Archiv: Falk-report

“Heimat! Das Filmfestival”

Zum vierten Mal in Mittelfranken

Vom 19. bis 22. Januar 2017 findet zum vierten Mal “Heimat! Das Filmfestival” in Nürnberg statt. Thema ist “Umgang mit Klischees”. Die Filmreihe präsentiert Filme von den zwanziger Jahren bis heute, die jeweils von einem Experten vorgestellt und in den historischen Kontext gestellt werden. Im Anschluss an die Vorstellungen besteht Gelegenheit zur Diskussion mit Fachleuten, Regisseuren, Schauspielern und Autoren.

Das ausführlich Programm gibt es auf der Internetseite “bezirk-mittelfranken.de”. Es kann auch telefonisch (0981/4664-5002) angefordert werden. Veranstaltungsort ist das Filmhaus Nürnberg in der Königstraße 93. Karten können jetzt schon vorbestellt werden (0911/231-7340).

Kein extra Führerschein für Feuerwehrautos

MdL Westphal: Einsatzbereitschaft  nicht beeinträchtigen

Der Bundesrat hat auf Länderinitiative Bayerns beschlossen, dass kein extra Führerschein für Einsatzfahrzeuge notwendig sein wird. „Die Fahrerlaubnisklasse C1 wird auch weiterhin ausreichen“, bestätigt der CSU-Landtagsabgeordnete Manuel Westphal.

Die Fahrerlaubnisverordnung muss durch neue EU-Vorgaben zur Definition bestimmter Fahrerlaubnisklassen angepasst werden. Dabei wird auch eine Neuabgrenzung von Führerscheinklassen vorgenommen. Dank der Initiative Bayerns im Bundesrat genügt auch in Zukunft die Fahrerlaubnisklasse C1 (Klein-LKW), um bestimmte Einsatzfahrzeuge wie der Feuerwehr, der nach Landesrecht anerkannten Rettungsdienste, des Technischen Hilfswerks oder sonstiger Einheiten des Katastrophenschutzes führen zu dürfen. Es ist nicht, wie zunächst geplant, eine Fahrerlaubnis der Klasse D1 (Klein-Bus) notwendig.

„Mit dieser Entscheidung wird ein unnötiger Mehraufwand für die ehrenamtlichen Einsatzkräfte vermieden. Der Führerschein für Klein-LKW ist in den Reihen der Ehrenamtlichen sehr viel mehr verbreitet als die Fahrerlaubnisklasse D1 für Klein-Busse. Der zusätzliche Erwerb eines Busführerscheins ist damit nicht erforderlich. Damit wird der lebenswichtige Dienst der vielen Ehrenamtlichen auch weiterhin unterstützt“, bekräftigt Westphal.

Fristverlängerung für Hochwasserhilfen

Gute Nachricht für Unwettergeschädigte

Manuel Westphal, Jürgen Ströbel und Schalk freuen sich über die Entschädigngsregelung.

Manuel Westphal, Jürgen Ströbel und Andreas Schalk freuen sich über die Entschädigngsregelung.

Anträge für Hochwasserhilfen 2016 können noch bis Ende Juni 2017 gestellt werden. Dies teilen die Landtagsabgeordneten Jürgen Ströbel, Manuel Westphal und Andreas Schalk mit.

Viele Gemeinden in Bayern, aber auch speziell in unserer Region sind von den Unwetterereignissen des Jahres 2016 stark betroffen gewesen. Bisher endeten die Fristen für die staatlichen Hilfsprogramme des Wirtschaftsministeriums, des Finanz- und Heimatministeriums sowie des Landwirtschaftsministeriums Ende Dezember 2016. Es zeigte sich allerdings, dass diese Frist von einigen Geschädigten nur schwer einzuhalten ist. Deswegen wird die Antragsfrist nun bis zum 30. Juni 2017 verlängert.

