Archiv: Allgemein

Gartentüren geschlossen

Im Kreis Ansbach kein “Tag der offenen Gartentüre”

Seit bereits mehr als 20 Jahren findet im Landkreis Ansbach der „Tag der offenen Gartentür“ statt. Interessierte Besucherinnen und Besucher können an diesem Tag einen Blick hinter den Zaun ausgewählter Gärten werfen und sich hierbei Anregungen und Tipps für das eigene Refugium holen. In diesem Jahr kann der „Tag der offenen Gartentür“ aufgrund der Einschränkungen rund um Corona allerdings nicht stattfinden und wird auf 2021 verschoben.

„Leider lässt uns Corona keine andere Wahl als den Tag der offenen Gartentür im nächsten Jahr zu veranstalten. Der Virus ist nicht weg und der Schutz von Gartenbesitzern und Besuchern hat für uns oberste Priorität. Damit folgen wir auch der Empfehlung des Bayerischen Landesverbandes für Gartenbau und Landespflege“, erklärt Roger Rehn, zuständiger Kreisgartenfachberater im Landkreis Ansbach.

Im nächsten Jahr soll der „Tag der offenen Gartentür“ ebenfalls wieder traditionell am letzten Sonntag im Juni, also am 27. Juni 2021 stattfinden.

Endgeräte für Schüler

Landkreis stellt mobile Endgeräte für Unterricht von zu Hause zur Verfügung


Der Bund hat ein Investitionsprogramm „Sonderbudget Leihgeräte“ in Höhe von 500 Millionen Euro auf dem Weg gebracht. Durch die einzelnen Bundesländer wurde der Betrag noch einmal um 10 Prozent aufgestockt. In Bayern werden hierfür insgesamt 77,8 Millionen Euro verteilt, hiervon profitieren auch die Schulen im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen.
Gemäß dem Förderbescheid stehen dem Landkreis insgesamt 271.983 Euro zur Beschaffung von mobilen Endgeräten zur Verfügung. Der Landkreis wird mit diesem Geld mobile Geräte wie Tablets, Notebooks und Laptops beschaffen und diese dann an die in Sachaufwandsträgerschaft des Landkreises stehenden Schulen verteilen.
„Die aktuelle Pandemie hat gezeigt, dass wir für neue Lehr- und Lernformen offen sein müssen. Ziel des Förderprogramms ist es, möglichst vielen Schülerinnen und Schülern digitalen Unterricht von zu Hause zu ermöglichen. Nicht alle Schülerinnen und Schüler bzw. deren Eltern verfügen über die technischen Voraussetzungen, um tatsächlich von zu Hause aus am Unterricht teilnehmen zu können. Manchmal ist auch nur ein Gerät vorhanden und dieses wird beispielsweise von einem Elternteil benötigt. Für solche Fälle sollen die Geräte Abhilfe schaffen“, erklärt Landrat Manuel Westphal.
Die Landkreisverwaltung stimmt derzeit die Anforderungen und Daten mit den in Landkreisträgerschaft stehenden Schulen ab, damit die beschafften Geräte dann auch optimal von den Schülern genutzt werden können. Der Landkreis wird die Geräte an die einzelnen Schulen verteilen, die diese je nach Bedarf an die Schüler weitergeben werden.

Gegenentwurf ist nötig

Dr. Friedrich: Gegen die Welt der Autokraten

Wohin man auch blickt, autokratische Herrscher übernehmen die Weltpolitik: Trump, Putin, Xi Jingping, Orban, Kaczynski, Netanyahu, Erdogan, Bolsonaro, Johnson, Modi, Kim, Al Sisi! Sie alle vermitteln ihrer Wählerschaft die Botschaft, mit ihnen als Chef geht es wieder aufwärts, gibt es wieder Größe und Ruhm für die eigene einzigartige und großartige Nation.

Dr. Ingo Friedrich: Werte bewahren!

