Archiv: Allgemein

50 Jahre Seenland-Geschichte

Neue Jubiläumsbroschüre mit Zeitzeugen-Interviews

Das ist der Titel der Jubiläumsbroschüre.



Im Jahr 1970 gab der Bayerische Landtag grünes Licht für den Bau des Fränkischen Seenlands. Mit der Jubiläumsbroschüre „Die verwirklichte Vision – Planung, Bau und Entwicklung des Fränkischen Seenlands“ nimmt der Tourismusverband Fränkisches Seenland die Leser mit auf eine Reise durch 50 Jahre voller Meilensteine – und macht mit aktuellen Panoramabildern Lust auf den nächsten Ausflug an die Seen.
Heute wissen viele Gäste gar nicht, dass Altmühlsee, Großer und Kleiner Brombachsee, Igelsbachsee, Rothsee, Hahnenkammsee und Dennenloher See künstlich entstanden sind. Ganz harmonisch fügen sich die Seen in die Hügellandschaft ein. Vor 50 Jahren dagegen konnte man sich noch nicht vorstellen, dass aus den Wasserspeichern einmal ein Urlaubsparadies mit großer Anziehungskraft entstehen würde. Damals ging es noch vor allem darum, über Altmühlsee und Brombachsee sowie über Main-Donau-Kanal und Rothsee Wasser aus dem Süden in den trockenen Norden Bayerns überzuleiten. Ein Vorkämpfer und Wegbereiter des Projekts war der Gunzenhäuser Landtagsabgeordnete Ernst Lechner. Der 2013 verstorbene „Vater des Fränkischen Seenlands“ hinterließ einen detaillierten Bericht über seinen Kampf für die Seen, aus dem viele Informationen in die Broschüre eingeflossen sind.
Einige Zeitzeugen kommen in der Broschüre in Interviews zu Wort, darunter Hans Trögl, der den Bau der Seen als Mitarbeiter und später als Leiter des Talsperren-Neubauamts hautnah miterlebte, Niederprüms Vorgänger Horst Bieswanger, der die ersten Schritte der touristischen Entwicklung begleitete, und Ernst Birnmeyer, der als ehemaliger Leiter der Beratungsstelle Mittelfränkisches Seengebiet daran mitarbeitete, aus ehemaligen Landwirten, die durch den Bau der Seen viel Fläche verloren hatten, erfolgreiche Gastgeber zu machen. Hans-Dieter Niederprüm sieht als Geschäftsführer des Tourismusverbands Fränkisches Seenland die gewaltigen Herausforderungen, vor denen die Urlaubsregion jetzt steht, will sich davon aber nicht lähmen lassen: „Vielleicht ist die Corona-Krise hier sogar eine Chance, das Hamsterrad etwas zu bremsen und wieder einmal Projekte in Ruhe auszuarbeiten, bevor man damit auf den Markt geht“, erklärt der erfahrene Touristiker in einem Interview.
Die Leser erfahren auch, wie der Landtagsbeschluss von 1970 die Weichen für die touristische Entwicklung stellte, indem er die Zugänglichkeit der Seeufer festschrieb.
Diese wurde zu einem Markenkernwert der Region, der sich heute auch im Engagement für einen barrierefreien Tourismus ausdrückt. Martina Widuch, Leiterin der LBV-Umweltstation am Altmühlsee, erklärt im Interview, wie an den künstlichen Seen wertvolle und einzigartige Naturschutzgebiete entstanden. Darüber hinaus enthält die Broschüre viele Fakten zur Überleitung und umweltfreundlichen Stromerzeugung an den Seen. So findet man zum Beispiel heraus, dass die Seen rund 190 Millionen Kubikmeter Wasser speichern können und dass jährlich im Durchschnitt rund 150 Millionen Kubikmeter Wasser über das Seenland in den Norden gelangen – wobei das zuständige Wasserwirtschaftsamt Ansbach aufgrund des Klimawandels mit einer steigenden Tendenz rechnet.
Die Führungen, Busausflüge und geführten Radtouren, die zum Jubiläum geplant waren, mussten erst einmal verschoben werden. Bis sie stattfinden können, haben Interessierte aber schon mal die Möglichkeit, auf dem neuen Lehrpfad „Weg der Wasserkraft“ oder dem „Absberger Mühlenweg“, die in dem informativen Heft beschrieben sind, mehr über die Geschichte und Technik des Fränkischen Seenlands zu erfahren. Denn die Jubiläumsbroschüre erzählt nicht nur die spannende Historie einer besonderen Urlaubsregion, sondern enthält auch Infos und Tipps, wie sich diese auf eigene Faust erkunden lässt.
Infos: Tourismusverband Fränkisches Seenland, Postfach 1365, 91703 Gunzenhausen, Telefon 09831/5001-20, Telefax 09831/5001-40, info@fraenkisches-seenland.de, www.fraenkisches-seenland.de

