Archiv: Allgemein

“Innenstädte beleben”

Geld für 32 Kommunen in Mittelfranken


Die beiden mittelfränkischen Abgeordneten der FW-Landtagsfraktion, Prof. (Univ. Lima) Dr. Peter Bauer aus Sachsen und Wolfgang Hauber aus Weißenburg berichten über die Entscheidung des Bayerischen Landtags, dass das Bayerische Städtebauförderungsprogramm zum Sonderfonds „Innenstädte beleben“ 2021 aufgestellt ist und 32 Kommunen in Mittelfranken mit 13,5 Millionen Euro gefördert werden.

MdL Dr. Peter Bauer ist sehr erfreut hierüber: „Die Städtebauförderung leistet seit 1971 mit über fünf Milliarden Euro einen bedeutenden Beitrag zur städtebaulichen Erneuerung der bayerischen Städte, Märkte und Dörfer. Der Großteil der Mittel aus dem Bayerischen Städtebauförderungsprogramm fließt wieder in den ländlichen Raum, um die Attraktivität weiter zu erhöhen und fördert damit die gleichwertigen Lebensverhältnisse in Bayern, gemäß unserer bayerischen Verfassung.“
„Das Ergebnis für Mittelfranken ist wieder sehr erfreulich und wird unseren Städten und Gemeinden helfen, den Folgen der Corona-Pandemie mit vielfältigen Aktivitäten und Maßnahmen entgegenzuwirken,“ so MdL Wolfgang Hauber. „Aus vielen Gesprächen mit der kommunalen Ebene hier vor Ort in Mittelfranken weiß ich, wie wichtig dieses Förderprogramm des Landtags ist, um Projekte und Konzepte der Innenstadtentwicklung voranzutreiben und realisieren zu können.“

Zu den geförderten Städte und Gemeinden gehören Gunzenhausen (247000 Euro), Pappenheim (56000 Euro), Spalt (756000 Euro), Treuchtlingen (272000 Euro) und Wassertrüdingen (52000 Euro).

KunstKlang: Acht Konzerte

Vielfalt und Verlässlichkeit zwischen Erinnerung und Traum, Poesie und Festlichkeit


Die neue Saison der Konzertreihe “KunstKlang” wartet mit acht Konzerten an unterschiedlichen Spielorten in Feuchtwangen auf. Schwerpunkte sind das Konzertwochenende anlässlich des Jubiläums „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“ sowie ein Konzert-Marathon im Juni 2022.
„Wir bieten unserem Publikum eine große Vielfalt an außergewöhnlichen Programmen, die in dieser Form nur in Feuchtwangen erlebbar sind. Der Umstand, dass wir Konzerte nachholen ist sichtbares Bekenntnis an die beteiligten Akteurinnen und Akteure: Ihre Engagements fallen nicht aus – wir halten unsere Zusagen ein. Dafür bin ich den Machern der Konzertreihe, allen voran den politischen Entscheidungsträgern sehr dankbar“, so die künstlerische Leiterin Christiane Karg.

Christiane Karg, die künstlerische Leiterin der Konzertreihe in Feuchtwangen. Foto: Schenker

Den Auftakt der Konzertreihe bildet ein vielfältiges Programm mit insgesamt drei Konzerten, im Rahmen der Veranstaltungsreihe „1700 Jahre jüdisches Leben in Deutschland“. Unter dem Motto „Jüdisches Feuchtwangen. Recall Change Repeat Fade“ veranstalten die Kreuzgangspiele in Kooperation mit dem Fränkischen Museum und KunstKlang eine Ausstellung, eine Theaterperformance, Lesungen, Vorträge und Konzerte. Paweł Zalejski, Primarius des renommierten Streichquartetts Apollon Musagète und Matan Porat tauchen am 29. Oktober 2021, um 20 Uhr in der Johanniskirche ein in die reiche jüdische Musiktradition und interpretieren selten gehörte Werke von Ernst Bloch, Joel Engel und Joseph Achron.