Wenn diese Art Politik zur Regel wird, dann werden viele bisher „normale“ Staaten auch so »starke Führer« an ihre Spitze berufen wollen, ganz einfach um mithalten zu können. Des weiteren ist zu erwarten, dass sich die Autokraten zunehmend wie brutale Raufbolde aufführen werden und zwar zulasten ihrer schwächeren Nachbarn, zulasten einer internationalen Ordnung, zulasten des Völkerrechts und der internationalen Moral. Die ganz großen globalen Player werden versuchen, mit Hilfe von Geld, Schmeicheleien und Drohungen Anhänger und Vasallen auf der ganzen Welt zu finden, um für die „letzte große Auseinandersetzung“ über die wirkliche Nummer 1 auf der Welt gewappnet zu sein.

Man mag sich gar nicht ausmalen, wie dieses globale “Catch as Catch can“ verlaufen und letztlich enden wird. Nur eines ist klar:  europäische Werte und Grundsätze wie Fairness, soziale Gerechtigkeit, Einhaltung von Recht und Ordnung, Klima und Demokratie werden bei diesem „Endkampf“ keine Rolle mehr spielen. Und die Hoffnung, dass Europa trotz dieser globalen Entwicklung seinen wunderbaren Weg in Einheit, Vielfalt und Demokratie ungeschoren fortsetzen könnte, dürfte sich schnell als Illusion erweisen.

Aber es gibt einen Gegenentwurf: Europa besinnt sich auf seine christlich-humanistischen Werte und seine über Jahrhunderte gewachsenen Stärken, stellt sich unerschrocken auf seine Hinterbeine und prangert diese destruktive und letztlich mörderische Politik offen an. Europa macht sich zum globalen Anwalt und Anführer einer grundsätzlich anderen internationalen Politik, die Rücksicht auf die Interessen der Nachbarn nimmt und damit zum weltweiten Anker der Einhaltung völkerrechtlicher Prinzipien wird. So wie Amerika auf Grund seiner Menschlichkeit lange Zeit das Land der Sehnsucht für ganze Generationen war, hat heute Europa die Chance, wahrscheinlich sogar die Pflicht zum weltweiten Hort von Vernunft, menschlicher Politik und sozialem Vorbild zu werden. Konkret heißt dies, Europa muss sich zügig darauf vorbereiten, auf allen Gebieten – also politisch, wirtschaftlich, technologisch und militärisch – in klarer Abgrenzung zu den anderen egoistischen Raufbolden weltweit Verantwortung für Stabilität und Ordnung zu übernehmen. Diese europäische Botschaft für die Welt des 21. Jahrhunderts kann einen europäischen Gegenentwurf zur Politik der Autokraten zum Leuchten bringen, denn auch in den autokratisch regierten Ländern gibt es „Vernünftige“, die über den Tag hinaus denken und vom europäischen Gegenentwurf überzeugt werden können. Letztlich hat Europa auch aus Gründen der Selbsterhaltung gar keine andere Wahl, wenn es nicht als Vasall einer der neuen globalen Raufbolde enden will.

Neue Software

Keine Termine in der Führerscheinstelle Anfang Juli


Aufgrund einer Programmumstellung ist die Führerscheinstelle des Landratsamtes Weißenburg-Gunzenhausen am 2. Juli nachmittags und   3. Juli 2020 ganztags geschlossen. An diesen Tagen können auch keine Termine vereinbart werden. Das Landratsamt bittet um Berücksichtigung bei der Planung.

Am 2. und 3. Juli wird ein neues Software-Programm für das Führerscheinwesen installiert. Die Führerscheinstelle ist an diesen Tagen nicht erreichbar und es können auch keine Termine vereinbart werden. Auch am Montag, 6. Juli kann es aufgrund der Umstellung noch zu Einschränkungen kommen. Das Landratsamt bittet dafür um Verständnis.

