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Einweihung des kunststoffcampus bayern in Weißenburg

Eine Vision wird Wirklichkeit – Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen will sich als „Wissens- und Technologieregion“ etablieren

Pressefoto

Der neue „kunststoffcampus bayern“ in Weißenburg ist einweiht worden. Fotos: ZIA

Nach nur knapp 18 Monaten Bauzeit konnte am Freitag, 27. März, in Weißenburg i. Bay. der „kunststoffcampus bayern – Technologie- und Studienzentrum Weißenburg“ vom Bayerischen Kultus- und Wissenschaftsminister Dr. Ludwig Spaenle im Rahmen eines feierlichen Festaktes in Anwesenheit zahlreicher Ehrengäste aus dem Bereich der bayerischen Hochschulen sowie zahlreicher Unternehmensvertreter und Kommunalpolitiker in Betrieb genommen werden. Der neue Campus, der von der Technischen Hochschule Deggendorf sowie der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach partnerschaftlich geleitet wird, soll sich dabei zu einem Aushängeschild weit über die Region Altmühlfranken hinaus entwickeln und einen wesentlichen Beitrag dazu leisten, den bislang als „strukturschwach“ geltenden Landkreis in der Zukunft als „Wissens- und Technologieregion“ in Bayern zu etablieren.
Im neuen „kunststoffcampus bayern“ finden angewandte Forschung und Lehre eine Heimat. Errichtet wurde der Campus vom Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und der Großen Kreisstadt Weißenburg i. Bay., die im Jahr 2012 zu diesem Zweck eigens die kommunale TSZ Weißenburg GmbH gegründet hatten. Während sich die Technische Hochschule Deggendorf für den Teilbereich Technologiezentrum sowie für die

Landrat Wägemann bedankte sich bei Kultusminister Dr. Spaenle.

Landrat Wägemann bedankte sich bei Kultusminister Dr. Spaenle.