„Die Unwettergeschädigten im Landkreis und der Stadt Ansbach sowie im Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen haben nun noch länger Zeit, ihre Anträge bei den zuständigen Behörden einzureichen. Dies entspannt die Situation, nicht zuletzt in Hinblick auf das bevorstehende Weihnachtsfest“, erläutern die drei Abgeordneten.

Ströbel, Westphal und Schalk weiter: „Die Hilfsprogramme unterstützen Privathaushalte, Landwirte und Unternehmen bei der Sanierung und Instandsetzung des vom Jahrhunderthochwasser beschädigten Besitzes. Der Freistaat Bayern lässt die Geschädigten nicht im Stich.“

Kulturjahr 2017 startet mit “Kreuzgangspiele extra”

Achim Conrad: Hommage an Kurt Weill

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Achim Conrad als “Brandner Kaspar” 2015 © Forster

Kurt Weill (1900-1950) war einer der erfolgreichsten Komponisten des 20. Jahrhunderts, der mit geradezu phänomenaler stilistischer Wandlungsfähigkeit das Musiktheater bis heute in Atem hält. Er komponierte Musik zu Bertolt Brechts sozialkritischen Stücken, mit dem er die Theorie für das epische Theater entwickelte. Über Paris und London emigrierte Weill nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten 1933 in die USA.
Achim Conrad nimmt das Publikum am 27. Januar 2017, ab 20 Uhr im Sängermuseum mit auf eine musikalische Reise vom Berlin der 20er Jahre, das Weill zusammen mit Brecht ins „Dreigroschenfieber“ stürzte, über das Paris der 30er Jahre, das ihm einige der schönsten Chansons, die je geschrieben wurden, entlockte, an den New Yorker Broadway, wo Weill als erfolgreichster Musicalkomponist seiner Zeit gefeiert wurde. Mit kleinen Szenen, die die einzelnen Songs verbinden – fiktiven Tagträumen und realen Erinnerungen zwischen Leben und Musikschaffen – nähert sich die Hommage auch dem Menschen Weill und seiner turbulenten Epoche an. Achim Conrad wird von Manfred Knaak am Klavier begleitet.
Conrad ist seit einigen Jahren als Schauspieler und Regisseur für die Kreuzgangspiele aktiv, so führte er 2013 beim „Sommernachtstraum“ Regie und war 2015 als Brandner Kaspar und 2016 als Lenz zu sehen.

Ein Ausblick auf die Kreuzgangspiele 2017 verrät das Theaterprogramm:

Porter & Spewack / Kiss me, Kate / Premiere 8. Juni 2017;  Thomasson & Gavigan / Luther / Premiere 15. Juni 2017; Michael Ende / Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer / Premiere 14. Mai 2017; Wolfgang Herrndorf / Tschick / Premiere 10. Juli 2017; Hans Christian Andersen / Die Prinzessin auf der Erbse / Premiere 26. Juni 2017;  Jürgen Hoffmann / Argula – Die Reformatorin / Premiere 23. Juni 2017.

Karten & Informationen zu allen Kulturveranstaltungen und zur neuen Spielzeit der Kreuzgangspiele gibt es im Kulturbüro der Stadt Feuchtwangen, Marktplatz 2, 91555 Feuchtwangen, Telefon: 09852 904 44, E-Mail: mail@kreuzgangspiele.de, auf www.kreuzgangspiele.de und auf www.reservix.de

Ehrenamtliche G7-Helfer im Landtag

Später Dank an die Helfer des Gipfeltreffens

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Die Gruppe der Helfer mit ihren Angehörigen und Gastgeber MdL Westphal.

Rund 45 G7-Helfer aus der gesamten Region waren auf Einladung des Stimmkreisabgeordneten für Ansbach-Süd, Weißenburg-Gunzenhausen Manuel Westphal zu Besuch im Bayerischen Landtag. Der Abgeordnete bedankte sich so bei den Ehrenamtlichen des Technischen Hilfswerks und des Bayerischen Roten Kreuzes für ihren Einsatz während des G7-Gipfels in Elmau im Jahr 2015.