Während der Corona-Pandemie und dem damit verbundenen geringeren Terminaufkommen wurde die Zeit bis jetzt genutzt, um die Programmumstellung bestmöglich vorzubereiten, auch damit die notwendige Datenmigration nun schnell erfolgen kann.

Kundinnen und Kunden werden gebeten, die eingeschränkten Servicezeiten an den angegebenen Tagen zu berücksichtigen. Ab dem 7. Juli steht die Führerscheinstelle wie gewohnt nach erfolgter Terminvereinbarung zu Verfügung. Mehr Informationen zur Online-Terminvereinbarungen gibt es unter www.landkreis-wug.de/buergerservice-online/.

Geld von Landesstiftung

MdL Brandl: 93.000 Euro Förderung durch die Bayerische Landesstiftung

Die Bayerische Landesstiftung hat die Förderung von drei Denkmalschutz-Projekten in der Region beschlossen. Darauf weist der CSU-Landtagsabgeordnete Alfons Brandl hin: „Für drei Projekte in Gunzenhausen, Dittenheim und Merkendorf werden Zuschüsse aus den Mitteln der Landesstiftung in Höhe von insgesamt 93.000 Euro gezahlt.“

Im Einzelnen werden die Dach- und Innensanierung des Langhauses und des Kapellenkranzes der Kath. Pfarrkirche St. Maria in Gunzenhausen mit 58.900 Euro, die Sicherung und Fassadeninstandsetzung eines Anwesens in Dittenheim mit 10.000 Euro und die Sanierung der ehemaligen Brixenkapelle in Großbreitenbronn, Stadt Merkendorf mit 24.000 Euro bezuschusst.

Brandl: „Ich freue mich, dass meine Bemühungen um die Fordermittel zusammen mit dem Stiftungsratsmitglied und Landtagskollegen Karl Freller erfolgreich waren. Dadurch werden Privatpersonen wie öffentliche Einrichtungen in ihrem Engagement im Denkmalschutz unterstützt. Die Bayerische Landesstiftung zeigt damit wieder ihrer Verantwortung gegenüber den Werten und Allgemeingütern unserer Gesellschaft.“

Erfreut über die Zuschüsse in den Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen zeigt sich auch Landrat Manuel Westphal: „Die Bayerische Landesstiftung ist für Denkmaleigentümer ein wichtiger Fördergeber. Dank der Unterstützung der Stiftung kann die wertvolle Baukultur unserer Region für uns und unsere Nachkommen erhalten und Instand gesetzt werden.“

Erneut Bienenseuche

Ausgebrochen ist sie in einem Ortsteil der Stadt Treuchtlingen

In einem Ortsteil der Stadt Treuchtlingen ist die sogenannte „Amerikanische Faulbrut“ in einem Bienenvolk ausgebrochen. Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen hat mit sofortiger Wirkung einen Sperrbezirk mit einem Radius von zwei Kilometern um den Ausbruchsort ausgewiesen. Das Sperrgebiet überschreitet die südliche Landkreisgrenze in den Landkreis Donau-Ries und wird von der dortigen Veterinärbehörde im Detail geregelt.

Bereits im April dieses Jahres war die Bienenseuche in einem anderen Ortsteil der Stadt Treuchtlingen festgestellt worden. Die beiden Sperrbezirke grenzen aneinander. Für Menschen stellt diese Bienenkrankheit keine Gefahr dar. Der Verzehr von Honig betroffener Bienenbestände ist unbedenklich.

Betroffen sind Teile der Gemarkungen Gundelsheim und Möhren (Gemeinde Treuchtlingen) sowie Teile der Gemarkungen Rehlingen und Büttelbronn (Gemeinde Langenaltheim).

Bislang nicht angemeldete Bienenbestände im gesamten Landkreis sind von den Bienenhaltern beim Landratsamt unverzüglich nach zu melden. Die Nachmeldung der Bestände kann dabei telefonisch unter 09141 902-272 oder per E-Mail an veterinaeramt.lra@landkreis-wug.de erfolgen.

