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Kreis “zukunftsfest” machen

Der Prozess “Altmühlfranken 2030” ist angestoßen

Gemeinsam mit der Landkreisbevölkerung will Landrat Manuel Westphal den Landkreis für die Herausforderungen der nächsten Jahre wappnen und zukunftsfest aufstellen. Dazu habt er den Prozess ALTMÜHLFRANKEN 2030 angestoßen. Auch dieser leidet natürlich unter der Corona-Situation, da Präsenzveranstaltungen derzeit nicht möglich sind. Aus seiner Sicht sind diese jedoch insbesondere am Anfang einer solchen Entwicklung zwingend erforderlich, wenn wir auch breite Teile der Bevölkerung einbinden wollen. Sind später Arbeitsgruppen gebildet, dann kann deren Arbeit sicherlich zumindest zum Teil auch digital erfolgen.

Globale Megatrends, die sicherlich auch im Rahmen von ALTMÜHLFRANKEN 2030 auf der regionalen Ebene eine wichtige Rolle spielen werden, sind Nachhaltigkeit und Klimaschutz.

Dabei ist es dem Landrat wichtig, dass wir nicht „Papier produzieren“ mit abstrakten Thesen, sondern gemeinsam konkrete Maßnahmen diskutieren und in die Umsetzung bringen, die zu einer Verbesserung der Situation führen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat er jetzt im Landratsamt die Erstellung eines Arbeitsprogramms mit konkreten Maßnahmen und Projekten der Landkreisverwaltung in den Handlungsfeldern „Nachhaltigkeit und Klimaschutz“ veranlasst, die hier in den nächsten Jahren unter dem Dach des bereits bewährten „Natur- und Umweltprogramms“ des Landkreises konzipiert und realisiert werden können.  Dabei soll zum einen festgestellt werden, welche Maßnahmen bereits laufen und wie diese noch effizienter gestaltet werden können. Dazu gehört beispielsweise die energetische Sanierung weiterer Landkreisgebäude, die weitere Stärkung regionaler Wertschöpfungsketten, die fortschreitende Anpassung des ÖPNV an aktuelle Bedürfnisse u.a. durch den Ausbau des Angebots an Rufbussen und die Installation weiterer PV-Anlagen auf Gebäuden des Landkreises. Weiterhin erstellt die Landkreisverwaltung derzeit einen Leitfaden für die nachhaltige Beschaffung, der sukzessive erweitert werden soll.

Darüber hinaus geht es aber auch um weitere konkrete Schritte, die umgesetzt werden.

Dazu gehört etwa die Erstellung einer aktuellen Klima- bzw. CO2-Bilanz, die in Fortführung des in der Vergangenheit erstellten Klimaschutzkonzepts aufzeigt, wo wir aktuell stehen und die als Basis für die zukünftige Messung der Wirksamkeit von Maßnahmen erforderlich ist.

Die Maßnahmen und Initiativen, die wir entwickeln, sollen zudem durch eine begleitende Öffentlichkeits- und Pressearbeit der Bevölkerung auch als Vorbild und Motivation für die Änderung eigener Verhaltensweisen in diesen Themenbereichen dienen.

Gemeinsam mit dem Unternehmerinitiative für Nachhaltigkeit und CO2-neutrale Produktion in Altmühlfranken, kurz UNNA, werden wir diese Ziele auch in Einklang mit der Wirtschaft umsetzen. Altmühlfranken soll dafür Beispielregion werden. Darüber hinaus wird UNNA sich gemeinsam mit dem Landkreis, der IHK und dem kunststoffcampus auch für die Aus- und Weiterbildung im Bereich der nachhaltigen Produktion engagieren.