Gesamtleitung des Campus verantwortlich
zeigt, hat die Hochschule Ansbach die Leitung des Studienzentrums übernommen. Grundlage für die Realisierung dieses hochschulübergreifenden Kooperationsprojekts war die Bereitstellung Campuseinweihung einer Anschubfinanzierung sowie von zusätzlichen Planstellen durch den Freistaat Bayern, der damit gleichzeitig seiner Verantwortung nachgekommen ist, in den als strukturschwach geltenden und vom demografischen Wandel besonders betroffenen Regionen zusätzliche Entwicklungsimpulse zu setzen.
Das nun bereits bezogene Gebäude weist eine Hauptnutzfläche von 1.627 m² auf und bietet einen Bruttorauminhalt von 17.270 m³. Beide Kommunen, also die Große Kreisstadt Weißenburg sowie der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen, wendeten für die Umsetzung des Bauprojekts insgesamt 8,5 Millionen Euro netto auf. Diese Zahlen verdeutlichen die Dimensionen des Projekts, welches für beide kommunale Partner einen finanziellen Kraftakt bedeutet.
Alle Beteiligten erhoffen sich von der Tragweite des kunststoffcampus bayern zahlreiche positive Auswirkungen auf die Region. Dieses in Bayern einmalige Projekt, bei dem zwei Hochschulen gemeinsam einen Campus betreiben, zielt vorrangig auf den Wissens- und Technologietransfer in den ländlichen Raum ab.
Für das Studienzentrum zeigt sich die Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach verantwortlich, welche derzeit zwei berufsbegleitende Studiengänge vor Ort anbietet. Während mit „Strategisches Kundenorientiertes Management (SKM)“ ein branchenübergreifender betriebswirtschaftlicher Studiengang angeboten wird, bereitet der ingenieurwissenschaftliche Studiengang „Angewandte Kunststofftechnik (AKT)“ angehende Führungskräfte auf verantwortungsvolle Aufgaben im Bereich der Kunststofftechnik vor. Beide Studiengänge sind bereits in Ausweichräumen im Werner-von-Siemens Gymnasium in Weißenburg erfolgreich gestartet. Die Hochschule Ansbach ist seit Jahren Vorreiter im Bereich der beruflichen Weiterbildung und damit ein idealer Partner am kunststoffcampus bayern.
Gleichzeitig wird der Wirtschaft am Technologiezentrum die Möglichkeit eingeräumt, verschiedene Analyse- und Messinstrumente zu nutzen oder Forschungsaufträge zu vergeben. Damit wird den Unternehmen eine notwendige Plattform zur Weiterentwicklung Ihrer Produkte gegeben. Durch die am Campus praktizierte Forschung und Entwicklung sollen zahlreiche innovative Ideen und Produkte entstehen, die für den weiteren Unternehmenserfolg nicht nur in der Kunststoffbranche essenziell sind. Das Technologiezentrum am kunststoffcampus bayern schlägt exakt in diese Kerbe und bietet professionelle Geräte und wissenschaftliches Personal auf höchstem technologischen Niveau direkt vor Ort an. Für den Betrieb des Technologiezentrums konnte die Technische Hochschule Deggendorf gewonnen werden, die bereits langjährige Erfahrungen mit Forschungsaußenstellen in Form mehrerer Technologiecampi
hat. Das Technologiezentrum in Weißenburg ist bereits der achte Technologiecampus der Technischen Hochschule, was für die außerordentliche Kompetenz und Erfahrung dieser Hochschule spricht.
Besonders erfreulich für die TSZ Weißenburg GmbH als Bauherr ist dabei, dass bislang mit den vergebenen Generalunternehmer-Leistungen der finanzielle Rahmen des vom Aufsichtsrat bereitgestellten Kostenbudgets eingehalten werden konnte. Die bislang aufgelaufenen Baukosten bewegen sich im Rahmen der von den Gesellschaftern (Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und Große Kreisstadt Weißenburg) bzw. vom Kreistag und Stadtrat bereitgestellten Haushaltsmittel. Die Mitglieder des Aufsichtsrats der TSZ Weißenburg GmbH mit ihrem Aufsichtsratsvorsitzenden Landrat Gerhard Wägemann an der Spitze können nunmehr mit großer Freude und Stolz nach einer rekordverdächtigen Bauzeit von 18 Monaten den fertiggestellten kunststoffcampus bayern an die Technische Hochschule Deggendorf sowie an die Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach offiziell zur weiteren Nutzung übergeben. Bis zur Einweihung des kunststoffcampus bayern wurde von den kommunalen Partnern und den beiden beteiligten Hochschulen ein langer oft auch steiniger Weg beschritten. Doch der Neubau des Campusgebäudes, welches nun in markanten Orangetönen erstrahlt, zeigt zum heutigen Tag der Einweihung auf, dass sich dieser Weg gelohnt hat.
Historie des Projekts
Die Ursprünge des Projekts „Hochschulstandort Weißenburg“ gehen dabei bis ins Jahr 2010 zurück, als sich auf Grund einer Initiative des früheren Landrates des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, Franz Xaver Uhl, eine Delegation von Landkreisvertretern auf den Weg nach Teisnach machte, um den dortigen Technologiecampus der damaligen Hochschule Deggendorf zu besichtigen. Das dortige Konzept der Hochschule Deggendorf überzeugte die Gäste aus Weißenburg und beflügelte den Landkreis damals im Oktober 2010 ein regionales Branchennetzwerk kunststoffverarbeitender Unternehmen, das Kunststoffnetzwerk „k-messwerk“, zu gründen. Neben der Notwendigkeit der Sicherstellung des Technologietransfers zu den kunststoffverarbeitenden Unternehmen in der Region wurde zudem von Landkreisseite auch ein Handlungsbedarf im Bereich der Nachwuchskräftegewinnung und –bindung erkannt. Um auf diese Herausforderungen als strukturschwacher ländlicher Raum reagieren zu können, wurde von Seiten der Landkreisverwaltung eine Projektkonzeption erstellt, die letztendlich die Realisierung eines kombinierten Technologie- und Studienzentrums vorsah. Glücklicherweise konnten mit der Technischen Hochschule Deggendorf sowie mit der Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach zwei starke Umsetzungspartner für dieses Kooperationsprojekt gefunden werden. Um dieses einmalige Kooperationsprojekt auf die Erfolgsspur zu bringen, startete im April des Jahres 2011 der damalige Stimmkreisabgeordnete des Bayerischen Landtages Gerhard Wägemann, mittlerweile Landrat des Landkreises Weißenburg-Gunzenhausen, eine umfangreiche politische Initiative, um auf der Basis einer staatlichen Anschubfinanzierung ein ähnliches Konzept wie in Teisnach im Landkreis umsetzen zu können. Gleichzeitig wurde von den beteiligten Hochschulen unter enger Einbindung der Landkreisverwaltung sowie des Kunststoffnetzwerks „k-messwerk“ intensiv an der Erstellung eines Förderkonzepts für dieses Modellprojekt gearbeitet und in weiteren Gesprächen mit dem Bayerischen Wissenschaftsministerium etwaige Fördermöglichkeiten des Freistaates Bayern geprüft. Als im November 2011 die Förderzusage der Landesregierung eintraf, wurde das Vorhaben offiziell der Öffentlichkeit vorgestellt. Bereits im Januar des darauffolgenden Jahres wurde mit der Umsetzung begonnen, so dass erste Workshops mit den regionalen Unternehmen zu den Inhalten möglicher berufsbegleitender Studiengänge abgehalten werden konnten. Um die Planungsphase sowie die spätere Realisierung dieses Hochschulprojekts vorantreiben zu können, gründeten der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen und die Große Kreisstadt Weißenburg i. Bay. am 12. Juni 2012 die kommunale Betriebsgesellschaft „TSZ Weißenburg GmbH“, an der beide kommunale Partner je zur Hälfte beteiligt sind. Die Technische Hochschule Deggendorf und die Hochschule für angewandte Wissenschaften Ansbach unterzeichneten im Januar 2013 eine Kooperationsvereinbarung, die den gemeinsamen Betrieb des Campus besiegelte. Nach einer langwierigen und schwierigen Planungsphase – die Kombination Technologietransfer- und Studienzentrum gab es bayernweit bislang noch nicht – unter der erfolgreichen Projektsteuerung der „HSP Projektmanagement und Beratung GmbH“ aus Töging, des federführenden Architekturbüros Bär-Stadelmann-Stöcker aus Nürnberg sowie des TGA-Fachplaners Frey-Donabauer-Wich aus Gaimersheim erfolgte am 27.9.2013 der offizielle Spatenstich und damit der Baubeginn des kunstoffcampus bayern in Weißenburg. Unter der Führung des Aufsichtsratsvorsitzenden, Landrat Gerhard Wägemann, hatte sich der TSZ-Aufsichtsrat damals einstimmig für die Vergabe der europaweit ausgeschrieben Generalunternehmerleistungen an das niederbayerische Hoch- und Tiefbauunternehmen Bachl in Röhrnbach entschieden. Von nun an überschlugen sich die Ereignisse, so folgte bereits im Oktober 2013 der Start des ersten berufsbegleitenden Studiengangs „Strategisches Kundenorientiertes Management (SKM)“ in Ausweichräumen des Gymnasiums in Weißenburg. Die Bauphase verlief glücklicherweise zu jeder Zeit termingerecht, so dass im Juli 2014 das traditionelle Richtfest gefeiert werden konnte. Zum Wintersemester 2014/2015 startete weiterhin der zweite berufsbegleitende Studiengang „Angewandte Kunststofftechnik (AKT)“ der  Hochschule Ansbach. Bereits am 16. März diesen Jahres startete am Studienzentrum Weißenburg im neuen Gebäude des kunstoffcampus bayern das Sommersemester, so dass die ersten Vorlesungen in den neuen Hörsälen abgehalten werden konnten.