Am Folgetag widmet sich Christiane Karg mit ihren musikalischen Weggefährtinnen, der Mezzosopranistin Nadine Weisman, dem Tenor Siyabona Maqungo und der Pianistin Ulrike Payer der „Jiddischen Volkspoesie“ von Dmitri Schostakowitsch und interpretiert mit dem Eliot Quartett „Palmen“ von Mieczysław Weinberg. Das Konzert findet am 30. Oktober 2021, um 20 Uhr in der Stadthalle Kasten statt. Im Rahmen einer Lied-Matinée ehren Christiane Karg, Siyabonga Maqungo und Ulrike Payer die Sängerlegende Joseph Schmidt, dessen Stimme vor knapp 100 Jahren die Welt begeisterte. Beginn der Matinée am 31. Oktober 2021 ist um 11 Uhr in der Bayerischen BauAkademie.

Weihnachtskonzert mit Christiane Karg in der Stiftskirche. Passend zur Weihnachtszeit beglückt Christiane Karg ihr Publikum am 8. Dezember 2021 um 20 Uhr in der Stiftskirche mit weniger bekannten Kunstliedern von Engelbert Humperdinck, Hugo Wolf und Richard Strauss, die alle von der Geburt Christi handeln oder von ihr inspiriert sind. Begleitet wird sie dabei am Klavier von Gerold Huber.

2022: Russische Romanzen und französische Kompositionen

Das traditionelle Valentinstags-Konzert am 14. Februar 2022 gestaltet der Schauspiel-Star Gustav Peter Wöhler gemeinsam mit der Sopranistin Anush Hovhannisyan, dem Bariton Yuriy Yurchuk und dem Pianisten Sergey Rybin. Das Konzert, das bereits 2021 stattfinden sollte, verzückt mit Romanzen in Originalsprache des russischen Komponisten Nikolai Rimsky-Korsakov; übersetzt vorgetragen von Gustav Peter Wöhler. Beginn ist um 20 Uhr in der Stadthalle Kasten. Im Juni widmet sich Christiane Karg mit zahlreichen Musikerkolleginnen französischen Komponisten; Auch diese Konzerte sind Nachholtermine der Veranstaltungen, die aufgrund der Pandemie in der zu Ende gehenden Saison abgesagt werden mussten. Zum Auftakt singt Christiane Karg, begleitet von Simon Lepper, Werke von Gabriel Fauré und Claude Debussy am 24 Juni 2022 um 20 Uhr im Fränkischen Museum. Ernest Chaussons „Chanson perpétuelle“ folgt am zweiten Abend, gemeinsam mit dem Aris Streichquartett am 25 Juni 2022 um 20 Uhr in der Stadthalle Kasten bevor die Künstler am 26. Juni 2022 gemeinsam mit dem Schauspieler Dominique Horwitz eine poetische Reise in die Welt des Maurice Ravel unternehmen. Dieses Konzert findet um 20 Uhr im Kreuzgang statt.
Im Abonnement sind die drei Konzerte im Herbst sowie die drei Konzerte im Juni im Paket mit einem Rabatt von 10% erhältlich. Die Abonnements sowie Einzelkarten für alle Veranstaltungen sind ab sofort im Kulturbüro, Marktplatz 2, 91555 Feuchtwangen erhältlich. Das Kartenbüro ist unter 09852 90444 und per E-Mail an kulturamt@feuchtwangen erreichbar.
Informationen zu den Konzerten gibt es zudem auf www.kunstklang-feuchtwangen.de


Neue Altmühlaue entsteht

Umweltminister Thorsten Glauber in Gunzenhausen

Minister Glauber (Mitte) war von dem Bauwerk und seiner Einbettung in die Landschaft sehr angetan. Er ist als Architekt schließlich auch Landschaftsästhet. Im Hintergrund das Parkhotel Altmühltal und die sanierte Stadthalle. Fotos: Falk

Der Hochwasserschutz ist zunächst einmal ein sehr technischer Begriff. Dass er für Gunzenhausen jedoch mehr bedeutet, das machte Umweltminister Thorsten Glauber bei seinem Besuch am Freitag deutlich. Im Zuge des staatlichen Hochwasserschutzprogramms wird hier nämlich die Altmühlaue neu gestaltet. Sie wird in den Jahren 2022/23 fertig sein und dann an der westlichen „Schauseite“ der Stadt ein ziemlich neues Gesicht haben.