In die gleiche Richtung geht auch die Weiterbildungsinitative #DieWirkt – Die Weiterbildungsinitiative ressourcenschonende Kunststofftechnik, für die seitens der TH Deggendorf bereits eine Voranfrage auf Gewährung einer ESF-Förderung beim Bayerischen Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst gestellt wurde. Wegweisend in Richtung CO2-Einsparung könnte sich hier auch die geplante sektorenübergreifende Zusammenarbeit zwischen dem Fachzentrum für Energie und Landtechnik in Triesdorf, Unternehmen und Landwirten aus der Region zur Umsetzung von regionalen CO2-Kompensationsmaßnahmen erweisen.

Weiterhin wollen wir klimafreundliche Mobilitätsformen durch den planmäßigen Ausbau der Infrastruktur im touristischen Radverkehr, wie auch im Bereich des Alltagsradverkehrs stärken,. Neben einer Radwegeanalyse und einer Befragung von Radfahrern soll im nächsten Jahr als planerische Grundlage ein umfassendes Radverkehrskonzept für den Landkreis entwickelt und dann sukzessive umgesetzt werden.

Weiterhin hält es Westphal für wünschenswert, dass der Landkreis die bereits gestartete Wasserstoff-Initiative der Stadt Treuchtlingen unterstützt.

Auch in den „grünen Handlungsfeldern“  der Kreisgartenfachberatung sind zukünftig Projekte vorgesehen, die auch dem Thema Klimaschutz und Nachhaltigkeit zuzurechnen sind:

Zum einen wird der Wettbewerb „Vielfaltsmeisterschaft“ ausgelobt. Hier werden guten Ideen und kreativen Projekte ausgezeichnet, die die Artenvielfalt fördern. Alle Garten- und Vielfaltsfreunde sind dazu eingeladen, sich zusammen mit ihren bayerischen Obst- und Gartenbauvereinen zu beteiligen.

Ein weiteres Projekt ist die Gartenzertifizierung unter dem Motto „Bayern blüht – Naturgarten“. Anmelden können sich alle Bürger, die einen Naturgarten haben und diesen zertifizieren lassen möchten. Bewertungskriterien sind hierbei: Verzicht auf chemische Pflanzenschutzmittel, Verzicht auf chemisch-synthetische Dünger, kein Torf zur Bodenverbesserung, eine hohe biologische Vielfalt-Biodiversität.

Darüber hinaus werden Bauhofschulungen angeboten zur vielfältigen und artenreichen Gestaltung kommunaler Grünflächen.

Im Bereich der Schulen und Bildungseinrichtungen soll mit der digitalen Bildungsregion zukünftig auch ein Schwerpunkt auf die Themen Nachhaltigkeit und Klimaschutz gelegt werden und gesonderte Angebote dafür geschaffen werden. Um im Bildungsbereich auch einen interkommunalen Ansatz zu erreichen, wird der Landkreis auch auf alle Gemeinden zugehen, um weitere Projekte zu generieren und Möglichkeiten der Kooperation auszuloten.

Selbstverständlich sollen die Themen Klimaschutz und Nachhaltigkeit nicht nur seitens der Landkreisverwaltung und im Rahmen von ALTMÜHLFRANKEN 2030 gestärkt werden, sondern ich freue  michauch, wenn wir im Kreistag und seinen Ausschüssen weitere Ansätze gemeinsam finden.

Wie war der Ablauf?

Impfaktion im Burkhard-von-Seckendorff Heim


Das Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen nimmt gemeinsam mit dem Impfzentrum Altmühlfranken zum Impfablauf im Burkhard-von-Seckendorff- Heim in Gunzenhausen am 31. Januar 2021 Stellung.
Grundsätzlich ist der Ablauf bei Impfterminen in Heimen immer gleich. Vorab werden durch die jeweiligen Heime die Impfunterlagen der Impfwilligen vorbereitet. Grundlage hierbei ist die jeweils aktuelle Impfverordnung, aus der sich ergibt, wer impfberechtigt ist. Demnach kann das Heim die Unterlagen der Impfwilligen zusammenstellen und dem Impfzentrum melden. Nach der gemeldeten Anzahl der impfwilligen Personen wird der Impftermin mit der entsprechenden Menge Impfstoff vorbereitet. Am vereinbarten Termin wird dann genau die Menge mitgenommen, die aufgrund der Anmeldungen benötigt wird.

