nun soll es langsam in die Planungsphase gehen. Unser Bahnhof ist schwer in die Jahre gekommen und weist inzwischen eine ganze Reihe funktionaler Defizite auf. Wir als Junge Union Gunzenhausen begrüßen die Idee, unseren Bahnhof zu einem Mobilitätszentrum umzugestalten, und wollen an dieser Stelle konkrete Gestaltungsvorschläge aus dem Blickwinkel junger Menschen einbringen.
Unsere Überlegungen konzentrieren sich auf sechs konkrete Ideen, die zur funktionalen Verbesserung und zur Attraktivität unseres Bahnhofs beitragen würden:

  1. Wenn man derzeit im Winter auf unserem Bahnhof warten muss, ist das besonders ungemütlich, insbesondere dann, wenn der Zeitungsladen geschlossen ist und es keinen warmen Platz im Bahnhofsgebäude gibt. Daher möge bei der Planung berücksichtigt werden, dass es in Zukunft im Bahnhofsgebäude auch beheizte Räume gibt, die für Wartende lange und früh genug geöffnet sind, auch sonntags.
  2. Natürlich muss es auch unserem Bahnhof in Zukunft WLAN geben. Sei es zum Raussuchen der weiteren Reiseroute, dem Buchen eines Zugtickets oder zum Informieren über die sehenswerten Plätze in und um Gunzenhausen. Diese Aufgaben lösen immer mehr
  3. Menschen online; sie brauchen daher einen leistungsfähigen Internetzugang im Wartebereich unseres Bahnhofs.
  1. Jeder, dem während einer Fahrt schon mal der Handy Akku leergelaufen ist, weiß, wie unangenehm ein „totes Telefon“ in einem solchen Augenblick ist und wie froh man dann über eine Steckdose ist. Daher möchten wir, dass in den Wartebereichen für die Reisenden Handy-Lademöglichkeiten eingerichtet werden.
  2. Die Wartebereiche könnte man auch sehr gut an ein Café oder ein kleines, gepflegtes Restaurant angliedern: Ein einladendes Café, in dem man sich einen kleinen Snack, einen Kaffee oder etwas anderes zum Trinken kaufen kann, dieses Angebot geht unserem Bahnhof noch ab. Daher möchten wir den Stadtrat bitten, sich darum zu kümmern, dass diese Lücke im künftigen Bahnhof gut geschlossen wird.
  3. Wenn aus dem Gunzenhäuser Bahnhof tatsächlich ein Mobilitätszentrum werden soll, dann brauchen die wartenden Reisenden im Wartebereich auch entsprechende Monitore, auf denen die Ankünfte und Abfahrten der nächsten Stunden aktuell angezeigt werden, nicht nur die der Züge, sondern auch die Abfahrtszeiten der Busse auf dem Bahnhofsplatz. Dies würde auch die Aufenthaltsqualität für die Wartenden sehr positiv verbessern.
  4. Der Zeitschriftenladen erfüllt eine besonders wichtige Funktion im Bahnhof; wir bitten darum, dass hierfür eine gute Nachfolgelösung im neuen Bahnhof gefunden wird.
    Wir würden uns freuen, wenn unsere Ideen Anklang im Gunzenhäuser Stadtrat finden. Wir sind auch gerne bereit, unsere Vorstellungen in einem persönlichen Gespräch (im Rahmen einer Einladung in den Stadtrat) vorzutragen und zu erläutern.
    MANFRED PAPPLER jr. , Vorsitzende der JU Gunzenhausen

