Archiv: Allgemein

Kreuzungsbahnhof für Langlau

Baumaßnahmen sollen 2024 beginnen

Die Bahnverbindung zwischen Gunzenhausen, Langlau und Pleinfeld soll verbessert werden. Durch den Umbau der Haltestelle in Langlau sollen zukünftig Zugkreuzungen ermöglicht werden, die eine direkte Zugverbindung zwischen Wassertrüdingen und Pleinfeld ermöglichen. Für die dafür notwendigen geplanten Baumaßnahmen an den Bahnübergängen zwischen Gunzenhausen und Pleinfeld wird der Landkreis vorübergehend Flächen im Baufeld bereitstellen.

Die Baumaßnahmen der DB Netz AG, die sich aktuell noch im Genehmigungsverfahren befinden, sollen 2024 starten und bereits innerhalb eines Jahres abgeschlossen sein. Neben dem geplanten Bahnhof in Langlau, der ein Kreuzungsgleis und somit einen Mittelbahnsteig erhalten soll, plant die DB Netz AG auch alle Bahnübergänge zwischen Gunzenhausen und Pleinfeld anzupassen. Der neue Kreuzungsbahnhof in Langlau soll dabei nicht nur eine Zugverbindung zwischen Pleinfeld und Wassertrüdingen ermöglichen, sondern auch zur Fahrplanstabilität bei Verspätungen beitragen. Diese Direktverbindung ist durch die Reaktivierung des Streckenabschnitts zwischen Gunzenhausen und Wassertrüdingen möglich.

Durch den Bau eines Elektronischen Stellwerks und des Kreuzungsgleises in Langlau will die DB Netz AG die bislang eingleisige Strecke zwischen Gunzenhausen und Pleinfeld in beide Richtungen gleichzeitig nutzbar machen. Der neue Kreuzungsbahnhof in Langlau ist dabei eine wichtige Voraussetzung für die Reaktivierung der Strecke von Gunzenhausen nach Wassertrüdingen und für die geplante Direktverbindung zwischen Wassertrüdingen und Pleinfeld. „Mobilität für alle zu ermöglichen und klimafreundlich zu gestalten, ist ein zentraler Punkt im strategischen Leitbild Altmühlfranken 2030“, erklärt Landrat Manuel Westphal. „Die Reaktivierung stillgelegter Strecken und der stetige Ausbau des bestehenden Schienenverkehrs sind ein wichtiger Teil der Mobilität der Zukunft. Dazu gehört für unseren Landkreis auf jeden Fall die Reaktivierung beziehungsweise die Verbesserung der oben angesprochenen Verbindungen.“

Römerspektakel am See

Taufe einer schwimmenden Botschafterin

Bezirkstagsvizepräsidentin Christa Naaß nahm die Schiffstaufe im Altmühlseezentrum Schlungenhof vor. Foto: Falk


Der unbändige Expansionswille des Römischen Reichs hat auch in der Stadt Gunzenhausen deutliche Spuren hinterlassen. Zeugen aus der Vergangenheit finden sich zuhauf, die Bekanntesten sind der mitten durch die Stadt verlaufende Limes oder die Denkmäler im Burgstallwald sowie am ehemaligen Schloßbuck. Aufgrund ihrer Lage ist die Region auch für die Forschung interessant. So untersucht die Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg diverse Funde und rekonstruiert damit u.a. das Leben römischer Truppen. In den letzten Jahren hat der Althistoriker Professor Dr. Boris Dreyer an der Historie von Römerbooten geforscht und ein Exemplar mit einem Team aus Wissenschaftlern und Freiwilligen in Originalgröße am Altmühlsee nachgebaut. Zwar ist der See kein natürliches Gewässer, die Voraussetzungen für eine wissenschaftliche Nachzeichnung jedoch optimal. In Kooperation mit der Europäischen Union (EU Interreg DTP-Projekt „Living Danube Limes“) wurde das Römerboot Danuvina Alacris nun im feierlichen Rahmen ins Wasser gelassen und getauft.