Gegen die Altersarmut

Tolle Spendenaktion der Büchelberger Feuerwehr

Die Büchelberger übergaben ihren symbolichen 1500-Euro-Scheck an Lydia Mägerlein und Gertrud Stechhammer von der “Speis” in Gunzenhausen und an Bürgermeister Fitz als Vertreter der Initiative “Hand in Hand gegen Altersarmut”. Foto: Ingeborg Herrmann

Es begann mit der Corona-bedingten Absage der Büchelberger Maibaumfeier. Der Wunsch an alle, gesund zu bleiben, veranlasste die Verantwortlichen der Freiwilligen Feuerwehr Büchelberg, auch an Menschen zu denken, die Hilfe brauchen.

So stellten Vorsitzender Markus Ortner, Kommandant Bernd Maurer und Stadtrat und Ortssprecher Manfred Ortner schnell ein Hilfsangebot für Büchelberger auf die Beine, die während der Corona-Pandemie Hilfe und Unterstützung beim Einkaufen etc. benötigen.

Man dachte aber auch an jene, die von der Krise doppelt getroffen sind und rief zu einer Spendenaktion für die Speis und „Hand in Hand gegen Altersarmut“ auf. Die beiden Organisationen kümmerten sich zusammen mit Caritas und Diakonie darum, dass die bedürftigen Personen und Familien während der Krise und der Schließung der Speis, des Mittagsangebots und des Nachmittagscafés mit Einkaufsgutscheinen und Essen auf Rädern versorgt wurden.

Die Idee war, dass das Geld, das für den Verzehr bei der Maibaumfeier nicht ausgegeben wurde, in den Spendentopf fließt. Die Organisatoren waren über die große Hilfsbereitschaft der Büchelberger überrascht und erfreut. So kamen insgesamt 1.500 Euro zusammen, die je zur Hälfte an die Speis und „Hand in Hand gegen Altersarmut“ übergeben wurde. Lydia Mägerlein, Gertrud Stechhammer und Bürgermeister Karl-Heinz Fitz freuten sich, die großzügige Spende entgegennehmen zu dürfen und brachten ihren großen Dank zum Ausdruck. „Die Büchelberger haben aus der Not eine Tugend gemacht“, so Bürgermeister Fitz.

Die Büchelberger hatten bereits vor Weihnachten einer durch Krankheit in Not geratenen Familie großzügige Unterstützung in Form von Gutscheinen, Spielsachen etc. zukommen lassen.

„In Büchelberg gibt es nur zwei Vereine, die Feuerwehr und den Fremdenverkehrsverein – da rührt sich immer was“, sagt Ortssprecher Manfred Ortner nicht ohne Stolz. Der Vorsitzende der Feuerwehr Markus Ortner stellte das Motto der Feuerwehren „Helfen in Not ist unser Gebot“ in den Fokus. Mit dieser Aktion hat die FFW Büchelberg einmal mehr bewiesen, dass dieses Motto gelebt wird – egal wo die Not auftritt.

Lindenallee versetzt

Neustaltung der Altmühlaue hat begonnen

19 Bäume der Lindenallee an der Promenade wurden im Zuge der Hochwasserschutzmaßnahmen um einige Meter in Richtung Westen versetzt.

Der Hochwasserschutz wird durch den Freistaat Bayern, vertreten durch das Wasserwirtschaftsamt Ansbach, geplant und gebaut. Die Umsetzung erfolgt in zwei Etappen. Aktuell zwischen der Oettinger Straße und der Stadthalle (Abschnitt 1) und anschließend im Bereich der Spitalstraße bis zur Jugendherberge an der Oettinger Straße (Abschnitt 2). Abschnitt 1 soll bis Ende 2020 abgeschlossen sein. Anschließend erfolgt im Bereich von Abschnitt 1 die Renaturierung und Rückverlegung der Altmühl näher an die Stadt. Im Jahr 2021 soll auch Bauabschnitt 2 durchgeführt werden.

Im Bauabschnitt 1 besteht der Hochwasserschutz im Wesentlichen aus einer etwa 600 Meter langen und ca. 90 cm hohen Hochwasserschutzwand. Sie wird überwiegend durch die im Rahmen der Bürgerbeteiligung entwickelten gestalterischen Elemente optisch kaschiert und in das Stadtbild eingefügt.