Mehr Wertschöpfung

Centerpark erhöht Attraktivität des Seenlands

Die am Brombachsee gelegenen touristischen Dienstleister und Wirtschaftsverbände haben sich bereits im Sommer und im Herbst 2020 mit eindeutigen Erklärungen an die Öffentlichkeit gewandt und die Ansiedlung eines Ferienparks als Einlösung bereits bestehender Forderung der Seenland-Konferenz von 2011begrüßt. Dabei wurden diese in der „Initiative Brombachsee“ gebündelten Unternehmen auch von der IHK, den Wirtschaftsjunioren Gunzenhausen sowie dem Bayerischen Hotel- und Gaststättenverband unterstützt.
 Mehr Wertschöpfung durch Übernachtungsgäste
 Mehr Wertschöpfung durch Ganzjahresangebote
 Mehr Wertschöpfung durch höherwertige Angebote
 Mehr Wertschöpfung durch attraktive kostenpflichtige Freizeitangebote
Wir sehen die Chance, gemeinsam mit dem Partner Center Parcs diesen Forderungen nun endlich zum Durchbruch zu verhelfen. Aber wir sehen auch Perspektiven dafür, dass eine solche Ferienpark-Ansiedlung weitere Impulse für den Tourismus und die Region auslösen kann und wird.
Vor den jetzt angekündigten ersten Veröffentlichungen von Gutachten für den vorgesehenen Masterplan Center Parcs Fränkisches Seenland erhoffen wir vor allem, das sich die Debatte um dieses Projekt nunmehr an den vorgelegten Datengrundlagen und nicht weiter an selbst gestrickten Phantombildern orientiert. Wir wünschen uns für die Zukunft, dass mit diesem weiteren starken Partner im Tourismus künftig eine Reihe wichtiger Ziele umgesetzt werden können:
 Weitere Verbesserung und Sicherung der Wasserqualität in den Seen
 Weitere Gewährleistung des freien Zugangs zu ökologisch nicht sensiblen Uferbereichen
 Ausbau und Vernetzung hochwertiger Freizeitangebote
 Entwicklung seenlandspezifischer Umwelterlebnisangebote
 Optimierung der öffentlichen Verkehrsverbindungen zu den Seen
 Ausbau eines umfassenden Mobilitätskonzeptes zwischen den Seen
 Intelligente Lenkung der Tagesausflugsmobilität durch digitale Konzepte
 Aufbau einer hochwertigen Seenland-Produktlinie
 Aufbau ganzjähriger Kultur- und Naturerlebnis-Angebote
 Entwicklung zu einer energieeinsparenden und abfallvermeidenden Destination
Wir sind uns sicher, dass diese Ziele der touristischen Dienstleister auch eine breite Unterstützung bei den Menschen in der Region finden, für die der Tourismus an den Seen einer der wesentlichen Grundlagen regionaler Wertschöpfung, gesicherter Arbeitsplätze und der Gewährleistung einer leistungsfähigen Nahversorgungsinfrastruktur darstellt.
Und wir wissen auch von unseren bisherigen Gästen, dass sie sich über die Ergänzung und vor allem über die ganzjährige Gewährleistung solch qualitativ hochwertiger Freizeitangebote eine weitere Attraktivität ihrer beliebten Urlaubsregion am Brombachsee versprechen.

Betreiber gewechselt

Nummernwechsel bei der Impfhotline in Ansbach

Aufgrund steigender Impfzahlen und einigen Kritikpunkten in der Vergangenheit, z.B. fehlerhafte Auskünfte, mangelhafte Qualität der erfassten Datensätze, sind Landratsamt Ansbach und Stadt Ansbach übereingekommen, einen neuen Betreiber für die Impfhotline zu verpflichten.

Ab Montag, den 15. März 2021 – 8 Uhr, ist die Hotline des Impfzentrums für Landkreis Ansbach und Stadt Ansbach unter der neuen Telefonnummer 0981/81824040 erreichbar.

Täglich von 8 bis 18 Uhr beantworten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Hotline Fragen rund um das Thema Impfen. Neuer Betreiber der Hotline ist die Firma Global Office mit Sitz in Rheinland-Pfalz. Die Callcenter befinden sich im deutschsprachigen Raum.

Zur Registrierung für eine Corona-Schutzimpfung ist vorrangig das Online-Portal des Freistaates Bayern zu nutzen, erreichbar unter www.impfzentren.bayern. Besteht keine Möglichkeit zur Internetnutzung, kann eine telefonische Registrierung für eine Impfung unter der neuen Telefonnummer 0981/81824041 erfolgen. Als weitere Alternative kann die Registrierung über ein Kontaktformular erfolgen, welches auf der Homepage des Landkreises Ansbach sowie der Stadt Ansbach eingestellt ist und vollständig ausgefüllt per Post oder per Fax rückgesandt werden kann.