Das Impfzentrum hält sich bei jeder Impfung immer an die durch die Impf-Verordnung vorgegebene Impfreihenfolge. Im Impfzentrum werden nur Impfungen an Personen vorgenommen, welche bei einer beruflichen Indikation diese auch durch geeignete Dokumente, beispielsweise einem Arbeitgebernachweis, belegen können. Wenn ein solcher Nachweis bei einem Termin am Impfzentrum nicht vorliegt, wird auch nicht geimpft.

Bei den Impfungen durch Mobile Impfteams in den Alten- und Pflegeeinrichtungen muss man sich jedoch darauf verlassen, dass die jeweilige Einrichtung nur Personen zur Impfung vorstellt, welche den Anforderungen der Impf-Verordnung genügen. Nachgeprüft werden kann das nicht und ist auch nicht notwendig, da der Arbeitgeber die impfwilligen Personen direkt an das Impfzentrum meldet. Im Vorfeld wird mit den Heimen deswegen auch genau besprochen, welche Personen nach der aktuellen Priorisierungsgruppe mit welchem Impfstoff geimpft werden können. Danach muss das Heim dann gewissenhaft die Impflinge melden.
Sollten aufgrund kurzfristiger Ausfälle Impfdosen am Ende eines Impftermins übrigbleiben, gibt es eine umfangreiche Liste an Personen, welche der gleichen Priorisierungsgruppe angehören (z.B. Mitarbeitende der Rettungsdienste, des Klinikums oder Impfzentrums, Zahnärzte etc.). Auf diese Liste wird dann gegebenenfalls kurzfristig zurückgegriffen. So wird es auch bei Impfterminen am Impfzentrum gehandhabt. Bei Impfungen in Heimen ist es zudem möglich, dass das Heim kurzfristig noch Mitarbeitende oder Bewohnerinnen und Bewohner nennt, die ebenfalls geimpft werden wollen, die sich aber erst kurzfristig dafür entschieden haben. Durch dieses Vorgehen und die kurzfristige Möglichkeit auf die Liste zurückzugreifen, mussten beim Impfzentrum Altmühlfranken bisher erst einmal Impfdosen bei einem mobilen Einsatz verworfen werden.
Während der Impfung am 31. Januar 2021 im Burkhard-von-Seckendorff Heim stellte sich die Situation aus Sicht des Impfzentrums wie folgt dar:
Am Freitag, 28. Januar 2021 wurden die Impfunterlagen für die Impfaktion am darauffolgenden Sonntag durch einen Mitarbeiter des Impfzentrums abgeholt. Es handelte sich gemäß der von der Heimleitung zur Verfügung gestellten Liste um 42 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und 24 Bewohnerinnen und Bewohner, also insgesamt 66 Impflinge. Diese wurden dann im Impfzentrum für die Impfungen erfasst und die Impfbögen erstellt. Dieses ist ein übliches Vorgehen, um den Impfvorgang vor Ort so schnell wie möglich abzuwickeln.
Am 31. Januar 2021, dem Tag der Impfung, wurden also für die angemeldeten 66 Impflinge elf Vials á sechs Impfdosen vom mobilen Impfteam mitgebracht. Die Heimleitung hat vor Ort dem Impfteam dann aber mitgeteilt, dass es sich um 70 Impflinge und nicht um – wie angenommen – 66 Impflinge handelt. Dem Impfteam wurde angegeben, dass es sich um weitere impfberechtigte Personen des Heimes handelt und auch noch zwei weitere Nachrücker aus dem Mitarbeiterkreis zur Verfügung stehen würden, damit keine Impfdosis verfällt. Nach Rücksprache mit der Bereitschaftsdiensthabenden am Impfzentrum wurde unter diesen Voraussetzungen ein zusätzliches Vial aus dem Impfzentrum geholt. Das mobile Impfteam ging zu jeder Zeit davon aus, dass es sich bei den zusätzlichen Personen um weitere berechtigte Mitarbeitende der Einrichtung handelt. Während des Impfvorgangs trafen Bürgermeister Karl-Heinz Fitz und fünf weitere Personen im Heim ein. Das mobile Impfteam ging aufgrund der erfolgten Vorabstimmung mit der Heimleitung davon aus, dass es sich auch hier um Impfberechtigte im Sinne der Impfverordnung handelt.
Das mobile Impfteam hat nach den oben aufgeführten Vorgaben vor Ort gehandelt. Von den Mitarbeitenden des Impfzentrums wurde niemand proaktiv zur Impfung aufgefordert, dies ging alleine von der Heimleitung aus. Das Impfteam muss vor Ort auf die Heimleitung vertrauen, dass alle impfwilligen Personen der aktuellen Priorisierungsgruppe angehören.