Die Bäume der stadtbildprägenden Lindenallee werden wegen der beengten Platzverhältnisse im Bereich des Parkhotels einige Meter nach Westen versetzt. Die Fachfirma Opitz Baumverpflanzungen aus Heideck, die bereits einige Großbäume im vorderen Bereich der Stadthalle erfolgreich versetzt hat, benötigte mit ihren Spezialmaschinen zwei Tage, um die Bäume zu versetzen und weitere zwei Tage, um die Restarbeiten zu erledigen. Drei Jahre lang kümmert sich die Firma intensiv um das Anwachsen der Bäume. Die Kosten für die Großbaumverpflanzung betragen 121.000 Euro.

Im ersten Schritt zum Bau der Hochwasserschutzwand wird zunächst eine Spundwand als standsicheres Auflager für den Hochwasserschutz im Boden eingebracht. Begleitend dazu werden Erschütterungsmessungen gemacht. Anschließend wird die Hochwasserschutzwand aufgesetzt und angeböscht.

Die Hochwasserschutzmaßnahme im ersten Bauabschnitt schreitet seit zwei Monaten gut voran. Mitte März begannen die vorbereitenden Arbeiten für den ersten Bauabschnitt mit dem Einrichten der Baustelle und der Umverlegung der Stromleitungen. Im nördlichen Abschnitt des späteren Panoramawegs sind bereits erste Fortschritte beim Bau der Mauer zu sehen.

Die Gesamtkosten der Baumaßnahme des Wasserwirtschaftsamtes Ansbach betragen rund 1,9 Millionen Euro.

Der Baufortschritt ist auch online auf der Seite des Wasserwirtschaftsamtes unter https://www.wwa-an.bayern.de/hochwasser/hochwasserschutzprojekte/gunzenhausen/index.htm zu finden.
065-2020BaumverpflanzungPromenade (5).JPG

Freiwillige gesucht

Für Betreuung des Café Kleiderkiste”

Das Team des Café Kleiderkiste sucht ehrenamtliche Verstärkung. Die Helferinnen und Helfer sollten zuverlässig und einfühlsam mit den Menschen umgehen können.

Die Aufgaben sind vielfältig. Die Kleider müssen im Laden eingeräumt werden, die Kunden und Interessenten sind immer dankbar für ein offenes Ohr und freuen sich über die kostenlosen Kleiderspenden und hilfreiche Informationen sowie die eine oder andere Beratung.

Darüberhinaus werden die gespendeten Kleider für die Osteuropahilfe sortiert und verpackt. Außerdem muss darauf geachtet werden, dass die erforderlichen Richtlinien eingehalten werden. Die Einsatzzeiten sind nach Absprache im Wechsel mit anderen Team-Mitgliedern mittwochs von 13.30 bis 17.30 Uhr.

Der Cafébereich bleibt aufgrund der derzeitigen Umstände vorerst geschlossen. Im Laden werden die Hygienemaßnahmen zum Schutz der Kunden und Helfer selbstverständlich entsprechend angepasst.

Bei Interesse oder weiteren Fragen steht die Hilfsorganisation ENSoXX hilft e. V., Industriestr. 25 in Gunzenhausen, info@ensoxx-hilft.dewww.ensoxx-hilft.de oder 017656758341 (auch per WhatsApp erreichbar) gerne zur Verfügung.

Burgmuseum geöffnet

Zwei Sonderausstellungen in Abenberg

  1. Die Museen Burg Abenberg haben seit 19. Mai wieder geöffnet und zeigen derzeit zwei Sonderausstellungen im Haus fränkischer Geschichte und im Klöppelmuseum. Eine kurze Presseinfo und eine Fotoauswahl finden Sie in der Anlage.
    Über eine Berichterstattung zu unserem regionalen Ausflugsangebot vor Ort in den Ferien sind wir Ihnen allen sehr dankbar!
  • Die Museen Burg Abenberg haben mit dem Grafiker Achim Weinberg eine eigene ausstellungsbezogene Serie zu den aktuellen Hygieneregeln entwickelt:
  • Der Ritter begrüßt: „Ich trag schon immer Mundschutz“ (siehe Foto!)
  • und die beiden mittelalterlichen Trompeter (= Ausstellungssignet) plädieren für „Eine Fanfarenlänge Abstand“

So machen wir mit einer freundlichen Geste an unsere Besucher*innen, mit dem nötigen Ernst und dennoch etwas humorvollem Augenzwinkern auf die aktuellen Regeln aufmerksam. Vllt. ist es eine kurze Erwähnung wert…

Fotos: Kerstin Bienert, Museen Burg Abenberg

Preis für Integration

Fristverlängerung für Mittelfränkischen Integrationspreis

Es können weiterhin Projekte von Ehrenamtlichen, die die Integration der Mitbürgerinnen und Mitbürger mit Migrationshintergrund im Landkreis fördern und begleiten, vorgeschlagen werden. Seitens der Regierung von Mittelfranken sind insgesamt 5.000 Euro Preisgeld ausgelobt.