Auf der Homepage des Landratsamtes stehen hierfür unter www.landkreis-wug.de/veterinaerwesen-und-lebensmittelueberwachung/Tierseuchenbekaempfung/Faulbrut/

entsprechende Online-Formulare zur Verfügung.

Das Landratsamt wird in Kürze, auf Grundlage einschlägiger tierseuchenrechtlicher Vorschriften, eine weitere Allgemeinverfügung mit verbindlichen Maßnahmen für die Bienenhalter zur Bekämpfung der „Amerikanischen Faulbrut erlassen. Für die Zeit der Geltungsdauer der Allgemeinverfügung dürfen bewegliche Bienenstände in dem betroffenen Sperrbezirk von ihrem bisherigen Standort nicht mehr entfernt werden. Es ist zudem verboten, Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte und benutzte Gerätschaften aus den Bienenständen zu entnehmen. Umgekehrt dürfen Bienenvölker oder Bienen nicht in den festgelegten Sperrbezirk verbracht werden. Bei Stöcken, die von Bienen nicht mehr besetzt sind, ist sicherzustellen, dass sie bienendicht verschlossen sind.

Die „Amerikanische Faulbrut“ ist eine anzeigepflichtige Tierseuche. Es handelt sich dabei um eine von Bakterien ausgelöste Bienenseuche. Nur die Sporen des Bakteriums sind infektiös und bleiben dies über Jahrzehnte, da sie äußerst widerstandsfähig sind. Die Tierseuche wirkt sich nicht auf die ausgewachsenen Bienen aus, sondern betrifft ausschließlich deren Brut, was letztendlich zum kompletten Absterben von Bienenvölkern führen kann.

Alle Bienenvölker und Bienenstände im Sperrbezirk werden unverzüglich von Amtstierärzten auf die „Amerikanische Faulbrut“ hin untersucht. Diese Untersuchungen werden frühestens nach zwei, spätestens nach neun Monaten wiederholt, nachdem die betroffenen Bienenvölker im Sperrbezirk getötet oder entsprechend den nachfolgenden Empfehlungen behandelt worden sind.

Mit folgenden Maßnahmen kann der einzelne Imker der Infektion mit dem Erreger der „Amerikanischen Faulbrut“ vorbeugen:

  • Zukauf von Völkern nur mit amtstierärztlicher Gesundheitsbescheinigung,
  • keine Ablegerbildung unter Verwendung (zu) alten Wabenmaterials,
  • keine Verwendung alter, nicht gereinigter und nicht desinfizierter (abgeflammter) Beuten und Rähmchen,
  • Quarantäne fremder Schwärme,
  • kein Verfüttern noch vorhandenen alten Honigs oder von Honigresten,
  • kein Einsatz alter Futterwaben (aus abgestorbenen Völkern oder von fremden Imkern),
  • wirksame Reinigung und Desinfektion von gebraucht gekauften Imkereiwerkzeugen,
  • kein sogenanntes „freies Ausfressenlassen“ abgeschleudeter Waben durch Bienen,
  • Futterhonig nur aus dem eigenen Betrieb verwenden,
  • Verhinderung von Räuberei,
  • mindestens 30% Wachsbauerneuerung pro Jahr bei jedem Bienenvolk durch Austausch von alten Waben,
  • regelmäßig Futterkranzproben über das Landesamt für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit (LGL) oder den Tiergesundheitsdienst (TGD) untersuchen lassen.

Auch jeder Verbraucher kann dazu beitragen, die Gefahr der Übertragung von Faulbrut-Erregern zu vermindern. Da im Honig immer unerkannt Sporen des Erregers der Amerikanischen Faulbrut enthalten sein können, appellieren Fachleute, keine halbleeren oder noch mit Honigresten versehenen Honig-Gläser über die Altglas-Container zu entsorgen. Gläser oder Plastikflaschen sollten sorgfältig gereinigt oder anderweitig so sicher entsorgt werden, dass keine Bienen an die Honigreste kommen können. Auch die bewusste Fütterung von Bienen mit Honig auf Balkon und Terrasse sollte unterlassen werden.