Von einem Autokran wurde das Schiff ins Wasser gehoben. Foto: StGun/Grosser

„Die Römerboote sind nicht nur ein interessanter Forschungsgegenstand, sondern für die Stadt Gunzenhausen zudem touristisch interessant“, so Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Ein römisches Erbe zu vermitteln, ist gar nicht so einfach. Mit Hilfe der Boote als lebendige Botschafter unserer Geschichte lässt sich Historie begreifen und nachempfinden. Professor Dreyer und sein Team leisten großartige Arbeit und ich freue mich über den großen Zuspruch und die Begeisterung.“
Die Wasserung des Römerboots ist der Abschluss jahrelanger Arbeit und wurde themengerecht zelebriert. Geboten wurden u.a. römisches Live-Lagerleben, Musik und gastronomische Highlights. Als die Danuvina Alacris dann endlich vom Autokran gehoben im Wasser war, lief ein wenig Wasser ins Boot. Erschrocken war davon niemand, denn bevor die Hülle richtig dicht wird, müssen sich die Planken ausdehnen und vorhandene Risse zuquellen. Erst dann ist das Boot bereit für die große Fahrt, und die steht bereits Mitte Juli an. Ausgehend von Ingolstadt fährt der Forschungsgegenstand die Donau entlang Richtung Schwarzes Meer. „Die große Fahrt ist Teil des EU-Projekts und ein wichtiger Nachweis für die Leistungsfähigkeit des Boots“, betont Prof. Dr. Boris Dreyer. „Daneben sind wir natürlich auch ein Blickfang und machen Werbung für die Region Gunzenhausen.“
Getauft wurde die schwimmende Botschafterin Danuvina Alacris von Christa Naaß, der Vizepräsidentin des mittelfränkischen Bezirkstags. Unter dem wachsamen Blick der Auxiliareinheit Cohorte XXVI wurde das Boot gleich getestet und voll beladen. Gegenüber am Steg lag währenddessen das Schwesterboot, die Fridericiana Alexandrina Navis (F.A.N.) und wartete auf Aufmerksamkeit. Dieses bekommt es regelmäßig bei touristischen Rudertouren über den Altmühlsee. Fahrten mit der F.A.N. können per E-Mail an zuv-roemerboot@fau.de gebucht werden.

Radeln am Feierabend

Stadtradeln in Gunzenhausen wird am Sonntag eröffnet


Es gibt kaum was Schöneres, als nach einem stressigen Arbeitstag aufs Fahrrad zu steigen und ein paar erholsame Runden durch die Natur zu drehen. Wer nicht gerne alleine fährt, der sollte im Juli 2022 unbedingt an den Feierabendradeltouren der Gunzenhäuser Agenda 21-Gruppe teilnehmen, die im Rahmen des STADTRADELNs veranstaltet werden. Die entspannten Touren finden am 04.07., 11.07. und 18.07.2022, jeweils montags, um 19.00
Uhr statt. Treffpunkt ist vor dem Gunzenhäuser Rathaus.
„Unsere kostenlosen Feierabendtouren sind die optimale Möglichkeit um Kraft zu tanken, nette Leute kennen zu lernen und einen anstrengenden Tag Revue passieren zu lassen“, betont Ingrid Pappler von der Agenda 21-Gruppe der Stadt Gunzenhausen. „Wir haben uns tolle Strecken überlegt. Wir fahren gemütliche 20 bis 30 Kilometern auf stillen Wegen. Vielleicht entdeckt der ein oder andere eine schöne Ecke in und um Gunzenhausen, die er noch nicht
kennt. Die jeweiligen Routen sind eine Überraschung und werden erst kurz vor Beginn bekannt gegeben. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Einfach vorbeikommen und mitradeln“, so Ingrid Pappler weiter.
Die Feierabendradeltouren sind auch für nicht trainierte Radlerinnen und Radler geeignet. Die Touren enden mit einer Einkehr oder mit einem gemeinsamen Picknick. Übrigens: Auch die beliebten STADTRADELN-Brezenaktionen werden 2022 wieder stattfinden. In Kooperationmit der Bäckerei Kleeberger werden am Sonntag, 3. Juli 2022, Brezen vor der Filiale in der Nürnberger Straße verteilt und am Sonntag, 10. Juli 2022, ist das Geschäft in der
Weißenburger Straße Ort des Geschehens.
Für Fragen rund um die Aktion steht Ihnen die Agenda 21-Gruppe unter der E-Mail-Adresse agenda21@gunzenhausen.de gerne zur Verfügung. Für Informationen zum STADTRADELN in der Stadt Gunzenhausen wenden Sie sich bitte an Frau Sabine Sauer, Telefon 09831/508- 111 oder per E-Mail unter gunzenhausen@stadtradeln.de.