Landrat Manuel Westphal (rechts), MdL Alfons Brandl (links) und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz halfen Minister Thorsten Glauber (Mitte) beim symbolischen Einsetzen der Alu-Schutzwand.

Zunächst waren technisch schwierige Arbeiten im Zusammenhang mit dem Bau eines Sammelkanals  (Binnenentwässerung) zu erledigen. Rohre mit einem Durchmesser von zwei Metern wurden entlang der westlichen Stadtseite  von einem württembergischen Unternehmen eingebaut, das dazu ein neues technisches System anwandte. Auch der Bau eines Pumpwerks am Schießwasen, das nach seinem Hochbau einige Meter in die Erde eingelassen wurde, kam dazu.

Thomas Keller, der Chef des Ansbacher Wasserwirtschaftsamts, gab dem Radio8-Reporter Klaus Seeger ein Interview. Daneben die Schutzwand, die im Bedarfsfall an einigen Stellen mit Aluteilen geschlossen werden kann.

Der technische Hochwasserschutz ist in den  letzten 15 Monaten entstanden. Eine 600 Meter lange und bis zu 90 Zentimeter hohe Hochwasserschutzwand wurde errichtet. Es ragt aber nicht etwa ein Betonkoloss hervor, denn die Mauer ist angeböscht worden, so dass sie nicht mehr als technisches Bauwerk zu vernehmen ist.  Die Unterbrechung der Schutzwand aus Beton ermöglicht  eine Sichtbeziehung zwischen Stadt und Altmühl.  An einigen Stellen kann sie durch Aluteile im Notfall geschlossen werden.  Versetzt werden mussten 19 Linden im Bereich des Parkhotels. Damit aber bleibt die stadtbildprägende Lindenallee erhalten.

Im Zuge des Anhörungsverfahrens hatten die Bürger der Stadt an der Neugestaltung der Altmühlaue mitgewirkt und ihre Ideen eingebracht.  Zentrale Aussage: die Altmühl soll wieder näher an die Stadt heranrücken. Die Planung vom Nürnberger Büro „Team 4“ wird ab dem Sommer 2022 realisiert. Es entstehen ungestörte Bereiche für die Entwicklung der Tier- und Pflanzenwelt.

Die Gunzenhäuser und ihre Besucher bekommen eine neue Altmühlaue.  Der Fluss wird nicht mehr geradeaus an der Stadt vorbeilaufen, sondern bekommt einen neuen Verlauf in Gestalt von künstlich angelegten Mäandern.  Der  zentrumsnahe Erholungsbereich wird attraktiv gestaltet. Ganz verschwindet das bisherige Flussbett nicht, aber es wird erheblich verringert. Der geschwungene neue Verlauf der Altmühl wird nach den Zusagen der Wasserwirtschaftler einen konstant hohen Wasserstand haben.  Geäußerte Zweifel, in könnten dort „Schnakensümpfe“ entstehen, werden von den Fachleuten ins Reich der Fabeln verwiesen.

Nach der ökologischen Umgestaltung wird in einem weiteren Bauabschnitt der  Hochwasserschutz im Bereich zwischen Jugendherberge und Diakonie realisiert.

Lob fand Umweltminister Thorsten Glauber für die Art und Weise, wie in Gunzenhausen das Bauwerk angegangen und realisiert wurde: „Klimaschutz ist zu einem Mitmach-Projekt geworden. Das Hochwasserschutzkonzept ist ein echter Gewinn für die Menschen vor Ort.“  Der Minister sagte in Anwesenheit der beiden Landtagsabgeordneten Wolfgang Hauber (FW) und Alfons Brandl (CSU): „Die Maßnahme gehört zu den größten Renaturierungsprojekten Bayerns“. Einbezogen ist damit die auf 23  Kilometern renaturierte Altmühl zwischen Gunzenhausen und Treuchtlingen, die in den letzten Jahren erfolgte.

