Stadt verabschiedet Bürgermeister Fitz

Ehrenvoller Ausklang einer 12-jährigen Dienstzeit

Alexander Herzog, Hans-Georg Degenhart und Dr. Simon Amesöder dankte KH Fitz und seiner Gattin Angelika mit Nützlichem (Brot und Gartenbank). Foto: M. Grosser

Einen würdevollen Abschied hat die Stadt Gunzenhausen ihrem bisherigen Bürgermeister Karl-Heinz Fitz (CSU) beschert. Im Rahmen eines Festakts in der Stadthalle vor vielen namhaften Persönlichkeiten bekundete Zweiter Bürgermeister Friedrich Kolb: „Bürgermeister Fitz hat sich um die Stadt verdient gemacht!“

Musikalisch begleitet wurde der Abend von der Jugendkapelle Gunzenhausen unter der Leitung von Regina Hackenberg. Nach dem zweistündigen offiziellen Teil hatte die Kultband „The Sharks“ ihren Auftritt. Im Foyer der Stadthalle wartete auf die Gäste ein sehr vielfältig zusammengestelltes Büfett des Cateringunternehmens Deuter.

Friedrich Kolb ging in seiner Laudatio auf die Leistungen des Rathauschefs ein und nannte die größten Investitionen und Entscheidungen in dessen Amtszeit. Die Jahre von 2014 bis 2020 waren geprägt von dem unbändigen Leistungswillen des Bürgermeisters, der sich niemals schonte und der hartnäckig seine Ziele verfolgte. Gunzenhausen vital zu machen für die Herausforderungen der Zeit, das war sein permanentes Bemühen. Dabei war er ausgesprochen erfolgreich.  In der ersten Legislaturperiode war der Elan des Neuen zu vernehmen.

Die zweite Amtszeit ab 2020 war zunächst beeinflusst von der weltweiten Pandemie („Corona“), in der nicht alle Planungen so realisiert werden konnten wie erhofft. Aber in den letzten drei Jahren setzte KH Fitz alles daran, seine Vorhaben umzusetzen. Er konnte sich dabei immer auf einen Stadtrat stützen, der ihm in allen wesentlichen Dingen folgte.

Mit seinem Namen sind für immer verbunden: die Sanierung der Stadthalle zu einem bayernweit bekannten Kongresszentrum,  die Runderneuerung des Rathauses, die Sanierung der städtischen Kanalisation im Westen mit Maßnahmen zur Hochwasserfreiheit, die Neugestaltung des Areals an der Altmühl („PLATZ FÜR ALLE“), die Ansiedlung des Landesamts für Schule (Fertigstellung ist im nächsten Jahr), die Zertifizierung Gunzenhausens als radlerfreundliche Stadt in Bayern und nicht zuletzt die Entscheidung des weltweit agierenden Unternehmens Hetzner-Online, in Gunzenhausen die neue Firmenzentrale zu errichten. Geschaffen wurden an der Ära Fitz an die 400 neue Kindergarten- und Krippenplätze, das Wohngebiet „Reutberg III“ wurde konzipiert (die ersten Gründstücke werden 2027 verkauft), die „Seepromenade“ verbindet die Stadt mit dem Altmühlsee, der Stadtmarketingverein als ein kraftvolles Bündnis von Industrie, Handwerk und Einzelhandel wurde ins Leben gerufen. Eine hohe Investition ist mit der Sanierung des Bahnhofsgebäudes verbunden, in der auch das neue Mobilitätszentrum (nach der Auslagerung des ÖPNV aus den Stadtwerken) seinen Sitz haben wird.  Ein wichtiges Signal war auch die Zusage der Bahn, die Barrierefreiheit mit einem Millionenaufwand herzustellen. Zu nennen ist das „Baby“ von Karl-Heinz Fitz: die Eisbahn, die heute nicht mehr wegzudenken ist. Neu ausgerichtet wurde auch die Stadtjugendpflege. Auch die Sanierung und teilweise Erneuerung der Stephani-Volksschule ist von KH Fitz in den letzten Monaten noch vorangetrieben worden. Dank potenter Investoren ist es gelungen, in etlichen Jahren an die 200 neue Wohnungen anbieten zu können. Zuletzt ist auch die Entscheidung der Raiffeisenbank im südlichen Franken, in der Stadt eine neue Bankzentrale zu bauen, positiv begleitet worden. Der Klimaplatz, der in den letzten Tagen seiner Amtszeit vollendet wurde, ist ganz wesentlich auf das Engagement von Fitz zurückzuführen.

Landrat Manuel Westphal würdigte die 18-jährige Tätigkeit von KH Fitz als Kreisrat und hob  dessen Verdienste um die Formierung einer Kreis-Volkshochschule hervor.  Nicht immer seien die Positionen des Kreises und der Stadt deckungsgleich gewesen, aber mit Karl-Heinz Fitz seien gute Ergebnisse erzielt worden.

Alexander Herzog, der Vorsitzende des Stadtmarketingvereins , sprach im Namen der Wirtschaftsverbände seinen Dank an den scheidenden Rathauschef aus und lobte die stets hervorragende Zusammenarbeit. Das gute Image der Stadt sei ganz entscheidend auf die erfolgreiche Tätigkeit des Bürgermeisters zurückzuführen.

Dass KH Fitz nicht immer ein bequemer Chef war, ging aus dem Worten des geschäftsführenden Beamten Klaus Stephan hervor, der mit seinem Vorgesetzten  am 30. April  als Hauptamtsleiter ausscheidet.  Fitz sein als Workaholic in das Amt gekommen – und als solcher bis zum letzten Tag geblieben.

Im Namen des Personalrats der Stadtverwaltung und des Burkhard-von-Seckendorff-Heims sprach dessen Vorsitzender Jürgen Huber dem Rathauschef seinen Dank aus.  Gegenseitiges Verständnis habe die Zusammenarbeit erleichtert.

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