Archiv: Allgemein

Museumsfamilie nimmt Abschied

Dr. Andrea K. Thurnwald überraschend verstorben

„Wir wollen nicht trauern, dass wir sie verloren haben, sondern dankbar sein dafür, dass wir sie gehabt haben.“ (Kirchenvater Hieronymus)

Die gesamte Museumsfamilie des Fränkischen Freilandmuseums des Bezirks Mittelfranken und des Museum Kirche in Franken trauert um Dr. Andrea K. Thurnwald M.A. Die Leiterin des Museum Kirche in Franken in der Spitalkirche ist völlig überraschend am 10. November im Alter von 61 Jahren gestorben.

Seit den frühen 1990er Jahren war sie mit der Vorbereitung und dem Aufbau des Museum Kirche in Franken in der Spitalkirche betraut, das zu ihrem Lebenswerk wurde und für das sie seit dessen Eröffnung 2006 als Leiterin die Verantwortung trug. Ihrem außerordentlichen Engagement und ihrer unermüdlichen Schaffenskraft ist es zu verdanken, dass sich das Museum Kirche in Franken als Teil des Fränkischen Freilandmuseums fest in der Museumslandschaft und der Fachwelt etabliert hat. Mit ihr ging viel zu plötzlich eine Persönlichkeit, die mit viel Leidenschaft und Herzblut das erste Kirchenmuseum im Bereich der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern prägte. Sie war Wissenschaftlerin, Sammlerin, versierte Ausstellungsmacherin, engagierte Vermittlerin und vor allem eine Bewahrerin von wertvollen Wissensschätzen aus Kunst, Kultur und Religion.

Wir verlieren mit ihr eine allseits geschätzte Kollegin und Freundin und werden ihre fachliche Expertise wie auch ihre Warmherzigkeit und Hilfsbereitschaft schmerzlich vermissen. Wir sind dankbar für ihre einmalige Art, allen positiv und mit offenem Geist, Herz und Ohr zu begegnen.

Wir trauern mit ihren Angehörigen und werden ihr Andenken in Ehren halten.

Geschichte vor Ort

Prof. Dr. Georg Seiderer ist am 27. November zu Gast

Was macht eigentlich ein Landeshistoriker? Wie hat sich diese Fachrichtung innerhalb der Geschichtswissenschaft entwickelt – gerade auch an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg? Und wie genau kann ein Landeshistoriker dazu beitragen, dass Menschen in einer Region ihre Geschichte besser verstehen – und vor allem selbst an der Erforschung ihrer eigenen Regionalgeschichte mitwirken können?

All das erläutert Landeshistoriker Prof. Dr. Georg Seiderer, selbst in Gunzenhausen aufgewachsen und Mitglied im örtlichen Verein für Heimatkunde e. V, in einem kurzweiligen Vortrag am ersten Adventssonntag, 27. November, direkt nach dem Wintertrödelmarkt um 18 Uhr im Gasthof Adlerbräu, Seeadlerstube, Marktplatz 10 in Gunzenhausen. Im Anschluss an den Vortrag steht Prof. Seiderer bei einem Glühwein und Plätzchen gerne für Fragen und den Austausch zur Verfügung – der Glühwein geht auf’s Haus.
 
Die Veranstaltung ist Teil einer neuen Reihe mit dem Thema „Heimspiel Wissenschaft“, bei der Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler in ihrer Heimatgemeinde über ihre Forschung sprechen. Initiiert wird das Format von der Hochschulrektorenkonferenz, der Agentur für Wissenschaftskommunikation con gressa und dem Käte Hamburger Kolleg für Apokalyptische und Postapokalyptische Studien der Uni Heidelberg. Es wird gefördert vom Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Erzgebirgsschau geöffnet