50 Jahre Kreis Ansbach

Wanderausstellung „50 Jahre Landkreis Ansbach“ im Juli 2022

Zum Thema „50 Jahre Landkreis Ansbach“ wurde eine Wanderausstellung kreiert, die bis in den Herbst hinein monatlich in anderen Gemeinden und Städten des Landkreises Ansbach ausgestellt wird. Zudem ist sie auch direkt im Landratsamt Ansbach zu sehen.  Die Besichtigungsmöglichkeiten im Juli 2022 lauten: 

Leutershausen, Stadtbibliothek, Am Ochsenhof 3, bis Ende Juli 2022

Öffnungszeiten: Montag, Mittwoch, Freitag: 15.00 bis 18.00 Uhr Dienstag: 10.30 bis 13.30 Uhr, Donnerstag: 15.00 bis 20.00 Uhr, Samstag: 09.00 bis 12.00 

Mitteleschenbach, Rathaus, Rathausstr. 2, bis Ende Juli 2022
Öffnungszeiten: Montag bis Freitag: 08.00 bis 17.00 Uhr, Sonntag: 10.00 bis 16.00 Uhr

Weiltingen, Heimatmuseum, Schlossweg 11, ab 4.Juli bis Ende Juli 2022

Öffnungszeiten: Montag, Donnerstag, Freitag: 09.00 bis 11.00 Uhr, Mittwoch: 15.00 bis 18.00 Uhr, Sonntag: 13.00 bis 17.00 Uhr 

Landratsamt Ansbach, Crailsheimstr. 1 in Ansbach, Eingangsbereich, gesamtes Jahr 2022

Außen rund um die Uhr, innen Montag bis Donnerstag: 08:00 Uhr bis 16.00 Uhr, Freitag: 08:00 Uhr bis 12:00 Uhr. Die aktuellen Standorte sind auch unter www.landkreis-ansbach.de zu finden.

 

Kreative Aussteller

Kunsthandwerk und mehr am 2./3. Juli am Hahnenkammsee

Der Kreativ- nd Kunsthandwerkermarkt am Hahnenkammsee ist am ersten Juli-Wochenende.

Der Kreativ- und Kunsthandwerkermarkt im Fränkischen Seenland, steigt an diesem Wochenende am Hahnenkammsee. In passender Kulisse präsentieren sich dann täglich von 10 bis 18 Uhr zahlreiche Aussteller alles für Garten und Freizeit. “Nicht nur Gartenfreunde kommen voll auf ihre Kosten“, verspricht der Veranstalter Hermann-J. Scherer.
Nach dem Erfolg im vergangenen Jahr, möchte wir an diesem anknüpfen, so der Veranstalter Hermann-J. Scherer aus OWL. Mehr als 40 kleine Labels, Jungdesigner, Hersteller und Händler kommen heuer an den vier Tagen vor Ort zusammen. Bei KunstHandwerk und mehr findet man ausgewöhnliche Accessoires, einzigartige und selbstgemachte Kleidungsstücke, besondere Gartendekoration, leckere Dips und jede Menge Kunst und Handwerk. Von frecher Kindermode bis hin zur handgemachten Leder-Accessoires gibt es viele schöne Dinge für Männer, Frauen und Kinder – vieles zum Anfassen und Ausprobieren.
Auf Qualität wird geachtet! Dabei lege man viel Wert auf Ansprechendes und hochwertiges kreatives Kunsthandwerk, erklärt Hermann-Josef Scherer. Am Stand von Frau Tolldiener findet man pfiffige und freche Ideen, welches zweite Leben in alten Flaschen oder Fahrradschläuchen steckt.
Veranstalter ist Hermann-Josef Scherer vom Event und Marketing aus Altenbeken. Er weiß: Das Interesse an einem schönen kreativen Kunsthandwerk nimmt gerade in den Sommermonaten deutlich zu. Dazu gehört unter anderem auch die eigene Gestaltung des Gartens mit ansprechenden Accessoires und geschmackvollen Kunsthandwerk. Der Eintritt ist an beiden Tagen für die interessieren Besucher frei!
Infos: www.kunsthandwerkermesse.de