Das von der EU geförderte Hochwasserschutzprojekt kostet 4,5 Millionen Euro. Die Stadt ist mit 35 Prozent beteiligt. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz hob bei der offiziellen Übergabe die Mitwirkung der Öffentlichkeit an dem transparenten Planungsverlauf hervor.  Die Neugestaltung im westlichen Bereich  bedeute für Gunzenhausen eine erhebliche Aufwertung der Stadtästhetik.  Der Rathauschef dankte Thomas Keller, dem Chef des Ansbacher Wasserwirtschaftsamts, sowie seinen Mitarbeitern für die kreative Arbeit und die Kooperation in allen Zeitphasen.

WERNER FALK

Prof. Kestler tritt für FDP an

Bundestagskandidat aus Weißenburg nominiert

Die FDP im Bundeswahlkreis 241 geht mit dem Weißenburger Politologen Prof. Dr. Thomas Kestler in den Bundestagswahlkampf. Die Mitglieder aus den Kreisverbänden Ansbach-Land, Ansbach-Stadt und Weißenburg-Gunzenhausen nominierten den 46-Jährigen am Dienstag mit überwältigender Mehrheit. „Wann, wenn nicht jetzt, soll die Stunde der Liberalen schlagen?“, erklärte er  im Ansbacher Hotelrestaurant  „Zur Windmühle“ angesichts einer Freiheitsdebatte, die Corona im Land ausgelöst hat.

Prof. Kestler ist der Kandidaten für den Wahlkreis 241. Foto: Falk

Für die Partei war es bereits die zweite Nominierung des Bundestagskandidaten, denn der im Oktober letzten Jahres gewählte Kandidat Florian Wittmann aus Ansbach hat inzwischen die Kandidatur aus persönlichen Gründen zurückzugegeben und ist außerdem aus der FDP ausgetreten. Mit dieser „misslichen Tatsache“, so Thomas Geilhardt, der Vorsitzende der Bundeswahlkreiskonferenz, hat sich jedoch die Partei nicht lange aufgehalten, sondern rasch einen neuen Bewerber gefunden. Es ist der gestern an der Uni Würzburg habilitierte Politologieprofessor Thomas Kestler, ein gebürtiger Bubenheimer, der seit fünf Jahren mit seiner Frau und den 16, 12 und neun Jahre alten Kindern in Weißenburg lebt.  Er hat schon parteipolitische Erfahrungen gemacht – allerdings bei den Grünen, für die er 2009 Bundestagskandidat war.  Von deren Energiepolitik hat er sich abgewandt. Er hält sie für „eine völlige Ressoursenvernichtung“ und auch die Erneuerbaren Energien sind für ihn „fern jeglicher Logik und Realität“, wenn es an lokalen Speichern fehle.  Elektroautos jetzt auf die Straße zu bringen, aber die Kernkraftwerke abzuschalten, das sei der falsche Weg. Dr. Kestler („Ich bin jetzt beim Original gelandet“)  erklärte zu seinem politischen Schwenk, Corona habe gezeigt, dass die Freiheitspartei heute wichtiger sei denn je. „Erschreckend und schockierend“ findet er, „wie in den Zeiten der Pandemie von der Berliner Politik der Förderalismus in Deutschland ausgehebelt wurde“. Dass die Regierungsparteien bereit seien, Grundrecht zu opfern, das habe er niemals für möglich gehalten.

Hart ins Gericht geht Kestler mit der Energiepolitik der Grünen: „Die wollen die Fakten einfach nicht hören“. In der ganzen Diskussion um die Energiepolitik Deutschlands würden „viele Absurditäten“ sichtbar, die amtlich propagierte Stromerzeugung sei eine „gigantische Ressourcenvernichtung“.