Präsentation der Endler-Krippe im historischen Fachwerkstadel


Am ersten Adventssonntag, dem 27. November, öffnet der historische Fachwerkstadel am Gunzenhäuser Schießwasen Nr. 16 mit seiner „Erzgebirgsschau” und den „Weiperter Heimatstuben” seine Pforte zu einem kostenlosen Rundgang.
Seit dem ersten „Tag der offenen Tür“ des Fachwerkstadels im Jahr 2017 zeigt der rege Besuch das große Interesse der Menschen an der kleinen, aber feinen Ausstellung. Von 10 bis 17 Uhr können die Besucher in dem heute umfassend renovierten historischen Gebäude (einem ehemaligen Loh- und Rotgerberhaus von anno 1753) eine wirklich eindrucksvolle Schau bewundern, die seit dem Jahre 1989 dort untergebracht ist. Sie erinnert an das frühere Leben
im Erzgebirge genauso wie an die einst so blühende – heute tschechische – Grenzstadt Weipert/Vejprty, nur wenige Kilometer vom bekannten Wintersportzentrum Oberwiesenthal in Sachsen entfernt. Für die nach Kriegsende aus dieser einst größten Industriestadt des oberen Erzgebirges vertriebenen mehr als 10.000 deutschsprachigen Bewohner, hat die Stadt Gunzenhausen im Jahre 1954 eine Patenschaft übernommen, die auch heute noch mit stets neuem Leben ausgefüllt wird.


Schon von außen leuchten die in der Advents- und Weihnachtszeit für das Erzgebirge so typischen Lichterbögen in allen Fenstern und was drinnen auf drei Etagen von den Weiperternin mühevoller Handarbeit aufgebaut worden ist, das kann sich gerade in der heutigen, oft allzu hektischen Zeit wirklich sehen lassen! Die vielen Exponate zeugen nicht nur vom hohen Stand der erzgebirgischen Volkskunst, sondern auch von der immer noch großen Verbundenheit der Weiperter zu ihrer alten Heimat, in der einst der Bergbau die Lebensgrundlage war. Nachdem der Bergsegen versiegte, waren neue Erwerbsquellen zu suchen und man fand diese in der Schnitzkunst für Spielzeug, den bekannten Nussknackern und Weihnachtspyramiden, aber auch im Bau von Musikinstrumenten, dem Posamentieren, Weben und ganz besonders auch in der Klöppelkunst. All dies ist in dem kleinen Heimatmuseum der Weiperter zu sehen.
Ab dem Jahre 1926 schuf der versierte Holzschnitzer Paul Endler neben einer großartigen orientalischen Weihnachtskrippe nach und nach noch eine Vielzahl sich bewegender Schnitzwerke. So sind „lebendige” Bilder vom Wintervergnügen, im Bergwerk, in der Hutzn- (fränkisch: Rocken-) und der Weihnachtsstube und der Märchenwelt entstanden. Da sich die meisten handgeschnitzten Figuren nach Einwurf einer 20 Cent-Münze auch tüchtig bewegen, ist die „Endlerkrippe“ nicht nur für Erwachsene, sondern gerade auch für die Kinder ein recht kurzweiliges Erlebnis.
In Verbindung mit dem gleichzeitig stattfindenden Wintertrödelmarkt der Stadt Gunzenhausen,lohnt sich an diesem Tag sicherlich ein Besuch im Historischen Fachwerkstadel bei freiem Eintritt!
Für Rückfragen wenden Sie sich bitte an das städtische Kulturbüro unter Tel. 09831/508 109 oder per E-Mail an kulturamt@gunzenhausen.de

Mehr Geld für Vereine

Verdoppelung der Vereinspauschale

Landrat Manuel Westphal begrüßt, dass seitens des Ministerrats eine Verdoppelung der Vereinspauschale angekündigt wurde. Wenn der Landtag als Haushaltsgesetzgeber zustimmt, würden damit statt bislang 20 Millionen Euro dann 40 Millionen Euro zur Verfügung stehen.

Die Vereinspauschale ist eine wichtige und wirkungsvolle Unterstützung der Vereine gerade auch in Altmühlfranken. Die zusätzliche Unterstützung durch die Verdopplung der Vereinspauschale soll dabei möglichst unbürokratisch bei den Vereinen ankommen. So ist geplant, auf die üblichen Anträge der Vereine einfach das doppelte der normalerweise gewährten Zuschüsse auszuzahlen. Dadurch müssen weder die Vereine zusätzliche Anträge stellen, noch müssen diese zeitaufwendig geprüft werden.

„Die Sport- und Schützenvereine in Altmühlfranken sind ein wichtiger Teil unserer Gemeinschaft und unseres Selbstverständnisses. Dass wir die Vereine nicht im Stich lassen, wenn sie finanzielle Unterstützung benötigen, sollte deshalb selbstverständlich sein. Auch Vereine in unserer Region werden im Jahr 2023 wieder auf solche finanziellen Hilfen angewiesen sein, um ihre Strukturen zu erhalten. Die Verdopplung der Vereinspauschale ist deshalb ein richtiger und wichtiger Schritt“, erklärt Westphal.