Spenden für Kinderschicksale

Aktion der Altmühlsee-Festspiele in Muhr am See

Organisator Michael Reidelshöfer (links) und Zweite Bürgermeisterin Doris Schicker mit Cristine Wägemann und „Loscher-Pils“.

Die Zweite Bürgermeisterin Doris Schicker freute sich sehr, bei der Aufführung der Kriminalkomödie „Sherlock Holmes – Der Hund von Baskerville“ die Vorsitzende des Vereins Kinderschicksale Mittelfranken, Cristine Wägemann mit ihrem Ehemann, dem Altlandrat und langjährigen Landtagsabgeordneten Gerhard Wägemann, begrüßen zu können. Cristine Wägemann zeigte sich sehr erfreut über die von Michael Reidelshöfer ins Leben gerufene Spendenaktion des Freundeskreises der Altmühlsee-Festspiele zugunsten des Vereins Kinderschicksale Mittelfranken und über die Durchweg positive Resonanz undUnterstützung bei den Festspielbesuchern.
Der Freundeskreis der Altmühlsee-Festspiele will nicht nur die Kultur nach Muhr bringen, sondern auch soziale Projekte in der Region unterstützen. Mit dem neuen Festspielbier, das der Freundeskreis zusammen mit der Brauerei Loscher entwickelt hat, kann dieses Ziel verwirklicht werden. „Für jedes verkaufte Festspielbier, das während der gesamten
Spielzeit bei den Aufführungen erhältlich ist, spendet der Freundeskreis Altmühlsee- Festspiele 50 Cent an den Verein „Kinderschicksale Mittelfranken e.V.“. Wer sich das Bier zu Hause gönnen möchte, kann zusätzlich einen Sixpack erwerben, der für 10 Euro inklusivePfand verkauft wird und davon satte 4 Euro an den oben genannten Verein spenden“ freute sich Michael Reidelshöfer, der Vorsitzende des Freundeskreises.
Cristine Wägemann bedankte sich für diese großartige Aktion und berichtete, dass der Verein bereits seit 20 Jahren existiert und in Mittelfranken Kindern, die dringend eineTherapie benötigen, aber deren Familien nicht über die dafür notwendigen Mittel verfügen oder die Kassen nicht zahlen. Aktuell sind in Mittelfranken 52 Kinder in der Betreuung des Hilfsvereins.
Wie wichtig diese soziale Arbeit im Ehrenamt ist zeigen jedes Jahr die Familientreffen bei denen die Fortschritte der Kinder gesehen werden und die Familien ihre Dankbarkeit im Rahmen ihrer Möglichkeiten zeigen. Der Verkauf des Festspielbiers geht bei den verschiedenen Veranstaltungen und Aufführungen der Altmühlsee-Festspiele weiter.

KLAUS HEGER

Kreis Ansbach radelt

21 Tage treten die Bürger in die Pedale

Freuen sich auf eine rege Beteiligung beim STADTRADELN im Landkreis Ansbach (von links): Ulrich Hausner vom Sachgebiet Öffentlicher Personennahverkehr, Klimaschutzmanagerin Lena Schwarzfischer, Landrat Dr. Jürgen Ludwig und Radverkehrsbeauftragte Maria Neundörfer Foto: Landratsamt Ansbach/Fabian Hähnlein

Der Landkreis Ansbach beteiligt sich erstmalig an der internationalen Fahrradkampagne STADTRADELN, an der Kommunen weltweit teilnehmen. Dabei geht es darum, 21 Tage lang möglichst viele Alltagswege klimafreundlich mit dem Fahrrad zurückzulegen. „Wir wollen den Anteil an Radfahrern dauerhaft erhöhen und unterstützen die Bürgerinnen und Bürger nach besten Kräften beim Umstieg vom motorisierten Individualverkehr auf das Fahrrad“, sagte Landrat Dr. Jürgen Ludwig bei der Vorstellung der Aktion.