Aus dem Stadtrat

Gunzenhausen:Bebauungsplan „Schlungenhof Mitte“

Die gemischte Baufläche von 10,6 ha bekommt einen Nutzungsausschluss für zentrenrelevante Sortimente zum Schutz der Innenstadt. Zu diesem Konzept bekenne ich mich, denn die Funktionalität der Innenstadt hat den Vorrang.

Beim Ausschluss von 59 Sortimenten (Gunzenhäuser Liste) bleiben 52 Sortimente für die künftige Nutzung der Schlungenhöfer Flächen.  In jedem Fall sind zulässig: Getränkehandel, Lebensmittelhandwerk, Nahrungs- und Genussmittel, Pharmazeutica, Tabak, Wein und Zeitschriften.

Der Bodenrichtwert liegt bei 75 Euro/qm, für erschlossene Wohnbereiche bei 105 Euro/qm, gewerbliche Flächen werden mit 55 Euro/qm bewertet.

Bebauungsplan „Nördliche Industriestraße“

Zweck des Bebauungsplans ist es, in dem rund fünf Hektar großen Bereich den zentrenrelevanten Handel auszuschließen. Zulässig ist die Nutzung nach dem Handwerkerprivileg (bis 800 qm), die keine Sortimentseinschränkung vorsieht. Somit wären dort Handwerkerhöfe vorstellbar, wie sie von der FDP gewünscht werden.

Bebauungsplan Gunzenhausen Süd

Die Grundstückseigentümer in der Leonhardsruhstraße haben  die Bebauung des 3770 qm großen Privatgrundstücks beantragt. Neben dem bestehenden Einfamilienhaus sollen weitere drei Grundstücke zur Bebauung freigegeben werden. Der Stadtrat hat dem im Prinzip zugestimmt. Es ist nach dem Entwurf keine Umweltprüfung notwendig. Ein Artenschutzgutachten regelt selbst die Details, z.B. wird bemerkt, dass der Gutachter in einer Stunde zwei Katzen beobachtet hat, die flächendeckend Kothaufen hinterlassen haben.

Bebauungsplan Jahnstraße

Es entstehen in der Verlängerung der bisherigen Bebauung (Richtung Radweg zum Altmühlsee) zöwei Mehrfamilienhäuser  eines regionalen Bauträgers (Bauunternehmers). Dies entspricht 24 Wohneinheiten. Zu beachten sind die Auflagen im Überschwemmungsgebiet.

Störche überwintern

Wer in den alten Zeitungen blättert, der wird immer wieder auf den schmückenden Namen für das Golddorf Gundelsheim treffen: “Die Braut des Altmühltals”. Das Dorf hat sich nicht nur in den letzten Jahrzehnten herausgeputzt, als es galt, die Goldmedaille des bundesweiten Verschönerungswettbewerbs “Unser Dorf soll schöner werden” zu verteidigen, die Bewohner sind ständig bemüht, den schönen typischen Charakter zu bewahren. Wer in den letzten Tagen entlang der Altmühl unterwegs war, dem gelangen schöne Fotoimpressionen, beispielsweise von den beiden überwinternden Störchen. Foto: Falk

Ausgangssperre entfällt

Inzidenz liegt jetzt bei 22,2 in Altmühlfranken

Seit Montag, 15.02.2021, gilt im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen keine nächtliche Ausgangssperre mehr. Die aktuelle 7-Tage-Inzidenz bei den Corona-Neuinfektionen im Landkreis liegt laut den Daten des Robert-Koch-Instituts am 15.02.2021 bei 22,2.