Nominierung von Dr. Thomas Kestler fiel mit 17 von 22 Stimmen klar aus. Neben zwei Enthaltungen hatten drei Mitglieder für den ebenfalls aus Weißenburg stammenden Gegenbewerber Daniel Seuferling gestimmt. Der 18jährige Gymnasiast („Wir werden was reißen“ ) kritisierte in seiner Vorstellungsrede die Grünen: „Wer sie wählt, muss es sich leisten können“.  Zu Bildung und Digitalisierung gebe es in Deutschland „zu optimistische Einschätzungen“. Geleitet wurde der Wahlvorgang von Bezirksrat Markus Lüling (Nürnberger Land).

Zu den aktuellen bundespolitischen Fragen äußerten sich auch die beiden Bundestagsabgeordneten Thoma Hacker (Bayreuth) und Dr. Christoph Hoffmann (Bad Krozingen).  Sie betonten die Notwendigkeit einer globalen Strategie hinsichtlich der Rohstoffverwertung. „Der Klimaschutz“, so Förster Hoffmann, „wird nicht in Deutschland entschieden, sondern in den Entwicklungs- und Schwellenländern“.  Der Oberfranke Hacker mahnte einen „europäischen Reformmotor“ an und kritisierte die Ausschaltung von Meinungs- und Pressefreiheit in Ungarn. Eine „große Frechheit“ sei es von Victor Orban, in einer auflagenstarken deutschen Boulevardzeitung Europa zu attackieren.

Der frühere Bundestagsabgeordnete Rainer Erdel, heute Bürgermeister von Dietenhofen, kritisierte, in Deutschland würden die Landwirte, die gerade einmal noch drei Prozent der Bevölkerung stellten, für vielerlei Fehlentwicklungen verantwortlich gemacht. Der praktizierende Landwirt  pointiert: „Es gibt viele, die eine Meinung zur Landwirtschaft haben, aber wenige, die eine Ahnung von ihr haben“.

WERNER FALK

FOS erhalten!

Landrat setzt sich für Standort Weißenburg ein

Landrat Manuel Westphal setzt sich weiterhin für eine Stärkung des Standortes der Fachoberschule in Weißenburg ein. Durch die Einrichtung einer Fachoberschule in Schwabach besteht im Landkreis die Befürchtung, dass der Standort in Weißenburg geschwächt werden kann. Nach Vorliegen der aktuellen Schülerzahlen für das kommende Schuljahr 2021/22 hat sich Landrat Manuel Westphal nochmal mit einem Schreiben an das Kultusministerium gewandt.

Für das Schuljahr 2021/22 haben sich rund 50 Schülerinnen und Schüler weniger an der Fachoberschule in Weißenburg eingeschrieben als noch im Vorjahr. Im kommenden Schuljahr wird es also zwei bis drei Eingangsklassen weniger geben. Darüber hinaus hat sich die Gesamtschülerzahl drastisch verändert. Waren es im Schuljahr 2019/20 noch um die 600 Schülerinnen und Schüler in Weißenburg, sind es im Schuljahr 2021/22 wohl nur noch circa 450 Schülerinnen und Schüler.

Landrat Manuel Westphal hat sich auf Grundlage dieser Zahlen im Mai erneut an das Kultusministerium gewandt. Bereits bisher hat sich der Landrat auch in persönlichen Gesprächen mit Staatssekretärin Anna Stolz für den Schulstandort in Weißenburg eingesetzt und sich auch vehement gegen die Gründung einer eigenen Fachoberschule in Schwabach ausgesprochen. 

Da die Zweizügigkeit bei den Eingangsklassen in den Ausbildungsrichtungen Wirtschaft und Verwaltung sowie Sozialwesen am Standort Weißenburg weiterhin gewährleistet ist, sieht das Kultusministerium derzeit keinen weiteren Handlungsbedarf. Dies geht aus dem Antwortschreiben an den Landrat hervor.

Die Zweizügigkeit in den Ausbildungsrichtungen ist Grundlage für den Erhalt der beiden Schulstandorte.