Das Themenfeld Mobilität hat das größte Potenzial zur Minderung der Treibhausgasemissionen im Landkreis Ansbach, da es für rund die Hälfte des Ausstoßes von Kohlendioxid ursächlich ist. Die Wahl des Fahrzeugtyps spielt dabei eine entscheidende Rolle, denn im Landkreis Ansbach – dem flächengrößten in ganz Bayern – werden rund 90 Prozent der Personenkilometer mit dem Pkw zurückgelegt.

Die Teilnahme am STADTRADELN ist vom 2. Juli bis 22. Juli 2022 möglich. Mitmachen können alle, die im Landkreis Ansbach wohnen, arbeiten, zur (Hoch-)Schule oder in einen Verein gehen. Die Anmeldung erfolgt im Internet unter der Adresse www.stadtradeln.de/landkreis-ansbach. Unter den Teilnehmern werden hochwertige Preise wie zum Beispiel Fahrradtaschen des Heilsbronner Herstellers Ortlieb verlost.

An Aktionen wie der Teilnahme am STADTRADELN wird deutlich, dass der Landkreis Ansbach seine Anstrengungen im Klimaschutz verstärkt. So wurde bereits das Integrierte Klimaschutzkonzept auf den Weg gebracht. Darin wurden Maßnahmen definiert, die zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen und zur Erreichung der nationalen Klimaschutzziele auf lokaler Ebene führen sollen (www.klimaschutz-landkreis-ansbach.de).

 

Großer Bahnhof in Frankenmuth

Offizielle Delegation Gunzenhausens war in Michigan

„Judy Zehnder-Keller und ihre 100-jährige Mutter Dorothy Zehnder umrahmt von Gunzenhäuser Freunden.

Im Jahr 2022 jährt sich das Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Frankenmuth und Gunzenhausen zum 60. Mal. Eine Delegation aus Gunzenhausen mit Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und seiner Frau Angelika an der Spitze reiste zu den Feierlichkeiten nach Frankenmuth. Gleichzeitig mit dem Jubiläum fand in Frankenmuth das Bavarian Festival statt, das jährlich tausende Besucher anzieht. So durfte Bürgermeister Fitz gleich zur Eröffnung das erste Bierfass anstechen. Die Frankenmuther Bürgermeisterin Mary Anne Ackerman assistierte ihm dabei. Bei der Eröffnung war die Freude groß, nach fünf Jahren viele Bekannte wieder zu treffen. Natürlich war auch Altbürgermeister Gary Rupprecht gekommen um die Gunzenhäuser zu begrüßen.

Die beiden Bürgermeister beim Unterzeichnen der Partnerschaftsurkunde.

„Greet the Mayors“ hieß eine Veranstaltung, die am Freitag früh um 7.30 Uhr bei „Zehnders“ stattfand. 70 Gäste waren gekommen, um mit den beiden Bürgermeistern Fragen zu diskutieren wie z.B. den Umgang mit der Pandemie, die unterschiedlichen politischen Strukturen der beiden Städte, die jeweilige Parteienlandschaft und den Frauenanteil im Stadtrat, den jüdischen Dialog in Gunzenhausen und vieles mehr. Neben den beiden Bürgermeistern stellten
sich auch Citymanagerin Bridget Smith und Ingeborg Herrmann den Fragen der Zuhörer. Senator Ken Horn – ein Frankenmuther – hatte die Delegation zu einem Besuch des Kapitols in Lansing eingeladen. So konnten die deutschen Besucher einen Einblick in das politische Leben eines Senators erhalten und das großartige historische Gebäude kennenlernen. Auch ein kurzer Besuch der Michigan State University in Lansing durfte nicht fehlen. Judy Zehnder-Keller, zusammen mit ihrer ganzen Familie eine unermüdliche Förderin der Städtepartnerschaft, hatte sich für dieses Jubiläum etwas ganz Besonderes einfallen lassen. Sie ließ den Thron des Wilden Markgrafen Carl Wilhelm Friedrich aus dem Ansbacher Schloss stark überdimensioniert nachbauen. Er ist an der Main Street aufgestellt und soll den vielen
Frankenmuth-Besuchern als Fotomotiv dienen. Die offizielle Einweihung fand in Anwesenheit der Gunzenhäuser Delegation statt. Judy ließ es sich trotz ihrer schweren Krankheit nicht nehmen, die Gunzenhäuser und ihre Gastfamilien zu einem Umtrunk in ihr Haus einzuladen.

