LBV-Vorsitzender kritisiert Haltung der Staatsregierung
„Bayern muss wieder zu einem Motor im Natur- und Artenschutz werden und nicht zu einem Bremsklotz“. Mit dieser markanten Aussage begegnet Dr. Norbert Schäffer, der Landesvorsitzende des Landesbunds für Vogelschutz, der reservierten Haltung der Staatsregierung zur EU-Naturwiederherstellungsverordnung. Diese wird von der Staatsregierung, aber auch von den Waldbesitzerverbänden, als zu teuer, zu bürokratisch und technisch nicht gut gemacht“ kritisiert. Dr. Schäffer appelliert an die Regierung, die Verordnung nicht in Frage zu stellen. Diese besagt etwas umständlich, dass es bis 2030 keinen Nettoverlust an städtischer Baumüberschirmung geben darf. Bis 2050 müssen alle Städte und Vororte eine Mindest-Baumkronenbedeckung von zehn Prozent aufweisen.
Dr. Schäffer sagt, die Verordnung sollte eigentlich im bayerischen Sinn sein, dass die hierzulande vereinbarten Ziele nun auch auf europäischer Ebene gelten angestrebt werden.