Es gilt zu beachten: Die Hotline dient nicht der Terminvergabe für eine Impfung im Impfzentrum. Nach erfolgter Registrierung werden impfwillige Personen kontaktiert, sobald ein Termin für sie zur Verfügung steht. Online registrierte Personen werden per SMS bzw. E-Mail über die Möglichkeit der Terminwahl in Kenntnis gesetzt.

Kein Sperrbezirk mehr

Geflügelpest im Landkreis

Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen weist darauf hin, dass der Sperrbezirk und das Beobachtungsgebiet, welche aufgrund eines Ausbruchs der Geflügelpest im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen angeordnet werden mussten, mit Wirkung vom 14.03.2021 aufgehoben werden können. Die Abgabe von Eiern, Geflügel, Geflügelfleisch und anderen von Federwild stammenden sonstigen Erzeugnissen ist wieder erlaubt.

Die Aufstallungspflicht bleibt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen aber aufgrund der anhaltenden Ausbreitung des Geflügelpestgeschehens, sowohl bei Wildvögeln als auch bei gehaltenem Geflügel, in ganz Bayern weiterhin bestehen.

In der weiterhin gültigen Allgemeinverfügung vom 11. Februar 2021 werden alle privaten und gewerblichen Tierhalter im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, die Geflügel im Sinne der Geflügelpest-Verordnung halten, zur Aufstallung ihres Geflügels verpflichtet. Darunter fallen folgende Geflügelarten, die in Gefangenschaft aufgezogen oder gehalten werden: Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten und Gänse. Die genannten Geflügelarten sind im Gebiet des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen entweder in geschlossenen Ställen oder unter einer entsprechenden Vorrichtung aufzustallen, die aus einer überstehenden, nach oben gegen Einträge gesicherten dichten Abdeckung und einer gegen das Eindringen von Wildvögeln gesicherten Seitenbegrenzung bestehen muss. Dies bedeutet, jegliche offene (Auslauf-)Fläche muss wie beschrieben geschützt sein.

Dr. Miriam Wittke-Stockhausen, Abteilungsleiterin im Veterinärwesen und im gesundheitlichen Verbraucherschutz am Landratsamt, führt dazu aus: „Mit der Aufstallungspflicht schützt man einerseits seine eigenen Tiere vor einer Infektion mit der Vogelgrippe und somit vor der damit verbundenen Tötung und andererseits alle anderen Geflügelhalter im Umkreis, weil bei einem erneuten Ausbruch wieder ein Sperr- und Beobachtungsgebiet um den Ausbruchsort errichtet werden müsste. Daher bitten wir alle Geflügelhalter um Rücksicht und weisen nochmal ausdrücklich auf die Verpflichtung zur Aufstallung hin!“

Alle Geflügelhaltungen im Landkreis sind beim zuständigen Veterinäramt zu melden. Dazu zählt jeder, der Hühner, Truthühner, Perlhühner, Rebhühner, Fasane, Laufvögel, Wachteln, Enten oder Gänse auch hobbymäßig aufzieht oder hält. Außerdem müssen vermehrte Todesfälle im Hausgeflügelbestand und bei Wildvögeln (v.a. Wassergeflügel, Greifvögel) beim zuständigen Veterinäramt gemeldet werden.

Grundschulen wieder geöffnet

Inzidenzabhängige Regelungen für Schulen und Kitas

Je nach 7-Tage-Inzidenz regelt die 12. Bayerische Infektionsschutzmaßnah-menverordnung, wie Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen ab dem 15. März öffnen können beziehungsweise in welcher Form der Unterricht an Schulen stattfinden kann. Nachdem der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen laut Angaben des RKI eine 7-Tage-Inzidenz von 50 nicht überschritten hat, gelten ab Montag, 15. März bis Sonntag, 21. März 2021 folgende Regelungen im Landkreis:

In den Klassen der Grundschule findet Präsenzunterricht statt. An allen übrigen Schularten und Jahrgangsstufen findet Präsenzunterricht, soweit dabei der Mindestabstand von 1,5 m durchgehend und zuverlässig eingehalten werden kann, statt. Sollte der Mindestabstand nicht eingehalten werden, muss Wechselunterricht stattfinden. Kindertageseinrichtungen, Kindertagespflegestellen, Ferientagesbetreuung und organisierte Spielgruppen für Kinder können öffnen und es kann ein normaler Regelbetrieb auf der Basis des einrichtungsbezogenen Schutz- und Hygienekonzepts stattfinden.