Die Vereinspauschale wird jährlich unter Beachtung der Sportförderrichtlinien des Freistaats Bayern zur Unterstützung des Sportbetriebs der Vereine ausgereicht. Die Höhe der den jeweiligen Vereinen zustehenden Vereinspauschale wird mithilfe sogenannter Mitgliedereinheiten ermittelt, wobei Mitgliedschaften von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen sowie der Einsatz von Übungsleiterlizenzen besonders stark gewichtet werden.

Was sich ändern muss!

Dr. Ingo Friedrich zur internationalen Politik des Westens


Die zwei schlimmsten Fehlhaltungen der Politik lauten: „My country first“ (was eigentlich heißt: nur mein eigenes Land zählt) und die weit verbreitete Sehnsucht nach der eigenen vergangenen Größe: „Make America…. Britan… Russia…China…Italien „Great again.“

Beide Haltungen schaden in der Realität dem eigenen Land und schaden natürlich auch der Gemeinschaft der Staaten, denn der Egoismus der ersten Einstellung führt sehr schnell zu Antimaßnahmen der anderen Staaten, die dann auch egoistisch handeln (müssen) und die Sehnsucht nach der großen Vergangenheit bewirkt sehr schnell Verwerfungen a la Brexit und Gefährdungen des Weltfriedens a la Russland/Ukraine und China/Taiwan.

Außerdem führt es zu einer zusätzlichen Spaltung der Gesellschaft in solche, die eine „bunte“ Zukunft wünschen und solche, die wieder die früheren (geordneten) Zustände herbeisehnen. Ein verheerendes Signal in so einer aufgeheizten Situation ist natürlich das Abhängen von Kreuzen und das Verhüllen von christlichen Texten in Deutschland.

Was ist zu tun:

Staaten und Nationen müssen auf allen Ebenen noch enger als früher zusammenarbeiten. Konkretes Beispiel: Scholz muss sich die Zeit nehmen, vor wichtigen Entscheidungen mit den Partnern zu reden und seine Vorhaben zu erklären.

Und: insbesondere an die Großmächte muss die fragende Forderung gestellt werden: was tut ihr zur Stabilisierung der Welt? Wo ist Euer Beitrag zum globalen Gemeinwohl? Euer Egoismus führt zu schlimmen Konsequenzen und schadet auf Dauer Euch selbst.

Und: wir müssen an einer neuen gemeinsamen Zukunftserzählung arbeiten, etwa: wir wollen eine solidarische Welt, in der die Würde eines jeden Staates geachtet wird und die zum Wohle aller zusammenarbeitet. Ein gemeinsames Ziel reduziert auch Spaltungen in der Gesellschaft.

Auf kleinerer Ebene ist Europa auf dem Weg zu einem derartigen Ziel schon einige Schritte vorangekommen und jetzt ist es an der Zeit ähnliche Schritte auf globaler Ebene zu gehen. Gleichzeitig muss Europa insbesondere in folgenden Bereichen weiter vorankommen: Europäische Verteidigungsgemeinschaft, europäischer Klimaschutz, weniger Einstimmigkeitserfordernisse.

Dr. Ingo Friedrich, langjähriges Mitglied des Europäischen Parlaments (EVP), Gunzenhausen

„Silo“-Abriss beginnt

Verkehr wird über viele Wochen umgeleitet

Dieses Areal wird in den nächsten Wochen abgerissen, um Platz zu machen für den Neubau. Foto: Falk

Nun rückt das wohl größte öffentliche Hochbauprojekt in der Stadt Gunzenhausen in eine konkrete Phase. In der Nürnberger Straße wird das Haus Silo abgerissen, um Platz zu machen für den Neubau des Landesamts für Schule. Nach dem bekannt gewordenen Bauzeitenplan beginnt der Abriss noch im November. Das bedeutet, dass der Verkehr an dieser Stelle über viele Wochen umgeleitet werden muss.

Die neue Gebäude für das Landesamt sollen nach der Räumung des Geländes erstellt werden. Die staatliche Hochbauverwaltung hat die entsprechenden Vorarbeiten erledigt. Das Amt wird sich in zwei Gebäude aufteilen, der Umgriff soll entsprechend gestaltet werden.