Wichtige Termine in Gunzenhausen

„Messe Altmühlfranken“ vom 16. bis 19. April

Hier einige Termine der nächsten Wochen, die von allgemeiner Wichtigkeit sind:

Das Kunstforum Fränkisches Seenland hält am 13. April, um 19 Uhr in der Gaststätte „Adlerbräu“ in Gunzenhausen seine Jahresversammlung ab. Es wird auch die Vorstandschaft neu gewählt. Wie Vorsitzender Klaus Seeger mitteilt stehen demnächst folgende Termine an:

31. März: Kabarett in Kooperation Tobias Mann „Verrückt in die Zukunft“

26. April: Austellung Hans Pattis (Südtirol) „Seelenholz“

5. Juli: Jahresausstellung der Mitgliedskünstler „Sex in the city“

16. August: Fotoaussstellung Rainer Imschloss „Weitenzauber“

4. Okober: Ausstellung Eckart Böhmer „Ein Zeichen sind wir – deutungslos“.

29. November: Ausstellung Margit Schuler „Kings and Vagabonds“

14. Dezember: Kabarett in Kooperation Hagen Rether „Liebe“

Am 16. April jährt sich der Bombenangriff auf Gunzenhausen zum 70. Mal. An diesem Tag gedenken Mitglieder des Stadtrats um 17.30 Uhr am Alten Friedhof der 141 Opfer, um 19 Uhr ist eine Gedenkveranstaltung in der Stadthalle.

Die „Messe Altmühlfranken“ ist vom 16. bis 19. April in Gunzenhausen. Sie wird am Donnerstag, 16. April, um 10 Uhr in der Stadthalle von Staatssekretär Johannes Hintersberger, MdL, aus dem Staatsministerium der Finanzen, der Landesentwicklung und Heimat, eröffnet. Die wichtigsten Themenbereiche sind – – „Mein Haus – meine Energie – meine Mobilität“

  • „Rundum gesund“
  • Altmühlfranken erleben
  • Grüne Halle: Natur pur
  • Bauen – Wohnen – Einrichten
  • E-Mobilität er-fahren
  •  Innovatiion 3D-Drucker
  •  Altmühlfränkische Biervielfalt

Die Organisation der Messe obliegt wiederum der JWS GmbH aus Mörslingen. Sie hat alle bisherigen Regionalschauen in Gunzenhausen und Weißenburg organisiert. Geöffnet ist die „Messe Altmühlfranken“ täglich von 10 bis 18 Uhr.
Der Eintritt kostet fünf Euro (Erwachsene), vier Euro (Rentner) und drei Euro (Jugendliche 14 bis 18 Jahre, Studenten). Es gibt auch eine Dauerkarte für sieben Euro, die zum täglichen Besuch einlädt.

„Ouodlibet -Wie es euch gefällt“ ist eine Kunstausstellung betitelt, die Klaus Selz, Susanne Jost und Jochen Lebert vom 24. April bis 31. August in den Räumen des Landgasthofs Gentner in Spielberg durchführen. Die Vernissage ist am 24. April, um 19 Uhr im Sudhaus. Wer danach in den Gaststuben ein Abendessen einnehmen will, der möge sich bitte anmelden (09833/988930). Die Ausstellung ist von Mittwoch bis Sonntag (11.30 bis 14 Uhr und 17.30 bis 21 Uhr) oder nach Vereinbarung anzusehen.

Die Seenlandlinie rund um den Altmühlsee startet am 1. Mai. Sie ist ein zusätzliches Angebot des VGN in der Stadt. Der Bus führt über Gunzenhausen, Schlungenhof, Wald, Streudorf, Arberg-Mörsach, Ornbau zurück nach Gunzenhausen. Begleitend dazu gibt es eine neue Buslinie, die am Wochenende den Brombachsee mit dem Altmühlsee verbindet.
Der Termin für den nächsten „KulturHerbst“ in Gunzenhausen steht auch schon. Es ist der 10. Oktober 2015. Nach dem großen Erfolg der ersten Veranstaltung im letzten Jahr rechnen die Organisatoren vom Stadtmarketing mit einer großen Resonanz der Menschen aus der Stadt und dem Umland.

Der Posaunenchor Oberasbach wird 90 Jahre und kündigt deshalb einen ganzen Reigen von Veranstaltungen an. Am Sonntag, 10. Mai, um 19.30 Uhr ist in der Stadtkirche ein Jubiläumskonzert, am 26. Juni gibt es um 19 Uhr einen Dorfabend („90 Jahre und kein bisschen leise“) mit dem Jubelchor und Songs bekannter Interpreten, am 27. Juni lädt der Chor zum Konzert mit der Classic-Brass „Rendevous de la Musique“ ein, am 28. Juni ist der 41. Bezirksposaunentag mit Festgottesdienst (9.30 Uhr).

Kulinarische Wochen in Altmühlfranken

Vom 17. bis 26. April: „Bier, Bärlauch und Bratwurst“

Kulinarik AltFranken gilt seit jeher als eine Landschaft der kulinarischen Genüsse.  Der „Garten Eden“ ist voll mit einzigartigen fränksichen Produkten. Zur kulinarischen Vielfalt trägt im besonderen Maße der „starke Süden“, also die Region Altmühlfranken, bei. Viele Betriebe haben sich den „Kulinarischen Aktionswochen 2015“ angeschlossen.

Nach „Fisch aus heimischen Gewässern“ vom 6. bis 15. März können sich die Freunde der guten regionalen Küche auf folgende Aktionen freuen:

– „Bier, Bärlauch, Bratwurst“ vom 17. bis 26. April

– „Karpfen und Wildschwein“ vom 11. bis 13. September

– „Scharfe Wochen mit Kren und Apfel“ vom 9. bis 18. Oktober

 „Wir kochen Wild & Kürbis“ vom 13. bis 22. November.