Die Regelungen werden in einem Sonderamtsblatt am 12. März 2021 veröffentlicht.

Am Freitag, 19. März 2021, sowie an den jeweils darauffolgenden Freitagen wird je nach 7-Tage-Inzidenz im Landkreis erneut bekannt gemacht, wie der Unterricht und die Öffnung der Kindertageseinrichtungen und der anderen genannten Einrichtungen in der jeweils darauffolgenden Kalenderwoche erfolgen wird.

Alle Informationen dazu gibt es auch auf der Homepage des Landratsamtes unter www.landkreis-wug.de

Fragen zur Impfstrategie

SPD-Fraktionschef will Auskunft vom Landrat


Mathias Hertlein, der Fraktionsvorsitzende der SPD im Kreistag, hat eine Reihe von Fragen im Zusammenhang mit der Corona-Impfpraxis im Landrat an die Landkreisverwaltung gestellt. Hier der Wortlaut seines Briefes an Landrat Westphal:
Mitte letzter Woche haben die bayerischen Schulen zwei offizielle Schreiben des Kultusministeriums erhalten, aus welchen hervorgeht, dass für Schulen zeitnah regelmäßige Schnelltests auf Covid 19 möglich sein sollen. Den Hintergrund bildet der Umstand, dass Schulen als Orte mit einer “Vielzahl an Kontakten” gelten müssen und die Schülerinnen sowie die dort Beschäftigten einem besonders hohen Risiko einer Infektion mit dem Coronavirus ausgesetzt sind. Da die Landkreise und kreisfreien Städte in Bayern sowohl für die Verteilung von Schnelltests als auch für die im Zusammenhang mit Reihentestungen relevanten Testzentren zuständig sind, richten wir die folgenden Fragen an Sie: Für Schülerinnen ab 15 Jahren sind Selbsttests vorgesehen, die 1 x wöchentlich zuhause vor dem Unterricht angewendet werden sollen.
• Wie ist hier der aktuelle Stand der Verteilung?
• Werden bzw. wurden die Tests pauschal nach Gesamtschülerzahl verteilt oder nur an diejenigen, die einen Test konkret nachfragen?
• Wie gestaltet sich diesbezüglich der Organisationsaufwand für die Schulen und das Landratsamt?
• Wie wird bei freiwilliger Testung zu Hause sichergestellt, dass dem Gesundheitsamt etwaige positive Testergebnisse zuverlässig übermittelt werden, um einen anschließend zur Kontrolle nötigen PCR zu veranlassen?

Für Schülerinnen unter 15 Jahren sind in Bayern derzeit keine Möglichkeiten für Selbsttests vorgesehen. Stattdessen ist seitens des Ministeriums hiervon einer “Reihentestung im lokalen Testzentrum” die Rede. • Wie werden diese Reihentests generell im Landkreis organisiert? • Finden diese regelmäßig mindestens einmal wöchentlich (analog zur Frequenz der Selbsttests bei älterem Schülerinnen) statt?
Zur Impfstrategie im Landkreis richten wir folgende Fragen an Sie:
• Sind die Bewohnerinnen sowie das Pflegepersonal aller Pflegeheime in unserem Landkreis mittlerweile geimpft? • Wie steht es um die Bewohnerinnen der Behinderteneinrichtungen sowie den dortigen Mitarbeiterinnen? • Wie hoch ist die Impfquote beim Personal unserer Kreiskliniken? • Wird der Impfskepsis, wie es sie in Teilen der Bevölkerung und damit auch in Teilen des Öffentlichen Dienstes gibt, an Einrichtungen des Landkreises durch proaktive Aufklärung (Seminare, Vorträge und Schulungen) begegnet? • Bis zu welchem Alter sind unsere über 80-jährigen Bürgerinnen mittlerweile geimpft?
• Wie hoch ist der prozentuale Anteil der Geimpften im Hinblick auf die Gesamtbevölkerung unseres Landkreises in diesen Altersstufen?
• Wann werden alle über 80-jährigen, die sich gemeldet haben, geimpft sein?
• Wie genau geht es dann mit den nächsten Altersstufen weiter?