Projekte können noch bis spätestens 26.06.2020 bei der Bildungskoordinatorin für Neuzugewanderte am Landratsamt Frau Judith Koch unter Judith.Koch@landkreis-wug.de eingereicht werden. Sie steht auch für Rückfragen unter 09141 902-227 zur Verfügung und sendet auf Wunsch die Bewerbungsformulare zu.

Waldbad bleibt geschlossen

Fitz: Aufwendungen sind unverhältnismäßig und zu hoch

In den letzten Tagen wurden die Geschäftsführer der Stadtwerke Gunzenhausen GmbH, der Bäderleiter sowie ich als Vorsitzender des Aufsichtsrats in vielen, oft bösen und teils beleidigenden Schreiben aufgefordert, das Waldbad am Limes in Gunzenhausen im Sommer zu öffnen.

Dies veranlasst mich zu einigen Klarstellungen.

Ich selbst bin leidenschaftlicher Schwimmer. Da ich konsequent während der Hallenbadsaison mindestens zweimal wöchentlich und während der Freibadsaison nahezu täglich ab sieben Uhr meine Bahnen ziehe, vermisse auch ich während der Pandemie diese Möglichkeit zur sportlichen Betätigung.

Auch deshalb habe ich u.a. in der Sitzung des Aufsichtsrates der Stadtwerke Gunzenhausen GmbH Anfang vergangener Woche die Thematik angesprochen. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, die gesetzlich angeordnete Schließung der Freibäder betreffend. Erst in der Kabinettsitzung am 26. Mai 2020 hat Ministerpräsident Söder verkündet, dass Freibäder ab dem 8. Juni 2020 wieder öffnen dürfen.

Die zur Umsetzung erforderliche Änderung der 4. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. Gleiches gilt für das Rahmenhygienekonzept Sport, welches das Staatsministerium des Innern angekündigt hat.

Dies wird voraussichtlich folgende Eckpunkte haben:

  • Begrenzung der Gästezahl, z.B. durch Kontingentierung der Tickets.
    Das bedeutet für den Schwimmbereich unseres Bades auf max. 96 Personen und für das Spiel- und Spaßbecken auf max. 43 Personen.

  • Anmerkung: Die Bäder in München haben angekündigt, dass Tickets 3-4 Tage vorher ausschließlich über ein digitales Reservierungssystem erworben werden können. Auch für das Bad in Pleinfeld ist eine Bestellung von Eintrittskarten über das Internet vorgesehen. Saisonkarten gibt es nicht.

  • Zutritt für Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung Erwachsener.

  • Nutzung des Nassbereichs (Duschbereich) ist ausgeschlossen.

  • Nutzung von Umkleidekabinen (Umkleidebereich) ist ausgeschlossen.

  • Begrenzung der Personenzahl im Toilettenbereich verbunden mit Abstandsmarkierungen, gegebenenfalls Einbahnstraßenprinzip und Bereitstellung von Seife und Einmalhandtüchern.

  • Betreten des Sprungturms nur durch eine Person (mit Sperrung der Attraktion bei Nicht-Einhalten des Mindestabstandes).

  • Verstärkter Personaleinsatz vor und im Bad. Gegebenenfalls Anpassung der Arbeitszeiten und Pausen um den direkten Kontakt der Mitarbeiter auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem zwei Teams bilden, um im Infektionsfalle den Betrieb sicherstellen zu können.

  • Ausreichend Personal u.a. im Schwimmbereich, um auf Abstandsregeln hinzuweisen. Gegebenenfalls Bahntrennung z.B. durch Schwimmbadleinen.

  • Einhaltung des Mindestabstandes im Nichtschwimmer- und Kinderbereich.

Auf eine weitere Aufzählung der Vorgaben wird hier verzichtet.

Das Waldbad am Limes wurde im Jahr 2019 von 57.050 Gästen besucht. Das Defizit betrug ca. 300.000 €.

Sollte man sich für eine Betriebsaufnahme zum jetzigen Zeitpunkt entscheiden, würden unter Zugrundelegung der Besucherzahlen des Vorjahres für Betriebs- und Instandsetzungskosten, Personalkosten, Kosten für gesteigerten Hygiene- und Personalaufwand ca. 682.800 € anfallen.

Dem stünden bei Beibehaltung der Besuchspreise von durchschnittlich 2,90 € Einnahmen von 100.500 € gegenüber. Dies ergäbe ein Defizit von ca. 582.850 €.

