Gunzenhäuser Mobilitäts- und Verkehrs-GmbH zu Gast beim Mobilitätskongress

Dass in vielen ländlichen Regionen das ÖPNV-Angebot nicht ausreicht, steht außer Frage. Es braucht eine Aufwertung, nicht nur für den täglichen Pendelverkehr, sondern vielerorts auch zur Förderung des Tourismus. Fragen wie diese wurden auf dem Podium beim renommierten Mobilitätskongress des CNA e.V. in Nürnberg diskutiert. Als „best practicer“ mittendrin: Stefan Dietz, der Geschäftsführer der Gunzenhäuser Mobilitäts- und Verkehrs-GmbH (MVG).
„In den letzten Jahren hat sich der ÖPNV in der Region Gunzenhausen stets weiterentwickelt“, erklärt der Verkehrsexperte. „Unsere Fahrgastzahlen steigen kontinuierlich und wir konnten unser Angebot deutlich erhöhen. Dazu kommt die reaktivierte Hesselbergbahn, welche der regionalen Verkehrswende weiter Aufwind gab. Wir müssen also Vieles richtig machen. Ich freue mich daher, dass wir die Chance bekommen haben, von unseren Erfahrungen auf großer Bühne berichten zu können. Der Austausch mit anderen Fachleuten ist immens wichtig, soll die Mobilitätswende am Ende auch gelingen.“
Im Rahmen des Kongresses, welcher in der Nürnberger Meistersingerhalle stattfand, analysierten die Fachreferenten unterschiedlichste Perspektiven und Ziele moderner Mobilitätskonzepte. Der Geschäftsführer der VDV-Landesgruppe Bayern, Burkhard Hüttl, sprach zum Beispiel über die große Bedeutung politischer Positiventscheidungen und gab gleichzeitig einen tiefen Einblick in die strukturellen Rahmenbedingungen auf Gemeindeebene. Professor Dr. Norbert Klassen von der Hochschule München präsentierte dagegen die Sicht der Wissenschaft und erläuterte innovative Lösungsansätze, die er mit seinen Studierenden erarbeitet.
Lars Bengsch vom Deutschen Alpenverein e.V. berichtete aus Sicht stark frequentierter Tourismusdestinationen. Aufgrund der hohen Verkehrsbelastung dort muss ÖPNV nicht nur benutzerfreundlich sein, sondern zudem ökologisch sinnvoll eingesetzt werden. Nachhaltigkeit wird großgeschrieben, denn der Schutz der sensiblen Naturräume hat oberste Priorität.
Stefan Dietz konnte hier ansetzen und über Beispiele aus der Altmühlfrankenregion berichten. Er referierte auf dem Podium über den Praxisalltag in einer mittelfränkischen Kleinstadt, die zugleich eine beliebte Tourismusdestination verbindet. „Verkehrsangebote sollten sich nicht nur ergänzen und gegenseitig bereichern, sondern auch für eine Entlastung der Infrastruktur und Umwelt sorgen.“
Professionell moderiert wurde die Veranstaltung von Stephan Rabl, dem Geschäftsführer des Landesverbandes Bayerischer Omnibusunternehmen e.V. Gekonnt führte dieser die unterschiedlichsten Themen und Beiträge zusammen und förderte damit den fachlichen Dialog zwischen Theorie und Praxis.
Das große Interesse am Kongress verdeutlichte, dass die Frage nach einem funktionierenden ÖPNV im ländlichen Raum weit über verkehrstechnische Aspekte hinausgeht. Sie berührt wichtige Themen wie soziale Teilhabe, wirtschaftliche Entwicklung und die Lebensqualität der Menschen. „Nachhaltige Mobilität ist ein entscheidender Baustein für die Zukunftsfähigkeit ländlicher und touristischer Regionen“, ist sich Stefan Dietz sicher.