An der Aktiosnwoche „Bier, Bärlauch, Bratwurst“ nehmen folgende  Betriebe teil: Landgasthaus „Jägerhof“ in Absberg, der „Brandenburger Hof“ in Weißenburg, der Landgasthof „Zum Schnapsbrenner“ in Spalt-Großweingarten, das Hotel-Restaurant „Schwarzer Bär“ (nur 21. bis 26. April),  das Landgasthaus „Zur Linde“ in Pleinfeld-Stirn,  der Biergarten „Zum Hafen“ in Absberg-Badehalbinsel, das Gasthaus „Zum Hochreiter“ in Spalt-Enderndorf, der Gasthof „Zum Lamm“ in Treuchtlingen-Wettelsheim.

Das kreative Angebot reicht vom Kartoffel-Bärlauchstrudel über Bärlauchspätzle, Bärlauchtzatziki mit Baguette, Bärlauchbratwürste mit Merkendorfer Kraut, Bio-Lammbratwürste mit Bärlauch, Rücken vom Schwäbisch-Haller-Landschwein unter Bärlauchkruste mit Malzbierjus, Bärlauchsuppe mit Blutwurst-Ravioli bis zu Chillibratwürsten mit Teufelsdip und Wedges.

Mitgetragen wird die Aktion von den Metzgereien Peter Grötsch in Ellingen, Johann Rebelein in Gunzenhausen, „Storchenfischer“ in Gunzenhausen, Hofladen Naß in Fiegenstall, Metzgerei Reiner Seibold in Fiegenstall, Metzgerei Prosiegel in Markt Berolzheim, Metzgerei Dieter Kleemann in Emetzheim und der Metzgerei Thomas Wolf in Emetzheim.

Förderverein „kunststoffcampus“ gegründet

Einweihung des Technologie- und Studienzentrums ist am 27. März

Campus Gründungsmitglieder_FÖV

Vorsitzender des Fördervereins ist der Gunzenhäuser Unternehmer Dr. Simon Amesöder (Mitte), ein Stellvertreter der Weißenburger Fabrikant Dr. Karl-Friedrich Ossberger (links daneben).

Der „Förderverein kunststoffcampus bayern“ ist nunmehr offiziell gegründet worden. Die Initiative hierzu ging von Landrat Gerhard Wägemann, Dr. Simon Amesöder, Gunzenhausen, und Dr. Karl-Friedrich Ossberger, Weißenburg, aus. In der Gründungsversammlung wurde die Satzung einstimmig beschlossen und die Vorstandschaft gewählt.
Der Zweck des Vereins besteht in der Förderung der Entwicklung und des Betriebs des „kunststoffcampus bayern – Technologie- und Studienzentrum“, der am 27. März 2015 offiziell eingeweiht wird.
Ziel des Vereins ist es, Mittel zur Förderung von Wissenschaft und Forschung, der Berufsbildung und der akademischen Aus- und Weiterbildung zu generieren. Dies soll u.a. durch die Schaffung eines Dialogklimas zwischen Wissenschaft und Wirtschaft, durch die finanzielle Unterstützung und Durchführung wissenschaftlicher Veranstaltungen sowie durch die Initiierung und den Ausbau von Kontakten zu relevanten Einrichtungen auch außerhalb der Region Altmühlfranken realisiert werden.
Versammlungsleiter Jürgen Schröppel, Oberbürgermeister der Stadt Weißenburg, leitete die Gründungsversammlung. Zum Vorsitzenden des Fördervereins wurde Dr. Simon Amesöder, Geschäftsführer der RF Plast GmbH, Gunzenhausen, gewählt, zu seinem Stellvertreter Dr. Karl-Friedrich Ossberger, Ossberger GmbH + Co, Weißenburg. Das Amt des Schatzmeisters des Vereins übernimmt der Steuerberater und vereidigte Buchprüfer Rudolf Dürr (Steuerkanzlei SWR, Weißenburg). Zur Schriftführerin wurde  Sabine Unterlandstaettner (Zukunftsinitiative altmühlfranken) benannt. Als weitere Vorstandsmitglieder wurden ebenfalls einstimmig gewählt: Andre Baumann (Verpa Folie GmbH), Karl- Heinz Durst (KTW), Andreas Gebhardt (Alfmeier Präzision AG), Harald Höglmeier (HP-T Höglmeier), Oliver Kipf (CG-Tech GmbH) und Michael Meier (Oechsler AG) .
Alle natürlichen oder juristischen Personen, die sich mit den Zielen des kunststoffcampus bayern identifizieren, sind als neue Mitglieder herzlich willkommen.

Neues am Altmühlsee

FKK-Strand und Revier für Kite-Segler

Die Besucher des Altmühlsees dürfen sich in der  Saison 2015 auf einige Neuerungen einstellen. Wie Verbandsgeschäftsführer Daniel Burmann mitteilt, ist eine Wiese beim Surfzentrum Schlungenhof als Start- und Landeplatz für die Kite-Surfer etabliert worden. Das Wasserwirtschaftsamt Ansbach hat im Uferbereich den Bewuchs ausgelichtet und die Wasserbausteine mit Kies überschüttet. So ist auf 150 Metern Länge ein ideales Kite-Revier entstanden.

Kitesegeln Schaller

Für die Kitesegler gibt es am Surfzentrum Schlungenhof einen eigenen Strandbereich. Foto: Stefan Schaller

Für die Freunde der Freikörperkultur gibt es nun auch am Altmühlsee einen FKK-Strand. Die Naturisten können sich auf einem Bereich von 5000 Quadratmetern am Seezentrum Muhr am See ausbreiten. Eine Hecke grenzt den Sandstrand und die Liegewiese ab.

Noch mehr Wohlfühlambiete verspricht der Lounge-Bereich am Kiosk Muhr, also direkt am See. Die Gäste können auf bequemen Lounge-Möbeln Platz nehmen und den Blick auf den See genießen. Die Nutzung der Liegestühle ist kostenfrei.

Wohlfühloasen sind auch die zehn Waldliegen, die an tollen Aussichtspunkten aufgestellt wurden. So können Wanderer und Radfahrer innehalten und bequem relaxen.