„Ich werde die Schülerzahlen unserer Fachoberschule in Weißenburg weiterhin genau beobachten. Bereits jetzt ist der Rückgang im Vergleich zum Schuljahr 2019/20 alarmierend. Unser Ziel muss es sein, den Schulstandort weiterhin zu erhalten und damit die Möglichkeit bereitzustellen, die komplette Schullaufbahn bis zur 13. Klasse im Landkreis zu absolvieren. Eine wichtige Maßnahme dazu war auf jeden Fall die Einrichtung der Ausbildungsrichtung Gesundheit an der Fachoberschule in Weißenburg, was weiterhin ein Alleinstellungsmerkmal für den Schulstandort bedeutet“, bekräftigt Landrat Manuel Westphal.  

Jetzt wird gestrampelt

Startschuss für das Stadtradeln in Gunzenhausen

Bürgermeister Fitz führte die erste Tour an.

Nun ist er gefallen, der Startschuss für das diesjährige Stadtradeln in der Stadt Gunzenhausen. Bis zum 24. Juli 2021 heißt es wieder rauf auf den Sattel, kräftig in die Pedale treten und Gutes damit tun. Am vergangenen 4. Juli hat Bürgermeister Karl-Heinz Fitz zusammen mit Stadtradeln-Organisatorin Ingrid Pappler von der Gunzenhäuser Agenda 21-Gruppe das diesjährige Klimaevent offiziell eröffnet. Mit an den Start gingen mit Markus Diepold und Tobias Reinhardt auch die beiden Stadtradel-Stars. Diese dürfen nun 21 Tage lang kein Auto benutzen.

Aktuell erlebt das Fahrrad einen Boom, was sicher nicht nur an Corona liegt. So sind Aspekte wie Nachhaltigkeit und Klimaschutz längst prägende Themen unserer Zeit. Dabei hat die Stadt Gunzenhausen schon frühzeitig auf das Rad als zukunftsweisendes Verkehrs- und Transportmittel gesetzt. In der Vergangenheit wurden große Anstrengungen diesbezüglich unternommen, so wurde eine fahrradfreundliche Infrastruktur vorangetrieben, vielerorts Abstellmöglichkeiten geschaffen oder finanzielle Unterstützung beim Kauf von Lastenfahrrädern gewährt. „Unsere Bemühungen zeigen großen Erfolg. Gunzenhausen wurde vom AGFK als fahrradaktivste Kommune im Jahr 2020 ausgezeichnet. 2018 wurde unsere Stadt als fahrradfreundlich zertifiziert und seitdem wurden weitere Projekte umgesetzt und der Radverkehr gefördert“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „In Gunzenhausen haben wir die Bedeutung des Fahrrads als unverzichtbaren Bestandteil einer zukunftsfähigen Mobilität frühzeitig erkannt. Wir leben inmitten intakter Natur und die wollen wir schützen. Eine Förderung des Radverkehrs hilft uns dabei.“

In diesem Jahr nimmt Gunzenhausen bereits zum zehnten Mal an der bundesweiten Klimaschutzaktion teil. Trotz der andauernden Corona-Pandemie wurden einige tolle Aktionen geplant. So finden abhängig von den jeweils geltenden Pandemiebedingungen unter anderem eine Fahrradschnitzeljagd, Feierabendradltouren, eine Radellesung und ein Fun for Kids-Event auf der Pumptrack-Anlage statt. „Natürlich würden wir uns ein Stadtradeln-Jubiläumsjahr ohne Einschränkungen wünschen. Doch wir machen das Beste daraus und haben einige Highlights geplant. Wir wünschen uns, dass möglichst viele Bürgerinnen und Bürger unserer Stadt in den nächsten Wochen aufs Rad steigen. Es zählt jeder Kilometer, ob beruflich oder privat“, betont Ingrid Pappler von der Agenda 21-Gruppe.  

Ansprechpartnerin für alle Fragen rund um das Stadtradeln in der Stadt Gunzenhausen ist Andrea Tschech. Sie steht unter der Telefonnummer 09831/508-111 oder per E-Mail unter gunzenhausen@stadtradeln.de gerne zur Verfügung. Ansprechpartnerin bei der Agenda 21 ist Ingrid Pappler, erreichbar unter der Telefonnummer 09831/3131. Informationen rund um die bundesweite Aktion erhalten Sie unter www.stadtradeln.de.