In den frühen Morgenstunden startete der Bus in Dinkelsbühl und machte Station in Unterschwaningen, Gunzenhausen und Weißenburg. Überall stiegen freiwillige Helfer des G7-Gipfels zu. Mit dabei waren Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerks aus Dinkelsbühl und Gunzenhausen sowie des Bayerischen Roten Kreuzes Kreisverband Südfranken und Kreisverband Ansbach. Auch einige weitere Gäste aus dem Stimmkreis waren bei der Gruppe dabei.

Der Tag begann im Maximilianeum: Nach einem einführenden Film zu den Aufgaben des Parlaments hatten die Besucher die Gelegenheit, dem Abgeordneten Manuel Westphal Fragen zu stellen. Dabei waren besonders die Themen Helfergleichstellung sowie die Unterstützung des ehrenamtlichen Rettungswesens allgemein im Mittelpunkt. MdL Westphal sicherte den Besuchern auch in Zukunft eine umfassende Unterstützung für die ehrenamtlichen Rettungsdienste zu.

Danach konnte die Besuchergruppe von der Tribüne aus an der Plenarsitzung teilnehmen. Die Sitzung war besonders interessant, da der Doppelhaushalt 2017/18 diskutiert und beschlossen wurde. Die Gäste hatten so auch einen ganz praktischen Einblick in die Arbeit ihres Landtagsabgeordneten.

Nach dem Mittagessen in der Landtagsgaststätte besichtigte die Gruppe die Bayerische Staatskanzlei. Auch hier konnten die Gäste einige interessante Räumlichkeiten wie den berühmten Kuppelsaal besichtigen und wurden über die Aufgaben der Staatskanzlei informiert.

Den Tag schloss die Gruppe dann bei einem gemütlichen Stadtbummel durch die weihnachtliche Landeshauptstadt ab. Dabei durfte ein Besuch auf dem Münchner Weihnachtsmarkt nicht fehlen.

Apfelglühwein von der Moststraße überzeugt

“Echt Brombachseer” ist ein Erfolgsprodukt

Der erstmals angebotene “Altmühlfränkische Apfelglühwein” der Manufaktur „Echt Brombachseer“ hat sich als ein weiteres Erfolgsprodukt der zwischenzeitlich beachtlichen Produktpalette aus Streuobstprodukten von der Fränkischen Moststrasse herausgestellt. Waren schon im vergangenen Jahr der Echt Brombachseer Kirschglühwein und dessen alkoholfreie Variante „KirschTraum“ bereits weit vor Weihnachten ausverkauft, ist dies in diesem Jahr dank einer erhöhten Produktion nicht passiert, aber die Nachfrage – auch im Vergleich zu herkömmlichen Glühwein-Produkten – hat mehr als überrascht.winterspez_2016

Die Menschen der Region schätzen die mit einem höheren Preis verbundene einzigartige Geschmacksvielfalt und spürbare Qualität. Und dies trifft in diesem Jahr neben den beiden Kirschglühweinen auch auf den neuen Apfelglühwein zu. Damit steht den Betrieben und interessierten Konsumenten entlang der Fränkischen Moststrasse ein originär aus der Region stammender Glühmost zur Verfügung.

Die Äpfel für den Streuobstglühwein stammen von unterschiedlichen Obstwiesen aus der Region. Die Kirschen für die beiden Kirschglühweine sind natürlich aus dem Brombachseer Kirschenland. Die für den alkoholfreien Kirschglühpunsch zusätzlich benötigten Pflaumen stammen ebenfalls aus Streuobstwiesen an der Fränkischen Moststrasse und die Johannisbeeren kommen aus dem bekannten Anbaugebiet bei Hilpoltstein.

Ursprüngliche Befürchtungen haben sich dagegen nicht bestätigen können, dass diese Obstglühweine keine Chance neben den klassischen Glühweinangeboten aus Rot- oder Weißweinen  besitzen. Im Gegenteil, die meisten Konsumenten haben dies als eine willkommene Alternative gesehen, um auch bei diesem Produkt auf eine regionale Option setzen zu können.