Aufgrund der Begrenzung der Gästezahlen (Kontingentierung der Tickets) und der Erwartung, dass aufgrund der Pandemie einige potentielle Besucher das Bad nicht aufsuchen werden, stünden für dieses „Drittel Szenario“ Ausgaben von 682.900 € Einnahmen von 33.400 € gegenüber. Dies ergäbe ein Defizit von ca. 649.500 €

Damit müsste jeder Besuch eines Badegastes in der optimistischen Variante mit 16,89 € und in der Variante „Drittes Szenario“ mit 56,48 € bezuschusst werden. Diese Ausgaben müssten letztlich aus Mitteln des städtischen Haushalts aufgebracht und ggf. über Darlehen finanziert werden.

Wie oben dargelegt, ist die Zahl der Besucher, die zeitgleich das Bad nutzen können durch gesetzliche Vorgaben auf 139 beschränkt. Bei Anwendung des „Drei-Schicht-Betriebs“ analog der Handhabung in Pleinfeld, könnten demnach maximal 417 Badegäste pro Tag das Bad nutzen.

Bislang waren an schönen Sommertagen 700 bis 2.200 Besucher zeitgleich im Freibad. All diese Umstände sprechen dafür, dass unter den geltenden gesetzlichen Vorgaben ein vertretbarer Betrieb des Waldbades am Limes in der Sommersaison 2020 nicht möglich ist.

Dies veranlasst mich zu einigen Klarstellungen.

Ich selbst bin leidenschaftlicher Schwimmer. Da ich konsequent während der Hallenbadsaison mindestens zweimal wöchentlich und während der Freibadsaison nahezu täglich ab sieben Uhr meine Bahnen ziehe, vermisse auch ich während der Pandemie diese Möglichkeit zur sportlichen Betätigung.

Auch deshalb habe ich u.a. in der Sitzung des Aufsichtsrates der Stadtwerke Gunzenhausen GmbH Anfang vergangener Woche die Thematik angesprochen. Zu diesem Zeitpunkt gab es noch keine Entscheidung der Bayerischen Staatsregierung, die gesetzlich angeordnete Schließung der Freibäder betreffend. Erst in der Kabinettsitzung am 26. Mai 2020 hat Ministerpräsident Söder verkündet, dass Freibäder ab dem 8. Juni 2020 wieder öffnen dürfen.

Die zur Umsetzung erforderliche Änderung der 4. Infektionsschutzmaßnahmenverordnung stand zu diesem Zeitpunkt noch aus. Gleiches gilt für das Rahmenhygienekonzept Sport, welches das Staatsministerium des Innern angekündigt hat.

Dies wird voraussichtlich folgende Eckpunkte haben:

  • Begrenzung der Gästezahl, z.B. durch Kontingentierung der Tickets.
    Das bedeutet für den Schwimmbereich unseres Bades auf max. 96 Personen und für das Spiel- und Spaßbecken auf max. 43 Personen.

  • Anmerkung: Die Bäder in München haben angekündigt, dass Tickets 3-4 Tage vorher ausschließlich über ein digitales Reservierungssystem erworben werden können. Auch für das Bad in Pleinfeld ist eine Bestellung von Eintrittskarten über das Internet vorgesehen. Saisonkarten gibt es nicht.

  • Zutritt für Kinder unter 14 Jahren nur in Begleitung Erwachsener.

  • Nutzung des Nassbereichs (Duschbereich) ist ausgeschlossen.

  • Nutzung von Umkleidekabinen (Umkleidebereich) ist ausgeschlossen.

  • Begrenzung der Personenzahl im Toilettenbereich verbunden mit Abstandsmarkierungen, gegebenenfalls Einbahnstraßenprinzip und Bereitstellung von Seife und Einmalhandtüchern.

  • Betreten des Sprungturms nur durch eine Person (mit Sperrung der Attraktion bei Nicht-Einhalten des Mindestabstandes).

  • Verstärkter Personaleinsatz vor und im Bad. Gegebenenfalls Anpassung der Arbeitszeiten und Pausen um den direkten Kontakt der Mitarbeiter auf ein Minimum zu reduzieren. Zudem zwei Teams bilden, um im Infektionsfalle den Betrieb sicherstellen zu können.

  • Ausreichend Personal u.a. im Schwimmbereich, um auf Abstandsregeln hinzuweisen. Gegebenenfalls Bahntrennung z.B. durch Schwimmbadleinen.

  • Einhaltung des Mindestabstandes im Nichtschwimmer- und Kinderbereich.

Auf eine weitere Aufzählung der Vorgaben wird hier verzichtet.

Das Waldbad am Limes wurde im Jahr 2019 von 57.050 Gästen besucht. Das Defizit betrug ca. 300.000 €.