Ausbau der Ladeinfrastruktur

Neue Ladesäule für Elektroautos in Wolframs-Eschenbach

Von links: Michael Dörr (Erster Bürgermeister von Wolframs-Eschenbach), Markus Prokopzuk (Betreuer für kommunale Kunden bei der N-ERGIE) und Wolfram Stellwag (Klärwärter und E-Mobilist)




An der Stadtmauer in Wolframs-Eschenbach können ab sofort Elektroautos mit regionalem Ökostrom geladen werden. Bürgermeister Michael Dörr hat am Montag, 22. Juni 2020 zusammen mit Markus Prokopczuk, Betreuer für kommunale Kunden bei der N-ERGIE Aktiengesellschaft, eine Ladesäule symbolisch in Betrieb genommen.

Die Ladesäule der N-ERGIE verfügt über zwei Typ2-Steckdosen mit einer Leistung von je 22 Kilowatt (kW). Die beiden anliegenden Parkplätze sind ausschließlich für Elektroautos vorgesehen, die hier aufgeladen werden. Nach der Ladesäule in der Waizendorfer Straße ist sie bereits die zweite Ladesäule der N-ERGIE in Wolframs-Eschenbach.

„Gemeinsam mit den Kommunen Ladeinfrastruktur ausbauen“

„Der Aufbau der Station ist eines unserer Ziele, welches wir seit Jahren am Ort verfolgen. Dabei trägt die Elektromobilität dazu bei, die CO2-Emissionen zu verringern. Deshalb spielt sie in unserer Nachhaltigkeitsstrategie eine wichtige Rolle“, sagt Bürgermeister Dörr.

„Als regionaler Energieversorger treiben wir zusammen mit den Kommunen den Ausbau der Ladestationen in Nordbayern voran. So engagieren wir uns gemeinsam für eine flächendeckende Ladeinfrastruktur und den Klimaschutz“, ergänzt Markus Prokopczuk.

Einheitliche Technik und günstige Konditionen im Ladeverbund+

Die Säule wird in den Ladeverbund+ integriert, eine Kooperation von derzeit 60 Stadt- und Gemeindewerken. Alle Ladesäulen im Ladeverbund+ sind mit einem einheitlichen Zugangssystem ausgestattet. Der Zugang erfolgt unter anderem über das Mobiltelefon.

Für E-Mobilisten, die Stromkunden bei einem im Ladeverbund+ organisierten Stadtwerk sind, gibt es an den Ladesäulen besonders günstige Konditionen: Nach einmaliger Registrierung laden sie ihr Elektroauto zu einem ermäßigten Tarif.

Elektromobilität bei der N-ERGIE

Energiewende heißt auch Mobilitätswende. Elektromobilität trägt zum Erreichen der Klimaschutzziele bei und stärkt aufgrund ihrer Speicher- und Ladestruktur gleichzeitig eine dezentral ausgerichtete Energiewende. Deshalb ist die Förderung der Elektromobilität fest in der Konzernstrategie der N-ERGIE verankert.

Ihren eigenen Fuhrpark stellt die N-ERGIE sukzessive auf Elektrofahrzeuge um und setzt bereits über 100 Elektroautos für Dienstfahrten ein.


Jugendhilfe im Kreis

52 Fachkräfte teilen sich 39 Stellen im Landkreis

Eine Fülle von Aufgaben verbirgt sich hinter dem Begriff „Jugendhilfe“ im Landkreis. Im Landratsamt sind 52 Mitarbeiter in der Abteilung tätig, die von Stefan Lahner (Gunzenhausen) geführt wird. Sie teilen sich die 39 Planstellen.