Mit den Streuobst-Glühweinen aus dem Bereich der Fränkischen Moststraße, die vom Schwäbischen  und Hohenloher Land über den Hesselberg bis in das Brombachseer Obstland reicht, wird mit diesen Produkten auch die Palette der touristischen Erlebnisangebote deutlich erweitert. Denn mit jedem Glas des Streuobst-Glühweins wird natülich auch ein Stück Moststraße mit verkauft.

Allerdings bleibt zu hoffen, dass der Erfolg des Glühweinabsatzes aus Streuobstwiesen auch weitere Obstbauern dazu motivieren wird, ihre einzigartigen Obstwiesen auch weiterhin intensiv zu pflegen, um auch künftig den Rohstoff für solche neuen Kreativprodukte zu liefern. Denn das Streuobst benötigt wieder mehr Fürsprecher und Förderer dieser in Europa einzigartigen Lebensräume. Und genau dafür ist der Glühwein – neben anderen Streuobstspezialitäten – ein ausgezeichnetes Produkt. Denn in Verbindung mit der Vielzahl der Apfelsorten und einem – wie beim Weinbau – differenzierten Ausbau im Keller steht hier eine besondere Spezialität unserer Region zur Verfügung. Und Most ist ohnehin ein Getränk, das rund um den Globus überall auf der nördlichen Halbkugel in sehr unterschiedlichen Qualitäten und Ausbauarten eine Besonderheit darstellt. Man trifft ihn in Spanien, England, Skandinavien, Österreich oder Polen genauso an, wie in Mexiko, Kanada, Japan oder in Russland. Daher ist es auch nur folgerichtig, die heimischen Streuobstwiesen zur Kreation dieser regionalen Spezialität von der Fränkischen Moststraße zu nutzen.

Nähere Auskünfte über: Dieter Popp, FUTOUR Regionalprodukte Haundorf;  dieter.popp@futour.com
Vertrieb über die Manufaktur „Echt Brombachseer“, info@echtbrombachseer.de

45.000 verschiedene Autoteile bei Heinzmann

Landrat Wägemann war beim Gunzenhäuser Unternehmen

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Von links: Katrin Heinzmann, Landrat Gerhard Wägemann, Bürgermeister Karl-Heinz Fitz, Heribert Heinzmann, Franz Seefried und Mark Heinzmann.