Thomas Pentza und Mark Schutte mit der Familie von Greg Rummel neben dem ihm zu Ehren gepflanzten Ahornbaum. Fotos: IngeborgHerrmann


Das Jubiläumsgeschenk der Stadt Gunzenhausen an Frankenmuth waren Obstbäume zum Errichten einer Streuobstwiese. Anlässlich der Einweihung konnte Bürgermeister Fitz die grundsätzliche Bedeutung von Streuobstwiesen erläutern. Gerhard, Ingeborg und Rudi Herrmann umrahmten die Einweihung musikalisch.
Ein besonders emotionaler Moment war die Übergabe eines Ahornbaumes, der im Rose Garden zu Ehren des im letzten Jahr verstorbenen Greg Rummel gepflanzt wurde. Für Greg war Gunzenhausen wie ein zweites Zuhause. Er förderte die Städtepartnerschaft stark. Thomas Pentza, Mark Schutte und Daniel Haubenstricker schilderten Erlebnisse von und mit Greg Rummel. Thomas Pentza spielte auf der Trompete den Erzherzog-Johann-Jodler. Viele Gunzenhäuser werden sich an den Besuch von Greg beim Bürgerfest 2019 erinnern, als er zusammen mit Thomas Pentza auf der Bühne im Rathaushof spontan den Erzherzog-Johann-Jodler sang.
In Frankenmuth finden regelmäßig in der St. Lorenz Kirche deutsche Gottesdienste unter der Leitung von Daniel Haubenstricker statt. So auch am Jubiläumssonntag. Pastor Hoesmann hielt die Predigt. Lesungen wurden von Renate Herrmann, Apfelkönigin Anna Sauber und Bierkönigin Michelle Recker gehalten. Thomas Pentza begleitete die Gemeindelieder zusammen mit der Orgel auf der Trompete und Gerhard, Ingeborg und Rudi Herrmann
bereicherten den Gottesdienst mit ihrem Gesang.