Sollte man sich für eine Betriebsaufnahme zum jetzigen Zeitpunkt entscheiden, würden unter Zugrundelegung der Besucherzahlen des Vorjahres für Betriebs- und Instandsetzungskosten, Personalkosten, Kosten für gesteigerten Hygiene- und Personalaufwand ca. 682.800 € anfallen.

Dem stünden bei Beibehaltung der Besuchspreise von durchschnittlich 2,90 € Einnahmen von 100.500 € gegenüber. Dies ergäbe ein Defizit von ca. 582.850 €.

Aufgrund der Begrenzung der Gästezahlen (Kontingentierung der Tickets) und der Erwartung, dass aufgrund der Pandemie einige potentielle Besucher das Bad nicht aufsuchen werden, stünden für dieses „Drittel Szenario“ Ausgaben von 682.900 € Einnahmen von 33.400 € gegenüber. Dies ergäbe ein Defizit von ca. 649.500 €

Damit müsste jeder Besuch eines Badegastes in der optimistischen Variante mit 16,89 € und in der Variante „Drittes Szenario“ mit 56,48 € bezuschusst werden. Diese Ausgaben müssten letztlich aus Mitteln des städtischen Haushalts aufgebracht und ggf. über Darlehen finanziert werden.

Wie oben dargelegt, ist die Zahl der Besucher, die zeitgleich das Bad nutzen können durch gesetzliche Vorgaben auf 139 beschränkt. Bei Anwendung des „Drei-Schicht-Betriebs“ analog der Handhabung in Pleinfeld, könnten demnach maximal 417 Badegäste pro Tag das Bad nutzen.

Bislang waren an schönen Sommertagen 700 bis 2.200 Besucher zeitgleich im Freibad. All diese Umstände sprechen dafür, dass unter den geltenden gesetzlichen Vorgaben ein vertretbarer Betrieb des Waldbades am Limes in der Sommersaison 2020 nicht möglich ist.

KARL-HEINZ FITZ, Bürgermeister

Entwurfsplan ist fertig

Landesamt für Schule in Gunzenhausen

Eine dominante Position: das neue Landesamt für Schule. Realisiert wird der Plan des Stuttgarten Architekten Steimle. Foto: Bauamt Ansbach

Der Entwurf des Büros Steimle Architekten GmbH Architekten für den Neubau für das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt des Bayerischen Staatsministeriums für Unterricht und Kultus in Gunzenhausen hat das Preisgericht unter Vorsitz von Peter Brückner überzeugt. Die Jury zeichnete die Arbeit zum Abschluss eines einphasigen Planungswettbewerbs mit demPreis aus. Die Jurysitzung fand unter strengen Auflagen angesichts der aktuellen Situation statt.
Nach zweitägiger Preisgerichtssitzung äußerten sich Staatsministerin Kerstin Schreyer, MdL und Staatsminister Michael Piazolo, MdL sowie der Bürgermeister der Stadt Gunzenhausen Karl-Heinz Fitz erfreut über die Entscheidung.

An der Ecke Bahnhofstraße/Nürnberger Straße entsteht das neue Landesamt.