Auf Grund der nunmehr erfolgten Änderung der 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung gilt die nächtliche Ausgangssperre nunmehr nur noch in Landkreisen und kreisfreien Städten, in denen die 7-Tage-Inzidenz von 100 auch nur an einem Tag innerhalb der letzten sieben Tage überschritten wurde, und zeitlich nunmehr von 22 bis 5 Uhr. Für alle anderen Landkreise und kreisfreien Städte entfällt die Ausgangssperre.

Bei einem erneuten Überschreiten der 7-Tage-Inzidenz von 100 bei den Corona-Neuinfektionen kann die nächtliche Ausgangssperre nach entsprechender amtlicher Bekanntmachung des Landkreises wieder in Kraft gesetzt werden.

Das Landratsamt macht darauf aufmerksam, dass trotz des Wegfalls der nächtlichen Ausgangssperre auch weiterhin die allgemeinen Ausgangsbeschränkungen der aktuell geltenden 11. Bayerischen Infektionsschutzmaßnahmenverordnung von den Bürgerinnen und Bürgern zu beachten sind. Das Verlassen der Wohnung während der Tag- und Nachtzeit ist auch weiterhin nur bei Vorliegen triftiger Gründe erlaubt ist. Dazu gehören z. B. Versorgungsgänge, die Ausübung beruflicher oder dienstlicher Tätigkeiten oder der Besuch eines anderen Hausstands unter Beachtung der Kontaktbeschränkungen.

Landrat Westphal betont abschließend, „trotz der im Landkreis erzielten Erfolge beim Rückgang der 7-Tage-Inzidenz ist weiter Vorsicht geboten. Deutlich ansteckendere Virusmutationen, aber auch zu viele Kontaktmöglichkeiten können das Infektionsgeschehen jederzeit wieder anfachen und eine dritte Welle erzeugen. Die Rückkehr eines exponentiellen Wachstums muss auf jeden Fall verhindert werden.“

Niedrigster Wert

Im Landkreis auf unter 35 gesunken

Erfreulicherweise ist die 7-Tage-Inzidenz pro 100.000 Einwohnern im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen in den vergangenen Tagen unter den Wert 50 und sogar unter 35 gesunken. Diese Entwicklung ist natürlich positiv, allerdings müssen die auch im Landkreis vorkommenden Mutationen des Corona-Virus genau beobachtet werden.

Stand heute, 11. Februar 2021 verzeichnet der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen eine 7-Tage-Inzidenz von 23,2. „Die Entwicklung der vergangenen Tage geht in die richtige Richtung. Auch in den Pflegeheimen im Landkreis sind keine neuen Corona-Ausbrüche hinzugekommen. Vielen Dank an alle Landkreisbürgerinnen und -bürger für das weitere Durchhalten und dass Sie sich an die bestehenden Einschränkungen halten“, so Landrat Manuel Westphal.

Trotz der guten Entwicklung gilt es weiterhin vorsichtig zu sein, da in der vergangenen Woche die erste Corona-Mutation auch im Landkreis entdeckt wurde. Zwischenzeitlich wurde auch bei dem positiv getesteten Familienmitglied der betroffenen jungen Frau eine Mutation festgestellt. Die Sequenzierung steht derzeit noch aus, so dass noch nicht feststeht, um welchen Virustyp es sich handelt. Die Betroffenen sowie die ermittelten Kontaktpersonen befinden sich in häuslicher Quarantäne.

Das für den Landkreis beauftragte Labor hat zudem mitgeteilt, dass ab sofort alle positiven Testbefunde auch auf Mutationen untersucht werden.