Am Seezentrum Wald ist ein neuer öffentlicher Grillplatz zu nutzen. es gibt zwei festinstallierte Grills und zwei ebenfalls festinstallierte Tischgruppen (jeweils acht Personen). Die Grillfreunde müssen also nur ihre Grillkohle, ihre Steaks oder Bratwürste mitbringen, ja sogar ihre eigenen Tische, Bänke und Stühle können sie dort platzieren. Vom Parkplatz am Seezentrum Wald aus ist der Grillplatz nicht weit entfernt.

Vom Wasserwirtschaftsamt Ansbach sind in den letzten Jahren die Uferwege beiderseits des Zuleiters sowie am Altmühlsee zwischen Wald und Schlungenhof und zwischen Wehr Streudorf und Wehr Nesselbach asphaltiert worden.  In den Seezentren Schlungenhof und Muhr am See sind bisher schon die Geh- und Radwege getrennt. Nun wird in den Zwischenbereichen ein zweiter Parallelweg gebaut. Der Radweg wird durchgehend asphaltiert, der Fußweg bleibt wassergebunden. Die Menschen, die gern auf den Uferwegen unterwegs sind, werden diese Nachricht gerne hören, denn sie müssen bald nicht mehr die Staubwolken ertragen, die sich bilden, wenn zu viele Radler auf der „Piste“ sind. Asphaltierte Radwege gehören inzwischen zum Standard in Deutschland. Der Zweckverband Altmühlsee verspricht sich von den getrennten Wegen mehr Sicherheit. Geschäftsleiter Daniel Burmann: „Wir erleichtern damit auch den mobilitätseingeschränkten Menschen die Nutzung der Wege.“

Heuer gibt es wieder einen Fotowettbewerb des Zweckverbands Altmühlsee. Wer die schönsten und originellsten Fotos einreicht, der hat gute Gewinnchancen. Jeder nimmt an einer Verlosung teil. Zu gewinnen gibt es u.a. ein Candle-light-Dinner für zwei Personen, aber auch Freikarten für die MS Altmühlsee.

Neu: Kornhaus der Stadt Spalt

Eröffnung des Museums HopfenBierGut und der Tourist-Information

Spalt Logo HBGAm Ostersonntag, 5. April 2015, wird ab 14 Uhr in Spalt das Kornhaus eröffnet und seiner neuen Nutzung zugeführt: Neben der Tourist-Information im Erdgeschoss kann auch das neue Museum HopfenBierGut im 1. und 2. Obergeschoss besucht werden. Um 14.30 Uhr werden die derzeit amtierenden Königinnen: Karin Heckl, Hopfenkönigin, und Carina Schätz, Bierkönigin verabschiedet. Dann folgt die Inthronisierung der beiden neuen Königinnen.

Das Kornhaus der Stadt Spalt wurde 1457 als Zehentstadel errichtet und ist seit 1862 im Besitz der Stadt. Die umfassenden Sanierungsarbeiten konnten im letzten Jahr abgeschlossen werden und nun kann das Kornhaus seiner Nutzung zugeführt werden.

„Die Symbiose von Tradition und Moderne ist im Kornhaus eindrucksvoll gelungen.“, so lässt sich das Ambiente im Kornhaus wohl am besten beschreiben. Auf rund 1200 Quadratmetern entführt das einzige Hopfen- und Biermuseum Deutschlands auf eine interaktive und lebendige Reise durch die Welt von Hopfen, Bier und der Stadt Spalt mit seiner letzten Kommunalen Brauerei.

Die interaktiven Inszenierungen im Museum lassen die Welt des Hopfens in Verbindung mit der Braukunst lebendig werden: Am dreidimensionalen Stadtplan wird die Hopfen- und Bierstadt Spalt erkundet, das Panorama-Kino mit seinen raumhohen Leinwänden lässt das Spalter Hopfenjahr erleben – man steht mittendrin! Der begehbare Braukessel zeigt eindrucksvoll: Wie wird aus Hopfen Bier. Anschließend erfährt man am medialen Biertisch welche Biervielfalt es in anderen Ländern gibt.
Am Ende des Rundgangs stimmt die Aromastation auf die Spalter Biere ein. Der Museumsbesuch wird durch einen kleinen Umtrunk an der ProBierBar im Erdgeschoss abgerundet.

Neben dem kulinarischen Biergenuss informiert die Tourist-Information im Kornhaus über Aktivitäten in Spalt und dem Fränkischen Seenland. Im Museumsladen finden Sie ausgewählte Produkte rund um das Thema Hopfen und Bier.
Für alle Interessierte, die selbst einmal am Braukessel stehen wollen, bietet die Spalter Bierwerkstatt mit der museumseigenen Handwerksbrauerei – ab Sommer 2015 – Braukurse und ein spannendes Veranstaltungsprogramm rund um Hopfen und Bier an.

Der Nachmittag des Ostersonntags wird musikalisch von der Stadtkapelle Spalt umrahmt. Für die kleinen Gäste wird ein kurzweiliges Kinderprogramm geboten. Auch für das leibliche Wohl wird gesorgt: Der Förderverein Historisches Kornhaus Spalt e.V. bietet Kaffee und selbstgebackenen Kuchen an und auch die Spalter Brauerei wird mit einem Ausschank vor Ort sein.

Die Umsetzung des zweiten Bauabschnitts wird gefördert durch das Bayerische Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft, und Forsten und den Europäischen Landwirtschaftsfonds für die Entwicklung des ländlichen Raums (ELER) und die Regierung von Mittelfranken. Zwei Projekte in der Ausstellung werden gefördert durch die Bayerische Sparkassenstiftung, die Sparkassenstiftung Roth-Schwabach und die Landesstelle für die nichtstaatlichen Museen in Bayern.