Ein Vollblutunternehmer, seine zwei engagierten Kinder und 140 Mitarbeiter an insgesamt sechs Standorten sorgen für den Erfolg der Firma Heinzmann KG – Autotechnik. Landrat Gerhard Wägemann besuchte kürzlich den Hauptsitz des Unternehmens in Gunzenhausen.
Es war einer dieser Unternehmensbesuche des Landrats, an dessen Ende vor allem großes Staunen herrschte. So ist dem Normalbürger oftmals nur das Firmengebäude samt Ladengeschäft direkt am Kreisverkehr an Gunzenhausens Süd-Einfahrt bekannt, dahinter steht jedoch ein Handelsunternehmen mit weit über 100 Mitarbeitern. Diese teilen sich auf insgesamt sechs Standorte auf, denn die Firma Heinzmann Autotechnik betreibt weitere Geschäfte und Lagerflächen in Dinkelsbühl, Nördlingen, Dillingen, Aalen und Roth. Als sogenannter „Vollsortimenter“ werden dort vor allem Ersatzteile in Erstausrüsterqualität für PKW, LKW und Motorräder angeboten.
Wägemann sowie die Mitarbeiter der Wirtschaftsförderung wurden herzlich von Heribert Heinzmann empfangen, ebenso begrüßten seine beiden Kinder Katrin und Mark die Besucher. Beide haben Betriebswirtschaft studiert und werden das Unternehmen zukünftig weiterführen. Nach der Begrüßung folgte sogleich die Betriebsbesichtigung, wobei es sich der Senior-Chef nicht nehmen ließ, sämtliche anwesende Mitarbeiter persönlich vorzustellen. Schnell wurde deutlich: Das Firmengebäude samt Lagerfläche platzt aus allen Nähten. Aus diesem Grund steht für die Heinzmanns fest, weiter in Gunzenhausen zu expandieren, weshalb bereits Gespräche mit der Stadt am Laufen sind.
An den Standorten lagern 35-45.000 ständig verfügbare Ersatzteile, die in den Ladengeschäften sowie über einen eigenen Onlineshop vertrieben werden. „Sollten wir etwas nicht auf Lager haben, so haben wir über Nacht Zugriff auf rund  zwei Millionen Teile.“, erklärte Mark Heinzmann. Die Geschäftsführer führten den Landrat durch endlos erscheinende Lagerflächen von Keilriemen, Radlagern, Glühbirnen und unzähligen weiterem Autobedarf. Eine Besonderheit stellen hierbei Produkte der Marke „Fuchs carparts“ dar, denn diese werden im Auftrag der Heinzmann KG produziert und als Eigenmarke exklusiv über das Unternehmen vertrieben. „An diesem Beispiel zeigt sich erneut, welche große Bedeutung auch auf den ersten Blick unscheinbar wirkende Unternehmen in unserem Landkreis haben!“, folgerte Landrat Wägemann. Abnehmer der einzelnen Produkte sind vor allem Autowerkstätten, jedoch können auch Endverbraucher direkt bei Heinzmann einkaufen. „Alleine vom Standort Gunzenhausen liefern wir mit unseren zehn Lastkraftwagen in einem Umkreis von 80 Kilometer an unsere Kunden aus, und das vier Mal am Tag!“, betonte Heribert Heinzmann.
Gegründet wurde das Unternehmen im Jahr 1935 als reiner Fachmarkt für Fahrrad- und Motoradteile, eröffnet von Verwandten der jetzigen Unternehmerfamilie. Da der Markt mit Fahrrädern damals aufgrund der sehr wenigen Modelle stagnierte, entschied sich die Unternehmensführung in den 70er Jahren, zusätzlich auch Autoteile in das Sortiment aufzunehmen. Von da an sollte der Handelsbetrieb stetig wachsen, sodass mittlerweile rund 550 Stammkunden auf den angebotenen Service vertrauen. Dabei denken die Geschäftsführer immer auch an die eigenen Mitarbeiter, die innerhalb des Unternehmens eine tragende Rolle spielen. Ebenso erhalten junge Menschen bei der Heinzmann KG eine Chance für den Berufseinstieg, seit der Gründung wurden ungefähr 420 Groß- und Außenhandelskaufleute ausgebildet. Auch im Jahr 2017 werden erneut einige Auszubildende an den verschiedenen Standorten eingestellt. Mit der Region um Gunzenhausen fühlt sich die Unternehmerfamilie besonders verbunden, so werden zahlreiche Projekte oder Sportvereine unterstützt.
Nach der ausführlichen Betriebsbesichtigung luden die Heinzmanns noch zu einer Gesprächsrunde ein, an der auch Bürgermeister Karl-Heinz Fitz teilnahm. Den Worten der Familie war dabei deutlich der Stolz zu entnehmen, noch ein bodenständig familiengeführtes Unternehmen zu sein. „Viele unserer Wettbewerber sind bereits von großen Konzernen aufgekauft worden. Wir setzten jedoch weiterhin auf Persönlichkeit und versuchen uns eigenständig weiterzuentwickeln.“, so der Tenor der Familie. Landrat und Bürgermeister begrüßten diesen Grundsatz und wünschten bei der Verabschiedung viel Erfolg für die Zukunft.