Bauministerin Kerstin Schreyer, MdL: „Ich freue mich, dass mit der Wettbewerbsentscheidung ein wichtiger Baustein für das Bauvorhaben in Gunzenhausen vollzogen ist. Den Architekten ist es gelungen, mit einem differenzierten Baukörper auf die städtebauliche Situation zu reagieren. Ich begrüße sehr, dass sich das Preisgericht einschließlich Nutzer und Stadt für diese anspruchsvolle Wettbewerbsaufgabe einver-nehmlich auf eine Lösung geeinigt haben.“
Kultusminister Prof. Dr. Michael Piazolo: „Mit dem vorliegenden Siegerentwurf wird das im Rahmen der Heimatstrategie neu gegründete Landesamt für Schule und das Prüfungsamt als Repräsentanz des Kultus-ministeriums auch eine bauliche Heimat in Gunzenhausen bekommen. Dabei freut es mich ganz besonders, dass es im ausgewählten Konzept gelingt, beiden Behörden – vereint in einem Gebäude – ein jeweils eigenständiges architektonisches Gesicht zu verleihen. Dabei entsteht auf höchst ästhetische sowie funktionale Weise Raum für die Gestaltung der bayerischen Schullandschaft. Zugleich konnten die wesentlichen Faktoren der Effizienz und Wirtschaftlichkeit bestmöglich berücksichtigt und für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine hohe Raumqualität gewonnen werden.“
Bürgermeister Karl-Heinz Fitz: „Mit der Sitzung und Entscheidung des Preisgerichts wurde nun ein weiterer wichtiger Schritt unternommen. Der Bürgermeister ist davon überzeugt, dass das Landesamt für Schule und das Prüfungsamt mit der Umsetzung des Projekts hervorragende räumliche Bedingungen zur Bewältigung ihrer Aufgaben erhält. Darüber hinaus entsteht in der Stadt Gunzenhausen auf dem ehemaligen Silo-Areal ein beachtlicher Neubau, der sich städtebaulich exzellent einfügt. Damit wird auch dokumentiert, dass die Behördenverlagerung in Bayern nicht nur den ländlichen Raum stärkt, sondern auch für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter ausgezeichnete Rahmenbedingungen schafft.“
Im Jahr 2015 beschloss die Bayerische Staatsregierung im Zuge von Behördenverlagerungen zur Stärkung des ländlichen Raums die Gründung eines Landesamts für Schule, das ab 2016 in Gunzenhausen einge-richtet wurde und Anfang 2017 seinen Betrieb aufnahm.
Gegenstand des Realisierungswettbewerbes war der Entwurf eines neuen Verwaltungsgebäudes, mit einer Nutzungsfläche von 3.400 qm auf dem ehemaligen „Silogelände“ in der Innenstadt von Gunzenhausen. Das Grundstück für die neue Behörde erwarb der Freistaat Bayern im Jahre 2018 von der Stadt Gunzenhausen.
Die Aufgabe stellte hohe planerische Anforderungen an die Wettbewerbsteilnehmer. Vor allem galt es die gewünschte Anzahl an Bürofläche für ein funktionales und wirtschaftliches Verwaltungsgebäude zu entwickeln und eine überzeugende Antwort auf die markante städtebauliche Situation zu finden.
Der Wettbewerb war vom Freistaat Bayern, vertreten durch das Staatliche Bauamt Ansbach am 28. August 2019 europaweit ausgelobt worden. Der Auslober hat vorab 5 Teilnehmer gesetzt, 20 weitere Teilnehmer wurden über ein Bewerbungsverfahren ausgewählt. An diesem haben sich Bewerbergemeinschaften aus Architekten und Landschaftsarchitekten beteiligt. Zur Begutachtung durch das Preisgericht wurden insgesamt 22 Wettbewerbsbeiträge eingereicht.
Nach Beauftragung der Architekten und weiterer Fachplaner sollen Mitte des Jahres 2020 die nächsten Planungsschritte beginnen. Die Entwurfs- und Genehmigungsplanung wird rund zwei Jahre beanspruchen. Vorbehaltlich der anschließend erforderlichen haushalts- und bauplanungsrechtlichen Genehmigungen kann danach die Baudurchführung erfolgen.
Unterstützt wurde das Preisgericht von Sachverständigen aus den Bereichen Brandschutz, Wirtschaftlichkeit und Konstruktion und Energie und Klima, sowie von Vertretern des Staatlichen Bauamts Ansbach.

Preise und Anerkennungen:

Preis: Steimle Architekten GmbH, Stuttgart

Preis: Hascher Jehle Design GmbH, Berlin

Preis: Bär, Stadelmann, Stöcker, Architekten + stadtplaner Part GmbH, Nürnberg

Preis: Diezinger Architekten GmbH,Eichstätt
Anerkennungen: Harter + Kanzler & Partner, Architekten PART GmbB, Freiburg
DREI ARCHITEKTEN Haffner Konsek Streule Vogel Partnerschaft mbB, Stuttgart
CODE UNIQUE Architekten GmbH, Dresden
AV1 Architekten GmbH, Kaiserslautern


Auszug aus dem Preisgerichtsprotokoll zum 1. Preis:
Mit zwei gegeneinander versetzten und ineinander verschränkten, nahezu quadratischen Baukörpern gelingt es dieser Arbeit mit einfachsten Mitteln, den komplexen städtebaulichen und funktionalen Anforderungen gerecht zu werden. Über den Versatz werden zwei gut proportionierte Freibereiche definiert: der Stadt zugewandt entsteht ein großzügiger Vorplatz mit dem an dieser Stelle auch richtigliegendem Zugang. Der rückwärtige Versatz ist begrünt, gut geeignet für einen Aufenthalt zwischendurch und angebunden an eine mögliche Durchwegung hin zum Bahnhof. Der etwas höhere Baukörper besetzt die Ecksituation markant, aber ohne jegliche auftrumpfende Geste. Mit dem rückwärtigen, kleineren Baukörper gelingt der Übergang zur kleinteiligen Bebauung entlang der Bahnhofstraße.
Mit der gleichen Präzision und Selbstverständlichkeit, mit der diese Arbeit auf die außenräumlichen Anforderungen reagiert, werden auch für die innere Organisation klare Antworten gegeben.
Selbstverständlich stehen die beiden Baukörper für die beiden Funktionsbereiche Landesamt für Schule und Prüfungsamt. Beide sind um einen sehr ansprechenden, qualitätsvollen Innenhof gruppiert.
Lageplan, 1. Preis (Grafik: Steimle Architekten GmbH)

Eine Ausstellung der Wettbewerbsergebnisse wird voraussichtlich im Juni in der Stadthalle stattfinden. Konkrete Informationen werden noch bekanntgegeben. Eine zusammenfassende Dokumentation wird Anfang Juni auf der Webseite des Staatlichen Bauamts Ansbach (www.stbaan.bayern.de) abrufbar sein.