Die Situation in den Pflegeheimen im Landkreis scheint sich derzeit etwas zu entspannen. Die meisten betroffenen Personen, die durch die Ausbrüche in den Einrichtungen infiziert waren, konnten aus der Quarantäne entlassen werden. In den vergangenen Tagen sind keine neuen Corona-Ausbrüche in Heimen bekannt geworden.

Auch die Corona-Impfungen im Landkreis setzen sich weiter fort, da wieder mehr Impfstoff geliefert werden konnte. Erstgeimpft sind mittlerweile 2.385 Personen, zweitgeimpft 1.176 Personen (Stand: 10.02.2021). Bei einer Senioreneinrichtung im Landkreis stehen die Erstimpfungen noch aus. Am 10. Februar wurde mit der Impfung in der ersten Einrichtung für behinderte Menschen im Landkreis begonnen.

Zum heutigen Tag, 11.02.2021, verzeichnet der Landkreis seit Beginn der Pandemie 2.544 Corona-Infektionen. 98 Menschen sind in Verbindung mit einer Corona-Infektion verstorben (lt. RKI, Stand 11.02.2021).

Teure Heimerziehung

Mehraufwand für die Jugendhilfe im Kreis

Der Zuschussbedarf für die Jugendhilfe erhöht sich 2021 auf 10 Millionen Euro, das sind 318000 Euro mehr als im vorigen Jahr.

Wie Kreiskämmerer Peter Nebert im Jugendhilfeausschuss darlegte, müssen 316500 Euro mehr für die Heimerziehung eingeplant werden, insgesamt 2,4 Millionen Euro.  Es wird davon ausgegangen, dass ein Heimplatz rund 65000 Euro im Jahr kostet, das sind monatlich rund 8000 Euro. 1,3 Millionen Euro müssen für die Eingliederungshilfen bereitgestellt werden (14 Fälle, je 65000 Euro im Jahr).

Im Landkreis stellen die privaten Träger der Heime mehr Plätze als der Landkreis selbst benötigt (43), und zwar sind das 32 Plätze in Gersdorf und  24 Plätze im Bezzelhaus Gunzenhausen.  In großer Teil der Jugendlichen in diesen beiden Heimen kommt von außerhalb des Landkreises, eigentlich aus dem ganzen Bundesgebiet.  Es liegt an den Jugendämtern, ihnen geeignete und spezielle Heimplätze zuzuweisen.

CO2-Ampel für Schulen

Sie sollen das Stoßlüften unterstützen

Direktor Klaus Drotziger (links) nahm von Landrat Manuel Westphal die Ampeln entgegen.

An den weiterführenden Schulen im Landkreis findet seit dieser Woche für die Abschlussklassen wieder Wechselunterricht statt. Passend zum Start konnten die für die Schulen bestellten CO2-Ampeln ausgeliefert werden und sind nun in den Klassenräumen im Einsatz.
208 CO2-Sensoren wurden vom zuständigen Sachgebiet im Landratsamt für die Schulen in Landkreisträgerschaft bestellt. Der Freistaat Bayern unterstützt die Kommunen bei der Beschaffung der Geräte mit einem Festbetrag in Höhe von 7,27 Euro je Schülerin und Schüler.

Die CO2-Ampeln sollen in den Klassenzimmern beim notwendigen Stoßlüften unterstützen, um den CO2-Gehalt in der Luft zu reduzieren und somit das Corona-Ansteckungsrisiko zu minimieren. Der Sensor ist ein kleines, unscheinbares Gerät, das durch ein Netzteil betrieben wird. Die Luftgüte wird durch drei verschiedenfarbige LED angezeigt, deshalb auch der Vergleich mit einer Ampel. Zudem erfolgt eine akustische Warnung, wenn der CO2-Gehalt in der Luft zu hoch wird.
Im gelben Ampelbereich sollte gelüftet werden, im roten Ampelbereich muss gelüftet werden, um eine angemessene Qualität der Raumluft sicherzustellen. Ist der CO2-Gehalt unter der angegebenen Schwelle, so ist davon auszugehen, dass auch die Virenkonzentration verringert ist.
Zusätzlich hat der Landkreis bereits im Dezember für die Schulen in eigener Trägerschaft 22 mobile Luftreinigungsgeräte bestellt. Auch bei dieser Beschaffung wird das Landratsamt vom Freistaat über ein Förderprogramm unterstützt. Mit dem Förderprogramm können Räume ausgerüstet werden, in denen keine natürliche Belüftung möglich ist. Die Geräte werden voraussichtlich in der nächsten Woche geliefert.