Alljährlich zum Bavarian Festival findet in Frankenmuth ein großer Festzug statt. Dieses Jahr wurde er von Bürgermeister Fitz als „Grand Marshall“ im Cabriolet angeführt. In weiteren Cabrios fuhren Generalkonsul Wolfgang Mösslinger, Renate und Gerhard Herrmann, Ingeborg und Rudi Herrmann sowie die Apfel- und die Bierkönigin Anna Sauber und Michelle Recker. Tausende Frankenmuther und Gäste säumten den langen Weg des Festzuges.
Zum Jubiläum war auch der deutsche Generalkonsul Wolfgang Mösslinger aus Chicago angereist, um das Jubiläum zu begleiten. Neben allen offiziellen Anlässen war er ein beliebter Gesprächspartner, war er doch vor seiner Zeit in Chicago auch Generalkonsul in Moskau und später in der Ostukraine.
Ein sehr lebendig gestalteter Festakt war der krönende Abschluss des Jubiläumsfestes in Frankenmuth, an dem auch die 100-jährige Dorothy Zehnder als einzige Teilnehmerin der allerersten Frankenmuther Gruppe teilnahm, die nach Gunzenhausen reiste. Bürgermeisterin Mary Ann Ackerman berichtete in ihrer Rede von so mancher Anekdote, die sich im Laufe der Jahre im Rahmen des städtepartnerschaftlichen Austauschs ereignete. Bürgermeister Karl-Heinz Fitz erläuterte anhand eines Videos die Neuerungen, die in den letzten Jahren in Gunzenhausen erreicht wurden. Er gab seiner Hoffnung Ausdruck, dass mit der starken Einbindung der Jugend in die Städtepartnerschaft diese weit in Zukunft getragen werden könne. Renate Herrmann und Daniel Haubenstricker, die beiden ehrenamtlichen Vorsitzenden der Partnerschaftsvereine, verwiesen auf die Lebendigkeit der Städtepartnerschaft, die in all den Jahren immer gewachsen sei und stark von ehrenamtlicher Unterstützung abhängig sei.
Ein wenig Wehmut angesichts der wunderschönen Erlebnisse und Treffen mit vielen Freunden spielte beim Abschied schon eine Rolle – wenn auch die Frankenmuther Delegation bereits in wenigen Tagen nach Gunzenhausen kommt und ein Wiedersehen stattfinden kann.
Die Frankenmuther kommen in kleiner Gruppen in Gunzenhausen an. Die ersten reisen schon am 24. Juni an und besuchen die Passionsspiele in Oberammergau. Am Dienstag, 28. Juni, sind Bürgermeisterin Mary Anne Ackerman und John Kaczinsky mit einer Gruppe von Schulleitern der Saginaw Valley State University in Gunzenhausen, um das bayerische Schulsystem kennen zu lernen. Sie besuchen neben den Gunzenhäuser Schulen auch das Landesamt für Schule. Eine 13-köpfige Schülergruppe kommt zum Austausch an das Simon-Marius-Gymnasium und nimmt ebenfalls am Jubiläumswochenende teil.
Beim Bürgerfest werden die Gäste am Samstagabend offiziell von Bürgermeister Karl-Heinz Fitz begrüßt. Am Sonntag findet der Jubiläums-Festgottesdienst zusammen mit dem Bürgerfest-Gottesdienst auf dem Marktplatz statt. Anschließend übergibt Bürgermeisterin Mary Anne Ackerman das Geschenk der Stadt Frankenmuth an Gunzenhausen – eine Streuobstwiese. Diese wird in der Nähe des BayWa-Kreisels gepflanzt. Der offizielle Festakt zum Jubiläum
findet am 3. Juli in der Stadthalle statt. Bürgermeister Fitz dankt allen, die die Städtepartnerschaft unterstützen. Sein Dank gilt ganz besonders den Gastfamilien, die bereit sind, die Gäste in ihren Familien aufzunehmen – ganz im Sinne des Partnerschaftsprogramms „People to People“.

Wer will Betreuer werden?

Informationsveranstaltung am 30. Juni

Wenn jemand nicht mehr in der Lage ist, seine eigenen Angelegenheiten zu regeln, kann eine rechtliche Betreuung erforderlich werden. Meist ist eine Behinderung, eine Krankheit, ein Unfall oder nachlassende Kräfte im Alter hierfür der Grund. Während einer Informationsveranstaltung am 30. Juni 2022 zeigt die Betreuungsstelle des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen in Kooperation mit den Betreuungsvereinen der Caritas und der AWO auf, wie man Betreuer oder Betreuerin wird und was diese Aufgabe bedeutet.

Wer seine eigenen Angelegenheiten nicht mehr regeln kann, ist auf die verantwortungsvolle Hilfe anderer Menschen angewiesen. Falls keine Vorsorgevollmacht vorliegt, bestellt das Betreuungsgericht im Betreuungsfall dem Betroffenen einen rechtlichen Betreuer oder eine rechtliche Betreuerin.

Das Betreuungsrecht ist von den Grundsätzen der persönlichen Betreuung und Hilfe zur Selbstbestimmung bestimmt und will eine Entrechtung hilfsbedürftiger Mitmenschen verhindern. Mehr als 150.000 Menschen in Bayern haben derzeit einen rechtlichen Betreuer oder eine rechtliche Betreuerin. Die überwiegende Mehrheit der Betreuer übernimmt diese Aufgabe als Ehrenamt. Sie leisten die erforderliche Hilfe in rechtlichen Angelegenheiten für Angehörige, Bekannte oder aus sozialem Pflichtgefühl für Menschen, die sonst niemanden haben.

