Zeichen für den Radverkehr

Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen tritt AGFK Bayern bei

Ergebnis der Vorbereisung: Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wird als vorläufiges Mitglied in die AGFK Bayern aufgenommen und hat jetzt vier Jahre Zeit, die Handlungsempfehlungen umzusetzen. Bildnachweis: Landratsamt Weißenburg-Gunzenhausen / Nico Kögel

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen möchte fahrradfreundlicher werden und hat die Aufnahme in die Arbeitsgemeinschaft fahrradfreundliche Kommunen e.V. (AGFK Bayern) beantragt.

Das stetig wachsende Netzwerk bayerischer Kommunen existiert bereits seit 2012 und umfasst inzwischen 143 Städte, Gemeinden und Landkreise. Mit der Mitgliedschaft gilt es umfangreiche Kriterien in den Bereichen Infrastruktur, Information, Kommunikation und Service zu erfüllen. Die Aufnahme in die AGFK Bayern erfolgt in einem zweistufigen Verfahren. Im ersten Schritt erfolgt eine Bestandserfassung der Radverkehrsförderung in der Kommune – die sogenannte Vorbereisung.

Ende Mai war es soweit: Eine Bewertungskommission der AGFK Bayern, bestehend aus Christian Deuerling vom Referat Radverkehr der Landesbaudirektion Bayern, Vanessa Zagel von der AGFK Bayern Geschäftsstelle und Klaus Helgert vom ADFC Landesverband Bayern, stellte den Landkreis Kommune bei der Vorbereisung auf den Prüfstand.

Landrat Markus Gläser betonte bei seiner Begrüßung, dass der Landkreis mit der angestrebten Mitgliedschaft in der AGFK ein deutliches Zeichen setzen wolle: Der Radverkehr solle nachhaltig gestärkt, die Mobilität zukunftsfähig gestaltet und so die Lebensqualität für die Bürgerinnen und Bürger weiter erhöht werden. Anschließend wurde in einer Rad-Exkursion die landkreiseigene Radinfrastruktur auf Herz und Nieren überprüft und vor Ort diskutiert. Mit dabei waren neben Landrat Markus Gläser auch Vertreterinnen und Vertreter aus verschiedenen Abteilungen des Landratsamts sowie das Staatliche Bauamt, die Polizei, die Verkehrswacht, der ADFC Weißenburg und Mitglieder des Ausschusses für Regionalentwicklung, Tourismus, Sport und Kultur.

Am Nachmittag stellte Carla Trescher, Radverkehrsbeauftragte des Landkreises, den aktuellen Stand zur Fahrradförderung anhand des mehrseitigen Kriterienkatalogs der AGFK Bayern detailliert vor. Am Schluss der ganztägigen Begutachtung erhielt der Landkreis Handlungsempfehlungen durch die Bewertungskommission. Es sei erkennbar, dass der Landkreis bereits einiges für den Radverkehr geleistet hat, doch die Förderung des Radverkehrs sei Daueraufgabe, so Vanessa Zagel von der AGFK.

Der Landkreis Weißenburg-Gunzenhausen wird als vorläufiges Mitglied in die AGFK Bayern aufgenommen und hat jetzt vier Jahre Zeit, die Handlungsempfehlungen umzusetzen. Erst dann winkt im zweiten Schritt des Zertifizierungsverfahrens die Auszeichnung als „Fahrradfreundliche Kommune in Bayern“, die durch das Bayerische Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr verliehen wird.

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