Fahrradaktiveste Kommune

Gunzenhausen mit den meisten Radkilometern pro Einwohner

Gunzenhausen darf sich “Fahrradfreundliche Kommune in Bayern” nennen. Landrat Dießl zeichnet die Städte aus, rechts ist Bürgermeister Fitz eingeblendet.

Als digitales Event erfolgte im Rahmen einer feierlichen Veranstaltung die Auszeichnung der AGFK zum Stadtradeln 2020. Gunzenhausen errang dabei wieder einen ersten Platz und zwar in der Kategorie “Fahrradaktivste AGFK-Kommune mit den meisten Radkilometern pro Einwohner”.

Bester Newcomer mit den meisten Radkilometern pro Einwohner errang Marktoberdorf. Bester AGFK-Newcomer mit den meisten Radlkilometern pro Einwohner war die Stadt Neuendettelsau.

Als fahrradaktivstes Kommunalparlament bewies sich Oberpframmern im Landkreis Ebersberg. Unter den kleinen Gemeinden erreichte diese Platzierung Unterdießen im Landkreis Landsberg am Lech. Als fahrradaktivster Landkreis wurde der Landkreis Starnberg geehrt.

Matthias Dießl, Vorsitzender der AGFK Bayern und Landrat des Landkreises Fürth zeichnete die sechs Kommunen aus.

Elf AGFK-Mitgliedskommunen haben sich dem anspruchsvollen Prüfverfahren mit Erfolg unterzogen und dürfen sich bis 2027 offiziell „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“ nennen: Die Städte Freising, Fürstenfeldbruck, Lindau, Memmingen, Neumarkt in der Oberpfalz und Passau, die Gemeinden Gröbenzell und Oberschleißheim sowie die Landkreise Augsburg, Nürnberger Land und München. Die Auszeichnung ist eine Anerkennung für das bisher Erreichte bei der Radverkehrsförderung, erfordert nach sieben Jahren jedoch eine Rezertifizierung, bei der weitere Fortschritte erkennbar sein müssen. Die Stadt Gunzenhausen wurde bereits 2018 als fahrradfreundliche Kommune ausgezeichnet. Die Rezertifizierung steht im Jahr 2025 an.

„Das Fahrrad ist ein Verkehrsmittel mit Zukunft. Ich freue mich deshalb, wenn sich viele Kommunen in der AGFK engagieren und die richtigen Rahmenbedingungen schaffen, damit noch mehr Menschen in Bayern Radfahren und dabei auch sicher unterwegs sind“, betonte Bayerns Verkehrsministerin Kerstin Schreyer, die den ausgezeichneten Kommunen in einem vorab aufgezeichneten Grußwort gratulierte. „Dabei werden wir die Städte, Gemeinden und Landkreise in gewohnter Manier unterstützen und beispielsweise den Bau von Radwegen und Abstellanlagen weiter fördern.“ Dass Verwaltung, Politik und Bevölkerung dem Fahrrad als Verkehrsmittel steigende Bedeutung beimessen, lässt sich auch am kontinuierlichen Zuwachs der AGFK Bayern ablesen.