 

FDP will den Dialog mit den Seniorenberatern

Aus der Arbeit des FDP-Kreisvorstands

Das seniorenpolitische Konzept des Landkreises soll keine Worthülse sein, sondern mit konkreten Schritten realisiert werden. Diese Erwartung äußerte Kreisrätin Sigrid Niesta-Weiser auf der vergangenen Sitzung des FDP-Kreisvorstands im Windsfelder „Moarhof“.
Sie bekräftigte die Absicht des Landkreises, in allen Gemeinden ehrenamtliche Seniorenberater einzusetzen, die örtliche Ansprechpartner sein sollen. Um die Gesamtproblematik zu vertiefen, wird die FDP nach Ankündigung von Kreisvorsitzendem Günther Hagenheimer (Sammenheim) demnächst die Seniorenberater zu einem Dialog einladen.
Die liberale Kreisräte Sigrid Niesta-Weiser und Dr. Axel Peiffer bekräftigen die neuen Hochschulangebote im Landkreis, also den Kunststoff-Campus in Weißenburg und die Hochschule für angewandtes Management in Treuchtlingen. „Wir schaffen damit ein Angebot für Menschen, die ansonsten abwandern müssten“, sagte Sigrid Niesta-Weiser. Nach heutigen Erkenntnissen lasse sich bereits sagen, dass der Kunststoffcampus eine starke Sogwirkung auf die Unternehmen der Kunststoffbranche habe.
Thomas Geilhardt (Pleinfeld) äußerte sich zu den grundsätzlichen Zielen der FDP. Er gehört dem Landesausschuss für Zukunftsfragen an, der ein neues liberales Grundsatzpapier ausarbeitet.

Gartenbuchpreis zum 9. Mal vergeben

In neun Kategorien zeichnete die Jury um Robert Freiherr von
Süsskind auf Schloss Dennenlohe die besten Titel aus.

Lust und Freude am Garten und Gärtnern – die frisch prämierten Bücher, die heute auf Schloss Dennenlohe mit dem Deutschen- & Europäischen Gartenbuchpreis – von Beginn an gesponsert von STIHL- ausgezeichnet wurden, zeigen dies auf jeder Buchseite. Unter den über 100 Einsendungen von 38 Verlagen prämierte die Experten-Jury die besten Neuerscheinungen des Jahres 2015.
Den Vorsitz führte Robert Freiherr von Süsskind, der den Gartenbuchpreis mit seiner
Frau Sabine vor neun Jahren initiiert hat. Sein Familiensitz, das fränkische Schloss
Dennenlohe, bot auch in diesem Jahr wieder den festlichen Rahmen für die Verleihung
des Gartenbuchpreises.
Die neun Preisträger – darunter erstmalig die neue Kategorie „Bestes Gartengedicht
des Jahres“:
– Die Siegerin ist Yolanda Del Monico mit Ihrem Titel „blütenzauber –
Impressionen aus meinem weissen Garten“.
– Den ersten Platz in der Kategorie Bestes Buch zur Gartenprosa belegt der Titel
„Grashüpfer liebt Taglilie“ von Ute Studer aus dem Jan Thorbecke Verlag.
– In der Kategorie Bestes Garten- oder Pflanzenportrait gewann das Buch
„Ireland Glenkeen Garden“ von W. Michael Satke aus der Hirmer Verlags GmbH.
Der zweite Platz in der Kategorie ging an „Geliebte Viola“ von Jennifer Warschun
& Josh Westrich (Fotos) aus der Edition Art & Nature und auf Platz Drei belegt
„Pflanzen-Schätze“ von Stefanie Syren & Elke Borkowski (Fotos) aus dem BLV
Buchverlag
– Der Gewinner in der Kategorie Bester Bildband heißt 2015 „Luxus Gärten“ von
Ferdinand Graf Luckner, Dr. Thomas Hagen & Bettina Hagen-Demuth aus dem
BLV Buchverlag. Der zweite Platz ging an „Der goldene Grubber“ von Kat
Meschik, Verlag Galiani Berlin, gefolgt von „Sichtungsgarten Weihenstephan“
von Bernd Hertle & Christa Brand (Fotos), aus dem Eugen Ulmer Verlag.
– Als Bester Ratgeber gewann „Blackbox Gardening“ von Jonas Reif, Christian
Kress & Dr. Jürgen Becker, das im Eugen Ulmer Verlag erschienen ist. Auf den
Plätzen zwei und drei folgen „Lob des Unkrauts“ von Brunhilde Bross-Burkhardt,
aus der Haupt Verlag AG und „Gärtnern mit dem Hochbeet“ von Folko Kullmann
aus dem Gräfe und Unzer Verlag.
– Als Bestes Buch über Gartengeschichte wurde „Lustwald, Beet und Rosenhügel“ von Clemens Alexander Wimmer, aus dem VDG Weimar ausgezeichnet. Auf den zweiten Platz gelangte „Die Kölner Flora“ von Stephan Anhalt & Gerd Bermbach, J.P. Bachem Verlag und auf den dritten Platz „Barmer Anlagen“ vom Förderverein Historische Parkanlagen Wuppertal e. V. (Hg.) aus der Edition Köndgen UG.
– In der Kategorie Bester Gartenreiseführer siegte „Gärten & Parks in Brandenburg“ von Oliver Hoch aus dem L&H Verlag. Der zweite Preis in dieser
Kategorie ging an den „Gartenreiseführer Schweiz“ von Sarah Fasolin, Georg D.
W. Callwey Verlag und auf Platz Drei „Dicht am Paradies – Spaziergänge durch
Pariser Parks und Gärten“, Rainer Moritz, Knesebeck Verlag.
– Als Sonderkategorie für den Dr. Viola Effmert Gedächtnispreis wurde in diesem
Jahr die Kategorie „Bester Gartenkalender“ gekürt. Der Jan Thorbecke Verlag
belegte mit dem Historischen Blumenkalender 2015 den ersten Platz.
– Die Leserjury von der Fachzeitschrift „Mein schöner Garten“ kürte als
Leserpreis das Buch „Bio-Starter – Von null auf hundert zum Biogarten“ von
Sebastian Ehrl aus dem blv Buchverlag.
– Als Abschluss des Abends verkündete Dr. Stihl den Stihl Sonderpreis – für
außergewöhnliche Leistungen, der mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 €
dotiert ist. „Lustwald, Beet und Rosenhügel“ von Clemens Alexander Wimmer,
erschienen im VDG Weimar, konnte sich für diesen Preis 2015 qualifizieren!
Die Jury des Deutschen Gartenbuchpreises bestand neben Robert Freiherr von
Süsskind aus Dr. Klaus Beckschulte, Deutscher Börsenverein des Buchhandels –
Landesverband Bayern e.V., Katharina von Ehren, International Tree Broker GmbH,
dem Gartenbuchexperten Jens Haentzschel, der Burda-Redaktionsdirektorin Andrea
Kögel, Dipl. Ing. Jochen Martz von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und
Landschaftskultur (DGGL) Bayern Nord, Dr. Rüdiger Stihl von der STIHL Holding GmbH
& Co. KG sowie dem Geschäftsführer der Zeitschrift BuchMarkt, Christian von Zittwitz.
– Der European Garden Book Award, der zum fünften Mal vergeben wurde, ging
an „Felstengärten, Gartengrotten, Kunstberge“, Uta Hassler (HG.), Hirmer Verlag
GmbH. Auf den zweiten Platz gelangte „Das Gartenmanifest“, Henk Gerritsen,
Verlag Eugen Ulmer und auf Platz Drei „Die geheimen Gärten des Cotswolds“
von Victoria Summerley & Hugo Rittson-Thomas (Fotos) aus dem Gerstenberg
Verlag.
Die Jury für den European Garden Book Prize bestand neben Robert Freiherr von
Süsskind aus Jens Huwald, Geschäftsführer BayTM, Philip Smith, Photograph, IGPOTY,
Dipl. Ing. Jochen Martz, von der Deutschen Gesellschaft für Gartenkunst und
Landschaftskultur (DGGL) Bayern Nord, Karl Ploberger, ORF, Jens Spanjer, Stiftung
Schloss Dyck – Zentrum für Gartenkunst und Landschaftskultur, DGGL Präsident sowie
Carolin Wöhrl, Germanistin.
Bereits zum dritten Mal gab es mit dem (EGPA) European Garden Photo Award eine
Kooperation mit dem renommierten IGPOTY Preis aus Großbritannien – die Jury des
International Garden Photographer of the Year (IGPOTY) und Sabine Freifrau von
Süsskind kürten 3 Siegerbilder.
Platz 1: Annette Lepple – Misty morning – Verfeil, Tarn et Garonne, France
Platz 2: Yuliy Vasilev – Last Light – Island of Gozo, Malta
Platz 3: Sergey Karepanov – Staircase to Autumn – Schlosspark Dennenlohe, Germany
„Dieses Jahr waren wieder unglaublich reizvolle Bücher und phantastische Photos dabei
und die Entscheidung fiel der Jury nicht leicht, obwohl sich am Ende immer ein Sieger
abzeichnet“, betont Robert Freiherr von Süsskind nach Vergabe der Auszeichnungen.
„Es gibt im Gartenbuchhandelssegment jedes Jahr hochkarätige Publikationen und
Bücher über viele Spezialgebiete, die durch den Deutschen und Europäischen
Gartenbuchpreis die entsprechende Aufmerksamkeit, Wertschätzung und Würdigung
erfahren.“