Einmütigkeit im Gunzenhäuser Stadtrat

Haushaltsrede von Stadtrat Werner Falk (FDP)

„Mutig investieren!“ Das ist die Devise der nächsten drei Jahre, die uns bis an das Ende der Amtszeit des Stadtrats führen werden.. Ich denke, wir müssen das billige Geld nutzen, das die Gemeinden ja noch günstiger bekommen als die privaten und gewerblichen Bankkunden.

Aber: Wir müssen stets auch die Schulden im Auge behalten.  Aus lauter Jux und Tollerei wird der Stadtrat das Geld nicht ausgeben. Gottlob können wir uns stützen auf die günstigen Prognosen der Wirtschaftsexperten, die von einer mittelfristigen Fortsetzung der Hochkonjunktur in Deutschland sprechen. Ich denke, dass sich alle Stadträte ihrer Verantwortung bewusst sind. Niemand möchte quasi als der „Schuldenmeister“ in die Annalen eingehen.

Die Jugendherberge Gunzenhausen wird ab Januar 2017 in der Regie der Stadt betrieben. Mit dem Deutschen Jugendherbergswerk gibt es aber weiterhin eine Partnerschaft.

Die Jugendherberge Gunzenhausen wird ab Januar 2017 in der Regie der Stadt betrieben. Mit dem Deutschen Jugendherbergswerk gibt es aber weiterhin eine Partnerschaft.

Für die Bürger Gunzenhausens ist es eine gute Nachricht: 2017 wird es außer den bereits beschlossenen Ergänzungs- und Verbesserungsbeiträgen im Abwasserbereich kaum höhere finanzielle  Belastungen geben. Noch nicht entschieden ist über die künftige Höhe der Bestattungsgebühren.

Mit der Ausweisung neuer Baugebiete (Frickenfelden, Östliche Nürnbergerstraße) sowie den planungsrechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung des ehemaligen BGU-Geländes und des Quartiers in der Osianderstraße sowie des Stingl-Grundstücks an der Albert-Schweitzer-Straße eröffnet die Stadt den Bauwilligen die Chance, zur eigenen Wohnimmobilie zu kommen. Gut für den Kämmerer: 1,8 Millionen Euro nimmt er durch den Verkauf von städtischen Grundstücken ein.

Gleichwohl bitte ich Überlegungen anzustellen, wie die Stadt denen helfen kann, die gerne eine eigene Wohnung hätten, aber nicht leistungsfähig genug sind, um die Aufwendungen zu stemmen.

Und: Bei den freiwilligen Leistungen der Stadt (1,9 Millionen Euro) wird es im nächsten Jahr keinerlei Einschnitte geben.  Diese  Nachricht werden die vor allem die Gunzenhäuser  Vereine gerne hören.  Ich bejahe das finanzielle Engagement der Stadt gegenüber den vielen ehrenamtlichen Aktionen und ich stehe dazu, die Eisbahn weiterzuführen und auch die „Fishing-Master-Show“ am Schnackensee  (mit 7000 Euro) zu unterstützen. Allein dieses Spektakel bringt der Stadt deutschlandweite Publicity.

Ich wünsche mir, dass 2017 die Bebauung des bisherigen Kinderspielplatz-Areals in der Frankenmuther Straße realisiert werden kann. Zu loben ist das avisierte Wohnbauprojekt der Wohnungsbaugesellschaft Gunzenhausen und auch der Neubau der Verwaltungsgemeinschaft Gunzenhausen. Zugleich möchte ich, dass die Stadt das Versprechen einlöst, für den bisherigen und nicht mehr attraktiven Kinderspielplatz eine neue Anlage  an der Theodor-Heuss-Straße zu errichten, die den neuesten Standard aufweisen wird.

Gedanken sollte sich der Stadtrat machen, wie es mit dem Fossilien- und Steindruckmuseum weitergehen kann. Gegenwärtig zahlt die Stadt jährlich 28500 Euro Miete an die Hospitalstiftung als Eigentümerin der Immobilie in der Sonnenstraße, aber die Besucherresonanz steht in überhaupt keinem Verhältnis zu diesen Kosten.

