Bestand ist in vier Jahrzehnten ganz stark zurück gegangen

Die Bilanz ist wahrlich nicht glänzend: Um 90 Prozent sind die Bestände von Rebhuhn und Kiebitz in den letzten vierzig Jahren zurück gegangen. Der „Vogel des Jahres“ ist das Generalthema des letzten LBV-Magazins (1/2026), das soeben erschienen ist.
Der Landesvorsitzende Dr. Norbert Schäffer und weitere Experten widmen sich dem Bestand des Vogels, dem ein schleichender stille Tod droht, genauso wie der Blauracke, dem Rachpieper, dem Kampfläufer, der Kornweihe, dem Rotkopf- und Schwarzstirnwürger, der Trauer- und Lachseeschwalbe, dem Schreiadler, der Zwergschnepfe oder dem Steinsperling. Auch in Altmühlfranken ist das Rebhuhn selten geworden in unserer Agrarlandschaft.
Schäffer bezieht klar Stellung für mehr gesellschaftliches Engagement, denn: „Wir können unseren Landwirten nicht einfach die Kosten für den Schutz unserer biologischen Vielfalt auflasten“. Für den LBV-Chef ist es selbstverständlich, dass die Politik die Gelder zum Schutz der Vogelwelt zur Verfügung stellt und die Maßnahmen von der Gesellschaft insgesamt, also allen Steuerzahlern, finanziert wird.
Übrigens: das Rebhuhn war 1991 schon einmal zum „Vogel des Jahres“ gewählt worden. Das aber hat den dramatischen Rückgang nicht aufgehalten. Nach aktuellen Monotoring-Daten ist der Bestand in Deutschland seither um 66 Prozent zurück gegangen. Klar, dass das Rebhuhn auf der Roten Liste der bedrohten Arten als „stark gefährdet“ eingestuft ist.