Infostelle für Mediation im Rathaus

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz mit den beiden Mediatorinnen Raily Gräfin von der Recke und Wiebke Heider.

Bürgermeister Karl-Heinz Fitz mit den beiden Mediatorinnen Raily Gräfin von der Recke und Wiebke Heider.

Eine Informationsstelle für Mediation gibt es nun auch in Gunzenhausen.  Sie ist im Rathaus eingerichtet. Was aber ist Mediation?

Raily Gräfin von der Recke aus Pappenheim und Wiebke Heider informierten im Haus des Gastes vor einem Kreis interessierter Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft, Kirchen und Schulen über das ehrenamtlich Mediationsangebot. Seit Jahren gibt es dieses Angebot schon in Weißenburg.

Mediation bedeutet die Abklärung von strittigen Fragen zwischen zwei Parteien, die nach einem Weg suchen, die Probleme außergerichtlich zu klären. Das Beratungsangebot erstreckt sich auf mehrere Termine. Der Einzelfall entscheidet, wie viele Sitzungen notwendig sind, um eine Einigung zu erzielen. Diese wird schriftlich fixiert und hat vor Gericht Bestand.  Die Parteien bestimmen weitgehend selbst den Fortgang der Mediation.  Die Kosten beziehen sich auf die Stunden, die die ehrenamtliche Mediatorin aufgewandt hat. Das ganze Verfahren vollzieht sich stets in Absprache mit den beteiligten Parteien.

Die Mediation kann den Weg zum Rechtsanwalt und zum Gericht (und somit hohe Kosten) ersparen. Dennoch ist nicht  gesagt, dass die Mediation erfolgreich verläuft und mit einer belastbaren Vereinbarung zwischen den Parteien endet.

Das Angebot von Gräfin von der Recke und Wiebke Heider ist nicht auf die Menschen in der Stadt Gunzenhausen oder  im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen beschränkt.

 

Der Einzelhandel im Internet-Zeitalter

Stadt bietet den Geschäftsleuten ihre Hilfe an

Über die Zukunft des Einzelhandels im Zeitalter des Internets hat am 17. März in der Stadthalle der Citymanager von Freising, Christian Kramer (CIMA Citymanagement- und Beratungs GmbH) referiert. Von ihm war eine gute Diagnostik der Handelssituation in Deutschland zu hören, ebenso therapeutische Vorschläge. Eindrucksvoll zeichnete er nach, wie sich der „Kuchen“ für den Einzelhandel in den letzten Jahrzehnten verändert hat. Quintessenz: für den örtlichen Einzelhandel haben nach den Jahren nach dem Krieg und der ungebrochenen Wachstumsphase das Aufkommen der Verbrauchermärkte und der Discounter die Situation verschärft. Jetzt kommen auch noch das Internet und der Onlinehandel dazu.