Das gleiche gilt für das Kommunale Jugendzentrum im ehemaligen Spitalgebäude. Es ist nicht mehr zeitgemäß. Auch die Konzeption, die vor drei Jahrzehnten zur Gründung geführt hat, gilt heute als überlebt. Wir sollten unsere Suche nach einem zentralen Standort für die Jugendarbeit fortsetzen und uns nicht scheuen, ein neues Konzept anzustreben nachdem das Jugendzentrum ohnehin zu einem Jugend-Migrationshaus geworden ist.

Ein letzter Gedanke gilt meinem „Steckenpferd“, der  „Seepromenade“. Ich freue mich, dass heuer bereits wichtige Leistungen vollbracht wurden. 2017 könnten meines Erachtens bürgerschaftliche Aktionen folgen, um den Weg von der Altstadt bis zum Seezentrum Gunzenhausen-Schlungenhof noch attraktiver zu machen. Vielleicht gelingt es ja, das Wasserwirtschaftsamt als Vertreterin des Freistaats (Grundbesitzer) mit ins Boot zu bekommen, damit die „Seepromenade“ einen durchgängig gleichen Ausbauzustand erhält.

Abschließend: Ich stimme dem Etat 2017 zu.

PS: Der Etat erhielt auch von den anderen Fraktionen volle Zustimmung, so dass der Haushalt ohne Gegenstimmen beschlossen wurde.

Der Verbund wird immer größer

80 Krankenhäuser und Heime bilden die Klinik-Kompetenz-Bayern eG

Die Klinik-Kompetenz-Bayern eG besteht seit Januar 2011 als Verbund kommunaler und freigemeinnütziger Kliniken und kann einen rapiden Anstieg der Mitgliederzahlen auf 33 mit mehr als 80 Kliniken, Medizinischen Versorgungszentren und Pflegeheimen unterschiedlicher Größen vorweisen. Auf dem Hesselberg (Mittelfranken) traf man sich im November zur traditionellen Jahrestagung.strategie-tagung-bild-1
„Aufgrund von zahlreichen Aktionen, Positionspapieren und Gesprächen konnten wir uns ein krankenhauspolitisches Profil erarbeiten, mit dem wir landesweit als feste Größe wahrgenommen werden“, so KKB-Vorstand Prof. Dr. Alexander Schraml, bei der Begrüßung der rund 80 Teilnehmer. „Nun ist es an der Zeit, uns intern noch besser aufzustellen“, kündigt KKB-Vorstand Jürgen Winter an. Es besteht Verbesserungspotential bezüglich des Informationsaustausches zwischen den KKB-Verantwortlichen und den Mitgliedern sowie zwischen den Mitgliedern untereinander.

Bei der Tagung, die den Charakter eines “Ideenworkshops” hatte, wurden die unterschiedlichen Berufsgruppen bewusst aufgeteilt. Die Teilnehmer, die sich aus Vorständen und Geschäftsführern, Ärztlichen Direktoren und Pflegedirektoren zusammensetzten, wurden für die Bearbeitung der verschiedenen Themenblöcke bunt gemischt und konnten sich nach persönlichen Schwerpunkten zusammenfinden. Von Beginn an wurde dadurch der offene Austausch gefördert.
„Nach anfänglicher Skepsis, fand ich die Vorgehensweise sehr gut“, so ein Teilnehmer am Ende der Veranstaltung. Eine Pflegedirektorin ergänzt: „Ich bin schon auf die Umsetzung der Ideen in der Praxis gespannt und freue mich darauf, mich aktiv einbringen zu können“. So wurden beispielsweise strategische Ziele der KKB für die nahe Zukunft festgelegt, die in den Projektgruppen durch operative Ziele und Maßnahmen mit Leben erfüllt werden sollen. Als gemeinsames Projekt 2017 wurde das Entlassmanagement empfohlen, das als neue gesetzliche Herausforderung auf die Kliniken wartet.
Des Weiteren wird die Anregung einer „Info-Veranstaltung“ für neue KKB-Mitglieder aufgegriffen. Hier sei die Vorstellung der KKB an sich und das Aufzeigen der Möglichkeiten zur Mitarbeit, vor allem auf der Ebene der Projektgruppen, geplant. Die ersten Termine sind bereits vereinbart. KKB-Vorstand Manfred Wendl kündigte in seinem Schlusswort an, dass „bereits im Januar die Ergebnisse der Jahrestagung nachbesprochen werden und die weitere Vorgehensweise im Aufsichtsrat diskutiert und abgestimmt wird“.