Die Jury, die vor zwei Jahren den Planungsauftrag an das Stuttgarter Planungsbüro Steimle vergeben hat, begründete ihre Entscheidung wie folgt:

Mit zwei gegeneinander versetzten und ineinander verschränkten, nahezu quadratischen Baukörpern gelingt es dieser Arbeit mit einfachsten Mitteln, den komplexen städtebaulichen und funktionalen Anforderungen gerecht zu werden. Über den Versatz werden zwei gut proportionierte Freibereiche definiert: der Stadt zugewandt entsteht ein großzügiger Vorplatz mit dem an dieser Stelle auch richtigliegendem Zugang. Der rückwärtige Versatz ist begrünt, gut geeignet für einen Aufenthalt zwischendurch und angebunden an eine mögliche Durchwegung hin zum Bahnhof … Der etwas höhere Baukörper besetzt die Ecksituation markant, aber ohne jegliche auftrumpfende Geste. Mit dem rückwärtigen, kleineren Baukörper gelingt der Übergang zur kleinteiligen Bebauung entlang der Bahnhofstraße.

In diesem Umfeld an der Nürnberger Straße/Bahnhofstraße entsteht das neue Landesamt für Schule.

Eine dominante Position im Stadtbild wird das neue Landesamt einnehmen. Foto: Büro Steimle

12 „Zukunftsbäume“ für die Stadt

Stiftung Lebensräume unterstützt das Gunzenhäuser Projekt

Von links nach rechts: Klaus Fackler vom Landschaftspflegeverband Mittelfranken, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Dr. Miriam Stark und Jürgen Schröder von der Stiftung Lebensräume. Foto: Stadt Gunzenhausen

Vor fast 1200 Jahren wurde unser schönes Gunzenhausen erstmals urkundlich erwähnt. 2023 wollen wir dieses Ereignis gemeinsam mit unseren Bürgerinnen und Bürger feiern und dabei viele unvergessliche Momente schaffen. Damit sich die Stadt auch die nächsten 1200 Jahren zufrieden entwickeln kann, möchten wir als zukunftsorientierte, umweltbewusste Verwaltung ein ganz besonderes Nachhaltigkeitsprojekt durchführen. Beginnend im nächsten Jahr sollen in fachlicher Zusammenarbeit mit dem Landschaftspflegeverband Mittelfranken (LPV) mindestens 1200 Zukunftsbäume für Gunzenhausen in der Kernstadt und in den Ortsteilen neu gepflanzt werden. Die Münchner Stiftung Lebensräume ist auf diese tolle Aktion aufmerksam geworden und wird das Projekt aktiv unterstützen.

Regionale Baumpflanzungen sind Aufforstung mit großer Wirkung, denn Fichte und Co. sind natürliche Klimaschützer und wichtige Kohlenstoffspeicher. Es zählt dabei jeder einzelne Baum. Der Mensch hat das Sterben der Bäume vorangetrieben und zu spät die Notwendigkeit zielgerichteten Schutzes erkannt. Denn neben dem Bestand hat auch die Biodiversität gelitten und wichtige Lebensräume für Tiere sind im Laufe der Zeit verloren gegangen. In Gunzenhausen haben wir den Wert der Bäume schon länger erkannt und beschenken beispielsweise Eigentümer bei Erwerb eines Baugrundstücks mit einem Baum. Auch in Zusammenarbeit mit dem LPV werden regelmäßig Aktionen durchgeführt, beispielsweise zur Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen.

„Wir möchten nicht nur über Umwelt- und Klimaschutz reden, sondern uns auch aktiv bemühen, die Welt ein klein wenig besser zu machen“, erklärt Erster Bürgermeister Karl-Heinz Fitz. „Mit dem Projekt „1200 Zukunftsbäume für Gunzenhausen“ haben wir uns viel vorgenommen, sehen darin aber auch großes Potential, um unseren Lebensraum auf natürlichem Wege zu verbessern. Das Interesse an unserer Aktion ist riesig und wir freuen uns über die große Aufmerksamkeit.“