Klostergasthof eröffnet

Familie Rohde bewirtschaftet das Restaurant in Heidenheim

“Der Drei-Sterne-Komfort Klostergasthof in Heidenheim erwartet seine Gäste mit herzlicher Gastfreundschaft, kulinarischen Genüssen und der aussichtsreichen Landschaft des Hahnenkamms als Bindeglied zwischen dem Fränkischen Seenland und dem Naturpark Altmühltal.

Eingebettet in denkmalgeschützte Mauern bietet das Hotel-Restaurant eine Kombination aus rustikalem und modernem Design: Speisen Sie in historischen Räumen und lassen Sie das besondere Ambiente auf sich wirken! Genießen Sie die exzellente fränkische Küche mit frischen, saisonalen Zutaten aus der Region.

Die Qualität des Hauses spiegelt sich in den zahlreichen positiven Bewertungen der Gäste wieder. 

Der 2020 neu errichtete Biergarten lädt mit seiner sonnenverwöhnten Südlage zum Verweilen ein. Das Hotel-Restaurant bietet zudem den idealen Ausgangspunkt für zahlreiche Wanderungen und Radtouren in naturbelassener Landschaft mit fantastischem Weitblick. Für die Hotelgäste stehen 18 moderne, im Jahr 2019 renovierte Zimmer zur Verfügung. Auch für Veranstaltungen bietet der Klostergasthof die passenden Räumlichkeiten, egal ob Geburtstag, Hochzeit oder Familienfeier. Auf den Besuch freuen sich die Wirtsleute Claudia und Andreas Rohde sowie das gesamte Klostergasthof-Team mit der Unternehmerfamilie Nürminger, die das Haus mit seinen verschiedenen Restauranträumen, dem herrlichen Biergarten und die Gästezimmer wunderschön restauriert hat.

Für den Hahnenkamm, ja für das ganze Fränkische Seenland, ist der Klostergasthof ein Gewinn. Die Touristikfachleute haben die Eröffnung und den Betrieb unter kompetenter Leitung begrüßt, die Heidenheimer und ihre Gäste können sich glücklich schätzen, eine hochwertige Gastronomie in ihrer Mitte zu haben.

Klostergasthof Heidenheim, Marktplatz 1: Geöffnet Donnerstag und Freitag von 17 bis 20 Uhr, Sanmstag und Sonntag von 11-20 Uhr, Reservierung erwünscht; Telefon 09833/7709967

“Audio-Walk” zu Euthanasie

Auf den Spuren der NS-„Euthanasie“ in Erlangen


Heute ist es nicht leicht, die Spuren der ehemaligen Heil- und
Pflegeanstalt in Erlangen zu finden. Größtenteils überbaut und umgenutzt
zeigt sich das ursprünglich stattliche Gelände inmitten der Erlanger Innenstadt.
Die Historikerinnen Dr. Susanne Ude-Koeller und Marion Voggenreiter
vom Forschungsprojekt zur NS-„Euthanasie“ in Erlangen des Instituts für
Geschichte und Ethik der Medizin an der Universität Erlangen-Nürnberg geben bei einer Begehung Einblicke in die frühere Baustruktur der Anstalt und verorten die nationalsozialistischen Verbrechen an Kranken im Erlanger Stadtbild. Während des Rundgangs wird ein „Audio-Walk“ vorgestellt, der es dem einzelnen Besucher über Smartphone ermöglicht, sich am historischen Ort zu informieren.

Der Rundgang findet statt am Freitag, 16. Juli um 17 Uhr, am Samstag, 17. Juli, um 15 Uhr und Sonntag, 18. Juli, um 11.30 Uhr. Treffpunkt ist der Eingang des Neuen Hörsaalzentrums im Ulmenweg 18, Erlangen. Aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen ist eine Anmeldung bis spätestens jeweils zwei Tage vor der Veranstaltung unter bezirksheimatpflege@bezirk-mittelfranken.de oder unter der Telefonnummer 0981/4664 50002 erforderlich.