Was ist die KKB?

Dem freiwilligen Verbund angeschlossen sind – zum November 2016 – 33 Träger mit 66 kommunalen und freigemeinnützigen Kliniken, sowie medizinischen Versorgungszentren in Bayern. Rund 11.400 Betten im akutstationären Bereich und 383 Reha-Betten werden von der Klinik-Kompetenz-Bayern repräsentiert. Der Verbund versorgt jährlich rund 1,4 Millionen Patienten. Insgesamt beschäftigen die Klinken, die aktuell zur Genossenschaft zählen, rund 30.600 Mitarbeiter und haben ein DRG-Budget-Volumen von knapp 1,50 Milliarden Euro sowie einen Gesamtumsatz von 2,05 Milliarden Euro. Die Mitglieder der Genossenschaft betreiben auch zahlreiche Altenpflegeeinrichtungen und Seniorenparks.

“Heimatkundliche Streifzüge” neu erschienen

Acht Autoren widmen sich der lokalen Geschichte im Rother Land

“Das Leben muss rückwärts verstanden, aber vorwärts gelebt werden”. Das sagt der dänische Schriftsteller Soren Kierkegaard. Der Rother Landrat Herbert Eckstein greift das Zitat in seinem Vorwort zu den “Heimatkundlichen Streifzügen” auf, die jetzt zum 35. Mal erschienen sind. Herausgeber dieser heimatkundlichen Zeitschrift, die einmal im Jahr erscheint, ist der Landkreis.streifzuege-001

Ein Porträt von Büchenbach zeichnet Karl Heinz Streidl. Die Kommune mit ihren 5300 Einwohnern gehört zu den eher kleinen im Landkreis Roth, der 16 Gemeinden hat und damit eine andere Struktur aufweist als beispielsweise der Kreis Weißenburg-Gunzenhausen mit seinen 27 Kommunen. Hier zählen die Gemeinden und Städte mit mehr als 5000 Einwohnern schon zu den größeren Gebietskörperschaften.

Werner Pflitzinger beschäftigt sich mit Eulen, Herbstzeitlosen und geistvollen Menschen und erzählt, wie Ortsnamen Spannendes verraten.

Der Becksteinsche Backofen in Rittersbach und seine Geschichten “drumherum” wird von Herbert Lang vorgestellt.  “Dem Finsterbach entlang” nennt sich der Beitrag von Dr. Bernhard Wicki, der sich auf eine historische Reise von Pyrbaum nach Pfaffenhofen begibt. Das Schwarzachtal im Spannungsfeld zwischen dem Markgrafentum Ansbach und der Freien Reichsstadt Nürnberg (bis 1806)  erläutert Dr. Jörg Ruthrof.  Unter der Rubrik “Lebensfäden” schreibt Manfred Seitz über den Kaplan Julius Heuberger und den Missionar Pater Heribert Abel aus Hilpoltstein. “Das hässliche Gesicht des Krieges” ist der Titel einer Abhandlung von Robert Unterburger über das Leiden der Zivilbevölkerung in allen Jahrhunderten. Eva Schulheiß widmet sich unter dem Slogan “Kunst in Kirchen” den Dorfkirchen im ehemaligen ppfalz-neuburgischen Amt Heideck (Schlossberg, Rudletzholz, Aberzhausen, Ohlingen, Selingstadt).