Die Ausgaben belaufen sich jährlich auf 9,5 Millionen Euro, die Einnahmen hingegen nur auf 3,1 Millionen. Damit verbleibt ein Defizit von 6,3 Millionen Euro. Diese Zahl nannte Lahner bei der Vorstellung seiner Arbeit anlässlich der ersten Sitzung des Jugendhilfeausschusses des neuen Kreistags.

Stichwortartig seien an dieser Stelle die Aufgaben des Jugendamts genannt:

  • Betreut werden derzeit 65 Vormundschaften und Pflegschaften
  • Die Unterhaltsleistungen beziehen sich auf 740 Beistandschaften und 600 Unterhaltsfälle
  • Jährlich werden an die 500 Beurkundungen vorgenommen
  • Das Jugendamt führt die Aufsicht für 80 Einrichtungen im Kreis
  • Um den Kinderschutz kümmert sich der Bezirkssozialdienst (ASD). Er sorgt sich auch um die Einleitung und Begleitung von Hilfen.
  • Der Kinderpflegedienst betreut die 90 Kinder, die in 70 Pflegefamilien leben
  • Es gibt 80 Fälle von Hilfen in stationären Wohnformen (Heimen), darunter sind 20 Ausländer.
  • Die Jugendgerichtshilfe steht Jugendlichen ab 14 Uhren bei, die eine Straftat begangen haben und sich dafür verantworten müssen
  • Damit aus Sorgen keine Probleme werden,  helfen die Mitarbeiter der koordinierenden Kinderschutzstelle
  • Auch die Kommunale Jugendarbeit gehört zum Pflichtprogramm (Ferienpaß und Ferienprogramm). Unterstützt werden die Gemeinden bei derlei Projekten.
  • Acht Halbstagsstellen an Grund-, Mittel – und Förderschulen stehen für die Jugendsozialarbeit zur Verfügung.

Unterausschuss gebildet

Für die Jugendhilfeplanung gibt es neben dem Jugendhilfeausschuss des Kreistags auch noch den vorbereitenden Unterausschuss, dem folgende Mitglieder angehören:

Aus dem Kreistag sind es Landrat Manuel Westphal (CSU), Harald Dösel (SPD), Katrin Schramm (Grüne), Ulrike Alt (FW), Werner Falk (FDP/ÖDP). Von den Jugendverbänden gehören Tom Kirchdörfer und Franz Staudinger dem Gremium als Mitglieder mit beschließender Funktion an. Beratende Mitglieder sind Stefan Lahner (Jugendamt), Stefanie Göggerle (Eltern- und Jugendberatung), Ulrich Salomon (Schule) sowie Thomas Struller (Kreisjugendring).

Der Ferienpass ist da

Für 5 Euro erhältlich

In der Hoffnung auf einen weiteren positiven Infektionsverlauf der Corona-Pandemie hat die Kommunale Jugendarbeit auch 2020 einen Ferienpass auf den Weg gebracht. Der Ferienpass kann ab 22. Juni erworben werden.

Den Ferienpass des Landkreises gibt es wieder für 5,00 Euro bei allen Sparkassen, Raiffeisenbanken und den öffentlichen Büchereien. Familien mit mehr als zwei Kindern über vier Jahren erhalten den dritten und jeden weiteren Pass kostenlos.

Er gilt ab sofort bis zum Ende der Sommerferien. Es wird also hoffentlich immer noch genügend Zeit und Möglichkeiten geben, die ca. 100 freien bzw. ermäßigten Eintritte in vielen Freizeiteinrichtungen gemeinsam mit Eltern und Freunden zu nutzen.

Mit einem oder mehreren kostenlosen Besuchen locken die meisten Freibäder und Museen im Landkreis  und in der Region. Ermäßigungen gibt es zum Beispiel bei den Wassersporteinrichtungen im fränkischen Seenland, bei den Minigolfanlagen und weiteren Freizeiteinrichtungen.