Umweltpreis für 2020

Ideen noch bis Ende Mai einreichen

Bis 31. Mai 2020 können die Projektunterlagen für den Umweltpreis des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen noch eingereicht werden. Die Gewinner erhalten ein Preisgeld in Höhe von insgesamt 3.000 Euro.

Für den Umweltpreis können sich Kindergärten, Schulklassen, Jugendgruppen und Einzelpersonen unter 21 Jahren, die nachhaltige oder umweltfreundliche Projekte entwickelt haben, bewerben. Der Kreativität sind dabei keine Grenzen gesetzt, wichtig ist nur, dass das Umweltbewusstsein und die Möglichkeiten der Eigeninitiative bei Kindern und Jugendlichen gefördert werden. In den vergangenen Jahren wurden zum Beispiel Schulklassen für das Anlegen einer Streuobstwiese oder Wildblumenwiese mit dem Umweltpreis ausgezeichnet.

Die Bewerbungsunterlagen mit der Dokumentation des Projektes sind im Umweltamt des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen per Email an umweltamt.lra@landkreis-wug.de oder per Post an Bahnhofstraße 2, 91781 Weißenburg, einzureichen. Die Gewinner werden im Juli 2020 bekannt gegeben. Mehr Informationen zum Umweltpreis gibt es auf der Homepage des Landratsamtes unter www.altmuehlfranken.de/umweltpreis

Es geht aufwärts!

Außengastronomie wieder geöffnet

Unser Bild: von links: Gerhard Müller, Adlerbräu, Jeanette Holzschuh, Stadtmarketing Gunzenhausen e.V., Günter Neubauer, Bistro Adebar, Andreas Zuber, Wirtschaftsförderung, Florian und Teuta Blakaj, Bärlin und Amadeo Saltelli, Eiscafé Paradiso.

Nach dem totalen Shut-Down und dem damit verbundenen fast vollständigen Herunterfahren des öffentlichen Lebens kehrt jetzt langsam das normale Leben wieder in unsere Stadt zurück. Am Montag, 18. Mai durften nach allen Geschäften jetzt Lokale und Restaurants mit Außenbestuhlung im Außenbereich wieder öffnen.

Die Gastronomen in und um Gunzenhausen sind froh, dass es endlich wieder losgeht. Zusammen mit Stadtmarketing, Citymanagement und Wirtschaftsförderung machen auch sie – wie die Gechäfte in den letzten Wochen – mit den roten Luftballons mit der Aufschrift „gemeinsam stark“ in den Eingangsbereichen kenntlich, dass sie wieder geöffnet haben.

Die Wirte und Gäste müssen jedoch strenge Auflagen befolgen um den bisherigen Erfolg beim Kampf gegen Corona nicht zu gefährden: 

  • Die Außenbereiche dürfen nur bis 20 Uhr geöffnet sein
  • Einhaltung des Sicherheitsabstandes von 1,5 Metern zwischen Gästen, Servicepersonal und im betrieblichen Ablauf
  • Tragen eines Mund-Nasen-Schutzes für Servicepersonal im Gastraum, für Gäste, wenn sie sich nicht am Tisch befinden
  • Reservierungspflicht besteht nicht. Jede Gästegruppe muss Namen und Kontaktdaten hinterlassen, dass im Falle einer Infektion die Rückverfolgbarkeit möglich ist.
  • Die Anzahl der Personen an einem Tisch ist nicht begrenzt. allerdings dürfen sich nur Personen aus maximal zwei Haushalten dort aufhalten. Ein Mindestabstand an einem Tisch muss nicht eingehalten werden. Gäste müssen vom Personal platziert werden. Dafür sollten im Eingangsbereich Wartemöglichkeiten mit genügend Abstand vorgesehen werden.

Der Dank der Wirte an die Kunden gilt all jenen, die die Gastronomie in der Zeit der Schließung mit dem Erwerb von Gutscheinen und der Nutzung des Essensangebotes zum Abholen unterstützt haben.

Ingeborg Herrmann