In der Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen in Bayern e.V. (AGFK Bayern) haben sich 83 bayerische Kommunen mit insgesamt knapp sechs Millionen Einwohnern mit dem Ziel zusammengeschlossen, gemeinsam den Radverkehr zu fördern, Erfahrungen auszutauschen und Synergieeffekte zu nutzen. Die AGFK Bayern vertritt die Interessen ihrer Mitglieder im Radverkehrsbereich u.a. in der Landes- und Bundespolitik und bei kommunalen Spitzenverbänden. Dazu zählen sowohl die Förderung einer radverkehrsfreundlichen Mobilitätskultur als auch der Ausbau der Infrastruktur und die Erhöhung der Sicherheit für Radfahrerinnen und Radfahrer. Alle Mitglieder werden nach einem einheitlichen Kriterienkatalog auf ihre Fahrradfreundlichkeit geprüft.

Geschäfte präsentiert

Studierende der Hochschule Ansbach waren am Werk

Bereits zum dritten Mal erstellten Studierende der Hochschule Ansbach aus
dem Studiengang Multimedia und Kommunikation im Rahmen ihrer Seminararbeit Kurzvideos von Gunzenhäuser Unternehmen. Geleitet wurde dieses Studienprojekt von Professor Johannes Heil mit der Unterstützung der Stadt Gunzenhausen und des Stadtmarketingvereins.

Im Rahmen einer Videopräsentation stellten die Studierenden jetzt die sehr beeindruckenden Ergebnisse vor. Die fertigen Videos werden auf der Onlineplattform “ingunzenhausen.de” veröffentlicht und den beteiligten Unternehmen für ihre eigenen Werbezwecke zur Verfügung gestellt.
Die Studierenden wollten das Interesse an den beteiligten Unternehmen durch Emotionen, die sie durch Bilder erzeugten, gewinnen. Das Projekt wurde in Gunzenhausen bereits zum dritten Mal durchgeführt. Die Videos zeigten eine sehr große Bandbreite an Einzelhändlern, Dienstleistern,
Handwerks- und Gewerbebetrieben freute sich Wirtschaftsreferent Andreas Zuber bei der Präsentation.

Auch Projektleiter Professor Johannes Heil war vom abgeschlossenen Seminar begeistert. Die Hochschule in Ansbach ist bei der technischen Umsetzung dieser Werbetechniken deutschlandweit führend und die Studierenden sind alle sehr gut ausgebildet, berichtete er von seiner Arbeit als wissenschaftlicher Begleiter des Projektes. Bei der Erstellung der 90 – 120 Sekunden dauernden Videos haben die Studierenden sehr viele Aufgaben selbständig erledigt und ihre praxisnahe Ausbildung durch die Hochschule bewiesen. Gerade in den herrschenden Coronazeiten ist die Onlinepräsentation für die einzelnen Unternehmen sehr wichtig und die Kooperation zwischen der Stadt Gunzenhausen und der Hochschule in Ansbach ist für alle Beteiligten eine „Win-Win-Situation“; erläuterte Bürgermeister Karl-Heinz Fitz.
Im Rahmen dieses Projektes entstanden Imagevideos die folgende Unternehmen näher und in kurzer und interessanter Form vorstellen: Haas Styling, die Markt-Apotheke, Getränke Jäger,Bosch & Co GmbH, Barbershop Ulrich und Best Reisen Böhm GmbH.
Andreas Zuber bedankte sich bei allen beteiligten Unternehmen für die Zusammenarbeit und Professor Heil stellte abschließend noch den durch die Onlineveröffentlichungen vorhandenen
Mehrwert der Videos für die Unternehmen heraus. Die Videos stellen für die einzelnen Unternehmen ein modernes Aushängeschild dar um sich trotz der vorhandenen Beeinträchtigungen bei ihren Kunden ins Gedächtnis zu bringen, freute sich Andreas Zuber. Es wird auch im Jahr 2021 wieder ein derartiges Projekt geben, da wegen Corona nur sechs
Betriebe gezeigt werden konnten und sich bereits viele Unternehmen aus Gunzenhausen auf die Warteliste für ein neues Projekt setzen ließen, versicherten Andreas Zuber und Prof. Johannes Heil gemeinsam.
KLAUS HEGER