Spenden für WBR

Radler-Unterstützung für Menschen in ärmeren Ländern

Bereits zum zehnten Mal nimmt die Stadt Gunzenhausen an der Klimaaktion STADTRADELN teil. Das kommt nicht von ungefähr, denn die Gunzenhäuser Bürgerinnen und Bürger nutzen das Fahrrad im Alltag und in der Freizeit, als umweltfreundliches Verkehrsmittel, zuverlässiges Entspannungs- oder anspruchsvolles Sportgerät. Wirklich auf das Fahrrad angewiesen, sind allerdings die wenigsten, denn meistens steht noch mindestens ein Auto zur Verfügung, sei es um Einkäufe zu erledigen oder um weite Strecken zu fahren. In anderen Ecken dieser Erde ist ein Fahrrad allerdings mehr als ein Fortbewegungsmittel, es dient als Transporter oder ist gar der einzige Zugang zur Mobilität.

Die World Bicycle Relief ist eine internationale Hilfsorganisation, die seit mehr als 15 Jahren Menschen in ländlichen Gegenden dieser Welt mit Fahrrädern versorgt. Ziel ist es zu mobilisieren und dadurch existenzsichernde Entwicklungshilfe zu leisten. Die Stadt Gunzenhausen unterstützt diese Bemühungen und hat pünktlich zum Start des STADTRADELNs eine Spendenaktion für World Bicycle Relief ins Leben gerufen. „Für uns ist das Fahrrad zukunftsfähig, für andere sichert es die Zukunft. In ärmeren Ländern kann das Zweirad lebensnotwendig sein, beispielsweise um Menschen mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Es kann zudem die Bildungschancen verbessern, da Schul- oder Ausbildungswege einfacher und schneller zurückgelegt werden können“, so Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.

Die Spendenaktion für World Bicycle Relief wird von der Gunzenhäuser Agenda 21-Gruppe um Ingrid Pappler organisiert. „Für uns ist Fahrradfahren ein Stück Lebensqualität und wir entscheiden uns ganz bewusst für dessen Nutzung. Für andere ist es die Chance auf ein besseres Leben“, so Ingrid Pappler. „Auch weitere Strecken sind mit Fahrrädern kein Hindernis mehr.“ Mit Hilfe der Spenden produziert World Bicycle Relief besonders robuste und wartungsarme Fahrräder, die den Anforderungen der oft ländlich geprägten Entwicklungsregionen gerecht werden. Häufig gibt es vor Ort keine ausreichende Infrastruktur, weder asphaltierte Straßen noch andere ausgebaute Wege. „Mit jeder Spende verbessern wir die Lebensumstände der Menschen. Ich bin überzeugt, dass ein einfaches Fahrrad ein Leben für immer verändern kann“, ergänzt Ingrid Pappler.    

Wer sich an der Gunzenhäuser Aktion für World Bicycle Relief beteiligen möchte, der kann unter join.worldbicyclerelief.org/Gunzenhausenradeltundhilft ganz einfach eine Spende tätigen. Für Fragen rund um die Aktion steht Ihnen die Agenda 21-Gruppe unter der E-Mail-Adresse agenda21@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung.

Für Informationen zum STADTRADELN in der Stadt Gunzenhausen wenden Sie sich bitte an Andrea Tschech, Telefon 09831/508-111 oder per E-Mail unter gunzenhausen@stadtradeln.de.  

Klassik am See

Musikalisches Angebot am 1. August

Die Altmühlsee-Festspiele sind ein fester Bestandteil des kulturellen Lebens am Altmühlsee. Aber auch das musikalische Angebot, das sich hinter dem Begriff “Klassik am See” verbirgt, kann sich sehen lassen. Die Abschlussveranstaltung der Festspiele ist dieses Jahr am 1. August auf der Seebühne am Seezentrum Schlungenhof.

Der Büchelberger Musikpädagoge Stefan Hofmann leitet das Konzert mit Studierenden der Blockflötenklasse von Prof. Jeremias Schwarzer von der Hochschule für Musik in Nürnberg.

Die Details können dem Veranstaltungsplakat entnommen werden.