Weißenburger SPD-Rathauschef ist 64-jährig gestorben

Seine 18-jährige Amtszeit als Oberbürgermeister war noch nicht beendet, als Jürgen Schröppel am Dienstag, 21. April, verstarb. An Ostern hatte er die Diagnose bekommen, an einem unheilbaren Hirntumor erkrankt zu sein. Seine Dienstgeschäfte konnte der SPD-Politiker deshalb nicht bis zum regulären Ende der Amtszeit am 30. April ausüben.
Der gebürtige Nördlinger entstammte einer Eisenbahnerfamilie, studierte Jura in Augsburg und sammelte erste berufliche Erfahrungen im Allgäu. 1994 führte ihn der Weg nach Weißenburg, wo er 18 Jahre als Richter am Amtsgericht tätig war. Es folgten weitere 18 Jahre als Oberbürgermeister in der ehemaligen freien Reichsstadt. In dieser Ära lernten ihn die Menschen als einen eher nüchtern agierenden Strategen, denn als parteipolitischen Eiferer kennen. In der Bevölkerung genoss er großes Ansehen, die politischen Kräfte in der Stadt kamen unter seiner Ägide gut miteinander zurecht.
Seine Nachfolgerin Eva Reichstadt, die eigentlich erst in der ersten Maiwoche vereidigt werden sollte, tritt aufgrund einer gesetzlichen Ausnahmeregelung bereits am heutigen Donnerstag ihr Amt an.