Natürlich sind die Öffnungen der Einrichtungen, auch in Art und Umfang, abhängig vom Infektionsgeschehen. Daher kann der Landkreis dafür leider keine Gewähr übernehmen.

Mögliche Freizeitaktionen für die Zeit der Sommerferien werden auf der Homepage des Landkreises www.landkreis-wug.de veröffentlicht. Weitere Informationen gibt es bei der Kommunalen Jugendarbeit des Landkreises unter Telefon 09141 902-251.

Katastrophenfall aufgehoben

Was bedeutet der Schritt im täglichen Leben?

Mit Ablauf des 16. Juni ist der Katastrophenfall Corona-Pandemie, der in Bayern seit dem 16. März gegolten hat, durch die Bayerische Staatsregierung aufgehoben worden. Über drei Monate hinweg wurde unter Höchstleistung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen innerhalb der Führungsgruppe Katastrophenschutz (FüGK) und auch darüber hinaus sieben Tage die Woche an der Bewältigung des Pandemiegeschehens gearbeitet. Zwar ist der Katastrophenfall faktisch beendet, einige Arbeiten werden aber bleiben.

Mit der Feststellung des Katastrophenfalls am 16. März 2020 begann die Arbeit der Führungsgruppe Katastrophenschutz unter Leitung des damaligen Landrats Gerhard Wägemann im Landratsamt. Schnell musste eine Organisationsstruktur innerhalb des Amtes geschaffen werden, um die Koordination der notwendigen Maßnahmen zentral zu verwalten. Während dem bisherigen Höhepunkt der Corona-Pandemie ging es dabei vor allem um die Aufrechterhaltung der Funktionsfähigkeit des öffentlichen Gesundheitssystems. Dazu gehörte die Beschaffung und Verteilung von Masken, Desinfektionsmittel, Hygienehandschuhe, Schutzbrillen und Kittel. Innerhalb der FüGK musste zudem das Infektionsgeschehen in enger Absprache mit dem Gesundheitsamt stets im Blick behalten werden, damit man auch im Hinblick auf die Kapazitäten in den Kliniken rechtzeitig reagieren konnte. Auch die Ärzteschaft wurde innerhalb der FüGK durch den später ernannten Versorgungsarzt Dr. Peter Löw vertreten und landkreisweit koordiniert. Die Öffentlichkeit wurde fortlaufend durch die Pressestelle des Landratsamtes informiert und erhielt über das Bürgertelefon jederzeit über die Pandemielage und die daraus resultierenden Einschränkungen Auskunft.

Die FüGK war während des Katastrophenfalls im Schichtbetrieb organisiert und musste rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche erreichbar sein. 

Auch außerhalb der FüGK war die Arbeitsbelastung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt während dieser Phase enorm, da alle Verwaltungsbereiche durch die Corona-Pandemie betroffen waren.

Zur internen Abstimmung und Lagebesprechung fand innerhalb der FüGK, die aus über 50 Personen bestand, täglich, auch an den Wochenenden, Telefonkonferenzen statt. Besprechungen wurden überwiegend telefonisch durchgeführt, um das Infektionsrisiko möglichst gering zu halten.

Täglich und später mehrmals wöchentlich gab es zudem noch Abstimmungsgespräche innerhalb des Krisenstabes zwischen dem Landrat, den Abteilungsleitern im Landratsamt, dem Gesundheitsamt, der Polizeidienststellen, dem Versorgungsarzt und dem Klinikum, um die aktuelle Lage jederzeit umfassend im Blick zu haben.