Die junge Stiftung Lebensräume wurde erst im letzten Jahr gegründet, hat aber mit „Seelenpelz“ und „regionale, urbane Wiederaufforstung“ zwei wichtige Projekte angeschoben. Die Wurzeln des Stiftung-Gesellschafters Jürgen Schröder liegen in der Region, daher war die Verbindung schnell hergestellt. Er und Projektleiterin Dr. Miriam Stark waren vor kurzem in Gunzenhausen und haben die Programme im Rahmen eines Pressetermins erläutert. Wichtige Info: Durch Spenden und Patenschaften werden Bäume gepflanzt, langfristig erhalten und gesichert. Auch Privatpersonen können helfen und die Stiftung bei ihrer wichtigen Arbeit unterstützen. Wer mit der Stiftung Lebensräume Kontakt aufnehmen möchte, findet auf der Website www.stiftung-lebensraeume.com die Kontaktdaten. Gut zu wissen: Die Zusammenarbeit mit regionalen Baumschulen ermöglicht die konzentrierte Verwendung heimischer, klimastabiler Arten.

Die Jubiläumsaktion „1200 Zukunftsbäume für Gunzenhausen“ wird sich noch in diesem Jahr konkretisieren. So werden in den nächsten Monaten viele Gespräche geführt, beispielsweise mit den ortsansässigen Obst- und Gartenbauvereinen. Zudem werden bereits für Pflanzungen geeignete Anbaugrundstücke im Eigentum der Stadt Gunzenhausen ermittelt. Jeder einzelne Baum zählt! 

Glasfaserausbau in Theilenhofen

Brandl: 368.000 Euro Förderung vom Staat

Für den Glasfaserausbau in der Gemeinde Theilenhofen stellt der Freistaat Bayern über 368.000 Euro zur Verfügung. Darauf hat jetzt der Landtagsabgeordnete Alfons Brandl hingewiesen: „Die Unterstützung erfolgt im Rahmen der Bayerischen Gigabitrichtlinie und sorgt dafür, dass ein weiterer weißer Fleck auf der Landkarte der mangelnden Internetverbindungen gelöscht wird.“

Mit der Gigabitrichtlinie fördert Bayern als erste Region in Europa auch die Beschleunigung von Anschlüssen an grauen NGA-Flecken, also Orten wo bereits schnelles Internet mit mind. 30 Mbit/s verfügbar ist. Nach mehr als zwei Jahren mit Prüfungen und Verhandlungen hat die Europäische Kommission den Antrag des Freistaats auf eine landesweite Gigabitförderung 2020 genehmigt. Zukunftsfähige Gigabitnetze können nun auch in der breiten Fläche ermöglicht werden.

Die Regierung von Mittelfranken wird die Mittel in Höhe von 368.013 Euro zusagen. „Damit wird der geförderte Glasfaserausbau bei uns weiter durch Freistaat weiter kräftig unterstützt. So kommen wir dem Ziel einer flächendeckenden Gigabitversorgung auch bei uns in den ländlichen Räumen wieder ein deutliches Stück näher“, freut sich Brandl. 

Spatenstich für Wohnprojekt

Bosch GmbH baut in der Zufuhrstraße

Patrick Bosch und seine Frau Michaela (Mitte) nahm mit Bürgermeister KH Fitz und den Baufachleuten den Spatenstich vor. Foto: Falk

Dank einer kräftigen Wohnungsbautätigkeit in Gunzenhausen konnte die Stadt inzwischen die 17000-Einwohner-Schwelle überschreiten. Wie Bürgermeister KH Fitz beim Spatenstich der Firma Bosch-Bauträgergesellschaft in der Zufuhrstraße erklärte, wird die Stadt im Zentrum des Fränkischen Seenlands für Neubürger immer attraktiver. Das ist auch kein Wunder, denn schließlich liegt eine wunderschöne Erholungs- und Ferienlandschaft vor der Tür.

Das Unternehmen von Patrick Bosch (die Firma hat ihren Sitz in der Hensoltstraße und teilt sich auf in eine Planungsfirma und eine Bauträgergesellschaft) hat in Gunzenhausen den besten Ruf. Fitz hob das glänzende Renommee hervor und dankte für das bisherige Engagement. Nun steht für Bosch das bisher größte Wohnprojekt vor der Ausführung. 45 Wohnungen, aufgeteilt in zwei Gebäude, entstehen in der Zufuhrstraße ganz in der Nähe des Freizeitzentrums „Juramare“. Auf 3000 Quadratmetern gibt es auch 55 Pkw-Stellplätze, davon 45 unterirdisch.