In der Veranstaltung, die am 30. Juni 2022 von 18.00 Uhr bis 19.30 Uhr im kunststoffcampus bayern (Richard-Stücklen-Straße 3, 91781 Weißenburg i. Bay.) stattfindet, werden u.a. folgende Fragen aufgegriffen: Wie wird man ehrenamtlicher Betreuer oder Betreuerin? Wer kann Betreuerin oder Betreuer werden? Was macht ein ehrenamtlicher Betreuer? Welche Unterstützung wird geboten? Eine vorherige Anmeldung ist nicht erforderlich.

Der gute Hirte von Triesdorf

Fotoausstellung am 26. Juni in der Villa Sandrina

Das Weiße Schloss und die Merino-Schafe zu Triesdorf. Die Schafhaltung fußt auf markgräfliche Initative aus dem späten 18. Jahrhundert.

Am Sonntag, 26. Juni, ist der traditionelle Tag der offenen Tür in Triesdorf. In der Villa Sandrina präsentiert der Verein der Freunde Triesdorf und Umgebung e. V. eine Fotoausstellung des Weidenbacher Fotografen Ulrich Kalthoff. Thema: Die Schafe  und der gute Hirte von Triesdorf. Die Villa Sandrina steht für Besucher von 10 bis 17 Uhr offen und kann kostenlos besichtigt werden.  

Es war Markgraf Alexander, der 1788 in Triesdorf eine „Schaafverbesserungspflanzschule für Unterthanen“ (Arno Störkel) einlegte und eigens dafür Merino-Schafe vom Markt in Segovia (Spanien) nach Triesdorf kommen kommen ließ. Diese Schafstradition wurde von dem damaligen Direktor der Landwirtschaftlichen Lehranstalten, Dr. Georg Schmoll, in Triesdorf sehr erfolgreich wiederbelebt. Passend dazu stellen die Freunde Triesdorf das neue Triesdorfer Heft Nr. 11 zum Thema „Markgraf Alexander und sein Hof zu Triesdorf“. Ab 14 Uhr wird dazu Carl-Alexander Mavridis, der Geschäftsführer des Vereins, das aktuelle Heft vorlegen und dazu einen kleinen Römer Frankenwein aus dem Bocksbeutel reichen.

Da die Villa Sandrina im 18. Jahrhundert als Gasthof fungierte, verfügt sie auch über einen kühlen Weinkeller.   In dem Buch „Beschreibung des Burggraftums Nürnberg, unterhalb Gebürgs; oder des Fürstentums Brandenburg=Anspach, Erster Theil“ von Johann Bernhard Fischer  aus dem Jahr 1790 heisst es über den Frankenwein auf Seite 131: „Der Weinbau, ein vorzügliches Produkt des untergebürgischen Fürstentums, in der Gegend des Mains hinab, ist bekannt, und derjenige Wein, welcher um Randersacker, Sommerhausen, Steft und Kitzingen gebaut wird, ist so beliebt, daß schon zuweilen  ein Fuder desselben  um hundert Dukaten bezahlt wurde.“ Fischer widmete sein Buch dem Markgrafen Alexander, und dieses Buch wird im aktuellen Triesdorfer Heft als Hauptquelle im Beitrag von Dr. Arno Störkel genannt.

  Aktuell läuft die Bayerische Landesausstellung in Ansbach. Gezeigt wird dort die Jagd der Markgrafen von Ansbach im Tiergarten von Triesdorf. Um die einzelnen markgräflichen  Stationen in Verbindung zu setzen und somit eine Korrespondenz der Orte untereinander herzustellen, entwickelte Mavridis die Ansbachische Markgrafenstraße. Das dazugehörige Faltblatt mit einem Tourenvorschlag per Rad und Zug kann von Kulturtouristen am Büchertisch in der Villa Sandrina kostenlos mitgenommen werden.