„Während des Höhepunkts der Corona-Pandemie im März und April haben diese Telefonkonferenzen schon mal sehr lange dauern können. Die längsten waren mitunter über eine Stunde. Besonders aufwendig war dabei beispielsweise der Aufbau der Teststrecke in Gunzenhausen innerhalb von 48 Stunden. Wir mussten während der ersten Pandemie-Welle vieles abstimmen und ausführlich beraten. Die Situation war für uns alle erstmal neu. Keiner wusste, was noch auf uns zukommen wird. Nach den Bildern in Italien und Spanien mussten alle Landkreise natürlich auch mit einem Worst-Case-Szenario rechnen“, beschreibt Philipp Brandl-Michel, Leiter der FüGK, die angespannte Lage zu Beginn. 

Eine der größten Herausforderungen war die zügige Beschaffung und Verteilung von Schutzmaterial. In ganz Bayern gab es am Anfang der Pandemie kaum Reserven an Masken und Desinfektionsmittel. Auch im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wurde – nicht zuletzt auch durch die Unterstützung zahlreicher lokaler Unternehmen – schnell gehandelt und das notwendige Material für das Klinikum, die Arztpraxen und Heilmittelerbringern oder andere soziale und gesundheitliche Einrichtungen beschafft. In den vergangenen drei Monaten wurden über 300.000 Masken, knapp 50.000 Liter Desinfektionsmittel und zahlreiche weitere Schutzmaterialien beschafft und an die Bedarfsträger im Landkreis verteilt.

„Während der ersten Infektionswelle haben unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Landratsamt, ganz speziell auch im Gesundheitsamt, wirklich außerordentliches geleistet. Für uns alle war es eine völlig neue Situation, auf die wir uns erst einstellen mussten und die wir gemeinsam gemeistert haben. In einer solchen Lage dann auch noch einen Landratswechsel zu stemmen, war eine zusätzliche Herausforderung, die meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aber hervorragend bewältigt haben“, freut sich Landrat Manuel Westphal und fährt fort: „Nun kann man innerhalb des Hauses auch noch einmal die vergangenen Monate Revue passieren lassen und aus dem Vergangenen für die Zukunft lernen. Die bisher in der FüGK beteiligten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind weiterhin mit administrativen Aufgaben zur Bewältigung der Corona-Pandemie beschäftigt. Unsere Besprechungen zur aktuellen Lage werden wir nun nach Aufhebung des Katastrophenfalls nur noch im Bedarfsfall, beispielsweise bei einem Infektions-Hot-Spot zusammenrufen“, erklärt Landrat Manuel Westphal.

Mit Aufhebung des Katastrophenfalls endet die Arbeit der FüGK zwar formell, doch werden die Grundstrukturen innerhalb des Amtes weiterhin fortgeführt. Dies gilt zum Beispiel für den Versorgungsstab, der das angeschaffte Schutzmaterial weiter verwalten muss. Auch wenn sich die Marktsituation beruhigt hat und die Einrichtungen selbst an ausreichend Schutzausstattung kommen, wird eine Reserve vorgehalten, um auf ein zweites Infektionsgeschehen vorbereitet zu sein.

Auch für das Gesundheitsamt geht die Arbeit natürlich weiter, da die Situation rund um das Corona-Virus jederzeit im Auge behalten werden muss. Im Falle einer Infektion müssen die Kontaktpersonen ermittelt, benachrichtigt und getestet werden. Die Teststrecke in Gunzenhausen wird vorerst auch noch weiter betrieben. „Das Virus ist noch da! Die getroffenen Maßnahmen haben Wirkung gezeigt, wodurch die Lockerungen für die Gesellschaft möglich wurden. Jeder muss aber weiterhin vorsichtig sein und die geltenden Schutz- und Hygienemaßnahmen einhalten. Im Landkreis ist die Situation derzeit entspannt“, betont Dr. Carl-Heinrich Hinterleitner, Leiter des Gesundheitsamtes.  

Auch Landrat Manuel Westphal zieht die Schlussfolgerung: „Abschließend bleibt zu hoffen, dass die Infektionszahlen nicht wieder steigen und die Menschen weiterhin vorsichtig sind. So bleiben wir hoffentlich vor einer zweiten Welle verschont.“