Geplant hat die Anlage Architektin Katrin Ott (links im Bild), als Bauleiter wird in bewährter Weise Timo Gögelein (Zweiter von links) tätig sein. Wie Firmenchef Patrick Bosch erklärte, soll die ganze Anlage am Jahresende 2024 fertig sein. Zweifel an dieser Aussage nicht eigentlich nicht erlaubt, denn es ist bei den bisherigen Projekten des Bauherrn alles so pünktlich und zuverlässig abgelaufen wie geplant. Für die Verzögerung der baulichen Vorarbeiten hat im Fall des jüngsten Vorhabens eine Bodenuntersuchung des Landesamts für Denkmalpflege gesorgt, die sich auf das Vorhandensein eines mittelalterlichen jüdischen Friedhofs bezog. Die Untersuchung hat aber keine weiteren Erkenntnisse gebracht.

85 Prozent der Wohnungen sind bereits verkauft. Jetzt liegt es an Immobilienmaklerin Dunja Loy, die restlichen an den Mann/Frau zu bringen. Finanzierungspartner der Firma ist die VR Bank Mittelfranken Mitte, für die Direktor Erwin Einzinger (Zweiter von rechts) und Günter Weeger (rechts) an der Feier teilnahmen.

Das Döckinger Cateringunternehmen Stadelmann war von Patrick Bosch engagiert worden, um die Teilnehmer des Spatenstichs zu verköstigen, was mit mit einer neuen Kreation der traditionellen „Zwickten“ (nach Regensburger Vorbild: mit Kraut) trefflich gelang.

Neuer Wanderführer

Entlang der Romantischen Straße


Die Touristische Arbeitsgemeinschaft GbR Romantische Straße hat mit dem kartografisch spezialisierten Verlag
Esterbauer den ersten Wanderführer für den ganzen Fernwanderweg von Würzburg nach Füssen veröffentlicht.

Der neue Hikeline-Wanderführer „Romantische Straße“ begleitet die Wanderer auf dem 500 km langen Fernwanderweg durch vielfältige Landschaften und Ortschaften im Maintal, im Taubertal, auf den Frankenhöhen, über die Schwäbische Alb, im Lechtal und im Alpenvorland. Die Romantische Straße ist im Wanderführer in 27 Etappen aufgeteilt, die sich auch für Tages- und Wochenendausflüge bestens eignen. Die vielfältigen Verkehrsanbindungen des öffentlichen Nahverkehrs ermöglichen es, den Wanderweg der beliebtesten Ferienstraße Deutschlands mit einer umweltfreundlichen Anreise zu erkunden. Da die Strecke keine wandertechnischen Herausforderungen bereithält, kann jeder Wanderer – mit oder ohne Erfahrung – den Weg genießen.

Ein optimaler Begleiter für den Wanderweg

Der Hikeline-Wanderführer beschreibt den Fernwanderweg mit genauen Karten im Maßstab 1:50.000, präzisen Streckenbeschreibungen, Höhenprofilen sowie kulturellen und touristischen Informationen zu den lokalen Angeboten. Ein umfangreiches Übernachtungsverzeichnis rundet dieses perfekte Tool für die Tourenplanung hervorragend ab. Die hochqualitative strapazierfähige Fadenheftung und das feste Papier eignen sich bestens zur intensiven Nutzung für unterwegs. Zudem stehen GPS-Tracks zur digitalen Navigation sowie das Live-Update für aktuelle Änderungen zur Route und zum Übernachtungsverzeichnis zur Verfügung – alles in allem ein verlässlicher Begleiter auf Ihrer Wandertour.

Spezialist für kartografische Reiseführer

Der Verlag Esterbauer ist seit über 30 Jahren mit seinen Marken Hikeline und bikeline Spezialist für kartografische Reiseführer. Das umfangreiche Verlagsprogramm umfasst mehr als 400 Publikationen in den Sparten Wanderführer, Radtourenbuch, Radkarte, Radwanderkarte, und Radübersichtswerke. Mit der langjährigen Erfahrung der Redaktionsteams in den Verlagsstandorten in Österreich und Berlin werden die Hikeline- undbikeline-Produkte genau recherchiert und regelmäßig aktualisiert. Somit sind die Reiseführer aus dem Hause Esterbauer jederzeit der perfekte Begleiter für Wanderwege und Radtouren in den schönsten Regionen Deutschlands und Europa.

Romantische Straße“, Verlag Esterbauer, 300 Seiten, 12,90 Euro, ISBN 978-3-7111-0006-1.