Allein in den letzten fünf Jahren ist nach den Aussagen von Christian Kramer der Onlinehandel um 85 Prozent gestiegen. Und er nimmt weiter zu. Die Lage ist allerdings nicht ganz so hoffnungslos für den stationären Handel, wie es auf ersten Blick aussieht. Es gibt Erhebungen zum Kundenverhalten von heute. Danach  kaufen heute nur mehr 22 Prozent der Verbraucher im Geschäft ohne sich vorher im Internet zu erkundigen; 39 Prozent recherchieren zunächst im Internet und kaufen dann erst im Handel; 37 Prozent kaufen online ohne sich vorher in den örtlichen Geschäften zu erkundigen. Bis 2020 wird sich nach den Prognosen der  Umsatz des Onlinehandels auf 40 Prozent hochschaukeln.

Kramer stellte die Aussage eines erfolgreichen Onlineverkäufers in den Raum, der etwas profokant vorhersagt: 80 Prozent der Einzelhändler werden nicht überleben, wenn sie sich nicht verändern!

Wie Bürgermeister Karl-Heinz Fitz gegenüber den Einzelhändlern aus der Stadt ankündigte, werden das Citymanagement und die Wirtschaftsförderung der Stadt den Geschäften beratend unter die Arme greifen, wenn sie in ihren Bereich das Onlinegeschäft forcieren wollen. Dazu soll es demnächst einen Workshop geben.

Wie sehe ich die Dinge?

Es wird sicher nicht der Fall sein, dass alle Geschäftsinhaber von Gunzenhausen sich am Onlinegeschäft beteiligen. Viele Unternehmer sind entweder zu alt oder einfach aus vielerlei Gründen nicht in der Lage, darauf einzugehen. Für alle, die im stationären Handel bleiben müssen, ergibt sich nur eines:

–  Mehr Qualität bei Service und Beratung. Nur dadurch sind die Nachteile aufzuwiegen, die durch die Konkurrenz Onlinehandel entstehen. Jeder Geschäftsinhaber muss in unserem kleinstädtischen Umfeld seine Persönlichkeit einbringen. Nicht jedem wird das gelingen, denn es wird nicht jeder Einzelhändler als Kommunikator und Motivator geboren. Er muss aber Vorbild für seine Mitarbeiter sein, vor allem in punkto Motivivation und Freundlichkeit. Wenn er natürlich morgens sein Umfeld „runterzieht“, weil er schlechte Stimmung hat, dann darf er nicht erwarten, dass die Mitarbeiter besonders motiviert in den Tag gehen. Auch bei der Einstellung des Personals ist darauf zu achten, dass die Leute zur Branche und zum Geschäft passen. Das ist sicher nicht immer einfach, aber es bringt auch nichts, den sprichwörtlichen Trampel in die Eingangstür zu stellen oder auf den Erstkontakt mit dem Kunden loszulassen. Hier ist eine konsequente Schulung des Personals notwendig, wenn die Menschen nicht schon eine entsprechend gute charakterliche Befähigung für den Job mitbringen. In manchen Fällen wäre es sicher auch nicht schlecht, der Chef selbst würde einmal ein Führungsseminar besuchen.

Ich denke: Die Gesamtkeit guter Geschäfte in Gunzenhausen nützt allen und macht Gunzenhausen zu einer attraktiven Einkaufsstadt, in der die Kunden gerne auch verweilen. Es kommt sicher auf die Qualität der Geschäfte an, aber auch andere Faktoren (beispielsweise: entspanntes Einkaufen) bestimmen die Aufenthaltsqualität in einer Stadt.

Bei der Ansiedlung von neuen Geschäften darf es keine Versuche der Ausgrenzung geben. Die freiheitliche Gesellschaft und die freie Wirtschaftsordnung unseres Landes geben jedem Tüchtigen eine Chance, erfolgreich zu sein. Ich meine das vor allem auch in bezug auf die Ansiedlung und Vergrößerung des Expert-Geschäfts in der Ansbacher Straße. Einen Schutzwall um den bestehenden Einzelhandel kann es nicht geben.

Das Citymanagement muss für die Stadt ein Konzept für die intensivere Nutzung des Marktplatzes  ausarbeiten („Marktplatz aktiv“). Ich möchte, dass in dem neu zu gründenden „Marketing Gunzenhausen“ alle relevanten Kräfte mitarbeiten, damit wir aus unserer Stadt etwas Schönes machen. Mit den Gedanken an eine ganzjährgie Fußgängerzone sollten wir die Diskussion nicht länger befrachten. Auch Christian Kramer hat bestätigt, dass für eine solche Erlebniszone in einer Kleinstadt wie Gunzenhausen einfach die Resonanz an Besuchern (und Käufern) fehlt.

Deshalb ist es mir wichtig, alle für einen Konsens zu gewinnen. Und der sieht so aus: Im Marketing Gunzenhausen“ entwickeln wir gemeinsam ein Konzept, wie der Marktplatz (ganz allgemein: der Handel in der Stadt) noch attraktiver werden kann. Das ist am ehesten möglich, wenn wir das bisherige Angebot (Samstagskonzerte, Eisbahn, Kulturherbst) ausdehnen. Vor allem in den Sommermonaten könnten wir noch etliche Veranstaltungen mehr auf dem Marktplatz machen und so Besucher (und Käufer) anlocken. Das dürfte auch im Interesse des Handels sein. Wir müssen aber auch erkennen, dass es in diesem Fällen  sinnvoll ist, den Durchgangsverkehr für Stunden, habe Tage oder ganze Tage umzuleiten. Wenn wir diesen Konsens erreicht haben, dann ist schon viel geschehen in punkto „Gemeinschaft in unserer Stadt“. Sollte sich bei allen Beteiligten im Lauf der Jahre die Erkenntnis durchsetzen, dass es vorteilhafte wäre, den Marktplatz saisonal vom Durchgangsverkehr zu entlasten, dann könnte immer noch mit weitergehenden Maßnahmen reagiert werden.

WERNER FALK, Stadtrat