Mentale Überforderung

Dr. Ingo Friedrich: Grund sind die globalen Probleme

Von der heutigen Gesellschaft und damit vom heutigen Bürger und auch von der Politik werden derzeit auf vielen Gebieten gigantische Lernprozesse erwartet, ja eingefordert. Während man beim Schulkind zurecht versucht, neue Lerninhalte in einem sinnvollen und verständlichen Nacheinander darzustellen, werden dem Zeitgenossen alle neuen Themen gleichzeitig und mit der Erwartung präsentiert, sie auch sofort zu verstehen, zu akzeptieren und alsbald anzuwenden. Bei einem großen Anteil der Bürger kommen diese Forderungen in Kombination mit den anderen akuten Veränderungszwängen als eine Art Explosion von Komplexität an, der sich viele nicht mehr gewachsen fühlen. Beispiele:

Hat der Bürger gerade erst gelernt, nationale Interessen um die Belange der europäischen Ebene zu ergänzen, so soll er jetzt schon zügig auch die Probleme der globalen Ebene in seinem Denken berücksichtigen (Stichwort: Gerechtigkeit für alle Länder).  Hat er gerade erst genderkonform die Sprech- und Schreibweise Bürger*innen kapiert, so soll er jetzt schon professionell mit den Begriffen „nichtbinär“, „queer“ und „trans“ jonglieren. Hat er gerade verinnerlicht, dass die Begriffe „Mohrenkopf“, „Farbige“ und „Zigeunerschnitzel“ nicht mehr korrekt sind, so muss er schon wieder lernen, dass eine Afrolookfrisur bei weißhäutigen Menschen wegen „Cancel Cancel“ nicht akzeptiert werden kann, während eine Blondfärbung der Haare bei Menschen anderer Hautfarbe korrekt ist.

Anhand des beeindruckenden Vortrags der amerikanischen Literatin Amanda Gorman bei der Vereidigung von Präsident Biden wird die Frage gestellt, ob weißhäutige Übersetzer überhaupt noch Literatur von „dunkelhäutigen“ Autoren übersetzen dürfen. Deutsche Kinderbücher und Kinderlieder müssen umgeschrieben ebenso wie Firmenlogos, Stadtwappen und Apothekennamen.

Das kann ja alles diskussionswürdig und berechtigt sein, nur müssen – wie bei allen großen Veränderungen – die Bürger verständnisvoll, mit guten Begründungen und gewissen Lernzeiten “mitgenommen“ werden und unnötige Übertreibungen sollten tunlichst vermieden werden.

Nur so kann verhindert werden, dass sich (gerade im Internet) ganze Bevölkerungsgruppen „ausklinken“ und nicht mehr „mitspielen“, zumal von den Bürgern auch auf vielen anderen Gebieten (Pandemie, Klima, Globalisierung, Landwirtschaft) eine immense Veränderungs- und Lernbereitschaft verlangt wird. Auf jeden Fall muss verhindert werden, dass bei uns in Deutschland und Europa auf Grund mangelnder Erklärung und rigoroser Umsetzung „amerikanische“ Verhältnisse a la Trump entstehen. Gewissenlose Agitatoren, die all die Neuerungen summa summarum ablehnen und auf das „Altbewährte“ setzen und obendrein noch raffiniert Verlustängste schüren, sind leider schnell gefunden. „Eile mit Weile“ ist ein alter und bewährter deutscher Grundsatz, der auch auf diesen sensiblen Gebieten Anwendung finden sollte.

DR. INGO FRIEDRICH, Gunzenhausen, langjähriger Vizepräsident des Europäischen Parlaments